ETF-Entscheidung der SEC verschoben

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Die amerikanische Börsenaufsichtsbehörde in der letzten Wochen ein formelles Verfahren zur Entscheidung über den vorgeschlagenen CBOE Bitcoin Exchange Traded Fund der Anbieter VanEck und SolidX eingeleitet, allerdings eine endgültige Entscheidung zunächst vertagt. Darüber hinaus bittet man um Feedback zum eingereichten ETF-Antrag. Möglicherweise fällt eine endgültige Entscheidung erst Anfang 2019.

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Formelles Verfahren eingeleitet

Die SEC gab Ende vergangener Woche bekannt, dass sie zunächst ein formales Verfahren zur Entscheidung über den vorgeschlagenen ETF in die Wege geleitet hat. Die Behörde wird nun überprüfen, ob der eingereichte ETF den Wertpapierrichtlinien der USA entspricht. Hierzu gibt es eine Anweisung zur Einleitung eines entsprechenden Verfahrens. Danach wird entschieden, ob eine vorgeschlagene Regeländerung genehmigt oder abgelehnt wird. Allerdings gibt die eingeleitete Überprüfung noch keinen Hinweis darauf, ob der ETF am Ende des Prozesses auch wirklich genehmigt wird. Zudem fordert die SEC interessierte Personen dazu auf, Stellung zu den vorgeschlagenen Regeländerungen zu nehmen. Theoretisch kann sich in den nächsten Wochen jeder an der Entscheidungsfindung beteiligen und Kommentare bei der SEC einreichen.

Besonderheiten des ETFs von VanEck und SolidX

Eine Besonderheit des von VanEck und SolidX eingereichten Bitcoin-ETFs ist, dass er nicht wie andere in der Vergangenheit eingereichte Bitcoin-ETFs auf Bitcoin-Futures basiert, sondern Bitcoins direkt handelt. Die Chicago Board Options Exchange aus Chicago unterstützt den Antrag. An der CBOE, der größten Börse für Option der Welt werden unter anderem etwa 140 ETFs gehandelt.

Zudem will der Anbieter die Sicherheit der Anleger über eine zusätzliche Versicherung gewährleisten. Theoretisch können auch Privatanleger mit dem vorgeschlagenen ETF handeln, doch der Einstiegspreis von 25 Bitcoins pro Anteil, also derzeit mehr als 160.000 Dollar, wird den ETF wohl eher für institutionelle und professionelle Anleger attraktiv machen. Für viele Privatanleger ist der vorgeschlagene Bitcoin-ETF so schlicht viel zu teuer. Damit erreicht die ETF auf diesem Umweg womöglich ihr Ziel, dass besonders Privatanleger geschützt werden.

Schon 1.400 Kommentare eingegangenen

Bis zum 19. September 2018 gingen bei der SEC bereits über 1.4000 Kommentare zu den vorgeschlagenen Regeländerungen ein. In ihrer Stellungnahme zum betroffenen Bitcoin-ETF listete die Behörde nun die Argumente der CBOE und der Antragsteller auf und ermutigte die Öffentlichkeit dazu, bei der Prüfung, ob diese ausreichen, zu helfen.

Bei den bisher eingegangenen Stellungnahmen scheinen die Befürworter eines solchen ETFs in der Mehrheit zu sein. Die SEC wünscht sich nun aber vor allem bei 18 Schlüsselthemen ein weiteres Feedback. Dazu gehört die Frage, ob Bitcoins weniger manipulationsanfällig sind, als andere Rohstoffe, auf die ETFs handelt werden können. Diese These hatte die CBOE aufgestellt. Ein Grund dafür sei, dass die globalen Bitcoinmärkte sehr fragmentiert seien, aber dennoch eine Kontinuität sichtbar ist. Zudem sei hier die niedrige Transaktionsgeschwindigkeit von Bitcoins ein Vorteil. Dies mache die Kryptowährung weniger anfällig für Manipulationsversuche.

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Manipulationsgefahr großes Thema

Außerdem wird diskutiert, ob Bitcoin-Futures die Anfälligkeit für Manipulationen bei Bitcoins beeinflussen und wenn ja in welchem Maße. Die SEC erhofft sich auch eine Antwort darauf, wie die Öffentlichkeit die Beziehung zwischen dem Handel im Over-the-Counter-Handel und dem größeren weltweiten Bitcoin-Markt sieht. Der Sponsor SolidX hatte hierzu gesagt, dass der außerbörsliche Handel besser zur Preisbestimmung geeignet sei als der Index einer oder mehrerer Börsen für Kryptowährungen.

Frage der Marktliquidität

Darüber hinaus steht die Frage der Marktliquidität im Raum. Die SEC will auch wissen, wie viele Trader im OTC-Handel mit Bitcoins aktiv sind. Die Öffentlichkeit soll auch ihre allgemeine Meinung zur Manipulationsanfälligkeit und der Transparenz des vorgeschlagenen ETFs äußern.

Ein großes Thema ist auch der MVBTCO-Index, an dem sich der ETF orientieren soll. Dieser wird nach einer privaten Methode errechnet und basiert auf den Kursangaben nicht identifizierter Market Maker. Zudem ist unklar, ob die Uhrzeit der täglichen Preisbestimmung (16 Uhr Eastern Standard Time) den ETF womöglich anfälliger für Manipulationen macht. Diese Zeit gilt in einigen Bundesstaaten im Osten der USA.

Meinung zu Datenbank und Bedeutung des Bitcoin-Markts

Der ETF will zudem mit einer geheimen Datenbank mit OTC-Kontakten wie Hedgefonds, Family Offices und privaten Vermögensberatern arbeiten. Hier will die SEC von der Öffentlichkeit wissen, wie hierzu die Meinung der möglichen Anleger ist.

