Lohnt sich eine langfristige Investition in Kryptowährungen?

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Schon seit Monaten steigen die Kurse von Kryptowährungen wie Ethereum oder Bitcoins stark an. Immer wieder kommt es dabei aber auch zu größeren Kurskorrekturen, die Anleger viel Geld kosten. Dennoch ist die Investitionsfreudigkeit der Trader ungebremst, auch wenn die meisten Investoren dabei auf eine äußerst kurze Zeitspanne abzielen. Doch können mit den digitalen Devisen auch langfristige Investitionen durchgeführt werden? Oder sind Bitcoins und Ether ausschließlich etwas für Spekulanten? Wir klären auf.

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Ein Blick auf die bisherige Entwicklung von Kryptowährungen

Zwar lassen sich aus vergangenheitsbezogenen Daten noch keine verlässlichen Rückschlüsse auf künftige Entwicklungen ziehen, doch sie liefern gute Anhaltspunkte für die generellen Charakteristika von Wertpapieren. Ein Blick auf die Kurse der Bitcoins soll verdeutlichen, wie sich Kryptowährungen in den letzten Jahren entwickelt haben:

  • Bitcoins gelten als eine der ersten und insbesondere als bekannteste, digitale Devise überhaupt. Ursprünglich waren sie für wenige Cent zu haben.
  • Ungefähr im Jahr 2013 begannen größere Finanzportale damit, die Kursentwicklung der digitalen Währung aufzuzeichnen. Damals notierte das Wertpapier bei rund 30 Euro.
  • Etwa Mitte 2016 kam es dann zum ersten Boom der Bitcoins, in dessen Zuge die Währung an der Marke von 1.000 Euro kratzte. Doch schon kurz nach diesem Allzeithoch ging es um rund 80 Prozent bergab, die erste Spekulationsblase war geplatzt.
  • In den Folgemonaten notierte die Währung bei rund 200 bis 400 Euro, immer wieder kam es zu größeren Anstiegen, nur damit der Kurs daraufhin wieder fallen konnte.
  • Mitte 2015 begann dann der langanhaltende Boom, der erst Mitte 2017 wieder aufhören sollte. Spätestens seit Ende 2016 ging es ohne Ausnahme steil bergauf, fast erreichte der Bitcoin die 3.000 Euro.
  • Doch auch vor dieser Grenze gab es wieder größere Korrekturen, die Verluste von 20 bis 30 Prozent mit sich brachten.

Kaum ein anderes Finanzinstrument hat sich in den letzten Jahren und Monaten so volatil entwickelt wie Kryptowährungen. Innerhalb weniger Monate gab es immer wieder hohe Gewinne, nach denen es zu starken Kurseinbrüchen kam. Selbst die sonst als sehr volatil geltenden Rohstoffmärkte konnten nicht annähernd eine so hohe Volatilität aufweisen.

So volatil wie Bitcoins, Ethereum und Co. hat sich kaum ein anderes Finanzinstrument entwickelt. Verluste und Gewinne von über 10 Prozent pro Tag waren und sind an der Tagesordnung. Für Anleger bieten sich so insbesondere auf kurze Sicht hohe Potenziale, die aber mit ebenso großen Risiken einhergehen.
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Ziele und Voraussetzungen der langfristigen Geldanlage

Um darauf eingehen zu können, ob sich Investitionen in Kryptowährungen auf lange Sicht lohnen, müssen zunächst die Ziele langfristig orientierter Anleger klar dargestellt werden:

