Neue Krypto-Richtlinien in Südkorea – G20-Staaten als Vorbild?

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Die für Kryptowährungen zuständigen Finanzbehörden in Südkorea wollen ihre Vorschriften für Vermögenswerte, die auf Kryptowährungen basieren, verändern. Auf diesem Weg will man auf der einen Seite das Wachstum der Branche fördern, auf der anderen Seite aber auch mit den Vorgaben der anderen G20-Staaten mithalten. Auch die Vorgaben für Kryptobörsen wurden verändert. In Südkorea wurden Ende 2017 ICOs komplett verboten. Seit April diskutiert man jedoch über eine Aufhebung dieses Verbots. Auch ein komplettes Verbot von Kryptowährungen stand kurzzeitig im Raum. Nun plant Südkorea zusammen mit den die G20-Staaten über gemeinsame Steuerstandards für Kryptowährungen zu sprechen. Hier will Südkorea nun auch selbst aktiv werden.

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Stärker gegen illegale Aktivitäten vorgehen

Darüber hinaus will das Land stärker gegen illegale Aktivitäten im Zusammenhang mit Kryptowährungenvorgehen. Laut einem Artikel der Korean Times vom letzten Wochenende hat die Financial Services Commission (FSC) ihre Richtlinien zu den führenden Kryptobörsen des Landes überarbeitet. Der Hintergrund ist, dass man Kryptowährungen mittlerweile besser verstehe. So konnte die Behörde ihre Regeln verändern und verstärkte Maßnahmen anwenden, die Geldwäsche und andere illegale Aktivitäten aufdecken oder verhindern. Die FSC machte laut einem Mitarbeiter der Behörde auch deutlich, dass sie nicht gegen Kryptowährungen sei.

Strengere Regeln einhalten

Kryptobörsen müssen nun strengere Know-Your-Customer-Regeln sowie Vorgaben zur Geldwäschebekämpfung einhalten. Damit ist verbunden, dass die Börsen ihre Kunden eindeutig identifizieren und verifizieren müssen. Die Anwendung dieser Geldwäsche- und Know-Your-Customer-Regeln sollen Kryptowährungen sicherer machen. Eine falsche Regulierung birgt aus Sicht der Behörde Gefahren für Marktmanipulationen und eine daraus resultierende hohe Volatilität. Daraus entstehen wiederum vor allem für institutionelle Investoren Risiken und weiterhin verhindern, dass diese am Markt aktiv werden.

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Handelsministerium für vorsichtige Regulierung

Das Handelsministerium Südkoreas sprach sich ebenfalls für eine vorsichtige Regulierungaus. Ein komplettes Umdenken in der Regierung scheint unwahrscheinlich, dennoch geht das Handelsministerium davon aus, dass sich die Einstellung gegenüber Vermögenswerten auf der Basis von Kryptowährungen nach und nach verändern werde. Noch vor einiger Zeit war in Südkorea ein komplettes Verbot von Kryptowährungen im Gespräch. Dagegen regte sich jedoch auch in der Bevölkerung massiver Widerstand.

Die Regulierungsbehörden sollten nach Auffassung des Handelsministeriums nach und nach herausfinden, wie man Kryptowährungen richtig und vorsichtig regulieren kann. Zugleich sagte das Handelsministerium, dass das Land die Blockchain-Technologie verstärkt einsetzen muss, sobald man mehr Wissen und Verständnis für die möglichen Nachteile des Handels mit Kryptowährungen gewonnen hat.

Regelungen noch in frühem Stadium

Die FSC befindet sich noch in einer sehr frühen Phase der Feinjustierung der neuen Richtlinien. Wie ein Beamter sagte, stellen einheitliche Regeln eine Herausforderung dar, da die Bandbreite an Bewertungen unter den Regierungsbehörden sehr groß sei. Um hier zu einheitlichen Regel zu kommen, setzt man auch auf die internationale Zusammenarbeit mit den anderen G20-Staaten.

Im Rahmen der neuen Regelungen in Südkorea ist man überein gekommen, Kryptobörsen in Zukunft rein rechtlich ebenso wie regulierte Banken zu behandeln. Damit werden sie als regulierte Finanzgeschäfte anerkannt. Kryptobörsen fallen damit in Zukunft in eine neue Kategorie. Auf diesem Weg soll auch die Blockchain-Industrie gefördertwerden.

Schon lange Diskussionen zu passender Regulierung

In Südkorea versuchen die Behörden schon lange, passende Regulierungsmaßnahmen auf den Weg zu bringen, die zwar klare Regeln bieten, aber Innovationen nicht bremsen. Vor allem Hackerangriffe auf Kryptobörsen waren in dem asiatischen Land Anlass für Diskussionen und eine Überarbeitung der bestehenden Regeln. Langfristig könnten derartige Regeln dazu führen, dass die Kryptobranche legitimiert und so auch für institutionelle Investoren interessant wird. Diese könnten digitale Assets als regulierte, moderne Anlageklasse wahrnehmen, sobald die rechtlichen Rahmenbedingungen klarer werden.

Umsetzung der Regeln schwierig

Schon vor einigen Wochen war aus Südkorea zu hören, dass dieUmsetzung der neuen Regeln in die Praxis vielen Kryptobörsen wohl noch schwerfällt. Zudem hatten amerikanischen Behörden den Druck auf Südkorea erhöht, ihre Regulierungen für Banken und Kryptowährungen zu verschärfen. Südkorea hatte sich daraufhin bereit erklärt, enger mit den USA zusammenarbeiten. Das gemeinsame Ziel ist, die Sicherheit von Kryptobörsen zu verbessern.

