2018 erster Krypto-Fonds in Europa

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Mit dem Postera Fund – Crypto I kommt nun der erste Krypto-Fonds nach europäischem Recht auf den Markt. Dieser wurde von der Liechtensteiner Finanzmarktaufsicht FMA in der letzten Woche genehmigt. Dieser Fonds ist der weltweit erste regulierte Investmentfonds für Assets, die auf der Blockchain basieren. Der Fonds ist als Alternative Investmentfonds (AIF) konzipiert und unterliegt dem europäischen Recht. Der Fonds beinhaltet Krypto-Assets wie Bitcoins und Ethereum und wird von der Independent Fund Management AG verwaltet.

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Fonds unterliegt EU-Richtlinie

Für den Fonds gelten die Vorgaben der europäischen Richtlinie über die Verwalter alternativer Investmentfonds (AIFM-RL). Diese Richtlinie wurde 2010 vom EU-Parlament akzeptiert und reguliert die Verwalter von derartigen Fonds, nicht aber die Fonds selbst. Diese Verwalter werden nicht von der OGAW-Richtlinie, die andere Fonds beinhaltet, eingeschlossen. Neben Fonds-Verwaltern aus der EU unterliegen auch Verwalter aus Drittländern, die ihre Fonds in der EU verkaufen wollen, der Richtlinie. Diese wurde später auch von Deutschland in nationales Recht umgesetzt. Im Sommer 2013 gab es diverse Neuregelungen. Alle Fonds unterliegen in Deutschland seitdem der Aufsicht der BaFin. Privatanlegern wurde es zudem untersagt, Anteile an Hedgefonds zu erwerben. Damit sollen diese besser vor sehr risikoreichen Anlagen geschützt werden.

Unternehmen hinter Krypto-Fonds

Hinter dem Fonds steht die Agentur Postera Capital, die ihm auch seinen Namen gab. Postera Capital ist ein Research- und Beratungshaus für Blockchain- und Krypto-Assets. Das Portfoliomanagement übernimmt die Quorus Vermögensverwaltung. Diese gehört zur Principal Holding. Die Verwahrstelle ist die liechtensteinische Bank Frick und als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft ist die Ernst & Young AG zuständig. Die Verwaltung nach liechtensteinischem Recht übernimmt IFM Independent Fund Management aus Vaduz.

Aktiv gemanagtes Portfolio mit Kryptowährungen

Damit können Anleger nun in ein aktiv gemanagtes Portfolio investieren. Der Fonds-Manager entscheidet also über die Zusammensetzung der Fonds und nimmt, falls nötig, Veränderungen vor. Der Fonds ist der weltweit erste regulierte Fonds mit Kryptowährungen, der aktiv gemanagt wird. Außerdem können Anleger erstmals in einen Fonds, der in Blockchain-Assets investiert und nach der einer europäischen Richtlinie aufgelegt ist, investieren.

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Portfoliomanagement zur Diversifikation

Ein wichtiges Element des Fonds ist wohl der starke Diversifikationseffekt, der durch den Portfolioansatz des Investmentfonds ermöglicht wird. Dazu kommt eine wöchentliche Liquidität, die ein flexibles Engagement erlaubt. Die Sicherheit ist durch den regulatorischen Rahmen gegeben. Zudem ist Liechtenstein als etablierter Standort für Fonds bekannt. Der Fond ist darüber hinaus eng mit der Krypto-Szene verbunden. Der Fonds-Manager ist mit Experten aus dem Krypto-Bereich und State-of-the-Art-Research vernetzt. Daher kann er diese Informationen für seine Anlageentscheidungen nutzen.

Fonds für professionelle Anleger

Der Fond soll sich an professionelle Anleger richten und mindestens 51 Prozent seines Vermögens in Kryptowährung oder Tokens anlegen. Tokens sind in diesem Fall eine Kryptowährung oder Assets. Daher kommen wohl nur Tokes in Betracht, die durch das Fondsmanagement zum Zeitpunkt der Anlage als hochwertig und investierbar angesehen werden.

