Kryptohandel bei deutschen Banken – 2018 BTC in Euro tauschen

Juni 6, 2018 11:55 am

Noch geben sich die deutschen Banken bei Kryptowährungen sehr zurückhaltend, doch laut dem Bundesfinanzministerium arbeiten derzeit immerhin mindestens sechs Banken in Deutschland mit Kryptowährungen. Zuvor hatte der Abgeordnete Thomas Lutze der Linken im Bundestag diesbezüglich eine kleine Anfrage gestellt. Derzeit wird in diesem Zusammenhang geprüft, ob die Geldwäscherichtlinie der EU aufgrund des Handels mit Kryptowährungen verändert werden muss.
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Keine Verfahren wegen Geldwäsche-Verstößen

Das Finanzministerium gab bekannt, dass die Zahl von sechs Banken aus Informationen der Bundesfinanzaufsicht BaFin über die von ihr kontrollieren Bankhäuser stammt. Die Namen der Banken, die mit Kryptowährungen arbeiten, wurden nicht genannt. Zudem wurde bekannt, dass es bislang keine Verfahren der Finanzaufsicht aufgrund von Verdachtsfällen zu Verstößen gegen Sorgfalts- und Meldepflichten hinsichtlich Geldwäsche mit Kryptowährungen gab. Darüber hinaus hat jedes Finanzinstitut, das eine Lizenz für den Eigenhandel hat, das Recht, einen Automaten aufzustellen, der den Tausch von Bitcoins in Euro und umgekehrt möglich macht. Diese Option hat bisher allerdings noch keine Bank genutzt.

Zahlreiche Verdachtsfälle

Allerdings registrierten die Behörden laut dem Finanzministerium seit Mitte 2017 fast 50 Verdachtsfälle, die in Verbindung zu Kryptowährungen stehen. Zwischen Juni 2017 und Ende 2017 registrierte zudem die neue Financial Intelligence Unit (FIU) der Generalzolldirektion weitere 195 Meldungen; zwischen Januar und April 2018 zudem weitere 280 Fälle.
Die Bundesregierung sieht dennoch derzeit keine Risiken für die Stabilität der Finanzmärkte durch Kryptowährungen, da die Marktkapitalisierung sowie die Verbindungen zum Finanzsektor noch verhältnismäßig gering sind. Dennoch will man prüfen, ob eine Überarbeitung der EU-Geldwäscherichtlinie notwendig ist.

Viele Fragen offen

Noch sind rund um Kryptowährungen viele Fragen offen. Daher spricht sich das Bundesfinanzministerium auch gegen die Ausgabe von digitalem Zentralbankgeld an eine breite Zielgruppe aus. Die schwedische Zentralbank hatte derartige Überlegungen angestrebt. In den USA öffnet sich gerade beispielsweise die bekannte Investmentbank Goldman Sachs für Kryptowährungen. Bald könnte dort neben dem Handel mit Bitcoin-Futures auch der direkte Handel mit Bitcoins möglich sein. Die Banken in Europa sind beim Thema Kryptowährungen allerdings noch sehr zurückhaltend.

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Die Blockchain im Gesundheitsbereich

Auch im Gesundheitsministerium beschäftigt man sich mit einem Teilaspekt von Kryptowährungen, der Blockchain. Kürzlich kam die Frage auf, ob die Blockchain im Gesundheitswesen einsetzbar ist. Gesundheitsminister Jens Spahn gab sich in dieser Frage zurückhaltend. Allerdings sprach er sich auf der Startup-Messe Cube Tech Fair in Berlin dafür aus, die Digitalisierung des Gesundheitswesens voranzubringen. Allerdings müsse man neue Technologien wie die Blockchain genau verstehen, bevor man sie in der Praxis nutzt. Dennoch zeigten junge Startups schon jetzt, wie man die Blockchain nutzen könnte.

Blockchain und Smart Contracts einsetzbar

Im Gesundheitsbereich könnte mit Hilfe der Digitalisierung beispielsweise bei Diagnosen, Patientendaten oder Rezepten effektiver arbeiten. Gerade die Blockchain und Smart Contracts können hier gute Dienste leisten. So könnte man auch der langsamen Entwicklung im Gesundheitsbereich entgegenwirken. Spahn sollte mit dem Thema Blockchain bereits vertraut sein, denn er war zuvor Staatssekretär im Finanzministerium. Dennoch ist er der Ansicht, diese neuen Technologien seinen nur unter Vorbehalt hilfreich, um im Gesundheitsbereich Anwendung zu finden. Man müsse sich fragen, welche Verbesserungspotentiale die Blockchain genau habe.

