CFD – was ist das? Grundlagen des CFD-Handels erklärt

September 3, 2019 2:48 pm


Wer sich mit Investitionen und Anlagemöglichkeiten rund um die Börse beschäftigt, wird auf unzählige Optionen stoßen, die es ermöglichen sollen sein Geld nicht nur anzulegen, sondern auch noch zu vermehren. Ein Begriff, über den man dabei immer wieder stolpern wird, ist der der Differenzkontrakte, auch bekannt unter CFD. Sie werden oft als äußerst lukrativ und vielseitig einsetzbar beschrieben, versprechen einen hohen Gewinn, wenn sie mit Hebeln kombiniert werden. Doch genauso viele Vorteile wie sie bieten können, genauso viele Risiken bergen sie auch. Man sollte sich auf jeden Fall genau informieren, bevor man den Einstieg wagt. CFD – was ist das eigentlich? Wir geben einen Überblick über CFDs, schauen uns deren Hintergründe und Funktionsweisen an.
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Was ist ein CFD? Entstehung der CFDs

Um CFDs genauer verstehen zu können, sollte man sich langsam an das Thema herantasten und Schritt für Schritt vorgehen. So beginnen wir bei der Klärung der Begrifflichkeit. CFD ist eine Abkürzung, die durch die englische Bezeichnung „contract of difference“, kurz CFD, entstanden ist. In Deutschland sind CFDs unter dem Begriff Differenzkontrakte bekannt, dieser Begriff stammt aus dem Investmentbanking. Die CFDs stammen aus London und wurden in den 80er Jahren, aus dem Versuch heraus, die britische Stempelsteuer zu vermeiden entwickelt. Die
so genannte Stempelsteuer bezeichnet eine staatliche Abgabe, die für Aktientransaktionen einen Betrag von 0,5% des Handelswertes erhebt. Die Differenzkontrakte ermöglichten es einen Handel außerhalb der Börse abzuschließen, wodurch die Stempelsteuer erfolgreich umgangen werden kann. Dies gelingt vor allem dadurch, dass die Differenzkontrakte kaum Regulationen von öffentlichen Behörden unterliegen, die an der Börse greifen würden. Aus diesem Grund hat die USA ein Verbot für Differenzkontrakte durchgesetzt, es ist dort also nicht möglich dieses Schlupfloch für sich zu nutzen.
Doch um wirklich zu verstehen, was ist CFD eigentlich, reicht es nicht aus, die Hintergründe von Differenzkontrakten anzuschauen, sondern es ist nötig sich mit deren Funktionen und Arbeitsweisen zu beschäftigen.

  • CFD entstand in London während der 80er Jahre
  • Entwickelt wurden CFDs um die Stempelsteuer zu umgehen
  • CFDs werden durch Verträge gehandelt
  • In den USA ist der Handel mit CFDs untersagt

CFD Handel Ratgeber

Funktionsweisen von CFDs

Optionsscheine handelnEs gibt viele verschiedene Arten von Finanzinstrumenten, die Differenzkontrakte gehören zu denen der Derivate. Bei den Derivaten handelt es sich um einen Vertrag, der zwischen zwei Parteien, abgeschlossen wird. Dieser Vertrag hat einen wirtschaftlichen Wert, der unmittelbar mit dem Zeitwert einer Referenzgröße zusammenhängt. Die Referenzgröße bildet dabei den Basiswert, in diesem Fall meist bestehend aus Anleihen, Indizes, Zinssätze oder Aktien. Doch auch Rohstoffe, Edelmetalle und Devisen können den Basiswert bilden. Derivate Finanzinstrumente sind jedoch auch in der Lage eine Absicherung bei Kursschwankungen zu bieten und sind somit vielseitig einsetzbar.
Doch was ist CFD und wie funktioniert es in der Praxis? In der Praxis ist ein CFD, vereinfacht ausgedrückt, eine Vereinbarung zwischen einem Anleger und einem Anbieter. Diese Vereinbarung umfasst einen gewissen Zeitraum, bei dem am Anfang und Ende ein Basiswert, meist Aktien, sowie ein Geldwert festgelegt wird, um diese zu tauschen. Hier wird auch zwischen Long-CFDs und Short-CFDs unterschieden die jeweils mit einem Hebel gehandelt werden können. Wird mit einem Long-CFD gehandelt bekommt der Anleger z.B. eine Aktie und der Anbieter als Sicherheit einen ausgemachten Geldbetrag.
Läuft der Vertragszeitraum aus muss der Anleger die Aktie zurück an den Anbieter übergeben. Dies geschieht zum aktuellen Kurs, mit Abzug des ursprünglich ausgemachten Geldbetrages. Stieg während der Vertragszeit der Kurs, so erzielt der Anleger einen Gewinn, sank der Kurs dagegen während dieser Zeit, erleidet er einen Verlust. Die Short-CFDs funktionieren genau entgegengesetzt. Am Anfang des Vertragszeitraumes bietet der Anleger dem Anbieter eine Aktie, die dieser am Ende zurückkauft. Einen Gewinn kann der Anleger hier also nur erzielen, wenn während dieser Zeit der Kurs gesunken ist. Was ist CFD also? Im Grunde ist CFD nichts anderes als ein sehr vielseitig einsetzbares Finanzinstrument, welches über Hebel sehr hohe Gewinne ermöglicht.

