BaFin-Präsident: Kryptowährungen & Blockchain sind revolutionär

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Der Präsident der Bundesfinanzaufsichtsbehörde (BaFin), Felix Hufeld sprach in der letzten Woche unter dem Titel „Bitcoin, Blockchain: Was ist Hype und was bleibt?“ in Berlin über Kryptowährungen und die Blockchain. Die Rede wurde später auch schriftlich veröffentlicht. Hufeld widmete sich vor allem den Herausforderungen, die Kryptowährungen und die Blockchain darstellen. Beide sind aus seiner Sicht revolutionär und könnten das Finanzwesen von Grund auf verändern. Hufeld warnte in seiner Rede auch vor einer Überregulierung von Kryptowährungen, die dazu führen könnte, dass das Potential dieser neuen Technologie zerstört würde. Dennoch sind Investitionen in Kryptowährungen aus seiner Sicht noch immer sehr riskant. Insgesamt äußerte er sich jedoch äußerst positiv zu Kryptowährungen und die Blockchain.

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Hype vs. Substanz

Hufeld widmete sich der Frage, was nun Hype ist und was in der Tat langfristig Substanz hat. Dazu verglich er die aktuellen Entwicklungen mit den Anfängen des Internets Anfang der 1990er Jahre. Damals glaubten vielen Menschen ebenfalls nicht daran, dass das Internet langfristig Bestand haben wird. Dennoch ist die Frage, was an Kryptowährungen und der Blockchain in der Tat nachhaltige Substanz hat und was lediglich ein Hype ist, seiner Ansicht nach nur schwer zu beantworten. Dies war in den ersten Jahren des Internets ähnlich.

Positivbeispiele rund um die Blockchain

Dennoch kann man das Potential der Blockchain schon jetzt an einigen Positivbeispielen erkennen. Unter anderem konnte Estland zahlreiche Dienstleistungen der öffentlichen Verwaltung über die Blockchain vereinfachen. Der Baltikum-Staat gilt schon lange als ein Pionier im Bereich der Digitalisierung. In Schweden testet man derzeit im Rahmen eines Pilotprojekts, wie man Grundbucheintragungen über die Blockchainvornehmen kann. Auch in Afrika könnte die Blockchain sehr nützlich sein, zum Beispiel um Eigentumsrechte aufzuzeichnen.

In Industrieländern könnten neben der Finanzbranche auch kleine und mittelständische Unternehmen von der Blockchain profitieren. Beispielsweise könnte die Technik ihnen den grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr erleichtern. Auch auf Anwendungsmöglichkeiten für Blockchain-Erweiterungen wie Smart Contracts ging Hufeld ein. Diese könnten beispielsweise für Versicherungen interessant werden. Dennoch ist die Blockchain kein Allheilmittel für alle Probleme. Man müsse sich daher fragen, wer wirklich von der Technologie profitieren kann.

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Revolution für die Finanzbranche

Hufeld sieht in der Blockchain eine Revolution für die Finanzbranche. Intermediäre, also Unternehmen, die auf dem Finanzmarkt als Vermittler zwischen Angebot und Nachfrage auftreten, könnten so überflüssig werden. Dies würde wohl auch auf Banken zutreffen. Damit könnten Kosten gesenkt werden. Das Potential dieser Technologie geht jedoch für Hufeld über das Sparen von Kosten hinaus. Langfristig können neue Geschäftsmodelleaufkommen, an die heute noch niemand denkt. Schon jetzt arbeiten Tag für Tag in vielen Staaten Menschen daran, neue Einsatzmöglichkeiten für die Blockchain zu finden und die Technologie in großem Maße einzusetzen.

Risiken rund um Kryptowährungen

Dennoch sieht Hufeld auch die Risiken rund um Kryptowährungen und die Blockchain. Kryptowährungen dürfen seiner Meinung nach dennoch nicht überreguliert werden. Dies könnte das Potential der neuen Technik zerstören. Innovationen brauchen gerade am Anfang ausreichend Raum, um sich zu entwickeln. Wenn man allerdings sehen würde, dass die Finanzmarktstabilität oder der Schutz der Verbraucher in Gefahr sei, müsse man eingreifen. Auch zu Beginn des Internets hatten sich viele Unternehmen und Behörden darauf verständigt, zunächst nicht regulatorisch einzugreifen, sondern zunächst die Entwicklung abzuwarten.

