Verschärfte Regeln für Kryptobörsen in Japan

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Die japanische Finanzaufsichtsbehörde FSA hat zusätzliche Bestimmungen für Kryptobörsen, die ihren Sitz in Japan haben, festgelegt. Der Hintergrund ist der Hackerangriff auf die Kryptobörse Coincheck im Januar, bei dem Token der Kryptowährung NEM im Wert von rund 430 Millionen Euro entwendet wurden. Nach diesem Vorfall wurde die betroffene Kryptobörse strenger von der Finanzaufsicht überwacht. Bereits nach dem Hackerangriff befürchtete man in Japan strengere Regulierungen. Dies ist nun wohl der Fall.

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Erneuten Hackerangriff verhindern

Mit den neuen Regeln will die FSA verhindert, dass es erneut zu einem Hackerangriff wie bei Coincheck kommt. Da die Hacker dabei eine sehr große Summe erbeuteten, gilt dieser Angriff als der größte Hackerangriff auf eine Kryptobörse, der jemals erfolgt ist. Die FSA sieht vor allem das nachlässige Management von Coincheck als Ursache für den Angriff.

Nach dem Vorfall bei Coincheck tappte die FSA jedoch zunächst im Dunklen. Bevor man weitere Regulierungen in Angriff nehmen konnte, musste man zunächst die potenziellen Risiken identifizieren, was einige Zeit in Anspruch nahm. Die Recherche stellte wohl eine große Hürde für die Behörde dar, wie eine Quelle der lokalen Nachrichtenagentur Nikkei Asian Review sagte. Nun konnte man jedoch nach einiger Recherche neue Regeln aufstellen.

Schutz der Anleger

Der strengere rechtliche Rahmen mit weiteren Kontrollen sollen dem Schutz der Anleger gelten. Unter anderem wird nun von den Kryptobörsen gefordert, dass sie ein funktionierendes internes Managementsystem nachweisen können. Die Kryptobörsen sollen mehrfach am Tag verdächtige Schwankungen auf Kundenkonten überwachen. Darüber hinaus müssen die Kundengelder getrennt vom Vermögen der Kryptobörse verwaltet werden. Dabei dürfen Einheiten von Kryptowährung nur offline gespeichert werden. Das Speichern von Tokens in einem sogenannten Cold Wallet, dass vom Internet getrennt ist, gilt als sicherer vor Hackerangriffen als ein Hot Wallet im Internet.

Des Weiteren kommen strengere Anti-Geldwäsche-Richtlinien (AML) hinzu. Im Rahmen von Know-Your-Customer-Vorkehrungen (KYC) müssen Kryptobörsen die Identität ihrer Kunden überprüfen und mehrere Passwörter bei größeren Transaktionen nutzen. Dadurch ergibt sich ein Verbot für die Altcoins Dash (DASH) und Monero (XMR), die großen Wert auf Anonymität legen. Ein Nachweis über die Identität der Kunden sowie die getrennte Aufbewahrung von Firmen- und Kundengeldern sind im Europa schon seit einiger Zeit bei Brokern und auch bei Handelsplattformen für Kryptowährungen üblich.

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Einhaltung der Regeln überprüfen

Die FSA wird die Einhaltung der neuen Regeln genau überprüfen. Dazu sollen Inspektoren die Niederlassungen von Kryptobörsen in Japan überwachen. Die neuen Regulierungen der FSA sollen keine leeren Worte sein. Dies zeigte auch der Fall von fünf Kryptobörsen, die im März geschlossen wurden, da sie über keine Lizenz verfügten.

Die Betreiber der fünf betroffenen Kryptobörsen beantragten zwar vor einige Zeit eine Zulassung bei der FSA, befanden sich aber noch in der Überprüfung. Letztendlich zogen die Betreiber der betroffenen Börsen ihre Bewerbung um eine Zulassung freiwillig zurück und kamen damit einer Zwangsschließung durch die FSA zuvor.