Unter anderem wurde ein System entwickelt, um die Identität von Bankkunden besser überprüfen zu können. Handelsplattformen in Südkorea müssen bereits seit Januar Informationen über alle Transaktionen an die Regierung weiterleiten. Damit soll der Handel mit anonymen Kryptowährungen vermindert werden.

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Zusammenarbeit mit den USA

Allerdings konnten viele Banken in Südkorea bislang ihre internen Kontrollsysteme nicht verbessern. Sie gegen den Mangel an ausgebildetem Personal als Grund an. Kürzlich tauschte man sich daher mit dem Office of Terrorism and Financial Intelligencein den USA aus. Diese Organisation hat unter anderem die Aufgabe, Finanzkriminalität zu bekämpfen.

In den USA befürchtet man, dass vor allem Banken, die auch in New York aktiv sind, nicht ausreichend gegen Geldwäsche vorgehen. Eine Bank wurde seitens der USA bereits mit Sanktionen belegt. Südkorea hat daher sein Vorgehen verändert, um weitere Strafen zu verhindern. Zudem haben südkoreanische Kryptobörsen in den letzten Wochen bereits selbst ihre Sicherheitsvorkehrungen verbessertund beispielsweise Transaktionslimits gesetzt oder neue Sicherheitssysteme eingeführt. Über 20 Kryptobörsen erklärten sich bereits, die Regelungen der koreanischen Blockchain Industry Association umzusetzen.

Internationale Zusammenarbeit auch aus Japan gefordert

Auch in Japan will man enger mit anderen Staaten zusammenarbeiten. Dort gibt es bereits ein Lizenzierungsverfahren für Kryptobörsen. Allerdings kämpfen die dortigen Behörden weiterhin gegen illegale Aktivitäten in Zusammenhang mit Kryptowährungen.Unter anderen nutzten kriminelle Organisationen anonyme Kryptowährungen wie Monero oder Dash, um ihre kriminellen Machenschaften wie Geldwäsche oder Drogengeschäfte durchzuführen.

Diese Probleme bekommt Japan wohl nicht alleine in den Griff. Daher rief man vor einigen Wochen die G20-Staaten zur Zusammenarbeit auf. Die japanische Financial Services Agency (FSA) möchte gemeinsam mit anderen Staaten einheitliche Regelungen für Kryptobörsen und Investoren erarbeiten.

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Internationale Regeln möglich

Die Financial Action Task Force (FATF), die für 37 Länder zuständig ist, will daher mit Japan über weitere Schritte sprechen. Das Ziel soll sein, dass alle Kryptobörsen in Ländern wie Südkorea, Japan, den USA und Europa einheitlichen internationalen Standards entsprechen. Die japanischen Behörden zeigten sich hinsichtlich einer internationalen Zusammenarbeit optimistisch. So könnte es erstmals zu einer internationalen Regulierung kommen. In Japan werden für die nächsten Wochen und Monate weitere Schritte auf dem Weg zu einer umfassenden Regulierung erwartet und auch Südkorea könnte weitere Maßnahmen umsetzen.

Fazit: Neue Regulierungen und Bereitschaft zu internationaler Zusammenarbeit in Südkorea

In Südkorea sollen die Vorgaben für kryptobasierte Vermögenswerte verändertwerden. Zudem wurden neue Vorgaben für Kryptobörsen eingeführt. Das Ziel ist eine vorsichtige Regulierung, die neue Technologien und das Wachstum der Branche nicht bremst. Zudem will man mit anderen G20-Staaten über gemeinsame Steuerstandards für Kryptowährungen sprechen.

Südkorea sucht schon lange nach einer angemessenen Vorgehensweise bei Kryptowährungen. Nach einigen Hackerangriffen auf Kryptobörsen wurde zeitweise sogar ein komplettes Verbot für Kryptowährungen diskutiert. ICOs wurden Ende des letzten Jahres verboten, doch seit dem Frühjahr wird hier über eine Aufhebung dieses Verbots diskutiert.

Das Land will jedoch auch stärker gegen illegale Aktivitäten in Zusammenhang mit Kryptowährungen vorgehen. Vor einigen Wochen forderten die USA Südkorea auf, ihren Bemühungen hier weiter zu verstärkten. Laut einem Medienbericht ist die Financial Services Commission (FSC) nun in der Lage, Kryptowährungen besser zu verstehen und kann daher auch ihre Richtlinien zu Kryptobörsen verändern. Unter anderem müssen diese nun strengere Regelungen zu Geldwäsche einhalten und die Identität ihrer Kunden nachweisen. Bereits vor einigen Wochen war allerdings zu hören, dass einigen Banken und Kryptobörsen die Umsetzung dieser Vorgaben schwerfällt. Darüber hinaus wurden Kryptobörsen nun rechtlich Banken gleichgestellt.

Auch in Japan ist man zu einer internationalen Zusammenarbeitim Hinblick auf einheitliche Regelungen zu Kryptowährungen bereit. Möglicherweise könnten dies in der Tat erste Schritte auf dem Weg zu internationalen Standard sein. Diese könnten dann auch den Kryptohandel für institutionelle Investoren attraktiv machen.

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