Neue Regeln für ETFs in den USA geplant

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Die US-Börsenaufsicht hat neue Regeln für ETFs vorgeschlagen, die auch für Bitcoin-ETFs gelten könnten. Die derzeitigen Regelungen für ETFs sollen gelockert werden. Stimmt die SEC für die neuen Regeln, könnte dies ein weiterer Schritt hin zu Bitcoin-ETFs sein. Über diese könnten weitere Investoren in Bitcoins investieren. Darüber hinaus könnten Bitcoin-ETFs positive Auswirkungen auf den Kryptomarkt haben und die Kurse steigen lassen.

Noch immer Vorsicht bei Anlegern

Viele institutionelle wie auch private Anleger sind noch immer zurückhaltend, wenn es um Investitionen in Bitcoins geht. Neben der hohen Volatilität besorgt sie die noch immer fehlende Regulierung. Ein Direktinvestment in Bitcoins erscheint vielen Anlegern noch immer sehr kompliziert. Mit ETFs erhielten sie dagegen ein bekanntes, etabliertes und als sicher geltendes Finanzprodukte, mit dem sie einen einfachen Zugang zum Handel mit Bitcoins erhalten würden.

Modernisierung der Regeln für ETFs

Bislang wurden dennoch alle Anträge auf Bitcoin-ETFs von der SEC abgelehnt, doch nun könnten die neuen Regelungen einen weiteren Schub für Bitcoin-ETFs mit sich bringen. Ende Juni stimmte die SEC zunächst darüber ab, ob neue Regeln für ETFs eingeführt werden sollen. Damit soll der regulatorische Rahmen modernisiert und ein klares, einheitliches Konzept für bestehende ETFs aufgestellt werden.

Erfüllt ein ETF nun bestimmte Vorgaben und entspricht dem  Investment Company Act aus dem Jahr 1940, kann es direkt und ohne individuelle Ausnahmeregelungen eingeführt werden. Dies könnte für mehr Wettbewerb und Innovationen bei ETFs sorgen. Investoren stünde eine breitere Auswahl an ETFs zur Verfügung. Beim Thema Bitcoin-ETFs lässt vor allem der Aspekt des Wegfalls der individuellen Ausnahmeregelungen aufhorchen. Dieser könnte auf ETFs zutreffen. Auch die angesprochene breitere Auswahl für Investoren könnte auf Bitcoin-ETFs hinweisen.

ETFs interessant für Privatanleger

Auch der SEC-Vorsitzende Jay Clayton äußerte sich zu möglichen Neuregenlungen für ETFs. Er sagte, Main-Street-Investoren würden oftmals eine Investition in ETFs nutzen, um so ihre finanziellen Ziele zu erreichen. Als „Main Street“ bezeichnet man umgangssprachlich in den USA in Abgrenzung zur Wall Street individuelle Investoren. Der Vorschlag der SEC sei ein weiterer Schritt, mit dem man einen Großteil des US-ETF-Marktes abdecken und für diesen einen einheitlichen regulatorischen Rahmen aufstellen würde. Im amerikanischen ETF-Markt stecken derzeit 3,4 Milliarden Dollar. Ein solcher regulatorischer Rahmen würde Übersicht und Schutz bieten, wie er von Investoren erwartet wird. Die Entwicklung von ETFs brachte das Ergebnis, dass Investoren ihre finanziellen Ziele effektiver erreichen können. Die SEC will daher dieses Handelsinstrument unterstützen und den Schutz der Investoren weiterhin sichern.

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Börsengehandelte Fonds

Exchange Traded Funds, die über die Börse gehandelt werden, sind ebenso wie Indexfonds Wertanlagen. Sie beziehen sich stets auf einen börsengehandelten Basiswert. Oftmals handelt es sich dabei um Indizes wie den DAX oder den Dow Jones. Anleger können auf diesem Weg gleich in eine ganze Branche investieren und müssen nicht jede Aktie einzeln kaufen. Dies macht ETFs und Indexfonds vor allem für Privatanleger interessant. Sie sind zudem sehr günstig. In den Genuss dieser Vorteile würden Anleger auch bei Bitcoin-ETFs kommen.

