Weitere Schritte zu Regulierungen von Kryptowährungen in aller Welt

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Derzeit gibt es aus den USA ebenso wie aus Asien einige Neuigkeiten zum Thema Regulierung von Kryptowährungen. In Japan ist die Regierung auf dem Weg zu einer umfassenden Regulierung schon sehr weit. Bald will wohl wird die internationale Finanzbehörde Financial Action Task Force (FATF) mit den japanischen Behörden zusammenarbeiten. In den nächsten Monaten könnten so erstmals einheitliche Vorschriften zum Handel mit Kryptowährungen entstehen.

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Internationales Vorgehen gegen anonyme Kryptowährungen

Japan ist der zweitgrößte Markt für Kryptowährungen nach den USA. Ein großes Thema sind hier derzeit anonyme Kryptowährungen wie Zcash, Dash oder Monero. Mitte Mai meldete die japanische Zeitung Mainichi Shimbun, die älteste und einflussreichste des Landes, dass die kriminelle Organisation Yakuza, die seit Jahrhunderten in Japan aktiv ist, Zcash, Monero und Dash für ihre illegalen Aktivitäten wie Geldwäsche oder illegale Drogengeschäftenutzen würde. Die Zeitung führte eine verdeckte Untersuchung durch. Diese ergab, dass eine Gruppierung innerhalb der Yakuza seit 2016 über 29 Milliarden Yen gewaschen hat. Diese Geldwäsche erfolgte über Transaktionen an bekannten Kryptobörsen in Japan.

Japanische Behörden rufen G20-Staaten zur Zusammenarbeit auf

Die japanische Financial Services Agency (FSA) rief im letzten Monat als Folge dieser Meldung die führenden Volkswirtschaften der G20-Staaten auf, eine einheitliche Regelung für Kryptobörsen und Investoren auf den Weg zu bringen. Die Financial Services Agency sagte dazu, dass man ernsthaft diskutierten sollte, ob eine registrierte Kryptobörse derartige Währungen verwenden dürfe. Dieses seien ein typisches Geldwäscheprogramm. Man zeigte sich wenig überrascht, dass für illegale Aktivitäten eben diese drei anonymen Kryptowährungen verwendet werden.

Allein könnte die japanische Regelung die Nutzung anonymer Kryptowährungen durch Kriminelle nicht einschränken. Daher schlug man den G20-Ländern eine Zusammenarbeit vor, um an der Realisierung von einheitlichen Vorschriften zu arbeiten. Nur könnte erstmals eine international einheitliche Regulierung Thema werden. Die Financial Action Task Force (FATF) gab bekannt, dass man verbindliche Gespräche dazu führen werde. Man wolle so sicherstellen, dass alle Börsen auf führenden Kryptomärkten wie Japan, Südkorea, den USA und Europa den internationalen Vorgaben entsprechen.

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Internationale Vorgaben möglich

In der FATF sind 37 Länder, darunter auch Deutschland, Japan, die USA und Großbritannien vertreten. Diese halten über 60 Prozent des weltweiten Nettovermögens. Wenn die Organisation nun einheitliche Regeln zu Kryptowährungen aufstellen sollte, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass alle 37 Länder, die den Vorgaben der FATF unterliegen, diese auch in nationale Vorgaben umwandeln.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtete, zeigten sich die japanischen Finanzbehörden optimistisch hinsichtlich einer Zusammenarbeit mit den europäischen und amerikanischen Regierungen. Man will sich in Japan darauf vorbereiten, in den nächsten Monaten weitere Vorgaben zu Kryptowährungen aufzustellen. So will man die Probleme hinsichtlich Hackerangriffe, Sicherheitsverletzungen und Geldwäsche in den Griff bekommen. Sinnvolle und umsichtige internationale Regulierungen könnten langfristig Barrieren senken, die Investoren den Einstieg in den Handel erschweren. Derzeit können beispielsweise traditionelle Institutionen wie einige Banken nur eingeschränkt am Kryptohandel teilnehmen.

Umsetzung der Vorschriften in Südkorea noch schwierig

Japan ist beim Thema Regulierung von Kryptowährungen schon sehr weit. Unter anderem gibt es dort ein Lizenzierungsverfahren für Kryptobörsen. In Südkorea will man bald Kryptobörsen ähnlich wie Banken regulieren. Die Lizenzen für Krypto-Handelsplattformen sollen bald den lokalen Finanzbestimmungen entsprechen. Allerdings scheint dort die Umsetzung der Vorgaben in die Praxis derzeit noch schwierig zu sein.

Daher erhöhen die USA derzeit den Druck auf Südkorea, die Regulierungen für Kryptowährungen und Banken zu verschärften. Diese haben derzeit Schwierigkeiten, die neuen Anti-Geldwäsche-Gesetze sowie die Know-Your-Customer-Regeln umzusetzen. Südkorea will nun enger mit den USA zusammenarbeiten, um die Sicherheit an Kryptobörsen zu verbessern.