Gesundheitsbereich bei Digitalisierung abgeschlagen

Bislang liegt besonders der Gesundheitsbereich weit zurück, wenn es um Digitalisierung geht. Vor allem die Effizienz bei der digitalen Datenauswertung ist hier eine Schwachstelle. Schon 2015 trat daher das E-Health-Gesetz in Kraft, mit dem man die Branche dabei unterstützen wollte, die Möglichkeiten der Digitalisierung zu nutzen. Eine große Hürde stellt für Unternehmen, die in diesem Bereich aktiv sind, vor allem das Thema Datenschutz dar. Die Branche wünscht sich mehr Engagement vonseiten der Politik, damit ihre Vorhaben in der Praxis umgesetzt werden können.

Estland Vorreiter

In Estland ist man bereist einen Schritt weiter. Dort wird bereits das Gesundheitswesen über die Blockchain abgesichert. 95 Prozent aller Gesundheitsdaten und fast alle Rezeptverschreibungen sind auf einer Blockchain gespeichert. Die Möglichkeiten der Blockchain im Gesundheitsbereich sind vielfältig. Beispielsweise könnte man auf diesem Weg verhindern, dass gefälschte Medikamente in Umlauf kommen. Auch bei der Logistik in Krankenhäusern könnte die Blockchain helfen.

Interesse an Kryptowährungen ungebrochen

Trotz Risiken und Unklarheiten rund um Kryptowährungen können sich viele Deutsche Bitcoins und andere Kryptowährungen als Geldanlage vorstellen. Die Postbank veröffentlichte Ende Mai eine Studie zum Thema Kryptowährungen. Im Titel der Studie heißt es, dass jeder dritte Deutsche Kryptowährungen als Geldanlage in Betracht zieht. Von Februar bis März befragte die Postbank für ihre „Digitalstudie 2018“ 3.100 Deutsche.
Das Ergebnis der Studie zeigt, dass für 29 Prozent der Deutschen Kryptowährungen eine interessante Geldanlage darstellen. Dies zeigt auch, dass das Interesse an Kryptowährungen trotz des Preissturzes zu Jahresbeginn weiter ungebrochen ist. Wenig überraschend ist, dass vor allem die Aussicht auf hohe Renditen für die Deutschen interessant ist.
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Gründe für Attraktivität von Kryptowährungen

Die hohen Renditechancen locken vor allem Männer. 56 Prozent der befragten Männer nannten diesen Grund für eine Anlage in Kryptowährungen. Dieser Aspekt ist dagegen nur für 36 Prozent der Frauen besonders interessant. Der zweite Grund für eine Anlage in Bitcoins ist durchaus überraschender. Die Befragten nannten hier die Unabhängigkeit von regulierenden Finanzsystemen. Dieser Aspekt scheint 61 Prozent der Frauen und 51 Prozent der Männer besonders zu begeistern.
Auch die Anonymität von Kryptowährungen ist für viele Befragte ein großes Plus. Wenn man Kryptowährungen psychisch in seinem Wallet gespeichert hat, bekommt hier kein Mitarbeiter von Banken oder Brokern Einblick. Darüber hinaus spielen auch aufgrund der Volatilität von Kryptowährungen emotionale Gründe wie Nervenkitzel, Neugier auf Neues oder eine Art „Goldgräber-Stimmung“ eine Rolle.

Kryptowährungen bei jungen Menschen beliebt

Die Generation Y (auch Millenials genannt), also Menschen die – je nach Definition zwischen 1980 und 2000 geboren wurden, scheint sich besonders für Kryptowährungen zu interessieren. Die Postbank-Studie zeigt, dass 46 Prozent der Menschen in der Altersgruppe von 18 bis 34 Jahren Interesse an Kryptowährungen haben.
Allgemein scheinen Kryptowährungen also eher für jüngere Menschen als für Ältere attraktiv zu sein. Die Studie sagt, dass sechs Prozent der sogenannten „Digital Natives“, also der Menschen, die mit dem Internet und anderen neuen Medien groß geworden sind, Kryptowährungen besitzen. Dies ist doppelt soviel wie der Durchschnitt. Im nächsten Jahr könnten weitere 14 Prozent der Menschen aus dieser Altersgruppe Kryptowährungen erwerben.

