EU-weite Regulierung von Kryptowährungen in der Diskussion

Ripple überholt Ethereum

Vor allem die Turbulenzen bei der Kryptowährung Bitcoin sorgt auch bei der EU-Kommission für Diskussionen. Dort denkt man über eine Regulierung von Kryptowährungen nach. Valdis Dombrovskis, der Vizepräsident der EU-Kommission, fordert dennoch auch eine weltweite Regulierung. Die EU-Kommission hat damit begonnen, zu überprüfen, ob weitere EU-weite Regulierungen notwendig sind. Dennoch glaubt Dombrovskis, dass weltweite Lösungen notwendig sind, da Kryptowährungen ein internationales Phänomen sind. Allerdings könnte die EU schon Regelungen einführen, bevor man sich international auf eine Vorgehensweise geeinigt hat. In Brüssel bewertet man derzeit die Chancen und Risiken von Kryptowährungen sowie die Angemessenheit der schon geltenden Regelungen und Gesetze.

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Einzelne Aspekte von Kryptowährungen vielversprechend

Die EU-Kommission sieht dennoch einzelne Bestandteile von Kryptowährungen und vor allem die Blockchain-Technologie durchaus auch als vielversprechend, innovativ und zukunftsweisend an. Vor allem aber in Kryptowährungen als Spekulationsobjekt sehen sie aber Gefahren für Investoren und Verbraucher bis hin zu einem Totalverlust. Daher sind aus ihrer Sicht umfassende Informationen und auch Warnungen notwendig.

Den Aussagen Dombrovskis ging ein Treffen zum Thema Kryptowährungen mit Aufsichtsbehörden und Vertretern der Branche voraus. Die Ergebnisse des Gesprächs sollen in die Arbeit einer geplanten Fintech-Initiative der EU-Kommission sowie in die Gespräche zum Thema Kryptowährungen beim nächsten G20-Gipfel einfließen. Zeitvorgaben machte Dombrovskis jedoch nicht.

Die EU könnte sich dazu entscheiden, bei der Regulierung von Kryptowährungen schneller voranzugehen als internationale Entscheidungsträger. Schon vor zwei Wochen wurden laut  Dombrovskis erste Schritte eingeleitet. Die Aufsichtsbehörden wurden darum geben, Warnhinweise für Anleger zu verschärfen.

Anti-Geldwäscherichtlinie im Fokus

Bei den aktuellen Aussagen aus Brüssel steht die neueste Anti-Geldwäscherichtlinie im Fokus. Sie soll bei der Regulierung von Kryptowährungen angewendet werden. Bereits Ende 2017 hatte man sich in Brüssel auf eine neue Richtlinie gegen Geldwäsche geeinigt. Diese gilt unter anderem für Banken, Steuerberater und Kryptobörsen. Unter anderem müssen Finanzinstitute Belege zu Transaktionen auch fünf bis zehn Jahre nach Ende der Geschäftsbeziehung auf Vorrat gespeichert werden. Darüber hinaus müssen Unternehmen alle ihre Kunden identifizieren. Auch diese Daten müssen einige Jahre lang gespeichert werden. Von Datenschützern kam bereits vor einigen Monaten viel Kritik an der neuen Richtlinie.

Anti-Geldwäscherichtlinie auch für Kryptobörsen gültig

Mit der sogenannten Financial Intelligence Unit (FIU) wurde eine Sammel- und Analysestelle eingerichtet, an die die Finanzunternehmen auf Anfrage Daten weiterleiten müssen. Bereits im Dezember wurde in der neuen Richtlinie festgehalten, dass die Anonymität bei Transaktionen mit virtuellen Währungen und deren Missbrauchspotenzial für kriminelle Aktivitäten aufgehoben werden soll. Für Kryptobörsen bedeutet dies, das sie persönliche Daten von ihren Kunden einholen und ihre Kunden eindeutig identifizieren müssen. Gegenüber Behörden müssen diese Daten dann auf Anfrage offengelegt werden.

Die Bestätigung der Änderungen in der Anti-Geldwäscherichtlinie durch die Finanzminister der EU-Mitgliedsstaaten und vom EU-Parlament steht jedoch noch aus. Neben Kryptobörsen soll die Anti-Geldwäscherichtlinie auch für Anbieter von Online Wallets für Kryptowährungen gelten.

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Internationale Regulierung angestrebt

Weitere Regulierungen sind laut  Dombrovskis eher auf internationaler Ebene angedacht. Hierzu gab es vor einigen Wochen einen ersten Anstoß von Deutschland und Frankreich. Die Präsidenten der Notenbanken beider Länder schrieben einen gemeinsamen Brief an die argentinische Präsidentschaft des diesjährigen G20-Gipfels. Darin forderten sie diese dazu auf, das Thema Kryptowährungen auf dem G20-Finanzministertreffen in Buenos Aires im März aufzugreifen. Dort können – möglicherweise unter Einbeziehung internationaler Institute wie dem IWF – erste Schritte zu einer weltweiten Regulierung unternommen werden.

