Initiative zur Förderung der Blockchain

Juni 21, 2018 8:42 pm

In Baden-Württemberg startete kürzlich eine Blockchain-Initiative. Die Initiatoren aus der Wirtschaft wollen die Blockchain auf politischer und wirtschaftlicher Ebene voranbringen. Die Initiative stellte nun ein Strategiepapier vor und hat sich zum Ziel gesetzt, Baden-Württemberg zum Vorreiter für die Blockchain in der Bundesrepublik zu machen.
Man hofft, dass die Blockchain auch in Baden-Württemberg dazu beiträgt, die ökonomische Infrastruktur in der Verwaltung, in der Wirtschaft und bei Startups zu stärken. Hierzu gibt es schon seit einiger Zeit Bestrebungen wie die Bison-App der Börse Stuttgart oder die Plattform DebVison. Beide Anwendungen basieren auf der Blockchain. Darüber hinaus wurde schon Anfang 2017 die Special Interest Group Blockchain & Decentralized Computing gegründet und auch das BlockLAB Stuttgart besteht bereits seit einiger Zeit.
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Digitalisierung fördern

Diese Initiativen haben sich zum Ziel gesetzt, die Blockchain und damit auch die Digitalisierung in Baden-Württemberg zu fördern. Das IHK Blockchain Camp und der Blockchain Hackathon gehen ebenfalls in diese Richtung. Die neue Initiative will nun erreichen, dass die Blockchain auch immer mehr bei politischen Überlegungen und Aktivitäten eine Rolle spielt. Wichtig ist es dabei auch, dass Rahmenbedingungen geschaffen werden, damit Baden-Württemberg ein internationales Kompetenzzentrum für die Blockchain-Technologie wird. Neben der Blockchain sollen auch das Internet of Things und die Industrie 4.0 vorangebracht werden.

KMUs unter die Arme greifen

Der Initiative ist es zudem wichtig, vor allem kleineren und mittleren Unternehmen dabei unter die Arme zu greifen, die Blockchain und weitere Technologien des Internet of Things und der Industrie 4.0 in ihren Unternehmensprozessen zu verwenden. Dies kann beispielsweise über Kooperationen zwischen kleine und mittleren Unternehmen und Großunternehmenerreicht werden, die zu diesem Zweck gefördert werden wollen. Die Initiative setzt sich darüber hinaus dafür ein, dass das Blockchain-Ökosystem in Baden-Württemberg unterstützt wird.
Einer der Initiatoren des Strategiepapiers ist Jochen Kaßberger. Er vertritt die Auffassung, dass die Blockchain eine große Chance darstellt. Derzeit würden die Karten beim Thema digitale Wertschöpfung neu gemischt. Baden-Württemberg könnte sich daher seinen Anteil an diesem gerade in der Entstehung befindlichen Zukunftsmarkt sichern. Die Initiative will ihre Ziele und Aktivitäten in der nächsten Zeit genauer ausarbeiten.

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Institutionelle Investoren mit Bedenken

Ebenso wie bei der Blockchain zögern viele Anleger auch noch bei Investitionen in Kryptowährungen. Vor allem institutionelle Investoren sind hier weiterhin skeptisch und vorsichtig. Die Gründe hierfür sind wohl fehlende Regulierungen und die hohe Volatilität von Kryptowährungen. Darüber hinaus mangelt es vielen Investoren noch an Wissen zu Kryptowährungen.
Der professionelle Investor Adam Grimsley arbeitete zehn Jahre für die Fondsgesellschaft BlackRock aus New York. 2016 tat er sich mit ehemaligen Kollegen zusammen und gründete den Krypto-Hedgefonds „Prime Factor“. Grimsley ist vor der Blockchain durchaus überzeugt und betont den Vorteil, dass die Datenbank eine sehr große Anzahl an Informationen auch über verschiedene Protokolle hinweg speichern kann. Trotz aller Vorzüge scheinen professionelle Investoren noch immer Scheu vor Kryptowährungen zu haben. Grimsley sprach dieses Thema bei der Konferenz „Zeroing In On Europe“ an. Bei Kryptowährungen gibt es bislang keine regulatorische Sicherheit. Aus diesem Grund können professionelle Investoren hier ihre traditionellen Vorteile nicht ausspielen.

