Was sind CFDs?

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Was sind CFDs? Der Handel mit Differenzkontrakten ist für Trader besonders interessant, da sie hier von jeglichen Kursbewegungen profitieren können. Auch wenn der Kurs nachgibt, lässt sich mit der richtigen Strategie und Bewertung erfolgreich investieren. Allerdings ist der CFD-Handel äußerst risikoreich. Wie Anleger dennoch an den internationalen Finanzmärkten in Aktien, Rohstoffe, Währungen, Indizes und einiges mehr investieren können, zeigen wir hier. Mit Grundlagenwissen und der Berücksichtigung einiger Tipps ist ein erfolgreicher CFD-Handel gar nicht so schwierig.

  • CFDs sind hochspekulative Finanzderivate
  • CFDs ermöglichen Handel bereits ab geringem Eigenkapital
  • Hebel für CFD-Handel nutzbar (ab 1. August 2018 für private Anleger eingeschränkt)
  • Trader können an steigenden und fallenden Kursen partizipieren
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Wie funktionieren CFDs?

Schauen wir uns zur Klärung der Frage „Was sind CFDs?“ an, wie Differenzkontrakte funktionieren. Hierbei investieren die Trader nicht direkt, wie etwa beim Aktienhandel, sondern partizipieren am Kursverlauf. Zugrunde liegen Werte, wie zum Beispiel:

  • Rohstoffe
  • Währungen
  • Indizes
  • Aktien

Gehandelt wird auf einem internationalen Markt, auf dem die Investoren ihrer gewünschten CFDs kaufen oder verkaufen können. Angeboten wird der CFD-Handel von unzähligen Brokern. Darunter den besten Anbieter zu finden, ist nicht immer ganz einfach, doch ein Forex Broker Vergleich oder ein CFD Broker Vergleich hilft weiter.

CFD-Handel: Funktionsweise

Die Investoren profitieren direkt von jeder Kursbewegung. Verändert sich der Kurs um einen Punkt, erhalten sie ein Vielfaches ihrer gekauften oder verkauften Einheiten. Bewegt sich der Kurs gegen die Investoren, werden jedoch Verluste erzielt. Hieran zeigt sich, dass der CFD-Hand mit einem Risiko verbunden ist.

CFD-Handel findet außerbörslich statt

Wer CFDs handelt, agiert meist außerbörslich im Over-the-counter-Handel (OTC). Darin liegt ein entscheidender Unterschied zum Aktienhandel: Die Käufe und Verkäufe werden direkt mit dem Broker abgewickelt, der auch die Kurse stellt und die Konditionen festlegt. Daher ist es besonders wichtig, die Konditionen der einzelnen Anbieter miteinander zu vergleichen.

Hinweis: Der CFD-Handel ist vor allem für risikobereite Anleger geeignet. Mithilfe der CFDs können sie in Basiswerte investieren, die konventionelle Trader nicht handeln können. So gibt es beispielsweise ein DAX-Kontrakt sowie CFDs auf Futures und Zinsen.

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Vorteile beim CFD-Handel

Bei der Frage „Was sind CFDs?“ möchten wir zudem auf die Vorzüge des Handels eingehen. Für viele Trader bietet der CFD-Handel etliche Vorteile gegenüber anderen Finanzinstrumenten:

  • Keine Börsengebühren: Da nicht an einem Börsenplatz gehandelt wird, entstehen für die Trader keine entsprechenden Kosten.
  • Hebelwirkung: CFDs können mit einem variablen maximalen Hebel gehandelt werden. Damit ist deutlich weniger Kapitaleinsatz erforderlich als beim direkten Handel der Underlyings. Der Hebel bringt jedoch nicht nur Vorzüge, sondern kann ebenso Verluste bescheren.
  • Handel auf steigende und fallende Märkte möglich: Prinzipiell können Trader von jeder Marktsituation partizipieren. Das Investment auf steigende und fallende Kurse ist jederzeit möglich.
  • CFDs haben kein Verfallsdatum: Im Vergleich zu anderen Finanzinstrumenten (beispielsweise Optionen) haben CFDs kein Laufzeitende. Die Trader entscheiden selbst, wie lange die Position gehalten wird.
  • Hohe Liquidität: Da der Markt äußerst liquide ist, werden geringe Spreads berechnet, was wiederum für die Trader von Vorteil ist.