Größere und kleinere Kryptobörsen betroffen

Tokyo GateWay und Mr. Exchange wurden Anfang März in einem Schreiben der FSA dazu aufgefordert, ihre Datensicherheit zu verbessern und zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen einzuführen, da man hier Lücken festgestellt hatte. Dieses Schreiben ging an mehrere Börsen, die danach Zeit für Nachbesserungen hatten. Bei den anderen beiden betroffenen Börsen handelt es sich um vergleichsweise kleine Börsen, die nach dem Schreiben der FSA keine Chance auf eine Zulassung mehr sahen.

Die Betreiber von Kryptobörsen müssen sich bereits seit über einem Jahr bei der FSA registrieren. Die US-Börsenaufsicht SEC strebt ebenfalls eine Registrierung aller Kryptobörsen in den USA an. Im März waren 16 japanische Börsen offiziell dort registriert, darunter auch einige große und bekannte Börsen. Etwa ein Dutzend weitere befanden sich zu diesem Zeitpunkt im Antragsprozess und hofften auf eine Zulassung. In dieser Übergangszeit dürfen die Börsen weiter ihrer Arbeit nachgehen.

Persönliche Besuche bei Kryptobörsen

Vor einigen Monaten begannt die FSA, die Kryptobörsen, die sich um eine Zulassung beworben haben, persönlich zu besuchen und die Datensicherheit der Börsen z überprüfen. Bereits Ende März ging man in Japan davon aus, dass nicht alle Börsen den Sicherheitscheck bestehen würden.

Die Finanzaufsichtsbehörde forderte strengere interne Kontrolle und umfassende Corporate-Gouvernance-Richtlinien. Allerdings sind diese Regeln weniger streng als für klassische Börsen. Dennoch könnten die Vorgaben der FSA vor allem für kleinere Kryptobörsen eine große Herausforderung darstellen und sich zudem als nicht wirtschaftlich erweisen. Die Börsen müssten für die geforderten Umstellungen vergleichsweise hohe Kosten aufwenden. In Japan hatten einige Unternehmen geplant, eine Kryptobörse zu eröffnen. Schätzungen gingen von etwa 100 Unternehmen aus, die derartige Pläne hatten.

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Positive Äußerungen vom neuen FSS-Chef in Südkorea

In Südkorea, einem asiatischen Land, das für den internationalen Krypto-Handel ebenfalls von großer Bedeutung ist, äußerte sich dagegen der neue Chef der Finanzaufsichtsbehörde FSS positiv über Kryptowährungen. Yoon Suk-heun ist als Aktivist und Reformer bekannt und sieht in Kryptowährungen einige positive Aspekte. Eine bessere Regulierung könnte dazu führen, dass ein stabiles Finanzsystem geschaffen wird. Über ein stabiles System können dann auch Produkte und Dienstleistungen, die damit verbunden sind, besser nutzbar werden. Auf diesen Weg würde das Krypto-Finanzsystem weiter verbessert.

Yoon äußerte sich auch über Handelsplattformen für Kryptowährungen. Hier sieht er jedoch viele Aspekte, die angesprochen und überprüft werden müssen. Er sagte, dass sich die FSS Schritt für Schritt damit auseinandersetzen werde.

Enge Zusammenarbeit mit anderen Behörden

Yoon tritt am 8. Mai 2018 sein Amt als Chef der FSS an. Die Behörde ist dem Finanzdienstleistungsausschuss (FSC) unterstellt. Der FSC beaufsichtigt Politik und Gesetzte; die FSS ist für die Begutachtung und Kontrolle von Finanzinstitutionen verantwortlich. Yoon kündigte an, dass beide Behörden eng bei der Überprüfung von Politik und Finanzinstitutionen zusammenarbeiten werden.

In der Vergangenheit beschäftigte sich der FSC mit Regulierungen für Kryptowährungen. Bereits seit einiger Zeit kann man in Südkorea Kryptowährungen nur dann handeln, wenn man seine Identität nachweist. So sollen illegale Aktivitäten unterbunden werden. Darüber hinaus ist es Jugendlichen in Südkorea mittlerweile verboten, mit Kryptowährungen zu handeln. Vor allem bei jungen Südkoreanern sind Kryptowährungen sehr beliebt, da das Land seit Jahren unter einer hohen Jugendarbeitslosigkeit leidet.