Auch wenn viele Finanzexperten und Politiker derzeit eine Regulierung von Kryptowährungen fordern, ist derzeit nicht davon auszugehen, dass ein Bitcoin-Crash die Finanzstabilität gefährden würde. Der Gegenwert der Tokens ist im Vergleich zur Gesamtwirtschaft vergleichsweise gering. Dennoch fordert beispielsweise der Präsident der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, dass die Zentralbanken auf eine solche Situation vorbereitet sein sollten. Mario Draghi, der Präsident der EZB, sieht sein Haus allerdings nicht in der Verantwortung für Regulierungen oder gar ein Verbot von Kryptowährungen. Aus seiner Sicht fehlen bei Bitcoin & Co. wichtige Elemente einer Währung.

Kursschwankungen normal bei Kryptowährungen

Wer sich schon länger für Kryptowährungen interessiert, weiß, dass Kursschwankungen hier relativ normal und bei derart jungen Anlageinstrumenten nicht unüblich sind. Der Bitcoin-Kurs unterlag schon in den ersten Jahren großen Schwankungen. Man sollte daher nie mehr Geld in Bitcoin investieren, als man im Notfall auch verlieren kann, ohne seine finanzielle Existenz zu gefährden. Sogar Vitalik Buterin, der Begründer von Ethereum, betonte dies kürzlich nochmals. Dennoch sehen auch viele Experten und Politiker vor allem in der Blockchain großes Potenzial, dass man auch in Europa nicht unterschätzen sollte. Daher muss auch hinsichtlich geplanter Regulierungen darauf geachtet werden, dass diese innovative Technologie nicht ausgebremst wird. Beispielsweise wurde auch kürzlich im Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD das Potenzial der Blockchain-Technologie aufgegriffen.

Prognosen zu Bitcoins liegen weit auseinander

Derzeit gehen die Prognosen zu Bitcoins weit auseinander. In letzter Zeit hört man auch wieder Stimmen, die von noch größeren Erfolgen als im vergangenen Jahr sprechen. Auch eine Regulierung könnte Möglichkeiten für Kryptowährungen mit sich bringen. Jesse Powell, der CEO der Kryptobörse Kraken, ist zum Beispiel der Ansicht, dass der gesamte Kryptomarkt in diesem Jahr auf eine Billion Dollar wachsen könnte und damit einen weiteren großen Wachstumsschub erleben würden.

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Auf der Webseite des amerikanischen TV-Senders CNBC waren kürzlich einige überraschende Aussagen von Julian Hosp. der als Experte für Kryptowährungen und die Blockchain gilt, zu lesen. Seiner Ansicht nach könnte der Kryptomarkt um das achtfache wachsen. Dazu müssten allerdings die Transaktionen verbessert werden und die Zahlungsfähigkeit garantiert werden. Dies könnte über sogenannte Second-Layer-Netzwerke, wie sie vom Lightning-Netzwerk verwendet werden, erreicht werden.

Veränderungen in der Kryptoszene

Second-Layer-Netzwerke könnten in naher Zukunft eine große Veränderung in der Krypto-Szene darstellen. Bei diesen Netzwerken wird zwischen zwei Personen ein Zahlungskanal etabliert. Im Gegensatz zur Bitcoin-Blockchain wird jedoch nicht jede Transaktion in der Blockchain registriert, sondern nur die erste. Die erste Transaktion ist in diesem Fall die Eröffnung des Zahlungskanals. Wenn eine zweite Transaktion in der Blockchain gespeichert wird, ist dies die Schließung des Zahlungskanals. Alle anderen Transaktionen zwischen diesen beiden Personen finden nur untereinander statt und gehen nicht in die Blockchain ein.

Dies würde Transaktionskosten senken und Transaktionen schneller gestalten. Eine fehlende Liquidität der Marktteilnehmer kann ebenfalls nicht mehr zum Problem werden. Laut Hosp könnte diese Technologie Bitcoins einen Wertzuwachs von 60 bis 70 Prozent, vielleicht sogar 100 Prozent ermöglichen.

Seriösere ICOs und Stabilität durch Regulierung

Auch in ICOs sieht Hosp eine Chance für den Kryptomarkt. Diese müssten allerdings seriöser werden. Viele Crowdfundings durch ICOs werden mit Ethereum durchgeführt. Dies könnte die Kryptowährung stärken und die Nachfrage erhöhen. Dadurch könnte Ethereum bald 200 Milliarden Dollar wert sein. Da die Wertsteigerungen der einzelnen Kryptowährungen oft eng zusammenhängen, könnte sich dies auch auf andere Kryptowährungen auswirken.

