Bitcoin-Kurs in der letzten Woche erneut auf Talfahrt

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Ende der letzten Woche gingen die Kurse von Bitcoin und anderen Kryptowährungen erneut stark nach unten. Die Gründe dafür waren unter anderem ein Hackerangriff auf die Kryptobörse Binace sowie die Schließung zweier Handelsplattformen durch die japanische Finanzaufsichtsbehörde. Bitcoin war in der letzten Woche zeitweise 3.300 Dollar weniger Wert und war bereits wieder auf dem Weg in Richtung des Abwärtstrends aus dem Januar. Anfang dieser Woche konnte sich der Kurs jedoch wieder auf etwa 9.500 Dollar stabilisieren. Auch für andere Kryptowährungen ging es bergab. So war beispielsweise ein Ethereum zwischenzeitlich nur 650 Dollar wert, hier kommen aber derzeit Probleme bezüglich sehr langsamer Transaktionen hinzu.

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Meldungen aus Japan und den USA sorgen für Unruhe

Derzeit sorgen vor allem Meldungen über Regulierungen aus den USA und Japan für Unruhe am Markt. Nachdem Bitcoin am vergangenen Freitag nochmals zehn Prozent verloren hatte, lag das Minus seit Beginn der Woche bei etwa 25 Prozent. Ripple und Ethereum verloren beide etwa zehn Prozent. Auch Aktien von Unternehmen, die mit Bitcoins in Verbindung stehen, brachen deutlich ein.

In Japan wurde zwei Kryptobörsen für einen Monat geschlossen, bei einer dritten wurde eine Aufrüstung der Computersysteme verlangt. Zudem soll die Kryptobörse Coincheck, die im Januar nach einem Hackerangriff in die Schlagzeilen kam, ihre Vorgehensweise gegen Geldwäsche verschärfen. Übrigens sollen die Anleger, die im Januar von dem Hackerangriff bei Coincheck betroffen waren, ab dieser Woche ihr Geld zurückbekommen. Insgesamt will die Kryptobörse 46 Milliarden Yen an Kunden auszahlen. Dann soll auch der Handel wieder aufgenommen werden.

Verschärfte Kontrollen durch die US-Börsenaufsicht

In den USA fordert die Börsenaufsichtsbehörde SEC, Kryptobörsen stärker von staatlicher Seite zu überwachen. Vor allem letzteres löste in der Krypto-Szene Unruhe aus. Wie aus einer Mitteilung der SEC hervorgeht, zeigt sich die Behörde besorgt, dass zahlreiche Online-Handelsplattformen gegenüber Investoren den Eindruck erwecken, dass diese bei der SEC registriert sind und damit regulierte Handelsplätze seien, obwohl sie nicht bei der SEC registriert sind und von ihr reguliert werden. Damit warnt die Behörde vor möglichen illegalen Plattform. Diese würden Investoren in falscher Sicherheit wiegen.

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Registrierung bei der SEC

In den USA müssen nun übrigens alle Handelsplattformen für Kryptowährungen bei der SEC registriert sein, wie die Börsenaufsicht in der letzten Woche bekannt gab. Damit sollen diese in Zukunft genauso behandelt werden wie normale Börsen. Viele Börsen haben sich bereits bei der SEC registriert. Die SEC wurde 1929 gegründet, um den damals noch unkontrollierten Wertpapierhandel zu überwachen. Sie soll sicherstellen, dass der Handel ordnungsgemäß unter der Einhaltung von börsenrechtlichen Vorschriften abläuft. Jedes Unternehmen, dass in den USA auf dem Kapitalmarkt aktiv sein will, muss sich bei der SEC registrieren. Auch wenn ein Unternehmen an der NYSE gelistet sein will, benötigt es eine Erlaubnis der SEC.

Kryptobörsen müssen Börsengesetze einhalten

Die US-Behörde veröffentlichte hierzu am 7. März ein entsprechendes Schreiben. Darin erinnert sie auch daran, dass sich Handelsplattformen, die sich an US-Kunden richten, auch an die Börsengesetze des Landes halten müssen. Amerikanische Handelsplattformen unterliegen den Börsengesetzen. Dies soll beispielsweise den Insiderhandel verhindern. Unter anderem hatte die SEC in diesem Zusammenhang vor einigen Monaten die Kryptobörse Coinbase im Fokus. Mitarbeiter der Börse sollen vor der Listung von Bitcoins Cash selbst Coins der Kryptowährung gekauft haben. Coinbase bestreitet dies und sagt, dass man sich an die Börsengesetze gehalten habe.