  • Konstante Rendite: Selbstverständlich möchte jeder Investor eine so hohe Rendite erwirtschaften, wie nur irgendwie möglich ist. Allerdings sind sich langfristig orientierte Anleger darüber im Klaren, dass hohe Renditen immer mit einem gewissen Risiko einhergehen. Insofern sind sie an moderaten und konstanten Gewinnen interessiert.
  • Sichere Entwicklung: Trader können durchaus mit dem genannten Risiko umgehen. Kommt es zu größeren Verlusten, werden sie nicht panisch, sondern sitzen das Tief ganz einfach aus. Denn auf lange Sicht entwickeln sich die Märkte stets positiv und konstant nach oben.
  • Zeithorizont: Ein langfristig orientierter Trader benötigt sein Kapital mindestens 5 bis 10 Jahre nicht, meistens wird das Geld sogar auf unbestimmte Zeit investiert.
  • Anlageziel: Ziel des Investments ist es, nachhaltig Vermögen aufzubauen. Das funktioniert durch eine Kombination von Sparen und Investieren. Oft nutzen die Trader Sparpläne, um monatlich einen bestimmten Betrag in Finanzinstrumente anzulegen. Vor der Rendite oder wichtigen, finanziellen Entscheidungen wird das Kapital dann nach und nach wieder in Bargeld bzw. Guthaben auf Girokonten umgewandelt.
  • Kosten: Wer langfristig Kapital anlegen möchte, ist zudem an möglichst geringen Handelskosten interessiert. So entscheiden sich viele Anleger für Indexfonds, weil sie passiv gemanagte werden. Deutlich teurer – aber auch lange Sicht nicht renditestärker – wären beispielsweise klassische Investmentfonds, die in diesem Bereich kaum noch eingesetzt werden.
Wer langfristig Kapital an den Finanzmärkten investieren möchte, der ist insbesondere an einer recht konstanten Rendite interessiert. Der Anleger möchte kontinuierlich Vermögen aufbauen und erst in einigen Jahren bzw. sogar Jahrzehnten hierauf zugreifen.
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Hohe Volatilität der Währungen spricht gegen die langfristige Geldanlage

Kosten des TradingsSchon auf den ersten Blick wird deutlich, dass Kryptowährungen (noch) nicht zur langfristigen Geldanlage taugen. Zu volatil war die Wertentwicklung der digitalen Devisen in der Vergangenheit. Anders als etwa bei breit gestreuten ETF-Investitionen können sich Anleger nicht darauf verlassen, dass der Wert von Bitcoins, Ether und Co. in der Zukunft tatsächlich konstant ansteigen wird.

Natürlich sind größere Kurssprünge und auch eine solch konstante Entwicklung in der Theorie möglich. Es geht an dieser Stelle vielmehr um das hohe Risiko, dass genau das eben nicht der Fall sein wird. Zudem orientieren sich die meisten Anleger, die in Kryptowährungen investieren, derzeit äußerst kurzfristig. Es kann zu Kettenreaktionen und einem Platzen dieser Blase kommen. Im schlimmsten Fall sorgen die Spekulanten sogar dafür, dass das Vertrauen in die digitalen Devisen nachhaltig negativ beeinfluss wird. Die Folge wäre ein Verlust an Vermögen beim Sparer.

Ein etwas weicherer Faktor, der gegen Kryptowährungen als Langzeit-Investment spricht ist, dass es bisher keinerlei Sparpläne für die Währungen gibt. Zudem sind die Kurse bei den meisten Devisen wie etwa Bitcoins schon außerordentlich hoch:

  • Stand Mitte 2017 kostet ein Bitcoin bereits mehr als 2.000 Euro.
  • Die meisten Anleger, die langfristig Vermögen aufbauen möchten, sind an monatlichen Sparraten von rund 50 bis 200 Euro interessiert.
  • Somit müsste der Trader zwischen 1 und 2 Jahren sparen, bis er sich überhaupt einen Bitcoin leisten kann.
  • Problematisch ist das insofern, als dass der sonst so wichtige Cost-Average-Effekt so nicht zum Tragen kommen kann. Bei diesem Effekt schützen sich Anleger durch viele, kleine Käufe vor dem Risiko, überdurchschnittlich hohe Kaufpreise zu erwischen.

Für das Investment in Kryptowährungen spricht auf lange Sicht nur, dass Direktkäufe mit äußerst geringen Kosten verbunden sind. Über große Börsen können Anleger die einzelnen Währungseinheiten kaufen und müssen dabei lediglich den sogenannten Spread, also die Differenz aus An- und Verkaufskurs einer Position, beachten.