Neue Regelungen als Reaktion auf Hackerangriffe

Im letzten Jahr gab es einige Meldungen bezüglich Hackerangriffen auf Kryptobörsen in Südkorea. In der Folge wollte die Regierung die Zügel beim Handel mit Kryptowährungen anziehen. Sogar ein komplettes Verbot stand im Raum. Dies führte jedoch zu Unmut in der Bevölkerung. Kryptowährungen sind vor allem bei jungen, technikaffinen Südkoreanern sehr beliebt und weit verbreitetet. Nach einer Online-Petition war ein komplettes Verbot vom Tisch. Die südkoreanische Regierung begann jedoch, sich intensiver mit dem Thema Kryptowährungen auseinandersetzen.

Unter anderem wurde ein System entwickelt, mit dem die Überprüfung der Identität von Bankkundensichergestellt werden sollte. Südkoreanische Handelsplattformen müssen seit Januar Informationen über Transaktionen an die Regierung weitergeben. Das anonyme Handeln mit Kryptowährungen wurde damit deutlich erschwert.

Umsetzung der Richtlinien gestaltet sich schwierig

Allerdings fällt es, wie nun zu hören ist, den Banken in Südkorea noch sehr schwer, diese neuen Richtlinien in der Praxis umzusetzen. Der Grund hierfür ist wohl, dass es an ausgebildetem Personal fehlt. Viele Banken haben es daher wohl bislang nicht geschafft, ihre internen Kontrollsysteme zu verbessern.

Nun will Südkorea wohl mit den USA zusammenarbeiten, um die Sicherheit zu verbessern. Die Verantwortlichen in Südkorea tauschten sich hierzu mit der Dienstaufsicht des Office of Terrorism and Financial Intelligencein den USA aus. Diese Organisation soll sicherstellen, dass Terroristen keine finanzielle Unterstützung bekommen. Außerdem gehören Finanzkriminalität und finanzielle Sanktionen gegen bestimmte Staaten sowie der Kampf gegen Massenvernichtungswaffen zu den Aufgaben des  Office of Terrorism and Financial Intelligence.

Handlungsbedarf bei Kryptowährungen seitens der USA

Auch bezüglich Kryptowährungen sieht man Handlungsbedarf. Die US-Behörde will die südkoreanischen Banken noch stärker kontrollieren. Vor allem Banken, die auch in New York aktiv sind, stehen unter dem Verdacht, nicht ausreichend auf Anti-Geldwäsche-Gesetze zu achten. In den USA wurde daher bereits für Nonghyup Bank mit einer Strafe von elf Millionen US-Dollar sanktioniert. Darüber hinaus wurden einige Lücken in Sicherheitssystem gefunden. Außerdem wurden weiter Untersuchungen angekündigt.

Weitere Sanktionen verhindern

Südkorea will weitere Sanktionen verhindern und arbeitet daher verstärkt daran, die Sicherheit der Banken zu verbessern. Auch Kryptobörsen verbesserten ihre Sicherheitsvorkehrungen. Beispielsweise sperrte die Handelsplattform Bithumb aufgrund der aktuellen Regulierungsbemühungen für elf Länder den Zugriff auf die Plattform. Zudem wurden Transaktionslimits gesetzt. Die Handelsplattform Upbit führte ein neues Sicherheitssystem in. Zudem vereinbarten 23 weitere Börsen, die Regelungen der koreanischen Blockchain Industry Association einzuhalten.

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Ethereum kein Wertpapier

In diesem Zusammenhang kam eine weitere wichtige Meldung aus den USA. Dort ist nun offiziell bekannt gegeben worden, dass Ethereum kein Wertpapier im Sinne des US-Gesetzesdarstellt. Auf dem Yahoo Finance-Gipfel äußerte sich die US-Börsenaufsicht SEC in der vergangenen Woche zu diesem Thema.

Zuvor betonte der SEC-Vorsitzende Jay Clayton nochmals, dass alle Kryptowährungen, die im Rahmen eines ICOs ausgegeben wurden, Wertpapiere sind. Ethereum bekommt daher eine Sonderstellung. William Hinman, der Direktor der Abteilung für Unternehmensfinanzierung bei der SEC, sagte, dass nach seinem Verständnis Käufe und Verkäufe von Ether keine Wertpapiertransaktionen darstellen.

Ausnahmen auch für andere Kryptowährungen möglich

Hinman sagte weiter, dass andere Kryptowährungen oder Altcoins ebenfalls nicht als Wertpapier eingeordnet werden könnten, wenn sie hinreichend dezentral organisiert sind. Nach den Aussagen Claytons ging man davon aus, dass die SEC auch für Ethereum keine Ausnahme machen würde. Nun stellt sich die Börsenaufsicht jedoch hinter die Auffassung, dass Ether kein Wertpapier ist, da hinter der Kryptowährung kein zentralisiertes Unternehmen steht, dass durch die Ausgabe der Kryptowährung Gewinne erzielen will.

2014 investierten viele Investoren, die die Hoffnung hatten, dass der Ether-Kurs steigen wird, in die Kryptowährung. Diese Investitionen waren zudem eng mit der Entwicklung der Plattform verbunden. Auch hierfür gaben die Investoren Geld aus. Allerdings ging seitdem der Einfluss der Ethereum Foundation sowie der Ethereum-Gründer auf die Kryptowährung immer weiter zurück. Heute entstehen neue Ether über das Mining. Daher kann man von einer dezentralen Struktur ausgehen.