Weitere Möglichkeiten der Differenzkontrakte

Trader schätzen beim CFD-Handel vor allem die Vielseitigkeit. Sie können mit wenig Kapitaleinsatz beliebte Instrumente handeln. Dazu gehören beispielsweise Dow Jones, Nasdaq und DAX30. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die Aufgabe und Ausführung der Orders schnell funktioniert. Damit können Trader unverzüglich auf Marktveränderungen reagieren.

Long und short gehen – auf fallende und steigende Kurse setzen

Wir möchten uns nun im Detail anschauen, warum das Partizipieren an verschiedenen Verläufen beim CFD-Handel etwas Besonderes ist. Hierzu vergleichen wir den Handel mit Differenzkontrakten mit dem Wertpapierhandel. Steigt der Kurs einer Aktie, partizipieren die Anleger daran. Fällt der Kurs hingegen, verlieren die Wertpapierinhaber in der Regel Kapital. Das ist beim CFD-Handel nicht so. Stattdessen können Trader ihre Position auf fallende oder steigende Kurse eröffnen und damit „long“ oder „short“ gehen. Gibt der Kurs nach, bedeutet dies nicht zwangsläufig einen Verlust. Vielmehr können Trader mit der richtigen Voraussage davon profitieren.

Kaufen und Verkaufen beim CFD-Handel

Beim CFD-Handel steht pro Basiswert ein Kontrakt zur Verfügung. Beim Deutschen Aktienindex wäre das beispielsweise „DAX30“. Trader können sich entscheiden, ob sie auf steigende Kurse („Buy“) oder fallende Kurse („Sell“) ihre Position eröffnen möchten. Dafür ist eine Chartanalyse unerlässlich, denn nur so lässt sich die gegenwärtige Kursentwicklung analysieren und eine Prognose über den möglichen weiteren Verlauf abgeben. Wer die richtige Handelsidee hat, erzielt mit seiner Position Gewinne, selbst dann, wenn die Kurse fallen. Läuft der Markt hingegen gegen die Trader, werden Verluste erzielt.

CFD-Handel ist nachvollziehbarer

Im Vergleich zum Handel anderer Finanzinstrumente sind CFDs nachvollziehbarer und berechenbarer. Bei Optionsscheinen gibt es zum Beispiel viele kursbeeinflussende Faktoren, die nicht immer transparent sind. Dazu gehören etwa Zeitverlust und undurchsichtige Berechnungsmethoden.

Tipp: 1 Punkt Bewegung am Markt = fixe Größe Gewinn/Verlust für Trader. Beispiel DAX30: 1 Punkt entspricht 1 Euro.

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Mit geringem Eigenkapital an Märkten handeln

Werden Trader nach den Vorzügen von CFDs gefragt, gibt es oft eine klare Antwort: das geringe Eigenkapital. Bei der Frage „Was sind CFDs?“ schauen wir uns daher diesen Punkt ebenfalls an. Beim CFD-Handel müssen Trader nur eine Sicherheitsleistung, die sogenannte Margin, hinterlegen. Dabei handelt es sich um einen prozentualen Anteil an der eigentlichen Investitionssumme. Somit ist nur wenig Kapitaleinsatz erforderlich, um mit dem Handel beginnen zu können. Wie wir im Forex Broker Vergleich und dem CFD Broker Vergleich sehen konnten, variiert die Höhe der Sicherheitsleistung von Anbieter zu Anbieter. Deshalb ist die Gegenüberstellung einzelner Broker ratsam.

So wird die Margin berechnet

Die Höhe der Sicherheitsleistung variiert nicht nur von Broker zu Broker, sondern auch bei den Finanzprodukten. Der Marginsatz ist mit dem Hebel eng verbunden. So wird beispielsweise der Hebel berechnet, indem Investoren die Zahl 100 durch die Sicherheitsleistung dividieren. Bei einem Hebel von 1 wäre es ein Marginsatz von 100 Prozent.

