ETF Portfolio – so gelingt der Aufbau

April 19, 2019 5:39 pm

Seit den 2000er Jahren gibt es die ETFs für die Anleger, und ihre Zahl hat sich seither vervielfacht. Trader haben damit neue, kostengünstige Möglichkeiten, nahezu alle Anlageklassen auf dem Markt zu handeln und auch mit monatlichen (kleineren) Sparbeträgen zu investieren. ETFs haben sich als interessante Alternative zu konventionellen Unternehmensbeteiligungen etabliert. Investoren können ihr ETF Portfolio mit verschiedenen Fonds individuell zusammenstellen und haben dabei mehr als 5.000 ETFs zur Auswahl. Wie die Zusammenstellung erfolgreich gelingen kann, zeigen wir nachfolgend.

  • ETF Portfolio bereits mit geringem Investment möglich
  • Depot wird für Portfoliozusammenstellung benötigt
  • ETF-Sparpläne für Realisierung der Anlageziele ab 25 Euro monatlich möglich
  • Performance des ETF Portfolio sollte regelmäßig überprüft und ggf. angepasst werden.
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Vorteile von einem ETF-Portfolio

Warum ist es für manche Anleger sinnvoll, dass sie in ETF Portfolios investieren. Und warum sind solche Portfolios für einige Anleger gar nicht empfehlenswert? Um diese Fragen zu klären, schauen wir uns zunächst die Vorzüge bei einem ETF-Portfolio näher an. Außerdem klären wir die Frage, was diese Portfolios eigentlich genau sind.

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ETF-Portfolios: Grundlagenwissen

ETFs sind Körbe mit einzelnen Wertpapieren, ähnlich wie Investmentfonds, jedoch mit zwei wesentlichen Unterschieden. Erstens können ETFs wie Aktien frei gehandelt werden, während Investmentfonds erst bei Marktschluss getätigt werden. Zweitens sind die Kostenquoten tendenziell niedriger als bei Investmentfonds, da viele ETFs passiv verwaltete Mittel sind, die an einen zugrunde liegenden Index oder Marktsektor gebunden sind. Investmentfonds hingegen werden häufiger aktiv verwaltet. Da aktiv verwaltete Fonds die Performance von Indizes nicht üblicherweise übertreffen, sind ETFs oft eine bessere Alternative zu aktiv verwalteten, teureren Investmentfonds.

Warum ETFs statt klassischer Aktien?

Der Hauptgrund für die Wahl eines ETFs gegenüber einer Aktie ist die sofortige Diversifikation. Wenn Anleger beispielsweise einen ETF kaufen, der einen Finanzdienstleistungsindex abbildet, erhalten Investoren das Eigentum an einem Korb von Finanzwerten gegenüber einem einzelnen Unternehmen. Ein ETF kann sich vor Volatilität (bis zu einem gewissen Punkt) schützen, wenn bestimmte Aktien innerhalb des ETF fallen. Diese Beseitigung des unternehmensspezifischen Risikos ist für die meisten ETF-Anleger der größte Vorteil. Ein weiterer Pluspunkt von ETFs liegt darin, dass Sie alternativen Anlageklassen wie Rohstoffen, Währungen und Immobilien ein Portfolio geben können.
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ETFs richtig auswählen: Darauf sollten Trader achten

Möchten Anleger geeignete ETFs für das Portfolio auswählen, gibt es dabei einiges zu beachten. Einer der wesentlichen Punkte ist die Zusammensetzung. Einige ETFs sind beispielsweise branchenspezifisch zusammengestellt, andere hingegen bestehen aus den Top-Werten sämtlicher Branchen. Die unterschiedlichen Schwerpunkte führen zu unterschiedlichen Renditen. Deshalb sind Anleger gut beraten, wenn sie vor der eigentlichen Auswahl die Zusammensetzung in Augenschein nehmen und einen ETF wählen, der ihrer Anlagestrategie am nächsten kommt.

