Studie zu Kryptowährungen 2018: Bitcoin & Co. bald anerkannte Währungen?

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Laut einer von eToro in Auftrag gegebenen Studie der Imperial College Business School in London sind Kryptowährungen auf einem guten Weg, sich im Mainstream zu etablieren. Kryptowährungen seien laut der Untersuchung “Cryptocurrencies: Overcoming Barriers to Trust and Adoption” nur noch zwei von drei Schritten fehlen, um sich als vollständige Währung zu etablieren. Die Studie zeigt, dass Kryptowährungen insgesamt positiv in die Zukunft blicken können.

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Kryptowährungen erfüllen eine von drei Funktionen einer Währung

Eine Währung muss drei Funktionen erfüllen. Zunächst muss sie eine Wertaufbewahrungsfunktion erfüllen, sowie als Tauschmittel und Recheneinheit dienen. Sind diese drei Funktionen erfüllt, gilt ein Gut als Währung. Das Imperial College London kam zu dem Ergebnis, dass einige Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum bereits eine Wertaufbewahrungsfunktion erfüllen. Schon jetzt nutzen viele Menschen Kryptowährungen als Wertaufbewahrungsmittel.

Kryptowährungen logischer Schritt bei der Entwicklung von Geld

Daraus ergibt sich die Schlussfolgerung, dass Kryptowährungen der nächste logische Schritt in der Entwicklung des Gelds sind und sie das Potential haben, in Zukunft die dominierende Zahlungsform zu werden. William Knottenbelt und Zeynep Gurguc vom Imperial College sind der Auffassung, dass Kryptowährungen bereit eine wichtige Funktion von Währungen erfüllen. Um jedoch auch die beiden anderen Kriterien zu erfüllen, bedarf es allerdings noch weitere Schritte bei Fragen wie der Skalierbarkeit, dem Design und der Regulierung.

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Zahlungsmittel der Zukunft

Kryptowährungen könnten dennoch das Zahlungsmittel der Zukunft darstellen. William Knottenbelt und Zeynep Gurguc argumentieren dabei auch aus historischen Sicht. Der Weg zu zahlen habe sich immer weiterentwickelt, die Grundfunktionen seien dabei jedoch immer beibehalten worden. Die Art zu zahlen habe sich vom Tauschhandel mit Materialien wie Muscheln bis zu den heute üblichen elektronischen Zahlungen mit Kreditkarten oder Onlineüberweisungen stetig weiterentwickelt. Neue Entwicklung seien trotz aller Konstanz immer dann entstanden, wenn es die Gelegenheit gab, Reibungen im Zahlungsverkehr zu reduzieren. Kryptowährungen sind aus ihrer Sicht daher der nächst logische Schritt.

Zeynep Gurguc ist der Ansicht, dass dezentrale Technologien das Potential haben, alles zu verändern, was wir über die Natur der Finanzsysteme bislang zu wissen glaubten. Die Welt der Kryptowährungen entwickelt sich derzeit so schnell wie die große Anzahl an Technologien, die diese begleiten.

Weitere Hürden zu meistern

Allerdings werden weitere Fortschritte in regulatorischen und technischen Fragen benötigt. Derzeit bestehe noch viel Skepsis bei Kryptowährungen sowie, wie diese ein alltägliches Zahlungssystem für jeden von uns werden könnten. Die Studie zeigt allerdings, dass bereist große Fortschritte gemacht wurden, damit Kryptowährungen weithin als Zahlungsmittel akzeptiert werden.

Damit ist die Studie nicht allzu überraschend. Schon lange ist klar, dass sich das Umfeld von Kryptowährungen weiterentwickeln muss, um für die Allgemeinheit nutzbar zu sein. In den nächsten zehn Jahren könnten Kryptowährungen dennoch traditionelle Währungen nach und nach teilweise ersetzen und in einigen Jahren eine weit verbreitete Zahlungsform darstellen. Professor Willam Knottenbelt und Dr. Zeynup Gurguc sind der Ansicht, dass es nur noch eine Frage der Zeit sei, bis sich Kryptowährungen endgültig durchsetzen.

Skalierbarkeit und Nutzerfreundlichkeit verbessern

Kryptowährungen müssen insgesamt sechs Herausforderungen bewältigen, um den Anforderungen einer Währung gerecht zu werden. Diese sind Skalierbarkeit, Nutzbarkeit, Regulierung, Volatilität, Anreize und Privatsphäre. Hinsichtlich der Skalierbarkeit haben noch zahlreiche Kryptowährungen, die auf der Blockchain basieren, Schwierigkeiten bei hohen Transaktionszahlen. Die Probleme bei der Skalierbar müssten langfristig von den Communties hinter den einzelnen Kryptowährungen gelöst werden. Auch die Benutzerfreundlichkeit ist noch nicht zu 100 Prozent gegeben. Noch ist es für Menschen, die nicht über spezielle Kenntnisse verfügen, vergleichsweise schwierig, Kryptowährungen zu nutzen. Neben IT-Kenntnissen ist es auch wichtig, sich mit Kryptowährungen und ihrer Funktionsweise auszukennen.

Preise stabilisieren

Darüber hinaus sind Kryptowährung derzeit noch zu volatil, um von einer großen Anzahl an Menschen genutzt zu werden. Ein Verkäufer kann sich derzeit beispielsweise noch nicht sicher sein, ob ein Bitcoin morgen noch genau soviel wert ist wie heute. Die Preise von Kryptowährungen müssen sich daher zunächst weiter stabilisieren. Dabei könnte ein international einheitlicher Regulierungsansatz beitragen.

