Mitarbeiter der CFTC dürfen mit Kryptowährungen handeln

Ripple überholt Ethereum

Die US-Aufsichtsbehörde CFTC hat ihren Mitarbeitern den Handel mit Kryptowährungen erlaubt. Dies geht aus einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg hervor. Allerdings sind die im letzten Dezember eingeführten Bitcoin-Futures von der Regelung ausgenommen. Bloomberg berichtete, dass die CFTC-Mitarbeiter nun offiziell und mit Erlaubnis ihrer Behörde mit Kryptowährungen handeln dürfen. Die Entscheidung sei wohl aufgrund zahlreicher Anfragen von Mitarbeitern der Aufsichtsbehörde gefallen.

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Bitcoin-Handel bei der CFTC offiziell erlaubt

Schon Anfang Februar gab die CFTC eine interne Stellungnahme heraus, mit der den Mitarbeitern der Bitcoin-Handel erlaubt wurde. Wie aus dem Dokument hervorgeht, sind Kryptowährungen von nun an wie Wirtschaftsgüter, englisch commodities, also Edelmetalle, Öl und andere Rohstoffe zu bewerten.

Allerdings dürfen die Mitarbeiter der CFTC Kryptowährungen nicht auf Margin handeln. Außerdem ist ihnen untersagt, Insiderinformationen, die sie in ihrer Arbeit erlangt haben, zu nutzen. Das Verbot, Bitcoin-Futures zu handeln, hat den Hintergrund, dass diese in die Verantwortung der Behörde fallen. Damit will man also einen Interessenkonflikt vermeiden. Auch die SEC, die in den USA für die Börsenaufsicht und damit auch für Krypto-Börsengänge (ICOs) zuständig ist, hat im Januar eine ähnliche Regelung für ihre Mitarbeiter gefunden. Die Mitarbeiter der SEC dürfen erst sieben Tage nach Abschluss eines ICOs in die Kryptowährung investieren.

CFTC mit Aufsichtsrecht über Bitcoin-Futures

Die CFTC ist nicht für die Regulierung von Öl oder Edelmetallen zuständig, sondern lediglich für Optionen und Terminkontrakte, die mit dem Kurs dieser Rohstoffe arbeiten. Damit kann die CFTC nicht Kryptowährungen selbst kontrollieren. Bei Futures hat sie dagegen ein unmittelbares Aufsichtsrecht.

Als im Dezember 2017 die ersten Bitcoin-Futures auf den Markt kamen, arbeitete die Chicago Mercantile Exchange Group (CME) eng mit der CFTC zusammen. Die CFTC sagte damals, dass man den Handel mit diesen Futures genau beobachten und gegebenenfalls Anpassungen vornehmen werde. Bereits damals stufte die CFTC Bitcoins als Rohstoffe ein, sagte aber auch, dass sich Bitcoins von anderen Finanzprodukten klar unterscheiden. Mit der Einführung von Bitcoin-Futures wollte man erreichen, dass auch institutionelle Investoren einen leichten Zugang zum Bitcoin-Markt erhalten.

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Diskussion über Krypto-Regulierung in den USA

Derzeit diskutiert man in den USA, ob und wie Kryptowährungen reguliert werden sollen. Anfang Februar fand eine Anhörung mit beiden Aufsichtsbehörden im US-Senat statt. Dort hatten Jay Clayton, der Vorsitzende der Securities and Exchange Commission (SEC) und J. Christopher Giancarlo, der Vorsitzende der Commodity Futures Trading Commission (CFTC), die Gelegenheit, sich zu Kryptowährungen und deren Regulierung zu äußern. CFTC und SEC forderten kein Verbot von Kryptowährungen, was an den Märkten für Erleichterung sorgte. Beide Behörden sprachen sich aber für eine strengere Regulierung aus.

Rolle der Aufsichtsbehörden bei der Regulierung von Kryptowährungen

Zuvor gab es in den USA die Diskussion, welche Rolle beide Aufsichtsbehörden bei der Regulierung von Kryptowährungen spielen sollten. Kryptobörsen werden in den USA als Money Transmission Services betrachtet. Dies sind Unternehmen, die Transaktionen oder Services wie Instant Payments anbieten. Daher hatten beide Behörden bislang nur Ermittlungsbefugnisse und keine Regulierungsbefugnisse.