Anträge Anfang 2018 abgelehnt

Zu Jahresbeginn lagen bei der SEC ein gutes Dutzend Anträge auf Bitcoin-ETFs auf dem Tisch. Bei allen hatte die SEC jedoch Bedenken, sodass die meisten Antragsteller ihre Anträge zurücknahmen. Dennoch würde ein Bitcoin-ETF eine Investition in die beliebte Kryptowährung, besonders für Privatanleger, enorm vereinfachen. Ein zweiter Effekt wäre, dass viel Kapital auf den Markt gelangen würde. Bitcoin-ETFs würden sich zudem auf Regulierungen auswirken und hier sinnvolle Vorarbeit leisten. Ob der Vorschlag der SEC in die Tat umgesetzt wird, wissen wir frühestens in zwei Monaten. Der Vorschlag steht nun zunächst für 60 Tage zur Debatte. Falls die SEC ihre Pläne umsetzt, könnte sich dies positiv auf den Bitcoin-Kurs auswirken. Ob allerdings letztendlich auch Bitcoin-ETFs unter den Vorschlag der SEC fallen, ist bislang unklar. Diese wurden in der Mitteilung der SEC nicht explizit genannt.

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Kompliziertes Zulassungsverfahren der SEC

Die Investmentfondsbranche klagt seit Langem, dass das Zulassungsverfahren der SEC sehr umständlich und letztendlich auch teuer ist. Für die Anbieter wäre es daher ein großer Vorteil, wenn nun keine spezielle Erlaubnis der SEC mehr notwendig ist. Die Markteinführung eines ETFs wäre so um einiges leichter. Auch formelle Schritte für die Emission bestimmter ETFs würden so einheitlich festgelegt.

Derzeit scheint es so, als würden sich die neuen Regelungen der SEC vor allem positiv auf sogenannte „plain vanilla“-ETFs auswirken. Unter diese Bezeichnung fallen allerdings die meisten ETFs am US-Markt. Unter „plain vanilla“ versteht man in den USA die Standardversion eines Finanzinstruments. Exotische Finanzinstrumente weichen dagegen in ihrer Eigenschaften von der Standardversion ab. Komplexere ETFs oder ETFs mit Hebelwirkung würden dann wohl auch in Zukunft genauer von der SEC untersucht. Diese werden von der SEC als „exotische ETFs“ bezeichnet und würden somit von den neuen Regelungen ausgenommen.

Vorteil für Blockchain-ETFs?

Möglicherweise profitieren auch Blockchain-ETFs von den neuen Regeln. Hierbei handelt es sich um ETFs, die in Unternehmen investieren, die im Bereich der Blockchain-Technologie aktiv sind. Unter Umständen sieht die SEC diese bald als weniger risikoreich an. Allerdings wurden auch Blockchain-ETFs in der Mitteilung der SEC nicht explizit aufgeführt. Bislang wurden alle Anträge auf Bitcoin-ETFs von der SEC abgelehnt. Als Gründe werden die hohe Volatilität, die mangelnde Liquidität und die fehlende Regulierung genannt. Aktuell liegt ein Antrag des Börsenbetreibers CBOE Global, der von VanEck und SolidX unterstützt wird, bei der SEC vor. Falls die SEC einen Bitcoin-ETF genehmigt, könnte sich dies sehr positiv auf den Kryptomarkt auswirken. Möglicherweise könnte dies die Initialzündung für eine Trendwende sein und der Bitcoin-Kurs könnte bis Jahresende auf 50.000 Dollar nach oben gehen.

Bitcoin-ETFs immer wieder Thema bei der SEC

Schon im April kam das Thema Bitcoin-ETFs wieder bei der SEC auf. Damals wurde darüber diskutiert, ob die Behörde ihre eigenen Regeln ändern könnte, um Bitcoin-ETFs zu erlauben. Dabei geht es insbesondere um den Securities and Exchange Act aus dem Jahr 1934. Die SEC arbeitet bei vielen Definitionen noch immer mit recht alten gesetzlichen Grundlage; auch beispielsweise bei der Bestimmung eines Wertpapiers.