Kryptowährungen keine klassische Währung

Risiken bestehen derzeit nicht nur aus Sicht der BaFin weniger bei der Blockchain, sondern eher bei Kryptowährungen selbst. Aus Sicht von Hufeld sind Bitcoins keine Variante einer Währung im klassischen Sinne. Für ihn gilt lediglich Zentralbankgeld als Währung. Die BaFin betrachtet Kryptowährungen daher weiterhin als Rechnungseinheit. Hufeld griff Bitcoins stellvertretend für alle Kryptowährungen heraus. Seine Behörde sieht ihre Aufgabe unter anderem darin, die Verbraucher zu schützen. Dabei hat die BaFin vor allem ICOs im Blick. Dieses seinen bislang für private Anleger eine unregulierte und hoch spekulative Investition. Die BaFin warnte bereits im letzten Jahr vor ICO. Letztlich muss aber jeder Investor selbst entscheiden, ob er derart hohe Risiken eingehen möchte.

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BaFin kann nicht jeden einzelnen Anleger schützen

Die BaFin kann nicht jeden einzelnen Anleger vor Verlusten bewahren. Dies sieht Hufeld auch nicht als die Aufgabe einer staatlichen Regulierungsbehörde. Auch hier spricht er sich dafür aus, regulatorisch einzugreifen, wenn die Finanzstabilität bedroht ist oder ein systematischer Schaden entstehen könnte. Um die Gefahr einer Überregulierung bei Kryptowährungen zu vermeiden, ist es aus Sicht von Hufeld notwendig, zunächst mehr über die Technologie zu erfahren.

Hufeld sieht seine Behörde in erster Linie als Regulator, der einen Rahmen setzt, in dem sich die Blockchain ebenso wie Kryptowährungen sicher entwickeln können. Für die BaFin hat nicht der Anlegerschutz Priorität, sondern die allgemeine Finanzmarktstabilität. Hufeld ist der Ansicht, dass die dezentrale und grenzüberschreitende Struktur von Kryptowährungen die Blockchain derzeit noch anfällig für Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung mache. Seine Behörde müsse daher internationale Vorgaben und aufeinander abgestimmte Aufsichtsstandards anstreben. Man dürfe jedoch nicht aus Angst vor Risiken die Chancen aus dem Blickfeld lassen.

Verluste möglich

Hinsichtlich möglicher Verluste im Handel mit Kryptowährungen betonte Hufeld nochmals, dass Investitionen in die Blockchain hochspekulativ und auch Totalverluste möglich sind. Daher rät er Anlegern, die den Verlust einer hohen Summe kurzfristig nicht verkraften können von einer Investition in Kryptowährungen ab. Kryptowährungen sind sehr volatil, was kurzfristige Verluste möglich macht. Daher ist es in der Tat ratsam, nur dann in Kryptowährungen zu investieren, wenn man an langfristige Erfolge glaubt. Darüber hinaus sollte man immer nur so viel Geld in Kryptowährungen investieren, wie man im schlimmsten Fall auch gefahrlos verlieren kann.

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Positive Einstellung zu Kryptowährungen

Dennoch sprach Felix Hufeld insgesamt überraschend positiv über Kryptowährungen und die Blockchain. Er betrachtet im Gegensatz zu anderen Experten beide nicht getrennt voneinander, sieht aber dennoch die Möglichkeiten der Technologie, um die Finanzmärkte von Grund auf zu verändern. Hufeld sprach sich klar dafür aus, die Blockchain zu Förden und Kryptowährungen nicht überzuregulieren.

Schon vor einigen Monaten zeigte sich Felix Hufeld durchaus aufgeschlossen gegenüber Kryptowährungen. Er sah in den Kursschwankungen zu Jahresbeginn beispielsweise noch keine Notwendigkeit, um regulatorisch eingreifen. Die Finanzmarktstabilität sieht er bislang nicht gefährdet.