Derzeit sprechen noch einige Faktoren dagegen, Kapital auf lange Sicht in Kryptowährungen zu investieren. Zu ungewiss ist deren künftige Entwicklung, auch wenn diese theoretisch durchaus positiv verlaufen kann. Doch für die langfristige Geldanlage müssen Anleger in erster Linie Sicherheit darüber haben, dass ihre Anlage tatsächlich Rendite abwerfen wird.
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Potenziale für stabile Wertentwicklung durchaus vorhanden

Trading mit HandelsplattformGrundsätzlich von der langfristigen Geldanlage ausschließen sollten Anleger Kryptowährungen aber nicht. Es gilt vielmehr, deren Entwicklung in den kommenden Monaten intensiver zu beobachten und ganz einfach abzuwarten. Für die Stabilisierung der Währungen spricht unter anderem:

  • Verwendung als Währung: Auch wenn es sich aktuell eher um ein Spekulationsobjekt handelt, digitale Währungen wie beispielsweise Bitcoins sind eigentlich wirkliche Währungen. Schon im Jahr 2013 führte Amazon ein Pilotprojekt zu den Devisen durch, in dessen Rahmen getestet wurde, inwiefern die Kunden tatsächlich mit Bitcoins einkaufen möchten. Mit Japan hat auch die erste, moderne Volkswirtschaft die Bitcoins zumindest als Zahlungsmittel legitimiert.
  • Keine Inflation: Aktuell werden tausende Bitcoins und Ether pro Tag „gedruckt“ bzw. „geminet“ wie es in der Fachsprache heißt. Aufgrund technischer Gegebenheiten ist es jedoch unmöglich, dass eine unbegrenzte Zahl an Währungseinheiten hergestellt wird. Bei den Bitcoins ist beispielsweise bei 21 Millionen Schluss, so dass es nicht zu einer Inflation bzw. einem Geldmengenwachstum kommen kann.
  • Legung des Hypes: Für die inkonstante und volatile Entwicklung der Kryptowährungen sorgt momentan auch der regelrechte Hype, der um die digitalen Devisen entbrannt ist. Es ist jedoch denkbar, dass gerade kurzfristig orientierte Anleger bald vermehrt aus dem Markt aussteigen, wenn sie keine hohen Steigerungspotenziale mehr sehen.
Auch wenn sich Kryptowährungen aktuell nicht wirklich für die langfristige Geldanlage eignen, so muss dies nicht für alle Zeit gelten. Durchaus denkbar ist es, dass sich in den kommenden Monaten oder Jahren eine gewisse Konstanz in den Märkten einstellt. Bis dahin sollten Trader jedoch weiterhin Vorsicht walten lassen.
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Investition in ETFs eher für Geldanlage geeignet

Wer Kapital langfristig investieren möchte, der sollte sich intensiver mit ETFs befassen. Diese Indexfonds bilden immer die Zusammensetzung eines Index wie etwa des DAX ab:

  • Investiert der Trader Kapital in den DAX-Indexfonds, nimmt er die DAX-Zusammensetzung ins Portfolio auf.
  • Der Fonds verändert sich nur dann, wenn sich auch der zugrundeliegende Index verändert.
  • Ziel des Fonds ist es, die Entwicklung des DAX möglichst genau und dabei gleichzeitig kostengünstig abzubilden.

Vor allem breite Indizes wie eben der DAX, Dow Jones oder MSCI World eignen sich hervorragend, um langfristig eine konstante Rendite aufzubauen. Denn auf lange Sicht erwirtschaften fast alle Indizes recht sichere Gewinne, die bei Werten zwischen 8 und 12 Prozent liegen.

Statt in Kryptowährungen zu investieren, sollten langfristig orientierte Anleger bevorzugt ETFs nutzen. Diese bilden die Wertentwicklung eines Referenz-Indizes möglichst genau ab, sind dabei aber gleichzeitig kostengünstig.

Fazit: Langfristiges Investment mit Kryptowährungen eher ungeeignet

Investitionen in Kryptowährungen zielen aktuell vor allem auf eine äußerst kurze Frist ab. Zu volatil ist die bisherige Kursentwicklung, als dass sich langfristige Investments lohnen würden. Denn derzeit ist vollkommen unklar, wie sich die Währung in den kommenden Monaten und Jahren entwickeln wird. Bis sich nicht eine gewisse Konstanz eingestellt hat, sollten Trader Vorsicht walten lassen und bei langfristigen Investitionen bevorzugt auf ETFs setzen.

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