Wall Street ändert ihre Meinung zu Bitcoins

Ripple überholt Ethereum

Die Meinung zu Bitcoins bei den Verantwortlichen an der Wall Street scheint sich langsam zu wandeln. Nun kündigte das  Investment-Unternehmen Fidelity aus Boston, dass an der Wall Street kein unbekannter Name ist, die Gründung einer eigenen Bitcoin-Börse an und somit den Schritt in die Krypto-Branche zu wagen. Fidelity kündigte an, dass derzeit Ingenieure eingestellt werden, die die Gründung der institutionellen Bitcoin-Börse vorantreiben sollen.

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Mehrere Unternehmen mit Angeboten zu Kryptowährungen

Fidelity ist nicht das erste Unternehmen, dass in den letzten Tagen und Wochen ein Angebot rund um die Kryptowährung angekündigt hat. Kürzlich kündigte auch die Susquehanna International Group an, dass man einen Bitcoin Trading Desk für die 500 Kunden des Unternehmens aufbauen will. In diesem Zusammenhang wurde auch bekannt, dass die Susquehanna International Group schon seit zwei Jahren heimlich mit Bitcoins handelt.

Damit ist die Susquehanna International Group großen Unternehmen wie Goldman Sachs, die derzeit an Angeboten für Kryptowährungen arbeiten, einen Schritt voraus. Bislang ist das Unternehmen vor allem für den Handel mit Aktien, ETFs und Optionen bekannt. Das Unternehmen ist schon seit zwei Jahren im Kryptohandel aktiv und kauft und verkauft Bitcoins und andere Kryptowährungen in privaten Handelsgeschäften. Nun soll dieses Angebote ausgeweitet und allen 500 Kunden angeboten werden.

Seit zwei Jahren im Krypto-Handel aktiv

Es ist durchaus überraschenden, dass ein bekanntes US-Unternehmen schon vor zwei Jahren in den Bitcoin-Handel eingestiegen ist. Damals war der Kurs der Kryptowährung noch vergleichsweise niedrig und sie war medial noch nicht so präsent wie im vergangenen Jahr. Damals wie heute zeigten und zeigen sich Kritiker aufgrund der enormen Volatilität der Kryptowährung besorgt und rieten großen Wall-Street-Unternehmen eher von einem Einstieg in den Krypto-Handel ab. Der Leiter der Digital Asset Group der Susquehanna International Grou sieht Bitcoins allerdings als ein ähnlich knappes Gut wie Gold und sieht in Bitcoins zahlreichen Anwendungsmöglichkeiten.

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Weitere Unternehmen können Bitcoin-Angeboten an den Start bringen

Möglicherweise können in der nächsten Zeit weitere Wall-Steet-Unternehmen den Einstieg in die Krypto-Branche wagen. Das Interesse der Wall Street an Kryptowährungen nimmt immer mehr zu. Die Zahl der Unternehmen, die beispielsweise mit dem Gedanken spielen, einen Trading Desks für Bitcoins einzuführen, steigt.

Die Wall Street erkennt Kryptowährungen damit immer mehr als legitimes Finanzinstrument an. Möglicherweise können die aktuellen Ankündigungen großer Wall-Street-Unternehmen auch mit der Ankündigung der US-Börsenaufsicht SEC zu tun haben die Kryptowährungen, die über ein ICO finanziert wurden, als Wertpapier klassifizieren möchte. Damit würde für Kryptowährungen wie IOTA, Ripple oder Ethereum erstmals eine klare Klassifizierung eintreffen, die für Klarheit sorgen könnte.

Tokens aus ICOs als Wertpapiere klassifizieren

Jay Clayton, der Vorsitzende der amerikanischen Börsenaufsicht, ist schon seit einiger Zeit der Überzeugung, dass ICOs Wertpapiere sind. Daher sollten diese ähnlich wie Aktien an öffentlichen Börsen reguliert werden. Vor allem für ICOs will man in den USA den rechtlichen Rahmen definieren. Allein 2017 wurden über diesen Crowdfunding-Weg 6,6 Milliarden Euro eingesammelt. 2018 wird diese Summe wohl weiter steigen. Diese Summen übersteigen das Kapital, dass Unternehmen bei einem klassischen Börsengang einsammeln, um ein Vielfaches.

Die Klassifizierung als Wertpapier hätte zur Folge, dass ICOs nur auf registrierten Börsen gehandelt werden dürfen. Viele ICOs müssten damit von Börsen ohne diese Registrierung entfernt werden. Dazu würden auch bekannte Kryptowährungen wie Ethereum oder Ripple gehören. Auf Bitcoins träfe diese Regelung nicht zu, da die Kryptowährung nicht über ein ICO entstand.

Laut SEC zwei Arten von Kryptowährungen

Jay Clayton machte zudem kürzlich in einem Interview mit dem amerikanischen TV-Sender CNBC deutlich, dass es zwei Arten von Kryptowährungen gebeund wie man diese unterscheiden kann. Die eine Art wird von ihm als Wertpapier anerkannt, während die zweite Variante, darunter auch Bitcoin, ein möglicher Ersatz für Staatswährungen sein könnte.

Kryptowährungen, die über ein Crowdsale-Verfahren entstanden sind, würden nach dieser Definition strenger durch die SEC klassifiziert. Wenn ein Unternehmen Kapital einsammelt und danach Coins ausgibt, stellen diese Coins ein Wertpapier dar. Diese werden dann durch die Behörden strenger reguliert. Das Geld, dass beim ICO eingesammelt wird, kann ähnlich wie bei einem traditionellen Börsengang in das Unternehmen investiert werden oder die Struktur des ICOs finanzieren.