Wertentwicklung als Entscheidungskriterium

Wenngleich die Wertentwicklung in der Vergangenheit nicht immer ein Indikator für die zukünftige Entwicklung ist, ist es wichtig zu vergleichen, wie sich ähnliche ETFs entwickelt haben. Und obwohl die meisten Gebühren für ETFs niedrig sind, werden sie ebenfalls variieren und sollten berücksichtigt werden. Weitere Faktoren bei der Auswahl ist die Höhe der verwalteten Vermögen. Dies ist wichtig, da ein ETF mit niedrigem Niveau Gefahr laufen könnte, geschlossen zu werden – eine Situation, die Investoren vermeiden wollen. Anleger sollten sich auch das tägliche Durchschnittsvolumen und die Geld-/Briefspanne ansehen. Geringes Volumen und/oder eine breite Geld-/Briefspanne deuten oft auf eine geringe Liquidität hin, was den Ein- und Ausstieg in Aktien erschwert.
Tipp: Wer Hilfe bei der richtigen ETF-Auswahl benötigt, kann für die erste Entscheidungsfindung einen allgemeinen Vergleich zurate ziehen. Viele Broker bieten zudem eine Performance-Übersicht ihrer besten ETFs an und können Anleger bei der Wahl der Investitionsmittel damit unterstützen.

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Wie wird ein ETF Portfolio richtig aufgebaut?

Trading mit HandelsplattformEs gibt verschiedene Möglichkeiten, wie Anleger ein ETF Portfolio bestenfalls aufbauen können. Die grundlegenden Schritte sind aber häufig identisch, da sie sich bei der Auswahl der Fonds bewährt haben.

1. Schritt: Zuordnung bestimmen

Vor der eigentlichen Auswahl der ETFs steht die Wahl eines geeigneten Anbieters. Ist dieser gefunden, sind die Trader selbst gefragt. Sie müssen sich darüber im Klaren werden, worin das Ziel ihres Portfolios liegt. Es gibt dabei verschiedene Ansätze, wie beispielsweise:

  • Ansparung für die Pensionierung
  • Sparen für Kinder (ggf. spätere Ausbildungsvorsorge)
  • Allgemeines Sparvorhaben

Außerdem geht es darum, dass die Trader ihre Rendite- und Risikoerwartungen, den Zeithorizont und das Ausschüttungsbedürfnis berücksichtigen. So können die Anleger bei einem längerem Zeithorizont ein höheres Risiko eingehen. Auch das Ausstellungsbedürfnis ist bei der Auswahl der ETFs entscheidend, denn wer beispielsweise ein Einkommensbedürfnis hinsichtlich der ETFs hat, sollte auf festverzinsliche ETFs oder Aktien-ETFs setzen. Wichtig ist auch die steuerliche und rechtliche Situation, die aber häufig gar nicht so genau von den Anlegern selbst eingeschätzt werden kann. Hier ist die Hilfe von Trading-Profis empfehlenswert.
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Marktrendite berücksichtigen

Die Marktrendite spielt ebenfalls eine wesentliche Rolle, wobei die Anleger das 3-Faktor-Modell zur Bewertung nutzen können. Das Marktrisiko steht dabei im Fokus. Es definiert die Rendite eines Wertpapieres. So gibt es etwa die Value-Aktien, die Wachstumswerte im Zeitablauf übertreffen, aber riskanter sind. Hinzu kommen die Small-Cap-Aktien, welche im Laufe der Zeit wegen des undiversifizierbaren Risikos im zeitlichen Verlauf besser als die Large-Cap-Aktien sind.

2. Schritt: Strategie umsetzen

Die beste Trading-StrategieAnleger haben mit ETFs viele Möglichkeiten, um ihre spezielle Strategie durchzusetzen. Mit den Fonds können Trader in nahezu jeden Sektor oder Index investieren, ohne dabei auf die Diversifikation verzichten zu müssen. Damit das ETF Portfolio richtig zusammengestellt wird, ist allerdings die geeignete Strategie erforderlich. Auch hier sind die Trader wieder gefragt, denn sie müssen auf Basis ihrer verfügbaren Mittel und dem Anlageziel ihrer Strategie auswählen.

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Timing ist alles

Da das Timing beim Kauf und Verkauf von ETFs und Aktien wichtig ist, ist die Platzierung aller Kaufaufträge an einem Tag keine umsichtige Strategie. Im Idealfall sollten Anleger sich die Charts der Unterstützungsniveaus ansehen und immer versuchen, auf Dips zu kaufen. Zum Zeitpunkt des Kaufs platzieren viele Investoren eine Stop-Loss-Order, die potenzielle Verluste begrenzt. Im Idealfall sollte der Stop-Loss nicht mehr als 20 Prozent unter dem ursprünglichen Einstiegspreis liegen und entsprechend nach oben verschoben werden, wenn der ETF an Wert gewinnt.

