Google zieht nach: Werbung für Kryptowährungen verboten

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Nachdem Facebook bereits im Januar mit dem Hinweis auf mögliche Betrugsfälle Werbung für Kryptowährungen verboten hatte, kam nun auch von Google eine ähnliche Ankündigung. Damit wird in Zukunft auf den beiden größten Plattformen im Internet keine Werbung für Digitalwährungen mehr zu finden sein.

Das Verbot von Google bezieht sich auf Bitcoins und andere bislang nicht regulierte Digitalwährungen. Auch andere Produkte, die mit Kryptowährungen in Verbindung stehen, sind von diesem Verbot betroffen. Google veröffentlichte eine Aktualisierung seiner Richtlinien, aus der hervorgeht, wie Finanzprodukte von nun auf den Seiten des Suchmaschinenanbieters beworben werden dürfen. Ab Juni ist damit Werbung für Kryptowährungen und Produkte, die mit Kryptowährungen verbunden sind, bei Google verboten.

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Seit einigen Tagen Gerüchte um Werbeverbot

Gerüchte um ein solches Verbot kamen schon in der letzten Woche auf. Nun wurde das Verbot von Werbung für Kryptowährungen offiziell bekannt gegeben. Scott Specer, der Direktor für nachhaltige Werbung bei Google, kündigte an, dass das Verbot auch für Handelsplattformen, Initial Coin Offernings, Anbieter von Wallets und Beratung für Trading gelten werde. Auch für Werbung für CFDs und binäre Optionen wurden Beschränkungen angekündigt. Spencer sagte weiter, dass man derzeit nicht wisse, wie es für Kryptowährungen in der Zukunft weitergehen würde. Man habe aber bereits genug Verbraucherschäden oder zumindest Potenzial dafür gesehen. Das Unternehmen will daher beim Thema Kryptowährungen Vorsicht walten lassen.

Suchmaschine geht stärker gegen riskante Finanzprodukte vor

Die Suchmaschine will damit nun wohl stärker gegen aus ihrer Sicht riskante Finanzprodukte vorgehen und bezieht sich daher nicht nur auf Kryptowährungen. Sucht man derzeit über die Google-Suchmaschinen nach Kryptowährungen oder binären Optionen, bekommt man zahlreiche Werbeanzeigen angezeigt. Die Suchanfragen nach Bitcoin sind allerdings zuletzt zurückgegangen. Dies könnte ein Signal dafür sein, dass der Bitcoin-Boom vorbei sein könnte.

Schon seit einiger Zeit gehen laut Google Trends die Suchanfragen für das Stichwort Bitcoin zurück. Derzeit ist der niedrigste Stand seit Monaten erreicht. Auch in den Medien wird seit Jahresbeginn weniger über Bitcoin berichtet. Das öffentliche Interesse an der Kryptowährung geht wohl zurück. Mitte Dezember, als Bitcoin von einem Kursrekord zum nächsten gelangte, waren auch die Suchanfragen bei Google deutlich höher. Mit sinkenden Kursen geht wohl auch das öffentliche Interesse zurück.

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Werbeverbot trifft alle Anbieter

Das angekündigte Werbeverbot betrifft wohl alle Anbieter gleichermaßen. Daher sind wohl auch seriöse Anbieter betroffen. Auch wer Produkte und Projekte rund um die Blochchain oder technisch hochwertige Kryptowährungen anbietet, ist betroffen. Möglicherweise könnte die gesamte Krypto-Branche unter der Entscheidung von Google leiden.

Scams belasten Glaubwürdigkeit

Außerdem wird deutlich, dass sogenannte Scams nachhaltig die Glaubwürdigkeit der ganzen Branche beschädigen können. Scams werden im Deutschen als Vorschussbetrug bezeichnet. Dies ist eine Form des Betrugs, bei dem Verbraucher falsche Tatsachen vorgespielt bekommen. Sie sollen dann zur Teilnahme an einem Schneeballsystem verleitet werden oder einen Vorschuss für Waren oder Dienstleistungen zahlen, die sie nie erhalten. Scams erfolgen oft über Emails. Den Opfern wird Geld oder eine Ware versprochen, deren Auszahlung oder Versand aber nicht vorgesehen ist. Doch nicht nur diese unseriösen und betrügerischen Angebote sind wohl von der Entscheidung von Google betroffen, sondern auch allgemeine, seriöse Inhalte.

Werbeverbot nicht nur für Kryptowährung

Facebook bezog sich bei seinem Verbot im Januar vor allem auf Kryptowährungen und Finanzprodukte. Das Verbot gilt auch für die Facebook-Tochter Instagram. Google hat auch Wallets, Börsen und ICOs im Visier. Bei Twitter ist zu hören, dass man dort ebenfalls über eine Verbot von Krypto-Werbung nachdenkt. Die Unternehmen haben wohl bei ihrer Entscheidung zum einen den Verbraucherschutz im Kopf, zum anderen aber auch ihre eigene Seriosität. Darüber hinaus sehen die Internetkonzerne in Blockchain-Unternehmen wohl eine neue Konkurrenz.

Kurse gingen nach unten

Die Entscheidung von Google führte dazu, dass die Kurse der wichtigsten Kryptowährungen innerhalb von kurzer Zeit sanken. Der Bitcoin-Kurs fiel unter 8.000 Dollar. Bei einigen Handelsplattformen lag er sogar nur noch bei rund 7.600 Dollar. Bitcoins verlor damit etwa 15 Prozent. Für diese Kursverluste sind wohl aber auch Meldungen aus den USA und Japan über ein strengeres Vorgehen der Aufsichtsbehörden verantwortlich.