Mit traditionellen Börsengängen vergleichbar

Laut Jay Clayton sollten ICOs daher in Zukunft mit normalen Börsennotierungen gleichgesetztwerden und ebenso reguliert werden. Im Übrigen sieht Clayton keine Veranlassung, die Definition eines Wertpapiers nach US-Recht, die aus den 1930er Jahren stammt, zu verändern. Die Regelung wird auf einen Großteil aller Kryptowährungen zutreffen, allerdings nicht auf Bitcoins.

Die SEC machte deutlich, dass Kryptowährungen selbst keine Wertpapiere sind, allerdings Token, die bei einem ICO ausgegeben werden. Daher muss sich jedes Unternehmen, dass einen Börsengang in Form eines ICOs plant, an die SEC wenden. SEC-Chef Clatyon betonte zudem, dass man Unternehmen, die einen legalen ICO durchführen möchten, gerne dabei unterstützt.

Positive Aussagen der CFTC

Auch bei der zweiten wichtigen US-Regulierungsbehörde, der CFTC, die unter anderem für Optionen und Futures zuständig ist, äußerte man sich kürzlich positiv zu Kryptowährungen. Rostin Behnam von der CFTC sagte in einer Rede, dass virtuelle Währungen in jedem Land der Welt ein Teil der Volkswirtschaft werden. Kryptowährungen können einen wichtigen Beitrag bei Angeboten von Finanzdienstleistungen für Menschen ohne Bankkonto leisten. Auf diesem Weg könnte man auch Korruption durch mehr finanzielle Transparenz entgegenwirken.

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Fidelity sieht Potenzial in Bitcoins

Das Unternehmen Fidelity, dass mehrere Billionen Dollar in Investmentfonds verwaltet, sieht großes Potenzial in Bitcoins. Derzeit wird es einer ausgewählten Kundengruppe ermöglicht ihre Accounts bei Coinbase in ihr Portfolio bei Fidelity zu integrieren. Die Kunden können somit ihre Vermögen in der Kryptowährung gemeinsam mit den Finanzprodukten, die von Fidelity angeboten werden, überwachen.

Noch ist nicht bekannt, ob die angekündigte Bitcoin-Börse in die derzeitige Plattform integriert oder getrennt davon aufgebaut wird. Genaue Details wurden ebenso wie ein Starttermin noch nicht genannt. Fidelity hat bereits mit Venture-Investitionen sowie einer eigenen  Krypto-Mining-Farm einiger Erfahrungen in der Krypto-Branche gesammelt. Über einen gemeinnützige Organisation von Fidelity kann man zudem Spenden in Bitcoins erhalten.

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Mehr Engagement in Kryptowährungen

Wenn sich nun Unternehmen wie  Goldman Sachs, die Susquehanna International Group und Fidelity verstärkt bei Kryptowährungen engagieren, könnten Bitcoins und andere Kryptowährungen bald endgültig an der Wall Street ankommenund auch das Thema Regulierung voranbringen.

Weiterhin Kritik an Kryptowährungen

Auch wenn sich die Meinung zu Kryptowährungen an der Wall Street wandelt, gibt es immer noch einige bekannte Namen, die vor allem Bitcoins kritisch sehen. Dazu gehören weiterhin Jamie Dimon von JP Morgan Chase und Warren Buffet. Beide gaben gemeinsam ein Interview bei CNBC, in dem sie erneut ihre negativen Ansichten zu Bitcoins zum Ausdruck brachten. Dimon rief Investoren, die mit Bitcoins arbeiten, zur Vorsicht auf.

Während Jamie Dimon sich also noch immer kritisch gegenüber Bitcoins zeigt, wurde in den letzten Wochen ein Leiter für die Abteilung Krypto Assets Strategie eingestellt. Während man bei offiziellen Terminen noch immer Kryptowährungen kritisiert, scheint man intern dagegen immer mehr mit Kryptowährungen zu arbeiten. Wenn andere Wall-Street-Unternehmen wie Goldman Sachs wohl bald einen Bitcoin Trading Desk einführen, könnte möglicherweise bald auch JP Morgan Chase in den Bitcoin-Handel einsteigen.

Fazit: Kryptowährungen etablieren sich an der Wall Street

Immer mehr Banken und Finanzunternehmen an der Wall Street scheinen sich am Handel mit Kryptowährungen beteiligen zu wollen. Unter anderem kündigte das Unternehmen Fidelity aus Boston an, eine eigene Bitcoin-Börse gründen zu wollen. Weitere Details sind ebenso wie ein möglicher Starttermin noch nicht bekannt.

Fidelity ist derzeit nicht das einzige Wall-Street-Unternehmen mit Plänen für Angebote rund um Kryptowährungen. Wie jetzt erste bekannt wurde, handelt die Susquehanna International Groupbereits seit zwei Jahren mit Kryptowährungen und will ihr Angebot nun all ihren Kunden zugänglich machen

Die Entscheidungen dieser Unternehmen könnte auch damit zusammenhängen, dass dieUS-Börsenaufsicht SEC verkündet hat, Kryptowährungen in zwei Varianten einzuteilen. Tokens, die über ein ICOs entstanden sind, will sie in Zukunft als Wertpapier klassifizieren, während beispielsweise Bitcoins von ihre als Währung angesehen werden, die theoretisch staatliche Währungen ersetzen könnten.

Ripple überholt Ethereum

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