Als einer der wenigen Köpfe der Krypto-Szene sieht Hosp auch in Regulierungen Potenzial für ein Wachstum des Markts. Wenn eine internationale Regulierung eingeführt wird, könnte der Markt zunächst stagnieren oder schrumpfen. Langfristig bedeuten Regulierungen aber Stabilität und Sicherheit. Daher könnten aufgrund einer Regulierung mehr private und institutionelle Anleger Vertrauen in Kryptowährungen aufbauen. Es besteht die Möglichkeit, dass der Kryptomarkt langfristig von einer Regulierung profitieren und weiter wachsen könnte.

Bitcoins als Zahlungsmittel verbreiten

Des Weiteren sollte die Nutzbarkeit von Bitcoins und anderen Kryptowährungen als Zahlungsmittel erhöht und einfach gestaltet werden. Einige Startups haben hier bereist durchaus kreative Ideen wie eine Geldkarte mit Kryptowährungen. Damit könnten man ebenso leicht etwas bezahlen wie mit einer Kreditkarte, was die Anzahl an Nutzern und Händlern erhöhen würde.

Startup übernimmt Kryptobörse

Insgesamt nehmen die positiven Meldungen rund um Kryptowährungen wieder zu. Dies erklärt auch, warum der Bitcoin-Kurs am Dienstag wieder bei rund 11.000 Dollar lag. So wurde bekannt, dass das Startup Circle, dass von Goldman Sachs unterstützt wird, die bekannte Kryptobörse Poloniex kaufen will. Damit will das Blockchain-Startup seine Position im Bereich dieser Technologie wohl weiter ausbauen. Circle ist bekannt für seine Peer-to-Peer-Zahlungslösung, die  auf einer Blockchain aufgebaut ist. Zudem arbeitet das Unternehmen über den Over-the-Counter-Handel mit Bitcoins.

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Poloniex gehört neben Kryptobörsen wie Bitfinex zu den größten und bekanntesten der Szene. Durch die Übernahme durch Circle könnte Poloniex eine starke Konkurrenz für Coinbase werden. Circle will die Kryptobörse weiter ausbauen und unter anderem den Kundensupport verbessern.

Weitere Meldungen aus Venezuela

Fast täglich hört man derzeit neue Meldungen aus Venezuela, wo in der vergangenen Woche die erste staatliche Kryptowährung auf den Markt kam. Nach dem Petro will man dort bald mit dem Petro Gold eine zweite Kryptowährung einführen. Diese soll mit Gold verbunden sein. In Caracas, der Hauptstadt Venezuelas, wurde nun ein Schulungszentrum eröffnet, wo kostenlose Kurse rund um Kryptowährungen angeboten werden. Da solche Kurse nach Aussage der venezolanischen Regierung normalerweise 800 Dollar kosten würden, was sich kaum ein Venezolaner leisten kann, werden die Kurse kostenlos angeboten. Neben dem Petro soll es auch um andere Kryptowährungen, deren Kauf und Verkauf sowie das Mining gehen.

Außerdem sollen sich Banken in Venezuela am Mining beteiligen und auch selbst den Petro nutzen. Darüber hinaus will die Regierung an Universitäten Mining Farmen einrichten. Diese Maßnahmen sollen wohl dabei helfen, Kryptowährungen und die Technologie dahinter für die Bevölkerung zugänglich zu machen sowie die Akzeptanz von Kryptowährungen zu erhöhen.

Womöglich können der Petro und auch Bitcoin dabei helfen, dass das politisch und wirtschaftlich angeschlagene Land zumindest wirtschaftlich wieder stabilisiert wird. Nun denken übrigens auch die Türkei und der Iran über eine eigene Kryptowährung nach.

Fazit: EU leitet erste Schritte zur Regulierung von Kryptowährungen ein

In Brüssel ist derzeit eine Regulierung von Kryptowährungen im Gespräch. Zunächst will die EU-Kommission die bereits bestehenden Regelungen sowie die Chancen und Risiken von Kryptowährungen prüfen. Danach will man entscheiden, ob weitere Regelungen notwendig sind. Laut dem Vizepräsidenten der EU-Kommission, Valdis Dombrovskis, sind darüber hinaus internationale Regeln notwendig, da Kryptowährungen ein weltweites Phänomen sind.

Übrigens sieht auch die EU in einzelnen Elementen von Kryptowährungen, insbesondere in der Blockchain-Technologie, auch zukunftsweisendes Potenzial. Gefahren stellen für sie aber Kryptowährungen als Spekulationsobjekt dar.

Schon vor zwei Wochen wurden erste Maßnahmen eingeleitet. So wurden die Aufsichtsbehörden gebeten, strengere Warnhinweise für Anleger zu veröffentlichen. Zudem soll die aktuelle Anti-Geldwäscherichtlinie auf Kryptowährungen angewendet werden. Diese soll nun auch für Kryptobörsen und Anbieter von Online Wallets gelten. Im Rahmen der Richtlinie müssen sich alle Nutzer dieser Angebote eindeutig identifizieren. Die Anbieter müssen diese Daten speichern und auf Anfrage an Behörden weiterleiten.

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