Langfristige Folgen möglich

Die Entscheidung von Google hat womöglich langfristige Folgen für die gesamte Krypto-Branche, ist aber aus Sicht des Unternehmens nicht ungewöhnlich. Schon seit einigen Jahren blockiert man Werbeanzeigen, die nicht mit den Regeln des Unternehmens im Einklang stehen. Allein 2017 wurden über 3 Milliarden Anzeigen – über 100 in der Sekunde – gelöscht. 2016 wurden nur halb so viele Anzeigen gelöscht. Google löscht beispielsweise Anzeigen, über die User auf Webseiten weitergeleitet werden, die von Viren befallen sind. Auch Anzeigen, die zum Download unerwünschter Software verleiten sollen, werden aussortiert.

Stärkeres Vorgehen gehen Anzeigen, die gegen Google-Richtlinien verstoßen

Das Unternehmen wird in Zukunft wohl noch stärker gegen zweifelhafte Anzeigen vorgehen und verschärft daher auch seine Regeln hinsichtlich unterschiedlicher Finanzprodukte. Werbung für CFDs und ausländische Devisenmärkte fallen auch unter die Änderung der Werberichtlinien. Die Aktualisierung wurde gleichzeitig mit dem aktuellen „Bad Ads“-Report veröffentlicht. Die meisten Einnahmen von Google kommen aus Einnahmen durch Werbung. Allerdings steht das Unternehmen wie auch andere Internetkonzerne immer mehr unter Druck gegen unseriöse Inhalte vorzugehen.

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Gerüchte seit einer Woche

Vor einer Woche gab es die ersten Gerüchte über ein Werbeverbot bei Google. Zu diesem Zeitpunkt wurde aber kein generelles Verbot erwartet. Von einigen Werbetreibenden aus der Krypto-Szene war zu hören, dass sie wohl Probleme im mit Goolge Ads hatten. Ähnliches war auch von Werbetreibenden aus der Krypto-Szene, die bei YouTube aktiv sind, zu hören. Eingen wurde wohl gleich ihr Google-Ads-Account gesperrt.

Darüber hinaus war zu hören, dass es wohl Gespräche zwischen Goolge und der kanadischen Binary Options Taskforce sowie dem FBI gab. Die Task Force wurde 2016 gegründet, um gegen Betrug mit binären Optionen in Kanada vorzugehen. Beide Behörden haben Google wohl darum gebeten, dem Vorbild von Facebook zu folgen und Werbeanzeigen für Kryptowährungen zu verbieten. Dennoch dachte man vor einer Woche, dass Google wohl keine Suchergebnisse zum Thema Kryptowährungen zensieren wird. Man ging davon aus, dass es Google um die Vermeidung von zweifelhaften, unseriösen Anzeigen ging.

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Schalten von Werbeanzeigen bei Google

Werbetreibende können bei Google über Google AdWords Werbeanzeigen schalten. Dies ist das Werbesystem von Google und bereits seit dem Jahr 2000 bekannt. Werbeanzeigen werden hierüber direkt in den Suchergebnissen angezeigt. Änderungen und Neuerungen sind bei Google AdWords nicht ungewöhnlich. Das Unternehmen informiert hierzu regelmäßig in einem Blog.

Zu Beginn wurde vor allem über Pay-per-Click abgerechnet, mittlerweile gibt es auch andere Wege, über die Werbetreibende über Google AdWords Einnahmen erzielen können. Seit 2012 ist Google AdWords auch für YouTube nutzbar. Darüber hinaus können Werbetreibende Anzeigen in Google Maps schalten. Die Funktionen zum Schalten von Werbung bei Google sind mittlerweile sehr vielfältig. Über ein Google-Konto ist das Schalten von Anzeigen daher für viele Unternehmen möglich.

Fazit: Viele Anbieter von Google-Werbeverbot für Kryptowährungen betroffen

Facebook verbot bereits im Januar Werbung für Kryptowährungen. Nun gab auch Google bekannt, dass Werbung für Bitcoin und andere unregulierte Kryptowährungen ab Juni nicht mehr erlaubt ist. Das Verbot gilt jedoch auch für andere Projekte und Angebote, die mit der Blockchain-Technologie oder Kryptowährungen in Verbindung stehen. Damit sind zahlreiche Anbieter, beispielsweise auch von Wallets oder Handelsplattformen von diesem Verbot betroffen. Auch für riskante Finanzprodukte wie CFDs oder binäre Optionen gibt es Einschränkungen.

Das Löschen von Werbeanzeigen, die nicht den Richtlinien von Google entsprechen, ist für das Unternehmen nicht ungewöhnlich. Wie aus dem gleichzeitig veröffentlichten „Bad Ads“-Report hervorgeht, wurden im letzten Jahr mehr als drei Milliarden Werbeanzeigen herausgefiltert.

Auch Twitter denkt wohl über ein Verbot von Werbung für Kryptowährungen nach. Damit wird es wohl bei den größten Anbietern für Plattformen im Internet bald keine Werbung für Kryptowährungen mehr geben. Dies könnte langfristige Folgen für die gesamte Krypto-Branche haben. Neben Bedenken hinsichtlich des Verbraucherschutzes könnte wohl auch ein Grund für die Verbote sein, dass Google & Co. in Blockchain-Unternehmen neue Konkurrenz sehen.

 

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