Investmentfonds auf Wertgegenstände

Ein Investmentfonds wird von einer Kapitalanlagegesellschaft angelegt. Dabei wird Kapital in Wertgegenstände wie Aktien, Immobilien oder Derivaten angelegt. Alternative Investmentfonds sind Fonds, die keine Organismen für gemeinsame Anlagern in Wertpapiere beinhalten. Auch Immobilienfonds, Hedgefonds oder Private Equity Fonds sind Alternative Investmentfonds. Die Verwalter eines AIFs werden durch die AIFM-Richtline reguliert, nicht aber die Fonds selbst.

Mehrere Krypto-Fonds auf dem Markt

Aus aller Welt kommen gerade Meldungen über Krypto-Fonds. Auch die Kryptobörse Coinbase plant, noch in diesem Jahr einen Index-Fonds für Kryptowährungen aufzulegen, der sich an ausgewählte Großinvestoren aus den USA richten soll. Coinbase, dessen Präsident Asif Hirji den Start des Index-Fonds im US-Fernsehen ankündigte, reagiert damit auch auf  den Boom von Kryptowährungen. Die gesamte Marktkapitalisierung von Digitalwährungen liegt laut Coinmarketingcap mittlerweile bei etwa 426 Milliarden Dollar. Später sollen auch Fonds auf Krypto-Assets für Kleinanleger angeboten werden. Hier gibt es noch keinen Starttermin, da es noch regulatorische Schwierigkeiten gibt.

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Coinbase will in seinem Krypto-Fonds Kryptowährungen, die auf der unternehmenseigenen Plattform GDAX gehandelt werden, nach deren Marktkapitalisierung gewichtet, aufnehmen. Einen Starttermin gibt es noch nicht, doch Interessierte können sich bereits auf der Webseite des Fonds für eine Mailing-Liste registrieren.

Fond für akkreditierte Investoren

Akkreditierte amerikanische Investoren sollen ab 10.000 Dollar in den Fonds investieren können und selbst neben Dollar auch in Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum dafür bezahlen. Die akkreditierten US-Anleger verfügen über ein Nettovermögen von über einer Million Dollar oder einem jährlichen Einkommen von mindestens 200.000 Dollar. Die Gewichtung der Kryptowährungen im Fonds beträgt zunächst 62 Prozent für Bitcoin, 27 Prozent für Ethereum, sieben Prozent für Bitcoin Cash und vier Prozent in Litecoin. Wenn eine neuen Kryptowährung hinzukommt, wird die Gewichtung wieder neu ausgerichtet. So können Anleger direkt in mehrere Kryptowährungen investieren und das Potenzial Blockchain-basierter Assets noch stärker nutzten.

Pläne von Coinbase

Die Kryptobörse aus San Francisco spielte schon länger mit dem Gedanken, einen derartigen Fonds auf den Weg zu bringen und auch die Nachfrage war hoch. Damit können Anleger bei Coinbase nun nicht mehr nur direkt Kryptowährungen kaufen und verkaufen, sondern auch über den neuen Fonds Zugang zum Krypto-Markt bekommen. Der Fonds investiert zunächst in Bitcoin, Bitcoins Cash, Ethereum und Litecoin. Wenn eine neue Währung bei GDAX gelistet wird, kommt sie automatisch hinzu. Coinbase will danach weitere Fonds auflegen und damit auch andere Investoren, unabhängig vom Einkommen, ansprechen. Diese Fonds sollen ähnlich wie börsengehandelte Fonds aufgebaut sein.