Institutionelle Anleger können ihre Vorteile nicht nutzen

In der Vergangenheit konnten professionelle Investoren bei Anlagen ihre Größe, ihre Infrastruktur und ihre Verbindungen nutzen. Diese Faktoren sind im Krypto-Handel jedoch eher hinderlich und vermeiden, dass professionelle Investoren einen schnellen Marktzugang bekommen. Des Weiteren erschweren ihnen die Volatilität von Kryptowährungen, die mangelnde Liquidität am Markt und regulatorische Unsicherheit den Zugang zum Handel mit Kryptowährungen. Auch wenn bereits einige Privatpersonen und auch private Banken bereits hohe Gewinne aus dem Handel mit Kryptowährung erzielen konnten, sind noch immer recht wenig professionelle Investoren am Markt vertreten. Adam Grimley setzt sich mit einer Taskforce, dem UK Treasure Comitte, dafür ein, dass mehr Verständnis für die neue Technik aufkommt.
Ein weiterer Grund dafür, dass institutionelle Anleger kein Vertrauen in Kryptowährungen fassen, sind Hackerangriffe und Datendiebstähle an Kryptobörsen. Institutionelle Anleger muss stets nach den geltenden Gesetzen sowie im besten Interesse ihrer Kunden handeln. Aus diesem Grund sehen viele von ihnen Kryptobörsen eher skeptisch.

Blockchain mit immer größerer Bedeutung

Trotz aller Unsicherheiten scheint die Blockchain immer mehr zu einem wichtigen Element in Industrie und Wirtschaft zu werden. Im Finanzsektor nutzen bereits immer mehr Unternehmen die Blockchain.Diese ist letztendlich eine dezentrale Datenbank. In dieses Datenbank werden immer mehr Daten aufgenommen, die sich chronologisch anschließen. Ist ein Block vollständig, wird ein weiterer an die Kette angegangen. Dabei verfügt jeder Block über eine Prüfsumme des letzten Blocks.
Bekannt wurde die Blockchain in Zusammenhang mit der Kryptowährung Bitcoin, doch mittlerweile funktioniert sie auch unabhängig davon. Bei Bitcoin ist die Blockchain ein öffentlich einsehbares Register, auf dem alle jemals getätigten Transaktionen verzeichnet sind. Wer ein Bitcoin-Wallet eröffnet und auf seinem PC speichert, wird Teil des Bitcoin-Netzwerk und lädt auch die Blockchain herunter. Auch andere Kryptowährungen wie Litecoin oder Ethereum basieren auf der Blockchain.

Große Zahl an möglichen Anwendungen

Die Blockchain wird in Zukunft nicht nur für Kryptowährungen wichtig sein, sondern man kann auf dieser Technologie zahlreiche Anwendungen aufbauen. Über die Blockchain können sehr große Datenmenge verschlüsselt und gespeichert werden. Auf diese Daten können dann Menschen aus aller Welt und zu jedem Zeitpunkt zugreifen. So kann man dezentral von mehren Standorten aus an Daten arbeiten. Eine große Chance in der Nutzung der Blockchain kann darin liegen, dass sie dazu beitragen kann, Schwachpunkte in Lieferketten, bei Zahlungsvorgängen oder bei anderen geschäftlichen Prozessen zu identifizieren. Damit können auf lange Sicht kosten reduziert werden.
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Nachteile beheben

Dennoch müssen auch bei dieser sehr vielversprechenden Innovation noch Nachteile behoben werden. So benötigt die Blockchain derzeit noch sehr viel Speicherplatz und auch die Skalierbarkeit ist noch nicht ideal. Damit ein Unternehmen die Blockchain nutzen kann, muss zunächst das notwendige IT-Wissen vorhanden sein. Darüber hinaus ist die Integration mit anderen IT-Systemen oder Cloud-Anwendungen noch nicht ausgereift. Trotz allem ist die Blockchain eine sehr vielversprechende Anwendung. Die sichere Speicherung von Daten auf mehreren PCs ist ein großer Vorteil. Daten werden auf diesem Weg dezentral gespeichert. Neben der Finanzbranche zeigt derzeit vor allem die Logistik-Branche Interesse an der Blockchain, was zeigt, dass die Technologie nicht nur für Kryptowährungen von Bedeutung ist.