Sparplan-ETFs als Strategie?

Zu einer ETF Portfolio Strategie kann es auch gehören, in kleinen Schritten Vermögen aufzubauen. Deshalb sind ETF Sparpläne ebenso beliebt. Investoren haben die Option, bereits ab 25 Euro monatlich langfristig am Vermögensaufbau zu arbeiten und mithilfe der ETFs ihre finanziellen Träume zu verwirklichen. Benötigt wird dafür aber auch ein Depot, um die Sparpläne verwalten zu können. Häufig lassen sich die Raten des Sparplans flexibel gestalten und anpassen. Es gibt sogar eine große Auswahl gebührenfreie Aktion-Sparpläne, sodass die Anleger deutlich weniger Kosten haben.
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3. Schritt: ETF Portfolio überwachen und bewerten

Entscheiden sich die Anleger für das Investment mit einem ETF Portfolio, ist auch eine Überwachung und gegebenenfalls eine Umschichtung von Vorteil. Die Anleger sollten mindestens einmal jährlich die Wertentwicklung des Portfolios kritisch betrachten. Häufig ist der ideale Zeitpunkt dafür aus steuerlicher Sicht der Jahresbeginn oder das Jahresende. Wichtig ist, wie die Performance des ETF Portfolios abgeschnitten hat, aber auch, wie die Performance der einzelnen ETFs gegenüber der des Referenzindex ausfällt. Jeder Tracking Error kann über Gewinn und Verlust entscheiden und genau deshalb sollte die Differenz so gering wie möglich sein.

ETF-Gewichtung überprüfen

Wichtige Trading-TippsZur Analyse der Performance gehört auch die Gewichtung der ETFs. Gibt es bei der Betrachtung ein Ungleichgewicht, empfiehlt sich eine anders gelagerte Gewichtung. ETFs sind auch natürlichen Marktschwankungen unterlegen, sodass die Performance des letzten Jahres längst nicht identisch mit der des gegenwärtigen Jahres ausfallen muss. Wer allerdings regelmäßig die ETF-Gewichtung überprüft und nachsteuert, kann einer unvorteilhafte Performance-Entwicklung entgegenwirken. Im Fokus sollte bei der ETF-Gewichtung bzw. -Neuausrichtung immer die langfristige Perspektive stehen. Deshalb sollten sich Anleger auch nicht von kurzen Marktschwankungen irritieren lassen, sondern immer die Performance über einen längeren Zeitraum betrachten. Ändern sich die persönlichen Umstände (ist beispielsweise mehr oder weniger Kapital vorhanden), sollte dies auch bei der Verteilung bzw. Gewichtung berücksichtigt werden.
Tipp: Professionell gemanagte ETF Portfolios sind für alle Anleger interessant, die nicht selbst überwachen oder bewerten möchten. Professionelle Portfolio-Manager übernehmen diese Aufgabe, sie kosten aber zusätzlich, was den eigentlichen Gewinn schmälert.

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All-ETF-Portfolio erstellen

Wer sich für ein Portfolio entscheidet, welches ausschließlich aus ETFs besteht, sollte auf eine möglichst große Diversifikation bei den Anlageklassen achten. Trader können beispielsweise aus drei ETF-Bereichen/-Sektoren wählen:

  • Sektor-ETFs
  • Internationale ETFs
  • Rohstoff-ETFs

Sektor-ETFs konzentrieren sich auf bestimmte Bereiche wie Finanzen oder Gesundheitswesen. Trader wählen bestenfalls ETFs aus verschiedenen Sektoren, die weitgehend unkorreliert sind. So wäre beispielsweise die Wahl eines Biotech-ETFs und eines Medizinprodukte-ETFs keine echte Diversifizierung. Die Entscheidung, welche Sektor-ETFs aufgenommen werden, sollte auf den Fundamentaldaten (Bewertung der einzelnen Sektoren), den technischen Daten und den wirtschaftlichen Aussichten basieren.

