Google wieder kryptofreundlicher

Ripple überholt Ethereum

Google scheint sich beim Thema Kryptowährungen wieder offener zu zeigen. Anfang des Jahres hatte Google ebenso wie Twitter und Facebook Werbung für Kryptowährungen komplett verboten. Damals befürchtete man, dass auch neutrale Artikel in den Ergebnissen der Suchmaschine von diesem Krypto-Werbeverbot betroffen sein könnten. Bereits Mitte Juni hatte Facebook sein sehr strenges Verbot von Werbung für Kryptowährungen wieder gelockert. Nun findet man auch bei Google wieder Werbung für Projekte, die mit Kryptowährungen verbunden sind. Außerdem kündigte Google Partnerschaften mit zwei Unternehmen beim Thema Blockchain an.

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Google legt Richtlinie neu aus

Schon zu Jahresbeginn, als die drei großen Internetunternehmen ihre Werbeverbote für Krypto-Projekte bekannt gaben, wurde spekuliert, dass diese sich von der neuen Konkurrenz bedroht fühlen könnten. Außerdem kamen Gerüchte auf, dass Facebook und Google selbst an Blockchain-Projekte arbeiten. Bei Facebook wird ebenso wie bei Goolge immer wieder spekuliert, dass die Unternehmen selbst eine Kryptowährung planen.

Nun legt Google seine Richtlinie, die Werbung für Krypto-Inhalte verbietet, wohl anders aus. Dennoch wurde der Wortlaut der Richtlinie nicht verändert. Nichtsdestotrotz ist nun wieder Werbung für Krypto-Projekte, Konferenzen und Blockchain-Produkte bei Google zu finden. Für ICOs und andere Formen von Investitionen mit Kryptowährungen gilt das Verbot allerdings weiterhin.

Anzeigen werden genauer geprüft

Bislang wurde das Verbot über sogenannte Stoppworte umgesetzt. Google erkennt, wenn in einer Anzeige bestimmte Begriffe wie „Blockchain“ oder „Krypto“ vorkommen und gab die Anzeige aus diesem Grund nicht frei. Anbieter, die dies erkannt haben, konnten das Verbot also umgehen, wenn sie auf bestimmte Begriffe in ihren Anzeigen verzichteten. Aktuell vermutet man, dass Google Anzeigen nun genauer prüft, und eine sogenannte Whitelist nutzt, auf der Worte verzeichnete sind, die genutzt werden dürfen. Auch Facebook sagte im Juni, dass man Wege gefunden habe, Anzeigen besser zu überprüfen.

Fast zeitgleich mit Bekanntgabe von Blockchain-Partnerschaften

Auffällig ist, dass die Lockerung des Werbeverbots fast zeitgleich mit der Bekanntgabe der Partnerschaften mit den Start-ups Digital Asset und BlockApps zusammenfällt. Die Kooperationen wurden erst am 25. Juli auf der Konferenz Google Cloud Next in San Francisco bekannt gegeben. Google wirkte seit dem Verbot von Werbung für Kryptowährungen in der Öffentlichkeit eher kryptofeindlich, doch hinter den Kulissen experimentierte das Unternehmen bereits seit einiger Zeit mit der Blockchain. Daher war es für viele Beobachter nur eine Frage der Zeit, bis Google ein eigenes Blockchain-Projekt bekannt gibt. Auch über eine eigene Google-Kryptowährung wurde immer wieder spekuliert.

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Keine eigene Blockchain von Google

Google verfügt bislang nicht über eine eigene Blockchain, aber die beiden neuen Kooperationen könnten dem Unternehmen dennoch dabei helfen, in die Blockchain-Welt einzusteigen. Laut dem Mutterkonzern Alphabet arbeitete das Unternehmen seit März an einer eigenen Blockchain. Diese könnte für Google vor allem im Zusammenhang mit der Google Cloud interessant sein. Bei Themen wie Datenspeicherung und Datenanalyse liegt es nahe, dass das Unternehmen über eine Einbindung der Blockchain nachdenkt.