Hebel erklärt

CFDs werden gemeinhin auch als Hebelprodukte bezeichnet. Trader können wahlweise am Markt 1:1 handeln oder einen Hebel nutzen. Dieser Hebel dient faktisch als Multiplikator und bringt deutlich mehr Kapital in den Markt, als eigentlich vorhanden ist. Damit erhöhen sich die möglichen Gewinne, aber auch die Verluste. Deshalb sollten Trader bei der Nutzung des Hebels stets auf eine ausreichende Risikostreuung (beispielsweise durch Trailing-Stop-Loss- und Take-Profit-Aufträge) achten.

Neue Regulierung zum Hebel: So können Trader die Hebel-Beschränkungen umgehen

Mittlerweile gibt es eine neue EU-Regelung, die unter anderem den CFD-Handel betrifft. Die neuen Beschränkungen gelten für private Anleger. Bei Forex wird der Hebel nun auf 1:30 und beim CFD-Handel auf Indizes auf 1:20 begrenzt. Diese Regelung tritt am 1. August 2018 in Kraft und gilt zunächst für drei Monate. Danach soll sie aber verlängert werden.

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Trader können neue Regelung umgehen

Viele private Investoren, die mit einem deutlich höheren Hebel handeln möchten, versuchen, diese neue Beschränkung zu umgehen. Theoretisch bleibt hier nur die Flucht zu Brokern, die außerhalb der EU agieren. Hier fehlt es jedoch oftmals an der geeigneten Lizenz und der passenden gesetzlichen Grundlage. Deshalb stellen viele Trader die Seriosität solcher Broker infrage (nicht immer ganz zu Unrecht, wie die Erfahrungen zeigen). Es gibt jedoch eine weitere Möglichkeit, um die neue EU-Beschränkung zu umgehen: Einige Broker haben verschiedene Programme für sogenannte „Profi-Trader“ aufgesetzt. Dabei handelt es sich um spezielle Handelskonditionen für ambitionierte Anleger, die über viel Erfahrung verfügen und mehr Kapital einbringen. Trader, die sich für diese Programme interessieren und sie nutzen, sind von der Hebel-Beschränkung ausgenommen.

Wie werde ich Profi-Trader?

Die EU-Regelung trat in Kraft, um die privaten Anleger (nach Aussagen der Behörden der größte Anteil der Investoren) besser zu schützen. Wer nun Profi-Trader werden möchte, kann die Beschränkung umgehen. Dabei entscheiden die Broker ganz individuell, welche Zugangsvoraussetzungen sie für Profi-Trader stellen. Das kann beispielsweise ein bestimmtes Gesamtvermögen in liquidierten Werten oder eine gewisse Anzahl durchgeführter Transaktionen sein.

Kosten beim CFD-Handel

Die Kosten beim CFD-Handel sind ein wichtiger Punkt, denn sie entscheiden mit darüber, wie viel vom eigentlichen Gewinn übrig bleibt. Zu den Handelskosten gehören die sogenannten Spreads. Sie müssen immer auf alle Märkte gezahlt werden. Ein Spread ist die Differenz zwischen dem Kauf- und Verkaufskurs. Prinzipiell ist es für Trader von Vorteil, wenn die Spreads möglichst eng sind. Warum ist das so? Der Kurs muss sich deutlich weniger verändern, um Gewinne zu erzielen. Aufgrund der Vielzahl der CFD Broker werden erfahrungsgemäß vielerorts attraktive Spreads angeboten, um konkurrenzfähig am Markt zu bleiben.

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Haltekosten

Ein weiterer Kostenfaktor sind die Haltekosten. Wird eine Position nach 17:00 Uhr New Yorker Zeit noch immer gehalten, fallen diese Kosten an. Wurde der Ablauftermin der Position bereits fixiert, sind sie im Produktpreis enthalten. Die Haltekosten können positiv oder negativ (in Abhängigkeit vom geltenden Haltekostensatz und der Richtung der Position) ausfallen.

Marktdatengebühren

Zu den weiteren Kosten beim CFD-Handel gehören Marktdatengebühren. Wer beispielsweise Kurse in Echtzeit sehen möchte, bekommt diese bei einigen Brokern nur gegen Gebühr. Dennoch sind Echtzeitkurse wichtig, um auf aktuelle Marktgeschehnisse entsprechend reagieren zu können.

