EUR/USD – was Sie über Major-Paare beim Forex-Handel wissen sollten

September 2, 2018 6:50 pm

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Der Forex-Handel wird für private Anleger zunehmend interessanter. Das hat mehrere Gründe. Anders als beim Aktienhandel kann nahezu rund um die Uhr gehandelt werden, da der Handel weltweit direkt zwischen den Marktteilnehmern stattfindet. Da der Forex-Markt inzwischen weltweit der größte und umsatzstärkste Finanzmarkt ist, können Trader auf eine sehr hohe Volatilität vertrauen. Orders werden innerhalb kurzer Zeit ausgeführt. Ein gängiges Währungspaar ist EUR/USD. Es handelt sich dabei um ein sogenanntes Major-Paar, also eines der Hauptwährungspaare. Für Einsteiger ist der Handel mit diesen Major-Paaren am besten geeignet, doch kann auch mit exotischen Währungen gehandelt werden.
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Was sind Major-Paare beim Forex?

Beim Forex-Handel wird mit Währungspaaren gehandelt. Sie können nahezu jede Währung handeln, wenn sie frei handelbar ist. Neben bekannten, gängigen Währungen kann auch mit exotischen Währungen kleinerer Länder gehandelt werden. Die gängigsten Währungen werden als Major-Paare bezeichnet, während die weniger bekannten Währungen als Minors bezeichnet werden. Das meistgehandelte Währungspaar ist Euro /US-Dollar. Weitere Major-Währungen sind

  • Britisches Pfund
  • Schweizer Franken
  • Japanischer Yen
  • Kanadischer Dollar

Auch der Australische Dollar gehört zu den Majors. Aus den Major Währungen können Währungspaare gebildet werden. Viele Währungspaare werden mit dem Euro gebildet. Weitere gängige Major-Paare sind das Britische Pfund und der US-Dollar, der US-Dollar und der Kanadische Dollar, der US-Dollar und der japanische Yen, der australische Dollar und der US-Dollar, der neuseeländische Dollar und der US-Dollar sowie der US-Dollar und der Schweizer Franken. Diese Major-Paare werden weltweit am häufigsten gehandelt. Die Minors werden hingegen selten gehandelt. Genauso wie die Majors lassen sich auch die Minors untereinander oder gegen Majors handeln.
Möchten Sie in den Forex-Handel einsteigen, sollten Sie sich auf Majors konzentrieren. Diese Währungen sind bekannt. Entsprechend viele Informationen über die Währungen und deren Länder sind zu finden. Anders sieht es bei den Minors aus, über die oft nur wenige Informationen vorhanden sind. Da die Hauptwährungspaare, die Majors, weltweit am häufigsten gehandelt werden, liegt bei den Majors die höchste Liquidität vor. Deutlich geringer ist die Liquidität bei den Minors.

Warum sich Major-Paare am besten für Einsteiger eignen

Beim Forex-Handel können Sie nur mit umfangreichen Kenntnissen über den Devisenmarkt und mit einer guten Strategie erfolgreich sein. Dazu gehört, dass Sie nur mit Währungen handeln sollten, die Sie kennen. Ein Grund, weshalb Sie als Einsteiger mit den Major-Paaren handeln sollten, ist die hohe Liquidität. Auch die geringen Spreads sprechen für die Major-Paare. Ein Spread ist die Differenz zwischen Ankaufs- und Verkaufskurs einer Währung. Die Broker verdienen vorrangig am Spread. Einige Broker erheben fixe Spreads, doch zahlreiche Broker erheben bei den Major-Paaren geringe Spreads, während sie bei den exotischen Währungen, den Minors, hohe Spreads erheben. Die Spreads beim gängigsten Währungspaar, Euro/US-Dollar, liegen bei vielen Brokern lediglich bei einem Pip. Ein Pip ist die vierte Nachkommastelle bei einem Währungskurs. Bei einem Währungskurs von 1,2344 US-Dollar ist die letzte 4 das Pip. Der japanische Yen macht eine Ausnahme. Hier gilt bereits die zweite Nachkommastelle als ein Pip. Bei den exotischen Währungen fallen die Spreads deutlich höher aus. Dies liegt darin begründet, dass diese Währungen weniger attraktiv für Anleger sind. Die Broker wollen am Forex-Markt verdienen. Da sie bei den Minors weniger Geld verdienen, müssen sie die Gebühr entsprechend hoch ansetzen.
Bevor Sie mit echtem Geld handeln, sollten Sie sich mit dem Forex-Handel befassen und eine gute Strategie anwenden. Mit dem kostenlosen Demokonto können Sie Majors, aber auch Minors mit virtuellem Geld handeln und Ihre ersten Erfahrungen sammeln.