Systeme zum Aufbau einer Blockchain

Über die beiden neuen Kooperationen will Google seinen Kunden anbieten, eigene Blockchains zu entwickeln. Beide Startups reagieren auf dies steigende Nachfrage und haben eine Art „Blockchain-Baukasten“ entwickelt. Digital Asset stellt Google Cloud seine Blockchain-Plattform sowie sogenannte Developer Tools zur Verfügung. Darüber erhalten die Entwickler der Google Cloud Zugang zu Tools und Dienstleistungen, mit denen man Anwendungen, die auf der Distributed-Ledger-Technologie basieren, problemlos aufbauen, testen und einsetzen kann. Die Entwickler müssen so allerdings nicht die Plattform selbst konfigurieren. Als Gegenleistung unterstützt Google das Startup Digital Assets.

Anwendungen für Unternehmen von BlockApps

Das zweite Unternehmen, mit dem Google nun zusammenarbeitet, ist BlockApps. Das Unternehmen hat sich auf Anwendungen für Unternehmen spezialisiert. Die Plattform des Unternehmens basiert auf dem Protokoll von Ethereum, arbeitet aber auch mit klassischen SQL-Datenbanken. Dies erleichtert es Entwickler in Unternehmen, sich auf der Plattform zurechtfinden und an der Programmierung von eigenen Blockchain-Anwendungen zu arbeiten.

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Krypto-Werbeverbot bei Google

Das ursprüngliche Werbeverbot bei Google, dass im März bekannt gegeben wurde, umfasste Kryptowährungen und Produkte, die mit diesen in Verbindung stehen. Das Unternehmen veröffentlichte damals eine Aktualisierung seiner Werberichtlinien. Das Verbot trat offiziell im Juni in Kraft. Im Vorfeld wurde bekannt, dass Google sich mit dem FBI sowie der kanadischen Binary Options Taskforce ausgetauscht hatte. Beide Behörden hatten Google wohl um die Einrichtung eines Verbots gebeten.

Das Verbot galt ursprünglich auch unter anderem für Kryptobörsen und Wallet-Anbieter. Werbung für ICOs oder CFDs ist wohl weiterhin nicht erlaubt. Google äußerte bei der Ankündigung seines Verbots, dass man nicht wisse, wie es mit Kryptowährungen weitergehen wird. Zudem argumentierte man, dass es bereits Schäden für Verbraucher gab. Aus diesem Grund wollte man vorsichtig sein.

Verbot mit großen Auswirkungen

Das Verbot bezog sich auch auf weitere aus der Sicht von Google riskante Finanzprodukte und betraf letztendlich alle Anbieter, die Produkte in Zusammenhang mit Kryptowährungen und der Blockchain anbieten. Damals wurde befürchtet, dass das Werbeverbot von Google äußerst negative Auswirkungen auf die gesamte Kryptobranche haben könnte. Man befürchte zudem eine Art Zensur, die auch für allgemeine und seröse Inhalte zu Kryptowährungen und der Blockchain negative Folgen haben könnte.

Facebook lockerte ebenfalls seine Regeln

Auch Facebook hob kürzlich sein komplettes Verbot für Anzeigen rund um Kryptowährungen wieder auf, allerdings ebenfalls nicht vollständig. Facebook kündigte Lockerungen an und will Anzeigen mit Bezug zu Kryptowährungen stärker überprüfen. Auch hier bleibt beispielsweise Werbung für ICOs verboten.

Bei Facebook müssen Werbetreibende eine Genehmigung des Unternehmens beantragen und dürfen danach wieder Werbeanzeigen schalten. Dies könnte sich durchaus als Vorteil für die Kryptobranche herausstellen, denn so wird gewährleistet, dass nur seriöse Unternehmen auf der Plattform werben. Dies kann die Glaubwürdigkeit der Kryptobranche verbessern.