BaFin zu ICOs

Zum Thema ICOs äußerte sich die BaFin im Februar allerdings sehr deutlich und gab Hinweise heraus, wie diese juristisch einzuordnen sind. Jeder, der einen ICO plant oder mit Kronenwährungen bzw. Token handelt, muss sicherstellen, dass er alle gesetzlichen Regelungen erfüllt. Auch das Bundesfinanzministerium hatte sich zu Jahresbeginn erstmals dazu geäußert, wie sie zukünftig mit Kryptowährungen umgehen wollen. Das Finanzministerium folgte einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs aus dem Jahr 2015 und entschied, dass beim gewerblichen Handel mit Kryptowährungen keine Mehrwertsteuererhoben wird. Das Mining ist ebenfalls von der Umsatzsteuer befreit; Online-Handelspätze oder Wallet-Anbieter müssen ihre Einnahmen allerdings entsprechend versteuern. Das Mining wurde 2015 vom Europäischen Gerichtshof noch nicht angesprochen Privatanleger müssen Gewinne aus Kryptowährungen allerdings versteuern. Hier gelten bestimmte Freibeträge und Reglungen zur Haltedauern.

Liberale Vorgaben in Deutschland

Auch hinsichtlich der Besteuerung von Kryptowährungen sind die Vorgaben in Deutschland bislang eher liberal. Der Europäische Gerichtshof sieht in Kryptowährungen ausschließlich ein Zahlungsmittel und äußerte sich schon vor einigen Jahren zu Kryptowährungen. Das Finanzministerium gab allerdings erst Ende Februar erstmals ein konkreteres Dokument zu Kryptowährungen heraus.

Die BaFin sieht in Kryptowährungen weiterhin kein gesetzliches Zahlungsmittel, sondern eine Rechnungseinheit sowie ein Finanzinstrument im Sinne des Kreditwesens. Die Behörde vergleicht Kryptowährungen mit Devisen und sieht in Gewinnen aus dem Verkauf von Coins ein sogenanntes privates Veräußerungsgeschäft.

Fazit: BaFin-Chef sieht Kryptowährungen positiv

Kürzlich hielt der Chef der BaFin, Felix Hufeld, in Berlin eine Rede zum Thema Kryptowährungen und Blockchain. Darin äußerte er sich insgesamt sehr positiv zu beidem. Im Gegensatz zu anderen Experten trennt Hufeld Blockchain und Kryptowährungen nicht, sondern geht davon aus, dass beide das Finanzsystem grundlegend verändern könnten.

Trotz der Risiken, die mit Kryptowährungen verbunden sind, warnt er vor einer Überregulierung. Dies könnte die weitere Entwicklung der Technologie gefährden. Die Frage, welche Elemente rund um Blockchain und Kryptowährungen jedoch nur ein Hype sind und welche dauerhaft bestehen werden, ist für ihn nur schwer zu beantworten. Bei dieser Frage verglich Hufeld Kryptowährungen und die Blockchain mit der Entwicklung des Internets.

Schon jetzt wird die Blockchain in einigen Ländern erfolgreich eingesetzt. Langfristig könnte mit dieser Technologie nicht nur Kosten gesenkt werden, sondern auch neue Geschäftsmodelle entstehen. Dennoch sieht Hufeld Kryptowährungen nicht als Währung im klassischen Sinne. Die BaFin bewertet Kryptowährungen weiterhin als Rechnungseinheit.

Hufeld ging auch auf die Gefahren und Risiken rund um Kryptowährungenein. Allerdings ist es aus seiner Sicht nicht die Aufgabe einer Regulierungsbehörde, jeden einzelnen Anbieter zu schützen. Werde allerdings die Finanzmarktstabilität bedroht, müsse man regulatorisch eingreifen. Die ist jedoch bisher nicht der Fall. Zu ICOs, vor denen die BaFin bereits im letzten Jahr gewarnt hatte, äußert sich die Behörde deutlicher. ICOs sind allerdings grundsätzlich möglich, solange alle gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden.

 

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