Handel nur auf regulierten Börsen

Anleger sollten nach Ansicht der SEC nur auf von ihr regulierten Börsen handeln. Anleger sollen aber selbst überprüfen, ob die Handelsplattform reguliert wird. Das Schreiben der SEC ändert allerdings nichts an der derzeitigen gesetzlichen Situation in den USA. Schon zuvor mussten sich Handelsplattformen in den USA registrieren.

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Neben Handelsplattformen hat die SEC weiterhin ICOs im Blick. Mit beiden Themen beschäftigt sich die Behörde gerade sehr. Vor einigen Wochen verschickte sie 80 Vorladungen an Unternehmen, die ein ICO durchführen wollen oder durchgeführt haben. Auf diesem Weg will die SEC wohl mehr über die Vorgehensweise von Unternehmen bei ICOs erfahren.

Hackerangriff auf Börse in Hongkong

Weitere Negativmeldungen kamen von der Handelsplattform Biance aus Hongkong. Diese musste nach eigenen Angaben nach einem Hackerangriff vorübergehend ihre Arbeit einstellen. Auch Auszahlungen wurden vorübergehend deaktiviert. Die Handelsplattform sagte jedoch, dass alle Kundenkonten sicher seien und es keinen Diebstahl gegeben habe. Möglicherweise wurden die Unregelmäßigkeiten in der Handelsaktivität von automatischen Alarmen ausgelöst und einige Konten Opfer von Phishing-Angriffen. Eine Untersuchung wurde eingeleitet.

Kunden wohl Opfer von Phishing-Angriffen

Bei dem Vorfall auf Biance wurden laut einigen Meldungen Altcoins der Nutzer ohne deren Wissen in Bitcoins umgetauscht. Laut Biance waren wohl nur Nutzer betroffen, die über die Programmierschnittstelle API Zugriff auf die Plattform haben, über die der Handel mit Bots oder Apps möglich ist. Der Hackerangriff sorgte für einen Einbruch des Bitcoin-Kurses um 1.200 Dollar. Viele Binace-Nutzer beklagten sich direkt nach dem Vorfall auf Twitter und Reddit über Binance. Das Ziel der Attacke ist bislang unklar, da keine Coins gestohlen wurden. Womöglich könnte ein Versuch, den Bitcoin-Kurs zu manipulieren, hinter der Attacke stehen.

Viele Negativmeldungen rund um Kryptowährung

Wie häufig reagiert der Bitcoin-Kurs vor allem auf negative Meldungen rasch. Die aktuellen Meldungen rund um Kryptowährungen reichen von Verboten in Japan bis zu eigenen staatlichen Kryptowährungen in Venezuela und bald vielleicht auch in Kambodscha. Beide Länder wollen ihre Wirtschaft mit Hilfe einer Kryptowährung stabilisieren. Eine international einheitliche Vorgehensweise bei der Regulierung von Kryptowährungen ist damit nicht in Sicht.

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Kambodscha befindet sich gerade ähnlich wie Venezuela in einer politischen Krise. Im Februar verhängte die EU Sanktionen aufgrund von Verstößen gegen demokratische Grundprinzipien gegen das südostasiatische Land. Kambodscha gilt zwar als eine der am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften der Welt, aber die dortige Regierung geht derzeit massiv gegen die Opposition im Land vor. Unter anderem wurden eine Oppositionspartei und Radiosender geschlossen. Nähere Informationen zu der dort geplanten staatlichen Kryptowährung gibt es noch nicht.

Regulierung in Thailand

In aller Welt diskutieren gerade Regierungen über Kryptowährungen. In Thailand wird gerade an einem entsprechenden Gesetz gearbeitet, da man aufgrund der Entwicklung von Kryptowährungen und ICOs im letzten Jahr in Sorge ist. Dort wählt man einen eher unüblichen Weg. In Thailand gilt seit 2014 das Kriegsrecht. Daher hat der von der Militärführung eingesetzte Nationale Rat zur Erhaltung des Friedens viele Befugnisse. Der Premierminister kann selbst ein Gesetz erlassen.