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Wissen zu Kryptowährungen noch nicht ausreichend

20 Prozent der Teilnehmer der Postbank-Studie gaben an, dass sie sich gut oder sogar sehr gut mit Kryptowährungen auskennen. In der Altersgruppe der Menschen zwischen 18 und 34 Jahren waren es sogar 29 Prozent. Die Autoren der Studie zweifeln in diesem Punkt jedoch an der Richtigkeit der Angaben. Unter anderem wussten viele Befragte nicht, dass man Gewinne aus dem Handel mit Kryptowährungen komplett versteuern muss, wenn man die Haltefrist von einem Jahr nicht beachtet hat. Auch die Möglichkeit eines Totalverlustes bei einer derart risikoreichen Geldanlage war vielen nicht ausreichend bewusst.

Interesse überraschend

Dr. Thomas Mangel, der Chief Digital Officer der Postbank, zeigte sich von dem großen Interesse an Bitcoins & Co. überrascht. Trotz der bekannten Risiken und hohen Kursverlusten scheinen Kryptowährungen noch immer für viele Menschen interessant zu sein. Mangel sieht die Gefahr, dass Menschen Geld verlieren, weil sie einem Hype folgen. Daher rät er gerade jüngeren Anlegern dazu, auch traditionelle Angebote von etablierten Banken nicht aus den Augen zu verlieren. Wem schon Wertpapiere zu riskant sind, sollte nicht in Kryptowährungen investieren, da diese hoch spekulativ sind.
Vor allem jüngere Anleger neigen oftmals dazu mehr zu riskieren als Menschen, die sich beispielsweise für ihre Rente absichern möchten. Daher rät auch Dr. Thomas Mangel davor, nur so viel Geld zu investieren, wie man auch gefahrlos verlieren kann. Anleger sollten sich stets vor Augen führen, dass die Möglichkeit eines Totalverlustes besteht.

Bitcoins immer bekannter

Im Februar 2018 kam eine Studie des Digitalverbands Bitkom zu dem Ergebnis, dass mittlerweile zwei Drittel der Deutschen (64 Prozent) Bitcoins kennen. Diese Zahl hat sich seit 2016 verdoppelt. Noch 2013 kannten nur 14 Prozent die Kryptowährung. Bitkom kam in seiner Studie zu dem Ergebnis, dass sich jeder Fünfte vorstellen kann, Bitcoins zu nutzen. Auch diese Studie gab Neugier und Unzufriedenheit mit der derzeitigen Geldpolitik als Gründe für die Beliebtheit von Bitcoins an.
Der Branchenverband Bitkom befragte für seine Studie 1.0003 Bundesbürger ab 14 Jahren. 19 Prozent der Befragten gaben an, dass sie sich vorstellen können, Bitcoins zu kaufen und zu benutzen. Laut dieser Studie hatten jedoch nur vier Prozent dies bislang bereits getan. Allerdings gaben 72 Prozent der Befragten an, dass sie Bitcoins nicht nutzen wollen.

Fazit: Weiterhin Skepsis bei Banken bezüglich Kryptowährungen

Laut Angaben des Bundesfinanzministeriums handeln derzeit sechs Banken in Deutschland mit Kryptowährungen. Dies geht aus einer Antwort auf eine Kleine Anfrage im Bundestag hervor. Die Namen der Banken wurden nicht genannt. Zudem wird gerade diskutiert, ob die EU-Geldwäscherichtlinie mit Blick auf Kryptowährungen überarbeitet werden muss. Bislang gab es kein Verfahren gegen Banken in Deutschland aufgrund von Verstößen gegen die Geldwäscherichtlinie, allerdings registrierten die Behörden seit Mitte 2017 einige Verdachtsfälle.
Bislang scheinen die Banken in Europa immer noch sehr skeptisch gegenüber Kryptowährungen zu sein. Viele Deutsche können sich dagegen eine Geldanlage mit Kryptowährungen vorstellen. Eine Studie der Postbank kommt zu dem Ergebnis, dass sich jeder dritte Deutsche vorstellen kann, sein Geld in eine Kryptowährung anzulegen. Das Interesse an Kryptowährungen ist damit weiter hoch. Gründe für die Attraktivität von Bitcoins sind neben den hohen Renditechancen vor allem die Unabhängigkeit vom etablierten Finanzsystem sowie die Anonymität von Kryptowährungen. Auch emotionale Gründe wie Neugier spielen sicher eine Rolle.
Laut der Studie der Postbank scheint das Interesse bei jungen Menschen bis 34 Jahre besonders groß zu sein. Schon im Februar kam eine Studie von Bitkom zu dem Ergebnis, dass der Bekanntheitsgrad von Bitcoins massiv zugenommen hat. Mittlerweile kennen mehr als 60 Prozent der Deutschen die Kryptowährung.

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