  • CFDs gehören zu den Finanzinstrumenten der Derivate
  • Derivate bilden eine Art Vertrag zwischen zwei Handelspartnern
  • Long- und Short-CFDs
  • Zur Gewinnmaximierung Hebel nutzen
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CFD-Hebel: Was sind Hebel und wie funktionieren sie?

Die beste Trading-StrategieMöchte ein Trader einen möglichst hohen Gewinn erzielen eigenen sich die Hebel besonders gut, um dieses Ziel zu erreichen. Doch gleich zu Anfang sei gesagt, dass hier Vorsicht geboten ist, je höher der Hebel umso größer kann zwar der Gewinn sein jedoch auch der Verlust. Die Hebel ermöglichen es somit mit deutlich höheren Summen handeln zu können als ursprünglich angelegt wurde. Jeder, der mit einem Hebel handeln möchte muss zunächst einen Einsatz leisten, der Margin oder Sicherheitsleistung genannt wird. Um die Funktionsweisen der Hebel verstehen zu können empfiehlt es sich, dies direkt anhand eines Beispiels zu erklären.
Erwirbt ein Trader z.B. ein CFD mit dem Wert von 100 Euro und nutzt einen 1:5 Hebel bedeutet dies, dass der Einsatz bei 20 Euro liegt. Dies ist nur möglich, da in diesem Fall 95% über einen Kredit finanziert werden. Läuft alles nach Plan erzielt der Trader, durch seinen geringeren Einsatz einen hohen Gewinn, geht jedoch etwas schief erleidet er durch den geleisteten Kredit und dem niedrigen eigenen Einsatz einen hohen Verlust. Um solche Situationen zu vermeiden, hat die Finanzaufsichtsbehörde ESMA eine Begrenzung der Hebel für private Anleger eingeführt.

  • Hebel funktionieren durch eine Art Kredit
  • Hebel können hohe Gewinne bringen, jedoch auch große Verluste
  • Der Einsatz von Hebeln sollte stets gut durchdacht sein
  • Die ESMA hat eine Begrenzung der Hebel für private Anleger eingeführt

CFD Handel Tipps

CFD Handel – was ist das? CFD-Handel verstehen

Durch die vielseitige Verwendbarkeit der CFDs ist es unablässig, all deren Funktionsweisen zu kennen, um aktiv in den Handel mit CFDs einsteigen zu können. Das Grundprinzip des CFD Handels ist jedoch leicht erklärt. Handelt man mit CFDs beruht dieser Handel immer auf den Kursbewegungen von Basiswerten wie Währungen, Akten, Indizes oder Rohstoffen. Wie der Name Differenzkontrakte bereits impliziert wird im Prinzip auf die Differenz zwischen Anfangs- und Endzeitpunkt einer Vertragsdauer gehandelt. Um einen möglichen Gewinn zu maximieren, lassen sich Hebel einsetzen, die bei Misslingen jedoch auch einen großen Verlust mit sich bringen können, sie sollten demnach immer mit Vorsicht eingesetzt werden.