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Strengere Regulierungen auch in Südkorea

Auch in Südkorea, wo der Handel mit Kryptowährungen schon lange verbreitet ist, wurde zwischenzeitlich über ein Verbot von Kryptowährungen diskutiert. Anfang des Jahres kündigte der Justizminister Park Sang-ki an, dass ein Verbot vorbereitet würde. Unter anderem wehrten sich viele Nutzer von Kryptowährungen über eine Online-Petition gegen ein Verbot von Kryptowährungen. Ein komplettes Verbot wurde zwar nicht umgesetzt, aber immer wieder werden Regulierungsmaßnahmen umgesetzt. Beispielsweise wurde Beamten in Südkorea vor einige Zeit verboten, mit Kryptowährungen zu handeln.

Im September 2017 verbot die südkoreanische Regierung zudem ICOs. Hier scheint jedoch unter bestimmten Auflagen ein Ende des Verbots in Sicht zu sein. Auch die Bank of Korea sendete zuletzt positive Signale: Sie möchte Kryptowährungen und Blockchain-Anwendungen nutzen, um Südkorea bis 2020 in eine bargeldlose Gesellschaft umzuwandeln.

Asien sehr wichtig für den Krypto-Handel

Asien ist einer der größten und wichtigsten Märkte für Kryptowährungen, doch in den letzten Monaten verschärfen die Verantwortlichen zunehmend die Rahmenbedingungen. Beispielsweise wurde Anfang des Jahres in China das Mining von w verboten, unter anderem da dies sehr stromintensiv ist.

Japan war einer der ersten Staaten, der mit einer Regulierung von Kryptobörsen begann. Nach dem Hackerangriff und der daraus resultierenden Insolvenz der zu diesem Zeitpunkt größten Kryptobörse Mt. Gox begann man mit Regulierungen für Kryptobörsen, die jedoch Innovationen nicht ausbremsen sollte. Man wollte Rechtssicherheit schaffen aber auch Innovationen im Fintech-Sektor fördern.

Fazit: Strengere Regelungen in Japan

Die japanische Finanzaufsichtsbehörde FSA zieht nun Konsequenzen aus dem Hackerangriff auf die Kryptobörse Coincheck im Januar und stellt neue Regeln für Kryptobörsen auf. Damit will man Anleger schützen und einen weiteren Hackerangriff dieser Art verhindern. Nach dem Vorfall bei Coincheck begann man zunächst damit, die betroffene Kryptobörse strenger zu überwachen. Darüber hinaus versuchte man mögliche Risiken zu identifizieren, was wohl eine große Herausforderung für die Behörde war.

Nun hat die FSA allerdings neue Regeln bekannt gegeben. Unter anderen sollen Kryptobörsen stärker auf ein gutes internes Managementsystem achten, auffällige Schwankungen auf Kundenkonten besser beobachten und Kunden- und Firmengelder getrennt verwalten. Darüber hinaus wurden die Anti-Geldwäsche-Richtlinien (AML) verschärft. Kryptobörsen müssen nun die Identität ihre Kunden überprüfen, was in der Folge ein Verbot für die Kryptowährungen Dash und Monero in Japan bedeutet, die großen Wert auf die Anonymität ihrer Nutzer legen.

In Südkorea, einem neben Japan sehr wichtigen Land im Krypto-Handel, äußerte sich der neue Chef der Finanzaufsichtsbehörde, Yoon Suk-heun, noch vor seinem Amtsantritt sehr positiv über Kryptowährungen. Regulierungen könnten dabei helfen, das Krypto-Finanzsystem zu stabilisieren. Allerdings gebe es bei Handelsplattformen einige Aspekte, die angesprochen werden müssen. In Südkorea gibt es ebenfalls immer wieder Regulierungen. Ein komplettes Verbot, wie es Anfang des Jahres im Gespräch war, ist jedoch derzeit vom Tisch. Auch die Bank of Korea kündigte an, in Zukunft verstärkt mit Kryptowährungen und der Blockchain arbeiten zu wollen.

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