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Einflüsse auf die Preisbildung bei den Majors

Möchten Sie beim Forex-Handel erfolgreich sein, sollten Sie wissen, welche Faktoren sich auf die Preisbildung auswirken. Die Preisbildung einer Währung wird durch die sogenannten Fundamentaldaten beeinflusst. Dazu zählen:

  • Nachfrage nach Industrie- und Konsumgütern aus dem jeweiligen Land
  • Wirtschaftskraft der Industrie des jeweiligen Landes
  • Geldpolitik eines Landes
  • Entwicklung am Arbeitsmarkt des Landes

Sie sollten sich bei den Faktoren für die Preisbildung nicht nur auf die eine Währung konzentrieren. Auch die zweite Währung des Währungspaares sollten Sie nicht vernachlässigen. Sie sollten ebenfalls hier auf die Faktoren der Preisbildung achten.
Auf die Preisbildung einer Währung wirken sich auch die Entscheidungen der Notenbanken aus. Erhöht eine Notenbank die Zinsen, beispielsweise die US-amerikanische Fed, wirkt sich das positiv auf den Kurs der Währung aus. Bei einer Zinserhöhung durch die Fed steigt der US-Dollar im Kurs.
Kurzfristig wird die Preisbildung einer Währung durch die aktuelle Nachfrage nach dieser Währung beeinflusst. Die Nachfrage nach einer Währung ist abhängig vom Bedarf der Volkswirtschaften nach Devisen, von den Handelsgeschäften sowie von der Nachfrage durch die Spekulanten. Ein weiterer Faktor, der sich auf die Preisbildung auswirken kann, ist die Entwicklung von Rohstoffpreisen. Der südamerikanische Rand ist eng an die Entwicklung des Goldpreises gekoppelt.
Möchten Sie die Kursentwicklung einer Währung einschätzen, können Sie die Fundamentalanalyse vornehmen. Sie ist kompliziert, da sie die zahlreichen Faktoren für die Preisbildung berücksichtigt. Für Einsteiger ist sie weniger geeignet. Einfacher zu erlernen ist die technische Analyse, auch Chartanalyse genannt. Bei der Chartanalyse werden die verschiedenen Parameter für die Preisbildung nicht berücksichtigt.

Traden mit den Majors – die richtige Strategie

Für den erfolgreichen Handel mit Forex benötigen Sie eine Handelsstrategie. Verschiedene Handelsstrategien sind gut für Einsteiger geeignet und beinhalten lediglich ein geringes Risiko. Erfahrene Trader handeln auch mit komplizierten und risikoreicheren Strategien, die seltenere, aber höhere Gewinne versprechen. Eine gute Strategie für Anfänger ist die Trendfolgestrategie. Die Technische Analyse ist eine wichtige Grundlage für die Trendfolgestrategie. Anhand von Balken-, Linien- und Kerzencharts können Sie Trends erkennen. Die Broker stellen auf ihren Webseiten solche Charts zur Verfügung. Grundsätzlich werden