In diesem Fall rief jedoch der thailändische Vizepremierminister die Wertpapier- und Börsenkommission (TSEC) dazu auf, ein Gesetz zu Transaktionen mit Kryptowährungen und ICOs zu erarbeiten. Unterstützung soll die Kommission dabei von der Marktregulierungsbehörde Thai Fintech Association (TFA) bekommen.

Sinnvolle Regulierung hilfreich

Bei allen Diskussionen rund um Regulierungen mehren sich zunehmend auch Stimmen, die Vor- und Nachteile von Kryptowährungen und der Blockchain-Technologie umsichtig abwägen und erst dann eine Entscheidung über Regulierungen treffen wollen. Verbote im Zusammenhang mit Kryptowährungen werden oftmals kritisch gesehen. Allerdings könnten internationale Rahmenbedingungen dazu führen, dass sich die Kurse von Kryptowährungen stabiler und ruhiger entwickeln könnten.

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Kürzlich sprach Andrea Enri, der Vorsitzende der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde, an der der Kopenhagener Business School. Er sieht in einer zu starken Regulierung die Gefahr, dass damit die Entwicklung innovativer Technologien in der Finanzwelt gehemmt werden könnte. Andrea Enri warnte in Kopenhagen nicht nur vor einer zu starken Regulierung, er kündigte auch eine Roadmap für die nächsten beiden Jahre an, die Vorhaben zur Regulierung beinhalten soll. Enri geht nicht davon aus, dass man bei Kryptowährungen ebenso vorgehen sollte, wie beim traditionellen Finanzsystem.

Kritik an der aktuellen Debatte

Viele Vertreter aus Politik und Wirtschaft sprechen Kryptowährungen die Merkmale von Währungen und Zahlungsmitteln ab. Sie seien keine Rechnungseinheit, könnten nicht zum Tausch verwendet werden und kämen als Wertaufbewahrungsmittel nicht infrage. Enri ist dagegen der Ansicht, dass man Kryptowährungen durchaus als Zahlungsmittel nutzen könne. Zudem kritisierte Enri die aktuelle politische Diskussion. Diese würde sich lediglich auf Regulieren und Beschränken konzentrieren. Seiner Ansicht nach braucht ein dynamischer Finanzsektor Luft zum Atmen, daher bevorzugt er es, beim Thema Kryptowährungen nicht zu stark regulierend einzugreifen. Enri befürwortet spezifische regulatorische Vorgaben, die die unterschiedlichsten Risiken für Unternehmen und Kunden sowie den Finanzsektor und die ganze Wirtschaft im Blick behalten. Banken sollten allerdings an gewissen Auflagen gebunden sein. Die Aufgabe von Banken sei es, auch in Krisen für Liquidität zu sorgen. Zahlungen oder die Verwaltung von elektronischen Geldflüssen seinen aber nicht zwingend an Banken gebunden.

Fazit: Negativmeldungen sorgen für sinkende Kurse

In der letzten Woche gab es erneut einige Negativmeldungen rund um Kryptowährungen. Dies führte dazu, dass die Kurse von Bitcoins und anderen Kryptowährungen erneut nach unten gingen. In den USA befürwortet die SEC stärkere Regulierungen von Kryptobörsen. Dort sorgte ein Schreiben für Unruhe, in dem vor illegalen Handelsplattformen gewarnt wurde. Alle Handelsplattformen in den USA müssen bei der SEC registriert sein.

In Japan schloss die Aufsichtsbehörde vorübergehend zwei Handelsplattformen. Eine dritte bekam Auflage zur Verbesserung ihrer Computersysteme und die im Januar von einem Hackerangriff betroffene Plattform Coincheck soll ihre Vorgehensweise gegen Geldwäsche verbessern.

Darüber hinaus wurde ein Hackerangriff auf die Hongkonger Handelsplattform Binance bekannt. Da keine Coins gestohlen wurden, ist der Hintergrund bislang unklar. Womöglich wurden einige Konten Opfer von Phishing-Angriffen. Das Ziel könnte eine Manipulation des Bitcoin-Kurses gewesen sein.

Hinsichtlich möglicher Regulierungen von Bitcoins ist die Vorgehensweise derzeit sehr vielfältig. Während Staaten wie Venezuela eigene Kryptowährungen herausbringen wollen, reagiert man in Asien mit Verboten. Immer wieder sind jedoch auch Stimmen zu hören, die für eine umsichtige Regulierung plädieren, bei der technische Innovationen nicht gebremst werden.

 

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