Auch Bitcoin kein Wertpapier

Dies gilt laut Jay Clayton in ähnlicher Form auch für Bitcoin. Bitcoins sind aus seiner Sicht kein Wertpapier nach der Definition des amerikanischen Gesetzes.Die SEC bewertet demnach nun wohl eine Kryptowährung vor allem danach, wie stark ihr Wert von einem Unternehmen abhängig ist und durch den Einfluss eines Unternehmens an Wert gewinnt. Wenn ein ICO abgeschlossen wurde und eine Kryptowährung vollkommen dezentral organisiert ist, sieht die SEC damit die Kryptowährung nicht mehr als Wertpapier an. Auf die Einstufung von Ethereum reagierte der Ether-Kurs ebenso wie der ganze Kryptomarkt durchaus positiv. Der Kurs der Währung stiegt innerhalb von nur eineinhalb Stunden von 398 auf 448 Euro.

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Liste mit Prüfkriterien

Die SEC veröffentlichte eine Liste ihrer Prüfkriterien, mit denen sie bestimmt, ob es sich bei einer Währung um ein Wertpapier handelt oder nicht. Die Liste umfasst sechs Positionen. Die erste Frage, die sich die Behörde stellt, ist, ob eine Person oder Gruppe die Herstellung und den Verkauf der Kryptowährung gefördert hat. Außerdem fragt man sich, ob Käufer in die Kryptowährung investieren, um eine Rendite zu erzielen.

Wichtig ist auch in diesem Kriterienkatalog wohl, ob eine Person oder Gruppe großen Einfluss auf die Kryptowährung ausübt. Unter anderem will die SEC wissen, ob eine Einzelperson oder Gruppe eine wichtige Rolle bei der Gewinnerzielung des Unternehmens spielt. In diesem Fall wäre die Offenlegung der Aktivitäten und Pläne wichtig für die Investoren.

Fragenkatalog zu ICOs

ICOs stehen dagegen weiter im Fokus der SEC. Hinman sieht in ICOs einen Trend, um Gesetze und Regulierungen zu umgehen. Hierzu veröffentlichte die SEC eine Liste mit sieben Fragen, die sich Unternehmen, die ein ICO durchführen wollen, stellen sollten. Dabei geht es zunächst darum, ob die Token-Erstellung in erster Linie für Spekulationsgeschäfte erfolgte. Außerdem ist es für die SEC wichtig, ob unabhängige Akteure den Preis festlegen. Das Hauptmotiv für den Erwerb der Kryptowährung kann im persönlichen Gebrauch oder in der Investition selbst liegen. Weitere Fragen sind, ob das Asset an potenzielle Nutzer oder an die breite Öffentlichkeit vermarktet und verteilt wird sowie in welchem Entwicklungsstadium sich die Anwendung befindet.

Fazit: Weitere Schritte zur Regulierungen von Kryptowährungen

In Japan, Südkorea und den USA wurden weitere Schritte hin zu Regulierungen für Kryptowährungen unternommen. Diese können erstmals auch zu einem international einheitlichen Vorgehen führen. So wollen die japanischen Behörden mit der internationalen Finanzbehörde Financial Action Task Force (FATF) zusammenarbeiten, um gemeinsam gegen anonyme Kryptowährungen wie Dash oder Zcash vorzugehen. Diese werden wohl von kriminellen Vereinigungen in Japan genutzt, um kriminellen Aktivitäten wie Geldwäsche nachzugehen. Allerdings sehen sich die japanischen Behörden nicht in der Lage, alleine dagegen vorzugehen und riefen aus diesem Grund die G20-Staaten zu einer Zusammenarbeit auf.

In Südkorea gestaltet sich derweil wohl die Umsetzung der als Folge aus den Hackerangriffen im letzten Jahr eingeführten Regelungen schwierig. Viele Banken und Kryptobörsen haben es wohl bislang nicht geschafft, ihre internen Kontrollsysteme zu verbessern. Daher hat sich hier nun die USA eingeschaltet. Vor allem bei Banken, die auch in New York tätig sind, befürchtet man, dass Anti-Geldwäsche-Gesetze nicht eingehalten werden. Gegen eine Bank wurde bereits eine Strafzahlung verhängt. Nun wollen beide Länder enger zusammenarbeiten, um die Sicherheit an Kryptobörsen zu verbessern.

In den USA verkündetet die Börsenaufsicht SEC, dass es sich bei Ethereum nicht um ein Wertpapier im Sinne des amerikanischen Gesetzes handelt. Zuvor war man davon ausgegangen, dass die Behörde keine Ausnahmen machen wird, sondern alle Kryptowährungen, die im Zuge eines ICOs entstanden, als Wertpapier einstuft. Die Entscheidung, dass dies nicht auf Ethereum zutrifft, liest den Kurs der Kryptowährung steigen. Darüber hinaus veröffentlichte die SEC eine Liste ihrer Prüfkriterien sowie einen Fragenkatalog zu ICOs.

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