  • Aufwärtstrend
  • Abwärtstrend
  • Seitwärtstrend

unterschieden. Solche Trends sind bei den Major-Paaren anhand der Charts gut zu erkennen. Einen Aufwärtstrend erkennen Sie daran, dass die Hochs und auch die Tiefs immer höher werden. Dieser Trend verläuft von links unten nach rechts oben. Im Gegensatz dazu verläuft ein Abwärtstrend von links oben nach rechts unten. Die Zwischenhochs und auch die Tiefs rutschen immer tiefer. Ein Seitwärtstrend bewegt sich nahezu waagerecht und zeigt nur wenige Abweichungen nach oben und nach unten. Er ist schwer zu handeln. Als Einsteiger sollten Sie beim Währungspaar EUR/USD und auch bei weiteren Major-Paaren ausschließlich auf Aufwärts- und Abwärtstrends handeln. Bei einem Aufwärtstrend gehen Sie eine Long-Position ein, während Sie bei einem Abwärtstrend eine Short-Position eingehen.
Zur richtigen Strategie gehört, dass Sie nur mit einer geringen Anzahl an Währungspaaren handeln sollten, um nicht den Überblick zu verlieren. Bei den Major-Paaren sollten Sie sich über die Einflüsse informieren, die aktuell auf die Kurse wirken. So können Sie Ihre engere Wahl anhand der Kursveränderungen treffen. Die Gewinnaussichten erhöhen sich dadurch.
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Was Sie über Cross-Währungen wissen sollten

Beim Handel mit Major-Fx-Paaren begegnen Ihnen neben dem gängigsten Währungspaar Euro – US-Dollar auch sogenannte Cross-Währungen oder Cross Currencies. Es handelt sich dabei um Währungspaare, in denen kein US-Dollar enthalten ist. Solche Cross-Währungen können Euro/japanischer Yen, Euro/Britisches Pfund oder Euro/Schweizer Franken sein. Auch bei den Cross-Währungen erfolgt die Abrechnung in US-Dollar, denn er stellt die Bezugswährung für die Cross-Währungen dar.
Entscheiden Sie sich für das Major-Paar Euro/japanischer Yen, dann kaufen Sie im Hintergrund Euro/US-Dollar und US-Dollar/japanischer Yen. Das ist vergleichbar mit der Bruchrechnung, bei der zwei Brüche gekürzt werden. Das sieht folgendermaßen aus:

  • US-Dollar/japanischer Yen x Euro/US-Dollar.

Im Beispiel wird der US-Dollar gekürzt, sodass nur der japanische Yen und der Euro übrigbleiben.
Cross-Währungen können Sie bei allen Forex-Brokern handeln. Der Nachteil liegt darin, dass oft keine festen Spreads gewährt werden. In Zeiten mit einer hohen Volatilität können sich die Spreads ausweiten. Nicht immer ist es möglich, ein positives Ergebnis zu erzielen. Möchten Sie Verluste begrenzen, können Sie Stopps setzen. Sie sollten darauf achten, die Stopps nicht zu eng festzulegen, da ein zu enger Stopp unbeabsichtigt abgeholt werden kann. Die Cross-Währungen sind nicht immer für Einsteiger geeignet. Neben EUR/US-Dollar sollten Sie andere Kombinationen mit dem US-Dollar handeln.

Kurse und Kursbewertung bei den Major-Paaren

Beschäftigen Sie sich mit dem Forex-Handel und möchten Sie mit Major-Paaren traden, wird Ihnen auffallen, dass der US-Dollar beim Währungspaar EURO/US-Dollar an zweiter Stelle, aber bei US-Dollar/Schweizer Franken an erster Stelle rangiert. Der Grund dafür ist die Rolle der Partnerwährung bei der Wertfeststellung. Bei einem Währungspaar wird die erste Währung als Basiswährung bezeichnet, während die zweite Währung die Bezugswährung ist. Sie erkennen an dieser Aufteilung, welchen Betrag Sie von der Bezugswährung aufwenden müssen, um einen Teil der Basiswährung zu kaufen. Gehen Sie davon aus, dass der Euro im Verhältnis zum US-Dollar im Kurs steigt, gehen Sie bei Euro/US-Dollar eine Long-Position ein. Glauben Sie allerdings, dass der Euro gegenüber dem US-Dollar fällt, schließen Sie eine Short-Position ab.
Bei einem Kurs von 1,4150 bei Euro/US-Dollar müssen Sie 1,4150 US-Dollar bezahlen, wenn Sie einen Euro kaufen möchten. Liegt der Kurs im Beispiel US-Dollar/Schweizer Franken bei 1,1180, müssen Sie für den Kauf eines US-Dollars 1,1180 Schweizer Franken zahlen.
Gehen Sie von einem Wertverlust der Basiswährung aus, sollten Sie das Währungspaar verkaufen. Glauben Sie hingegen, dass die Basiswährung gegenüber der Bezugswährung in ihrem Kurs steigt, kaufen Sie das Währungspaar. Es kommt darauf an, den Trend zu erkennen, um im richtigen Moment zu kaufen und wieder zu verkaufen. Die Chartanalyse kann Ihnen helfen, die Trends zu erkennen sowie die Entwicklung der Basiswährung einzuschätzen.