Keine konkreten Vorschläge im Senat

Auch nach der Anhörung im US-Senat gab es keine konkreten Vorschläge oder Maßnahmen hinsichtlich einer Regulierung. Beide Behörden wollen sich jedoch stärker in die Kontrolle von Kryptowährung einbringen. Dennoch kam dort auch zur Sprache, dass man die Entwicklung der Blockchain-Technologie und weiterer positiver Aspekte des Krypto-Marktes nicht behindern will. Ein Verbot von Kryptowährungen wird in den USA also nicht diskutiert.

Beide Behörden scheinen eine durchaus positive Sicht auf Kryptowährungen zu haben. Sie sehen vor allem in der Blockchain-Technologie auch Vorteile für die Finanzindustrie. Die CFTC sprach sich vor dem Senat für eine „Do no harm“-Strategie aus, die auch bei den ersten Schritten des Internets erfolgreich war. Dennoch will sich die CFTC bei Kryptowährungen für den Schutz von Kleinanlegern einsetzen.

Regulatorisches Umfeld gestalten

Die SEC bezog sich vor dem Senat vor allem auf ICOs. Die Behörde ist mit der aktuellen Situation unzufrieden, da es unter anderem Betrugsfälle im Zusammenhang mit ICOs gibt. Daher will auch die SEC Anleger schützen.

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Beide Behörden sehen sich dafür verantwortlich, dass regulatorische Umfeld für Kryptowährungen zu gestalten. Dieses sollte für Investoren und Marktteilnehmer so gestaltet sein, dass Innovationen nicht behindert werden, aber auch Vertrauen für die Anleger gewährleistet wird. Die SEC bezieht sich auf Maßnahmen des amerikanischen Bundeswertpapiergesetzes. Dieses könnte angewendet werden, um Betrug im Zusammenhang mit ICOs zu vermeiden. Man wolle aber nicht generell alle Kryptowährungen unter Betrugs- oder Missbrauchsverdacht stellen.

Sorgen aufgrund von Kursschwankungen

Um US-Senat sorgt man sich vor allem aufgrund der starken Kursschwankungen bei Kryptowährungen. In den USA ist man sich zudem noch unsicher, wie Kryptowährungen eingestuft werden sollen. Dies ist jedoch wichtig zu wissen, bevor man Gesetze zur Regulierung anstrebt. Bill Huizenga, Mitglied der republikanischen Partei, sprach sich für eine Einstufung von Kryptowährungen als Wertpapier aus. In diesem Fall würden Kryptowährungen der SEC und damit den Regelungen zum Anlegerschutz unterliegen.

Auch Konservative für Regulierung

Ein wenig überraschen ist, dass in den USA sogar sehr konservative Republikaner eine Regulierung von Bitcoins fordern. Oftmals äußern diese Politiker eher die Ansicht, dass der Staat nicht in den Markt eingreifen sollte. So sagte beispielsweise Dave Brat, ein Mitglied der konservativen Parlamentariergruppe House Freedom Caucus, dass er normalerweise gegen Regulierungen sei, aber wenn eine Währung möglicherweise die ganze Wirtschaft destabilisieren könnte, müsse man darüber reden. Viele US-Politiker sprechen sich jedoch für eine umsichtige Regulierung aus, die die technologische Entwicklung nicht bremst.

Zwischen Kryptowährungen und ICOs unterscheiden

Während einige amerikanische Politiker Kryptowährungen als Wertpapiere ansehen, sprechen sich andere dafür aus, Kryptowährungen wie Rohstoffe zu behandeln. Dieser Einschätzung folgt nun wohl auch die CFTC. Zudem muss zwischen ICOs und Bitcoins unterschieden werden. ICOs sind eine Art Crowdfunding-Projekt, bei dem über Kryptowährungen Geld gesammelt wird. Die Kryptowährung Ethereum ist bei diesen ICOs sehr beliebt.

CFTC-Vorschlag: Selbstregulierung der Kryptobranche

Von der CFTC kam vor einigen Wochen zudem der interessante Vorschlag, dass sich Kryptowährungen selbst regulieren sollten. Brian Quintenz, Mitglied der CFTC-Kommisson, schlug eine selbstregulierende Organisation der Krypto-Industrie vor. Ähnliche Organisationen gibt es in der Finanzwelt bereits. Derweil könnten Regierungen weiter beraten, wie sie bei Kryptowährungen vorgehen wollen.