Besonderheiten beim CFD-Handel

Besonders unterscheidet sich der Handel mit CFDs von denen mit Aktien, Wertpapieren oder Fonds durch den Einsatz, der geleistet werden muss. Der Handel mit CFDs ermöglichen es mit geringen Beträgen einzusteigen und bietet damit auch nicht vermögenden Anlegern die Chance an der Börse einzusteigen. Bei diesem Betrag handelt es sich um eine Art Sicherheitsleistung, die Margin genannt wird. Diese Margin variiert je nach Basiswert und passt sich dem jeweiligen Vertrag an. Wieso es trotzdem möglich ist, trotz geringem Einsatz ähnliche Gewinne wie bei dem Handel mit Direktinvestments zu erzielen, liegt daran, dass bei den CFDs eine Art Kredit involviert ist. Doch eben diese Art des Kredits birgt das große Risiko, hat man sich verkalkuliert und zudem noch Hebel eingesetzt, kann man schnell alles verlieren.
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Risiken beim CFD-Handel

Stopp Loss TradingUm das Risiko des Ruins ein wenig einzudämmen hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, kurz BaFin, im Mai 2017 die sogenannte Nachschusspflicht für Anleger aufgehoben. Das heißt, dass ab dem 8.5.2017 keine privaten Anleger mehr mit CFDs handeln dürfen, die eine Nachschusspflicht beinhalten und somit werden diese davor geschützt mehr als ihre Einlagen zu verlieren. Dies ist auch gut so, wenn man sich durch ein Beispiel veranschaulicht wie vage der Handel mit CFDs sein kann. Als im Januar 2015 der Schweizer Franken vom Euro losgelöst wurden, entstanden immense Kursschwankungen dieses Währungspaares und Anleger, die mit CFDs auf dieses Währungspaar gehandelt hatten, erlebten unvorstellbare Gewinne oder Verluste. Dies zeigt wie empfindlich die CFDs mit den Kursschwankungen zusammenhängen und wie risikoreich der Handel mit ihnen sein kann.

  • CFDs lassen auf die Differenz, des Basiswertes, über einen Vertragszeitraum handeln
  • Hebel werden eingesetzt um höhere Gewinne zu erzielen.
  • CFDs ermöglichen den Einstieg mit einem geringen Betrag
  • CFDs reagieren empfindlich auf Kursschwankungen

Den passenden Einstieg finden – als Einsteiger mit CFDs handeln

Hat man sich ausreichend mit den Hintergründen und den Funktionsweisen von CFDs beschäftigt und diese für sich entdeckt, liegt es nahe, dass man den Wunsch hat, in diesen Handel einzusteigen. Doch auch wenn man für sich die Frage „Was ist ein CFD?“ beantwortet hat, gibt es einiges, worauf man als Einsteiger achten sollte. Allem voran sollte die Auswahl des richtigen Brokers stehen. Um diesen zu finden, kann es hilfreich sein einen Brokervergleich zu Rate zu ziehen und sich Erfahrungsberichte anzuschauen.
CFD Handel Broker finden

Zuverlässigen Broker finden

Hat man eine erste Auswahl getroffen empfiehl es sich die Broker auf Seriosität zu prüfen. Wie in allen Bereichen, gibt es auch hier Betrüger oder weniger seriöse Broker, die sich wenig um ihre Kunden kümmern und kaum einen Service anbieten. Ein erster Anhaltspunkt für die Seriosität eines Brokers kann die Regulierung sowie die Transparenz sein. Ein Broker sollte stets unter Aufsicht einer Behörde stehen und das Impressum Kontaktdaten angeben unter denen der Broker nachzuweisen ist. Doch nicht nur diese Kriterien können ausschlaggebend für die Wahl eines Brokers sein.
Gerade als Einsteiger ist es wichtig, dass ein Broker eine gute Betreuung, Webinare oder Demokonten als Einstiegshilfe und Bildungsmöglichkeit anbietet. Mit einem Demokonto wird es z.B. ermöglicht, dass ein potentieller Trader Erfahrungen sammelt, ohne dabei sein Geld zu gefährden. Die meisten Demokonten funktionieren in Echtzeit und verfolgen die aktuellen Kurse, sodass ohne Angst aber unter realen Bedingungen geübt werden kann. Fühlt man sich sicher genug, kann man dann den echten Einstieg mit dem Handel von CFDs wagen. Natürlich wäre es auch möglich, ohne die Unterstützung eines Brokers in den CFD-Handel einzusteigen, dies ist jedoch eher nicht zu empfehlen in Anbetracht der Tatsache wie empfindlich die CFDs auf Kursschwankungen reagieren. Um hier Erfolge feiern zu können bedarf, es einiger Erfahrung oder viel Glück.