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Unseriöse Werbeanzeigen besser erkennen

Facebook ist mittlerweile wohl in der Lage, Werbeanzeigen, die eine betrügerischen Hintergrund haben, zu erkennen. Aus diesem Grund konnte das Unternehmen seine Richtlinien überarbeiten und nun wieder mehr Anzeigen erlauben. Seriösen Unternehmen stehen nun bei Google und Facebook wieder Wege offen, für ihre Krypto- und Blockchain-Produkte zu werben. Bei Facebook müssen sie dazu allerdings einen Antrag stellen und verschiedene Dokumente einreichen. Das Unternehmen entscheidet dann, ob der Werbetreibende eine Erlaubnis zum Schalten von Krypto-Werbenanzeigen erhält.

Darüber hinaus arbeitet auch Facebook an einem Blockchain-Projekt. Google damit nicht nur bei der Lockerung seines Werbeverbots nach, sondern auch bei der Arbeit mit der Blockchain. Facebook gründete vor kurzem ein Blockchain-Team mit zwölf erfahrenen Mitarbeitern, dass die Möglichkeiten der neuen Technik ausloten soll. Die Blockchain könnte für das Unternehmen auch bei Themen wie Datenschutz interessant sein.

Gute Nachrichten für Kryptobranche

Die Neuigkeiten bei Google und Facebook fallen in eine Zeit, in der es viele positive Nachrichten rund um Kryptowährungen gibt. Auch der Kurs der wichtigsten Kryptowährungen geht in den letzten Wochen wieder nach oben. Unter anderem gaben einige bekannte Unternehmen aus der Finanzwelt bekannt, dass sie sich intensiver mit Kryptowährungen beschäftigen möchten. Nach Facebook zeigt sich nun ein weiterer großer IT-Konzern wieder offener beim Thema Kryptowährungen.

Nachdem die Werbeverbote zu Jahresbeginn durchaus ein Rückschlag für die Branche dargestellt hatte, da ein wichtiges Werbeinstrument wegfiel, könnten die aktuellen Entwicklungen bei Google und Facebook Kryptowährungen und der Blockchain wieder Rückenwind geben. Falls beide Unternehmen ihre Vorgehensweise weiter optimieren, könnten bald auch weitere Restriktionen, beispielsweise beim Werbeverbot für ICOs fallen.

Fazit: Google wieder offener bei Kryptowährungen und der Blockchain

Google scheint sich wieder für Kryptowährungen und die Blockchain zu öffnen. Das Unternehmen hatte im März ebenso wie Twitter und Facebook ein Verbot für Werbeanzeigen, die mit Kryptowährungen in Verbindung stehen, auf den Weg gebracht. Nun sind seit einigen Tagen wird Werbeanzeigen für Krypto-Produkte bei Google zu sehen.

Bislang war es Werbetreibenden möglich, das Verbot zu umgehen, indem sie auf bestimmte Worte in ihren Anzeigen verzichteten. Nun scheint aber auch Google so weit zu sein, dass man Anzeigen besser überprüfen und im Anschluss erlauben kann. Auch Facebook hat einen Weg gefunden, sichere und seröse Anzeigen zuzulassen. Das Unternehmen lockerte seine Vorgaben bereits Mitte Juni. Nun zieht Google also nach.

Die Lockerung des Werbeverbots bei Google fällt zeitgleich mit der Bekanntgabe von zwei Kooperationen mit Startups, die mit der Blockchain arbeiten, zusammen. Die Unternehmen Digital Asset und BlockApps stellten Google ihre Plattformen zu Aufbau der Blockchain zur Verfügung. Darüber will Google seinen Kunden den Aufbau einer Blockchain ermöglichen.

Google selbst verfügt noch nicht über eine Blockchain, arbeitet wohl aber daran. Auch bei Facebook beschäftigt sich ein Team mit der Blockchain. Immer wieder kommen Gerüchte auf, dass beide Unternehmen langfristig selbst eine Kryptowährung auf den Markt bringen wollen.

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