Ein Thema, das die SEC ebenfalls interessiert, ist die allgemeine Regulierung des Bitcoin-Markts und ob die Bitcoin-Futures hier von bedeutender Größe sind. Auch die Bedeutung der Kryptobörse Gemini, die von den Winklevoss-Zwillingen Tyler und Cameron gegründet wurde, soll von den Kommentoren beurteilt werden. Gemini soll beim vorgeschlagenen ETF ein Partner zur Kursbestimmung werden.

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Bewertung der Zusatzversicherung

Auch der eigentlich als Pluspunkt gewertete Einstiegspreis von 25 Bitcoins steht zur Diskussion. Außerdem sollen bei Handelsbeginn 100 Anteile zur Verfügung stehen. Die potenziellen Investoren sollen hier beurteilten, ob dies vor allem mit Blick auf Liquidität und Arbitrage ausreichend ist. Über die von VanEck und SolidX angekündigte Zusatzversicherung sollen die Kommentatoren ebenfalls ihre Ansicht mitteilen.

Bitte um Feedback überraschend

Diese Anweisung der SEC kommt für Beobachter durchaus überraschend. Schon im Juni stellte die Futures-Börse CBOE einen Antrag auf diesen Bitcoin-ETF von VanEck und SoldidX. Eine Entscheidung wurde dann im August auf Ende September verschoben. In den letzten Monaten wurde – nachdem die SEC im August gleich neun Anträge auf einen Bitcoin-ETF von drei Antragstellern abgelehnt hatte – diesem Vorschlag durchaus gute Chancen auf eine Zulassung eingeräumt. Einige Beobachter vermuten nun, dass sich eine endgültige Entscheidung noch bis März 2019 hinziehen könnte.

Grund zur Hoffnung?

Anlass zur Hoffnung gibt auch, dass die kürzlich abgelehnten Bitcoin-ETFs nochmals überprüft werden sollen. Dies gilt als positives Zeichen in Richtung des Kryptomarktes. Zudem tritt eine der vier zuständigen SEC-Kommissare, Hester Pierce, in den letzten Wochen immer wieder als Befürworterin von Bitcoins und einem darauf basierenden ETF in Erscheinung. Sie sprach sich nicht nur öffentliche gegen die Ablehnung des ETF-Antrags der Winklevoss-Zwillinge aus, sondern brachte auch in Reden vor Fachpublikum ihre Argumente vor. Auch ihr Kollege Elad Roisman, der erst vor kurzem zum SEC-Kommissar ernannt wurde, scheint mit Blick auf die Regulierung von Bitcoins eine recht liberale Einstellung zu vertreten. Er sprach sich kürzlich für eine faire und transparente Regulierung von Kryptowährungen aus.

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Entscheidung erst im Februar?

Theoretisch kann die SEC ihre Entscheidung nochmals um 45 Tage, also bis Ende Februar, verschieben. Nun können in den nächsten knapp drei Wochen allerdings zunächst Kommentare und Argumente bei der SEC eingereicht werden. Auch Zahlen und Daten sind erwünscht. Dies kann über ein Formular auf der Webseite der US-Börsenaufsicht, per Email oder per Post erfolgen.

Fazit: SEC bittet um Stellungnahmen zu Bitcoin-ETF

Die amerikanische Börsenaufsichtsbehörde SEC hat ihre Entscheidung bezüglich des von VanEck und SolidX einreichten und von der Options-Börse unterstützten Bitcoin-ETFs zum zweiten Mal verschoben. Die Behörde trifft nun möglicherweise erst im Februar eine Entscheidung. Darüber hinaus bat sie alle Interessierten um deren Meinung zum vorgeschlagenen ETF. Argumente, aber auch Zahlen und Belege, können in den nächsten Wochen bei der SEC eingereicht werden. Vor allem zu 18 Kernthemen wünscht die SEC ein Feedback. Schon zuvor gingen über 1.400 Kommentare zu diesem ETF bei der Börsenaufsichtsbehörde ein.

Der diskutierte ETF zeichnet sich besonders dadurch aus, dass er direkt auf Bitcoins basiert. Zudem sollen Anleger über eine Zusatzversicherung geschützt werden. Der hohe Einstiegspreis von 25 Bitcoins sorgt wohl dafür, dass als Zielgruppe eher institutionelle Investoren infrage kommen.

Dennoch sind vor allem Fragen hinsichtlich der Manipulationsgefahr und der Marktliquidität weiterhin unklar. Hier erhofft sich die SEC nun wohl Feedback, um ihrer Entscheidung treffen zu können. Aber auch zu Themen wie der Bedeutung bestimmter Akteure auf dem Bitcoin-Markt und der allgemeinen Regulierung von Bitcoins kann die Öffentlichkeit Stellung nehmen. Die Interessierten sollen sich zudem dazu äußern, wie sie den vorgeschlagenen ETF mit seinen Angeboten wie der genannten Zusatzversicherung beurteilen.

Auch dies könnte als weiteres positives Signal der SEC gewertet werden, auch wenn die Eröffnung eines formellen Verfahrens noch keinen Hinweis auf den Ausgang der Entscheidung gibt. Im August lehnte die Behörde gleich neun Anträge von drei Antragstellern ab. Diese Entscheidungen sollen jedoch nochmals überprüft werden. Darüber hinaus zeigt sich mit Hester Pierce ein Mitglied der SEC-Kommission in den letzten Wochen sehr offen gegenüber Kryptowährungen und Bitcoin-ETFs.

 

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