Internationale ETFs für Portfolio

Internationale ETFs decken sämtliche Regionen der Welt ab (von Schwellenländern bis zu entwickelten Märkten). Internationale ETFs können einen Index verfolgen, der in ein einzelnes Land, zum Beispiel China, oder eine ganze Region, zum Beispiel Lateinamerika, investiert. Ähnlich wie bei den Sektor-ETFs sollte die Auswahl auf Basis von Grundlagen und technischen Daten erfolgen. Schauen Sie sich die Zusammensetzung der ETFs an, was die einzelnen Aktien und die Sektorallokation betrifft.
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Rohstoff-ETFs

Sie sind ein wichtiger Bestandteil des Portfolios für Trader. Alles, von Gold über Baumwolle bis hin zu Mais, kann mit ETFs oder Exchange Traded Notes (ETNs) verfolgt werden. Anleger, die glauben, dass sie erfahren genug sind, können sich für ETFs entscheiden, die einzelne Rohstoffe verfolgen. Einzelne Rohstoffe können jedoch extrem volatil sein, sodass ein breiter Rohstoff-ETF besser zur Risikobereitschaft passen bzw. zu einem besseren Risikomanagement führen kann.

Gibt es bei ETF Portfolios ein Risiko?

Die Investitionen in ein ETF Portfolio klingen gar nicht so schwer, oder? Ist es in der Praxis tatsächlich so einfach oder ist das ETF-Investment doch mit einem Risiko verbunden? Zu den Nachteilen der ETFs gehört vor allem, dass nicht immer wieder Vermögenswert im Index enthalten ist, den er zu replizieren versucht. Deshalb kann es einen Unterschied zwischen der Performance das ETF und des Index geben. Allerdings sollten in der Praxis die Tracking Errors so gering wie möglich sein, um größere Gewinneinbußen zu vermeiden.

Währungsrisiko bei ETFs

Tatsächlich besteht auch bei den ETFs in Währungsrisiko. Häufig werden die Fonds in Britischen Pfund, USD oder Euro gehandelt. Abhängig davon, welche Währung die Anleger nutzen, kann es bei dem Investment zu einem Währungsrisiko kommen. Wechselkursschwankungen wirken sich auch auf die ETF-Performance aus. Deshalb ist es wichtig, dass die Trader auf eine entsprechende Trading-Währung bei ihrem ETF-Investment achten.

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ETFs nur bei reguliertem Anbieter abgesichert

Es gibt mittlerweile zahlreiche ETF-Anbieter, aber bei Weitem nicht alle sind reguliert. Damit die Anleger auch im Falle der Privatinsolvenz des Anbieters von dem Status der ETFs als Sondervermögen Gebrauch machen können, ist eine gesetzliche Regulierung erforderlich. Generell zählen die ETFs zum Sondervermögen und genießen deshalb einen speziellen Schutzstatus. Die Investoren müssen aber darauf achten, dass der Anbieter tatsächlich durch eine zuständige Finanzaufsichtsbehörde reguliert ist, um diesen Schutzrahmen in Anspruch nehmen zu können. Mögliche Regulierungsbehörden sind beispielsweise: FCA, CySEC, BaFin.
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Fazit: ETF Portfolio kann langfristigen Vermögensaufbau unterstützen

Ein ETF Portfolio können Anleger auf verschiedene Weise zusammenstellen. Für alle, die einen längerfristigen Anlagehorizont verfolgen und nicht direkt in Wertpapiere investieren möchten, können ETFs eine sinnvolle Alternative sein. Allerdings gilt auch hier: Die Performance längerfristig betrachten und nicht direkt bei der ersten Marktverunsicherung das Portfolio ändern. Bei der Zusammenstellung von einem ETF Portfolio können die Trader verschiedene Ansätze verfolgen und beispielsweise gezielt in bestimmte Sektoren oder sektorenübergreifend in die besten ETFs investieren. Wichtig ist die individuelle Anlagestrategie gepaart mit dem eigenen Kapitalbestand. Das Ziel, das Trader mit dem ETF Portfolio verfolgen, trägt ebenfalls zur Entscheidungsfindung bei der Auswahl der ETFs bei. Dadurch bestimmt sich beispielsweise der Risikograd, denn es gibt auch ETFs, die risikoreicher sind, dafür aber höhere Renditen bringen können. Wer zunächst das Investment mit einem ETF Portfolio ausprobieren möchte, muss dafür nicht immer zwangsläufig eigenes Kapital investieren. Viele Broker stellen kostenlose Demo-Depots mit virtuellem Guthaben zur Verfügung.