Die SEC kündigte eine Analyse an, um festzustellen, ob Veränderungen an ETFs ausreichend sind, um Anleger zu schützen und Betrug zu vermeiden. Unter Umständen sind zudem Veränderungen am Securities and Exchange Act notwendig, damit die Behörde Bitcoin-ETFs erlauben kann. Die SEC will jedoch auch prüfen, ob dies überhaupt möglich ist.

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Bitcoin-Futures einziges genehmigtes Krypto-Handelsinstrument in den USA

Vorerst belieben damit also die Bitcoin-Futures die einzigen offiziell genehmigt Finanzprodukte auf Bitcoins in den USA. Allerdings ist die Nachfrage nach Bitcoin-ETFs wohl noch immer hoch. Derzeit arbeiten einige Anbieter an Möglichkeiten, um eine Genehmigug für Bitcoin-ETFs zu erhalten. Beispielsweise erhielten die Winklevoss-Zwillinge kürzlich zwei Patente, die mit Bitcoin-ETFs in Zusammenhang stehen könnten. An der Nasdaq können Anleger seit Januar zwei Blockchain-ETFs handeln. Zudem sprechen sich immer wieder prominente Stimmen aus der Finanzwelt für Bitcoin-ETFs aus. Der Betreiber der CBOE schrieb persönlich an die SEC, um sich für Bitcoin-ETFs einzusetzen. Sogar JP Morgan riet vor einigen Monaten ausdrücklich dazu, Bitcoin-ETFs zu erlauben.

In Europa wurden bereits einige Krypto-Fonds eingeführt. Im April kam in Liechtenstein der erste regulierte Krypto-Fonds auf den Markt. Darüber hinaus hat ein schwedischer Emittent eine Alternative zu ETFs gefunden. Er nietete ETNs mit Bitcoins als Basiswert an. Bei ETNs handelt es sich um börsengehandelte Schuldverschreibungen. An einige Börsen sind auch bereits Zertifikate auf Bitcoins handelbar.

Fazit: Regeländerungen bei der SEC könnten sich auf Bitcoin-ETFs auswirken

Bei der SEC diskutiert man über mögliche Änderungen bei den Regelungen für ETFs. Das Ergebnis könnte eine Lockerung der aktuellen Vorgaben darstellen. Bitcoin-ETFs wurden in der Ankündigung der Börsenaufsichtsbehörde nicht explizit genannt. Dennoch könnte sich diese Regeländerung auch auf möglich Bitcoin-ETFs auswirken. Falls die SEC früher oder später einen Bitcoin-ETF genehmigen würde, könnte dies eine Kurssteigerung bei Bitcoins sowie eine Trendwende für den gesamten Kryptomarkt zur Folge haben.

Die angestrebten Neuerungen der SEC sollen den regulatorischen Rahmen für ETFs modernisieren und vereinfachen. Ein ETF könnte dann ohne individuelle Ausnahmeregelungen auf den Markt kommen, sobald das Finanzprodukt bestimmte Vorgaben erfüllt. Dies würde das derzeit recht komplizierte Genehmigungsverfahren der Börsenaufsicht vereinfachen.

Die Neuregenlungen der SEC würden wohl in erster Linie für sogenannte „plain vanilla“-ETFs, also für Standard-ETFs, gelten. Exotische ETFs würden wohl weiterhin genauer geprüft. Dennoch würde die Neuregelung einen großen Teil des amerikanischen ETF-Marktes abdecken. Auch auf Blockchain-ETFs könnte sich die Regelung vorteilhaft auswirken.

Falls die SEC einen Bitcoin-ETF genehmigen würde, bekämen weitere Investoren einen einfachen Zugang zum Kryptomarkt. Die SEC beschäftigt sich immer wieder mit dem Thema Bitcoin-ETFs und dachte im April schon über eine Änderung ihrer eigenen Regeln nach, um Bitcoin-ETFs erlauben zu können.

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