  • Vorab Wissen über CFDs zu erlangen ist wichtig
  • Broker sind eine gute Hilfe für einen erfolgreichen Einstieg
  • Broker nach Seriosität und Service auswählen
  • Erfahrungen sammeln über Demokonten
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Welche Kosten beim Handel mit CFDs entstehen können

Kosten des TradingsWie bei jeder Art des Handels entstehen auch bei dem Handel mit CFDs Kosten außerhalb der eigentlichen Investition. Es gilt also unbedingt diese vorher zu kalkulieren, um böse Überraschungen zu vermeiden. Zu diesen Kosten können Gebühren für Transaktionen, Kontoführungen, Spreads oder Zinsen gehören. Letztere kommen besonders dann auf den Anleger zu, wenn dieser CDFs mit einem langen Zeitraum handelt.
Besonders zu erwähnen sind auch die Abgaben an den Staat. Seit Anfang 2009 fallen für den Handel mit CFDs in Deutschland Steuern an. Schließt man sich jedoch einem internationalen Broker an, der seinen Sitz nicht in Deutschland hat, ist das Verfahren anders. In diesem Fall muss der Anleger in seiner Steuererklärung Angaben zu den CFDs machen, wodurch die erzielten Gewinne und Verluste meist verrechnet werden können und am Ende nur der tatsächliche Gewinn unter die Steuer fällt. Nutzen Sie dazu den CFD Rechner.

  • Bei dem Handel mit CFDs können Gebühren anfallen
  • Lange Zeiträume können die Zinsen erhöhen
  • In Deutschland fallen für den Handel mit CFDs seit 2009 Steuern an
  • Internationale Broker können die Steuerlast erleichtern

CFD Handel Ratgeber

Fazit: CFDs sind etwas für risikofreudige Anleger

Differenzkontrakte gehören zu den Finanzinstrumenten der Derivate und funktionieren über eine Art Vertrag, der zwischen Anleger und Anbieter abgeschlossen wird. Durch diesen Vertrag wird ein Start- und ein Endzeitpunkt festgelegt zu dem jeweils ein Basiswert gehandelt wird. Durch diesen Zeitraum sind die Differenzkontrakte abhängig von dem jeweiligen Kurs. Bei den Differenzkontrakten handelt es sich also zwar um ein vielseitig einsetzbares Finanzinstrument, welches hohe Gewinne, aber auch große Verluste mit sich bringen kann. Möchte man lieber eine sichere Geldanlage sind Differenzkontrakte demnach nicht zu empfehlen, sie eigenen sich besonders für die Anleger, die gerne ein Risiko eingehen und auch mit möglichen Verlusten gut umgehen können.
Als Einsteiger ist es besonders wichtig, die Expertise von Brokern oder anderen Beratern als Hilfestellung anzunehmen. Einige Broker bieten nicht nur gezielte Hilfe bei dem Handel mit CFDs, sondern auch Demokonten, über die der Umgang mit den Kursen und den CFDs risikofrei geübt werden kann. Soll der Einstieg in den Handel mit Differenzkontrakten erfolgreich verlaufen und keine bösen Überraschungen auftauchen, ist es zudem wichtig sich über mögliche, anfallende Kosten und Gebühren zu informieren, zu denen besonders auch die Steuern des Landes gehören. Haben die CFDs Ihr Interesse geweckt? Dann schauen Sie doch bei unserem kostenlosen Brokervergleich vorbei und finden sie noch heute einen passenden Broker für Ihren zukünftigen CFD-Handel.


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