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Was sind Carrytrades?

In den verschiedenen Ländern gelten unterschiedliche Leitzinsen. Australien und Neuseeland gelten als traditionelle Hochzinsländer mit hohen Leitzinsen. Die Europäische Zentralbank (EZB) und die US-amerikanische Federal Reserve (Fed) haben die Leitzinsen aus geldpolitischen Gründen hingegen an die Nullgrenze gefahren. Diese Zinsunterschiede wirken sich auf den Devisenhandel aus. Abhängig davon, ob höher verzinste Währungen gekauft oder verkauft werden, bekommt der Trader über Nacht auf seinen Trade Zinsen gutgeschrieben oder abgebucht. Bei einer Abbuchung von Zinsen ist von Swap-Gebühren die Rede. Diese Swap-Gebühren unterscheiden sich, abhängig vom Broker.
Erfahrene Trader nutzen die Zinsdifferenzen aus und handeln in die richtige Richtung, indem sie ein hochverzinstes und ein niedrigverzinstes Währungspaar handeln. Dieser Vorgang wird als Carrytrade bezeichnet. Die Gewinne aus der Zinsgutschrift können allerdings beim Kursverlauf in die falsche Richtung von den Kursverlusten aufgefressen werden. Um von den Zinsgutschriften eines Carrytrades zu profitieren, sollten Sie einen Trade möglichst lange halten. Sie sollten sich regelmäßig über die Swap-Rates des jeweiligen Brokers informieren. Zumeist werden diese Swap-Rates für ein Lot, also für 100.000 Einheiten der Basiswährung, angegeben. Da Sie als privater Anleger nicht mit derart hohen Beträgen handeln, sollten Sie die Swap-Rates für

  • Mini-Lots = 10.000 Einheiten
  • Micro-Lots = 1.000 Einheiten
  • Nano-Lots = 100 Einheiten

umrechnen. Einige Carrytrades zeichnen sich durch besonders attraktive Zinszahlungen aus. Sie sollten nicht vergessen, dass sich die Leitzinsen und damit auch die Swap-Gebühren ständig ändern können. Um von lukrativen Zinsen zu profitieren, sollten Sie sich stets über die Leitzinsen sowie die Swap-Rates informieren.

Fazit: Major Fx Paare – gute Gewinne möglich

Beim Forex-Handel werden verschiedene Währungen weltweit besonders häufig gehandelt. Diese Währungen werden als Majors bezeichnet. Mit diesen Majors können Sie Währungspaare bilden. Das am meisten gehandelte Währungspaar ist EUR/USD. Werden andere Währungen mit dem Euro gehandelt, beispielsweise Britisches Pfund und Euro oder Schweizer Franken und Euro, ist von Cross-Währungen die Rede. Umgerechnet wird dabei immer in US-Dollar. Die Major-Fx-Paare sind besonders lukrativ, da die Liquidität am höchsten ist und die Broker dafür nur geringe Spreads erheben. Die Major-Paare eignen sich für Einsteiger gut. Sie können auch mit exotischen Währungen handeln, die als Minors bezeichnet werden. Diese Minors können mit Majors oder untereinander kombiniert werden. Der Nachteil bei den Minors liegt in der geringeren Liquidität. Die Broker erheben für die Minors zumeist höhere Spreads. Die Kursentwicklung der Währungen wird durch viele Faktoren beeinflusst. Sie können auf einen Anstieg oder auf einen Abfall der Basiswährung gegenüber der Bezugswährung setzen sowie bei einem steigenden Kurs eine Long-Position oder bei einem fallenden Kurs eine Short-Position platzieren.

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