Viele Anwendungsfelder denkbar

Die denkbaren Anwendungsmöglichkeiten für die Blockchain sind sehr groß. Im Gesundheitswesen kann sie ebenso eingesetzt werden wie in der öffentlichen Verwaltung und sogar im Bildungssystem.Die Möglichkeiten scheinen fast unbegrenzt. Möglicherweise könnten in Zukunft Anwendungen und Geschäftsmodelle dazu kommen, die für uns derzeit noch unvorstellbar sind.
Auch in der Logistik-Branche arbeitet man derzeit an einigen Projekten. Die Blockchain könnte hier die Kontrolle der Wertschöpfungskette vom ursprünglichen Rohstoff bis zum Endprodukt überwachen. Sind hier viele Akteure beteiligt, geht leicht die Übersicht verloren und Fehler sind nur schwer zu entdecken. Langfristig könnte die Blockchain auch hier zu Kostensenkungenbeitragen.

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Weg eines Produkts nachvollziehen

Mit einem Blick in die Blockchain kann jeder erkennen, wo sich ein Produkt befindet und welcher Produtions- oder Transportschritt als nächstes ansteht. Produktprobleme oder zeitliche Verzögerungen lassen sich so sehr schnell erkennen und beheben. Gerade in der Logistik scheint die Blockchain also viele Vorteilemit sich zu bringen. Derzeit arbeitet unter anderem DB Schenker, die Logistik-Tochter der Deutschen Bahn, gemeinsam mit der  Blockchain-Plattform VeChain an einem entsprechenden Projekt. Neben FedEx hört man auch von den Häfen in Rotterdam und Antwerpen, dass sie sich mit der Blockchain beschäftigen.
Weitere Projekte beschäftigen sich mit Vorteilen für den Endkunden. Dieser kann in Zukunft möglicherweise nicht nur sehen, wo sich ein Produkt, dass er bestellt hat, gerade befindet, sondern kann die gesamte Produktions- und Lieferkette lückenlos nachvollziehen. Beispielsweise könnte der Kunde in kurzer Zeit feststellen, wo Rohstoffe angebaut wurden und in welcher Fabrik das Produkt entstand.

Fazit: Interessante Projekte und Initiativen rund um die Blockchain

In Baden-Württemberg will nun eine Initiative die Blockchain fördern und in Politik und Wirtschaft voranbringen. Baden-Württemberg will auf diesem Weg ein Vorreiter für die ganze Branche in Deutschland werden. Diese innovative Technologie könnte mit anderen Anwendungen wie dem Internet of Things einen wirtschaftlichen Vorteil mit sich bringen und die wirtschaftliche Infrastruktur stärken.
Um die Blockchain zu unterstützen, will die Initiative beispielsweise Kooperationen zwischen KMUs und Großunternehmen fördern. In der Politik soll die Technik in Zukunft bei Entscheidungen und Maßnahmen eine Rolle spielen. Die Blockchain könnte für viele Branchen eine zukunftsweisende Technik sein. Nicht nur Baden-Württemberg will langfristig Teil dieses neuen Marktes sein. Um jedoch Unternehmen beim Umgang mit der Blockchain zu unterstützen, ist ein sinnvoller rechtlicher Rahmen wichtig.
Dies gilt auch für den Handel mit Kryptowährungen, insbesondere für institutionelle Anleger, die sich bislang noch zurückhaltend beim Handel mit Kryptowährungen zeigen. Neben fehlenden regulatorischen Rahmenbedingungen und der hohen Volatilität von Kryptowährungen bereitet institutionellen Investoren auch die Sicherheit von Kryptobörsen sorgen.
Trotz aller Bedenken scheint sich vor allem die Blockchain immer weiter zu verbreiten und könnte bald ein wichtiger Wirtschaftsfaktor werden. In der Logistik-Branche planen derzeit einige Unternehmen entsprechenden Projekte. Dort könnte die Blockchain dazu beitragen, die gesamte Wertschöpfungskette von der Entstehung eines Produkts bis in den Verkauf besser zu überwachen. Fehler ließen sich so leichter und kostengünstiger erkennen und beheben.

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