Ein weiterer Aspekt, der erfüllt sein muss, sind Anreize. Bei jedem neuen Finanzsystem tritt eine sorgfältiges Reflexion darüber ein, wie sein Anreizsystem das Verhalten beeinflusst. Wenn das Finanzsystem falsch aufgebaut ist, kann es rasch einen Anreiz für Nutzer bieten, das System zum Nachteil anderer zu manipulieren.

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Datenschutz und Privatsphäre

Heutzutage ist auch das Thema Datenschutz von großer Bedeutung. Unterschiedliche Datenschutzniveaus sind für Anbieter interessant und sprechen andere Nutzergruppen an. Datenschutz und Anonymität waren Argumente, die bei der Entstehung von Kryptowährungen eine große Rolle spielten. Würden diese nun komplett entfallen, würde ein großer Nutzerkreis nicht mehr von Kryptowährungen angesprochen.

Forschungszentrum am Imperial College

Das Imperial College in London verfügt schon seit einigen Jahren um ein eigenes Forschungszentrum, das auf Blockchain- und Kryptowährungsinitiativen spezialisiert ist. Die Einrichtung hat sich zur Aufgabe gemacht, das transformative Potenzial der Blockchain-Technologie zu erforschen. Das Forschungszentrum wird von Professor Knottenbelt geleitet. Kürzlich sagte er, dass die Geschichte des Geldes eine Geschichte der Evolution sei. Eine neue Technologie ersetzt eine alte, um den Werttransfer zwischen zwei Personen zu verbessern. Auf diesem Web seien Kryptowährungen nun ein weiterer Schritt.

Zahlungssysteme entstehen nicht über Nacht

Neue Zahlungssysteme entstehen nicht über Nacht. Iqbal Gandham, der britische Geschäftsleiter von eToro, verglich Kryptowährungen in diesem Zusammenhang mit der Entstehung der E-Mail. Die erste E-Mail wurde 1971 gesendet, aber es hat danach drei weitere Jahrzehnte gedauert, bis die Technologie so nutzerfreundlich wurde, dass sie im Alltag vieler Menschen angekommen ist.

Gandham ist zugleich Vorstandvorsitzender der britischen Industriegruppe CryptoUK. Er verwies darauf, dass erst rund acht Jahre vergangen sind, seit die erste Transaktion mit Bitcoins erfolgte. Heute sehen wir, dass Kryptowährungen bereits die ersten Anforderungen an alltägliches Geld erfüllen. Kryptowährungen können aus seiner Sicht die Fähigkeit haben, grenzüberschreitende Zahlungen zu vereinfachen. Dies könnte der entscheidende Faktor sein, mit dem sich Kryptowährungen im Mainstream etablieren könnten.

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Kriterien sehen Funktionen von Währungen nicht erfüllt

Immer wieder wiesen Experten aus der Finanzwelt allerdings darauf hin, dass Kryptowährungen nicht die Funktionen von etablierten Währungen übernehmen können. Agustin Carstens, der Leiter der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) griff diesen Aspekt kürzlich erneut auf und warnte jungen Menschen zugleich davor, zu versuchten, Geld zu schaffen. Im Juni veröffentlichte die BIZ zudem einen 24 Seiten langen Artikel mit Schwerpunkt auf die Skalierungsprobleme bei Bitcoins. Die BIZ kam darin zu dem Schluss, dass Kryptowährungen nicht gut genug skalierbar seien, um ein Tauschmittel für die weltweite Wirtschaft darzustellen.

Fazit: Kryptowährungen auf den Weg in den Mainstream

Die aktuelle Studie “Cryptocurrencies: Overcoming Barriers to Trust and Adoption” des Imperial Colleges in London, die von eToro in Auftrag gegeben wurde, zeigt, dass Kryptowährungen auf einem guten Weg in den Mainstream sind. Laut den britischen Forschern William Knottenbelt und Zeynep Gurguc erfüllen Kryptowährungen mit der Wertaufbewahrungsfunktion bereits eine von drei Funktionen einer Währung. Bis jedoch auch die Tauschfunktion sowie die Etablierung als Rechnungseinheit erfolgt sind, müssen Kryptowährungen noch einige Herausforderungen meistern. Dennoch sehen die Forscher gute Chancen, dass sich Kryptowährungen bald im Mainstream etablieren können.

Insgesamt müssen Kryptowährungen auf diesem Weg sechs Herausforderungen meistern. Diese umfassen unter anderen technische und regulatorische Fragen. Um langfristig als Zahlungsmittel anerkannt zu werden, müssen sich Kryptowährungen nochmals weiterentwickeln. Vor allem bei der Skalierbarkeit, der Regulierung und der Nutzerfreundlichkeit sind noch viele Fragen offen. Auch die Volatilität von Kryptowährungen stellt eine große Hürde dar. Dennoch sehen die Forscher Kryptowährungen als Zahlungsmittel der Zukunft.

Die Entwicklung des Geldes ist auch eine Geschichte der Evolution. Jedes Mal, wenn eine neue Technik aufkam, die eine Schwierigkeit im Zahlungsverkehr lösen kann, entstanden neue Zahlungssysteme. Der große Vorteil von Kryptowährungen könnte hier deren Möglichkeiten bei grenzüberschreitenden Zahlungen sein.

Ripple überholt Ethereum

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