Die Organisation könnte aus Investoren und Befürwortern von Kryptowährungen bestehen. Sie könnten darüber beraten, wie Themen wie digitale Richtlinien, Vorratsdatenspeicherung, Buchhaltung oder Ethik rund um Kryptowährungen aussehen könnten. Als Vorbild nannte Quintenz die Genehmigungsbehörde Financial Industry Regulatory Authority (FINRA) in den USA. Diese überwacht über 4.500 Broker in den USA und verfasst auch Lizenzauflagen und Handelsregeln. Zudem greift die FINRA bei Konflikten schlichtend ein.

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Regulierung könnte für Stabilität sorgen

Kritiker sehen solche selbstregulierenden Organisationen als Mitschuldige für die Finanzkrise 2008. Infolge der Finanzkrise wurden in den USA zahlreiche strenge Richtlinien für die Finanzbranche eingeführt. Gegner von Regulierungen sind der Ansicht, dass diese dem Grundgedanken von Kryptowährungen – Unabhängigkeit von Banken und Regierungen – entgegenstehen. Auf der anderen Seite könnte eine sinnvolle Regulierung sich aber langfristig auch positiv auf den Krypto-Markt auswirken. Regulierung bedeutet Stabilität. Dies könnte bei vielen Anlegern für Vertrauen sorgen und die Nachfrage mach Kryptowährungen sogar erhöhen.

Eingriffe durch die CFTC

Beide Aufsichtsbehörden schalteten sich in den letzten Monate in den Krypto-Handel ein. Die CFTC hatte sich beispielsweise Ende 2017 bei der Kryptowährung Tether und der mit ihr verbundenen Kryptobörse Bitfinex eingeschaltet. Beiden wurde vorgeworfen, den Bitcoin-Preis manipuliert zu haben. Zudem kamen Zweifel auf, ob Tether in der Tat wie angegeben über den Dollar abgesichert ist. Die Behörde forderte Bitfinex und Tether zu Stellungnahmen zu den Vorwürfen auf.

Maßnahmen der SEC

Und auch die SEC griff in den letzten Monaten bereits mehrfach ein. Unter anderem lehnte sie bisher alle Anträge zu ETFs auf Bitcoins ab und schritt auch bei einem ICO der Arise Bank ein. Zudem warnt die Börsenaufsicht immer wieder vor schwarzen Schafen in der Branche. Nun scheint sich die Behörde verstärkt auf unseriöse ICOs zu fokussieren.

Die SEC verschickte Vorladungen an mehrere Startups, die mit ICOs Geld sammeln wollen. Aus Sicht der SEC werden bei ICOs Wertpapier gekauft und verkauft. Dabei sollten Anleger durch die US-Wertpapiergesetze geschützt sein und die Marktteilnehmer müssen sich an die Gesetze halten. Die SEC befürchtet jedoch, dass Betrüger mit ICOs arbeiten und Kryptowährungen und die Blockchain für kriminelle Zwecke ausnutzen. Unternehmen, die ein ICO durchführen wollen, müssen nun der SEC nachweisen, dass es sich bei ihren Coins nicht um Wertpapiere handelt.

Fazit: US-Aufsichtsbehörde CFTC erlaubt ihren Mitarbeitern mitten in der Diskussion über Regulierungen in den USA den Handel mit Kryptowährungen

Die Mitarbeiter der in den USA für die Futures- und Optionsmärkte zuständigen CFTC dürfen nun offiziell und mit Erlaubnis ihrer Behörde mit Kryptowährungen handeln. Ausgenommen sind hierbei aber die Bitcoin-Futures, die im vergangenen Dezember eingeführt wurden. Die CFTC arbeitete damals eng mit der Chicago Mercantile Exchange Group (CME), die die Futures einführte, zusammen. Die CFTC hat hier das Aufsichtsrecht. Man will also Interessenskonflikte vermeiden.

Die CFTC sieht im Rahmen der Handelserlaubnis für ihre Mitarbeiter Kryptowährungen als Wirtschaftsgüter wie Edelmetalle oder Rohstoffe, für deren Regulierung sie nicht zuständig ist. Auch bei der Börsenaufsicht SEC hat man kürzlich eine Regelung für Mitarbeiter gefunden. Sie dürfen erst sieben Tagen nach einem ICO in eine Kryptowährung investieren.

Die Entscheidung der CFTC fällt mitten in der Debatte um Regulierungen von Kryptowährungen. Ein Mitarbeiter der CFTC hatte in diesem Zusammenhang kürzlich den interessanten Vorschlag unterbreitet, dass die Krypto-Branche eine selbstregulierende Organisation gründet. In anderem Bereichen der Finanzwelt gibt es bereits ähnliche Gremien.

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