Kommissionen

Kommissionen werden nur für Wertpapiere berechnet. Allerdings fallen Kommissionsgebühren an, wenn Trader Aktien-CFDs handeln. Dabei variiert die Höhe von Broker zu Broker. Einige CFD Broker berechnen nur geringe Kommissionsgebühren ab 0,05 Prozent (auf die gesamte Positionsgröße).

Geeigneten CFD Broker finden: Darauf sollten Trader achten

CFDs sind mittlerweile bei vielen Anbietern handelbar. Dennoch unterscheiden sich die angebotenen Finanzprodukte und vor allem die Kosten auf den einzelnen Plattformen. Um einen geeigneten Anbieter zu finden, ist ein Vergleich der Broker empfehlenswert. Schauen wir uns an, was es dabei zu beachten gibt:

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Trading-Plattform im Fokus

Die Handelsplattform beim Broker sollte über eine speziell entwickelte Software und einen hohen Funktionsumfang verfügen. Bestenfalls stehen kostenlose Echtzeitkurse und der Handel direkt aus dem Chart heraus zur Verfügung. Für Trader ist damit ein unmittelbarer Handel noch einfacher möglich. Wir haben festgestellt, dass viele Broker vor allem für die Bereitstellung von Echtzeitkursen Gebühren verlangen. Es gibt jedoch positive Ausnahmen, bei denen diese nicht anfallen.

CFD-Auswahl

Bei der Brokerwahl ist zudem das CFD-Angebot entscheiden. Wie viele Futures, Währungen, Aktien, Rohstoffe oder Indizes werden überhaupt angeboten? Wer gerne flexibel bleiben möchte, sollte sich einen Broker aussuchen, der möglichst viele CFDs und Basiswerte bereithält.

Möglichst günstige Handelskonditionen

Was nützt ein Gewinn beim CFD-Handel, wenn er durch hohe Gebühren nahezu neutralisiert wird? Deshalb sollten Trader bei der Brokerauswahl auch auf die Handelskonditionen achten. Vorteilhaft sind enge Spreads und Haltekosten oder anfallende Mindesteinzahlungen. Auch die Ausgleichszahlungen für Overnight-Positionen sind hier zu berücksichtigen. Zwar werden Differenzkontrakte meist nicht über Nacht gehalten, dennoch nutzen einige Trader dieses Angebot. Deshalb sollten die Overnight-Kosten berücksichtigt werden.

Fazit: CFDs als interessante Anlagealternative ohne große Eigenkapitalmengen

Was sind CFDs? Differenzkontrakte sind hochspekulative Finanzderivate, die außerbörslich gehandelt werden. Zwar sind sie für viele Investoren interessant, aber nicht für alle Anlegertypen geeignet. Grund dafür ist die Hebelwirkung, die gleichzeitig Fluch und Segen für Trader bedeuten kann. Der Hebel sorgt einerseits dafür, dass nur eine geringe Menge Eigenkapital benötigt wird, um an der aktuellen Marktsituation partizipieren zu können. Er kann aber ebenso für hohe Verluste sorgen – bis hin zum Komplettverlust. Mittlerweile gibt es beim Handel mit Differenzkontrakten Beschränkungen, die am 1. August 2018 in Kraft treten. Sie gelten jedoch nur für private Anleger und betreffen die maximalen Hebel, die nun deutlich limitiert wurden (bei Forex beispielsweise auf 1:30). Profi-Trader bleiben von diesen Einschränkungen jedoch unberührt. Da der CFD-Handel äußerst flexibel ist, können Trader von fallenden und steigenden Kursen profitieren. Zudem ist zeitliche Flexibilität gegeben, denn die Positionen werden häufig nur kurzfristig gehalten. Zum wachsenden Interesse der Trader an CFDs tragen auch die vergleichsweise geringen Handelskosten bei. Allerdings gibt es hier erfahrungsgemäß Unterschiede zwischen den einzelnen Brokern. Deshalb sollte vor dem Handelsbeginn ein Brokervergleich stattfinden. Möchten Sie in CFDs investieren? Beginnen Sie doch mit einem Investment auf einem Demokonto beim Broker Ihrer Wahl. Machen Sie sich so mit den Chancen und Risiken des CFD-Handels ganz ohne eigenes Risiko vertraut.

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    CFD sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren.
    Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.
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