Bitwise Investments seit 2017 mit Fonds am Markt

Die Kryptobörse Bitwise Investments brachte bereits im letzten Jahr einen Fonds mit zehn Kryptowährungen heraus. Auch dieser Fonds ist jedoch nicht für Privatanleger nutzbar. Coinbase ist allerdings am Markt bekannter als Bitwise Investments. Zudem soll der Fonds günstiger sein als bei der Konkurrenz. Die Gebühr liegt bei zwei Prozent, während andere Fonds 2,5 Prozent Gebühren erheben. Diese Gebühren sind bislang noch um deutlich höher als bei passiven Aktienmarktfonds. Dennoch könnte der Fonds von Coinbase durchaus erfolgreich werden.

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Allerdings zeigen sich auch bei Fonds für Privatanleger in den USA die Bedenken der Börsenaufsicht. Sie äußerte Zweifel hinsichtlich der Sicherheit. Außerdem müssten zunächst Fragen zum Anlegerschutz geprüft werden. Daher kann es in den USA noch eine Weile dauern, bis Coinbase oder ein anderer Anbieter einen Fonds für Privatanleger anbieten kann.

Hedgefonds mit Kryptowährungen

Zudem sind bereits einige Krypto-Hedgefonds am Markt. Laut dem britischen Marktforschungsinstitut Autonomous NEXT hat sich deren Anzahl seit Herbst 2017 weltweit beinahe verdoppelt. Mittlerweile gibt es mehr als 220 dieser Hedgefonds, die im letzten Jahr ein Vermögen von 3,5 bis fünf Milliarden Dollar verwalteten. Mit diesen Hedgefonds können Anleger auf den Kurs von Kryptowährungen spekulieren. Aufgrund der großen Volatilität von Kryptowährungen gestaltet sich der Handel mit diesen Hedgefonds jedoch teilweise schwierig. Viele dieser Hedgefonds verloren im Januar stark an Wert.

SEC gegen Krypto-ETFs

Immer wieder wird auch über die Einführung von ETFs auf Kryptowährungen spekuliert. ETFs (Exchange Traded Funds) sind börsengehandelte Index-Fonds, mit denen man auf die Wertentwicklung eines Basiswerts spekulieren kann. Damit würden Anleger einen sehr leichten Zugang zum Krypto-Markt erhalten. Bislang sind allerdings im Gegensatz zu Fonds alle Versuche, Krypto-EFFs einzuführen, gescheitert. In den USA ist die Börsenaufsicht SEC hierfür zuständig. Sie hat in den letzten Monaten mehrere Anträge auf Bitcoin-ETFs abgelehnt.

Fazit: Erster europäischer Kryptofonds Alternative für Anleger

Der Postera Fund – Crypto I ist der erste Krypto-Fonds, der auf europäischem Recht basiert. Die Liechtensteiner Finanzmarktaufsicht genehmigte den Fonds in der vergangenen Woche. Damit kommt der erste regulierte Investmentfonds mit Blockchain-Assets wie Bitcoins und Ethereum auf den Markt. Die Verwaltung des Fonds obliegt der Independent Fund Management AG aus Vaduz.

Da es sich bei diesem Fonds der Agentur Postera Capital um einen Alternativen Investmentfonds handelt, gilt die europäische Richtlinie über die Verwalter alternativer Investmentfonds (AIFM-RL). Diese regelt allerdings nicht den Fonds selbst, sondern deren Verwalter. Der aktiv gemanagte Fonds richtet sich an institutionelle Anleger und soll zu 51 Prozent aus Kryptowährungen bzw. Tokens bestehen. Das Portfoliomanagement dient der Diversifikation des Fonds. Der regulatorische Rahmen im etablierten Fondsstandort Liechtenstein gibt dem Fonds Sicherheit.

Derzeit plant auch die Kryptobörse Coinbase einen Fonds mit Kryptowährungen. Dieser richtete sich ebenfalls an institutionelle Anleger. Darin sind die auf der bekannten Handelsplattform gehandelten Kryptowährungen anhand ihrer Marktkapitalisierung gewichtet. Auch ein Fonds für Privatanleger ist geplant, hier äußert die US-Börsenaufsicht SEC jedoch Bedenken. Darüber hinaus gibt es bereits einige Hedgefonds mit Kryptowährungen.

 

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