Kaum kriminelle Aktivitäten mit Bitcoin

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Wie eine Studie zeigt werden weniger als ein Prozent aller Bitcoins für kriminelle Aktivitäten genutzt. Immer wieder weisen Kritiker darauf hin, dass Kryptowährungen aus ihrer Sicht Kriminellen Tür und Tor öffnen. Das Center on Sanctions & Illicit Finance for the Foundation for Defense of Democracies (FDD) hat kriminelle Aktivitäten mit Bitcoins untersucht und veröffentlichte zu diesem Thema nun ein Memorandum. Aus der Studie geht hervor, dass lediglich 0,61 Prozent aller Bitcoins für kriminelle Handlungen genutzt werden.

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US-Organisation für internationale Politik

Das Center on Sanctions & Illicit Finance for the Foundation for Defense of Democracies (FDD) ist eine Non-Profit-Organisation mit Sitz in den USA. Sie sieht sich als Think Tank mit Schwerpunkt auf internationaler Politik und Sicherheit in den USA und führt politische Recherchen durch. Außerdem unterrichtet sie zu Themen rund um Demokratie und Terrorbekämpfung und führt Schulungen zu strategischer Kommunikation und investigativem Journalismus durch. Das FDD will demokratische Werte verteidigen, den Pluralismus fördern und gegen Ideologien und Terrorismus vorgehen.

Blockchain-Transaktionen analysiert

Die Studie „Bitcoin Laundering: An analysis of illicit flows into digital currency services“ wurde bereits am 12. Januar 2018 veröffentlicht. Die FDD analysierte dafür die Blockchain von Bitcoin und konzentrierte sich vor allem auf die IDs von Wallets, die dafür bekannt sind, von Kriminellen verwendet zu werden. Im Rahmen der Studie wurden alle weltweiten Bitcoin-Transaktionen analysiert. Das Ergebnis war, dass 0,61 Prozent aller Transaktionen mit Bitcoins ein kriminelles Ziel verfolgen. In Nordamerika lag die Quote bei fast 0,26 Prozent, während in Europa 0,77 Prozent aller Transaktionen kriminelle Zwecke verfolgte. Es wurden nur Angaben für Nordamerika und Europa gemacht.

Vor allem Coin-Mixer und Online-Glücksspiele anfällig für illegale Zwecke

Damit wird Bitcoins seltener für kriminelle Aktionen verwendet als gedacht. Die Studie zeigt auch, dass vor allem Coin-Mixer und Online-Glücksspiele sehr anfällig für kriminelle Handlungen mit Bitcoins sind. Diese Service-Angebote werden zur Geldwäsche genutzt. Die Studie bezog sich allerdings lediglich auf bekannte Wallet-IDs, die man in Zusammenhang mit kriminellen Aktivitäten bringen kann. Die Dunkelziffer für kriminelle Aktivitäten mit Bitcoins könnte jedoch höher liegen. Die Ergebnisse der Studie könnten dennoch Behörden dabei helfen, stärker gegen kriminelle Aktionen rund um Bitcoins vorzugehen.

Weit verbreitete Ansicht teilweise widerlegt

Perianne Boring, die Gründerin der Chamber of Digital Commerce in den USA, sagte, es ergebe keinen Sinn, Kryptowährungen für kriminelle Handlungen verantwortlich zu machen. Man könnte auch nicht das Internet oder Autos für den Drogenhandel verantwortlich machen. Die Studie der FDD widerlegt damit zum Teil eine weit verbreitete Annahme zum Thema Bitcoins. Immer wieder nennen Kritiker von Kryptowährungen das Argument, dass diese häufig für kriminelle Machenschaften genutzt würden.

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Positive Äußerungen von IWF-Chefin Lagarde

Derzeit hört man auch von anderen Stellen durchaus positives über Kryptowährungen und ihre Technik. Auch Christine Lagarde, die Chefin des Internationalen Währungsfonds, äußerte sich kürzlich überraschend positiv zu Kryptowährungen und lobte deren Vorteile. Zudem erwartet sie eine Adaption durch staatliche Stellen. Lagarde hatte sich bereits mehrfach zu Bitcoin & Co. geäußert – nicht immer positiv. Nun erschien ein Beitrag von ihr auf dem Blog des IWF, in dem sie die Vorteile von Kryptowährungen lobte und schreibt, dass sie davon ausgeht, dass bald vermehrt Staaten Kryptowährungen ausgeben werden.

Noch im März Warnungen zu Kryptowährungen

In einem Mitte März erschienen Beitrag warnte sie unter der Überschrift „The dark side of the crypto world“ noch vor Kryptowährungen. Sie schrieb, dass der IWF Kryptowährungen genau beobachten und mögliche Bedrohungen in den Griff bekommen müsse. Nur dann könne man ein stabiles Finanzsystem sicherstellen. Auch die Anonymität von Kryptowährungen berge Risiken hinsichtlich Geldwäsche und der Finanzierung von Terrorismus.

Damals bezog sie sich auf den Online-Marktplatz AlphaBay. Diese war bis zum letzten Jahr für kriminelle Aktivitäten wie Drogen oder Waffen bekannt, ist aber mittlerweile nicht mehr online. Auf der Plattform wurden Kryptowährungen in großem Ausmaß für Geldwäsche und der Finanzierung von terroristischen Aktivitäten genutzt. Die Plattform war für Lagarde ein Musterbeispiel für die Gefahren, die Kryptowährungen mit sich bringen.

Lagarde betont Vorteile von Kryptowährungen

Nun betont Christine Lagarde jedoch die Vorteile von Kryptowährungen. Sie sieht vor allem die Blockchain als interessanten Fortschritt. Die Technologie könnte dazu beitragen, auch andere Bereiche im Finanzsektors nach vorne zu bringen. Beispielsweise könnte man für Menschen, die nur schwer in den Besitz von Bankkonten kommen, neue und kostengünstige Zahlungsmethoden schaffen. Diesen Effekt von Kryptowährungen sieht man derzeit in Simbabwe, wo die eigentliche Landeswährung von einer Hyperinflation betroffen war und durch den Dollar ersetzt wurde. Allerdings gelangen in dem afrikanischen Land kaum Menschen an reale Geldscheine. Daher wird dort Bitcoin als Zahlungsmittel immer interessanter.

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Nicht alle Kryptowährungen bleiben am Markt

Christine Lagarde vergleicht in ihren Blogbeitrag allerdings erneut Kryptowährungen mit der Tulpenmanie in Holland im 17. Jahrhundert und der Dotcom-Blase, die im Jahr 2000 platzte. Sie schrieb, dass von den derzeit über 1.600 Kryptowährungen viele nicht langfristig bestehen werden. Allerdings sieht sie wohl auch, dass Kryptowährungen insgesamt kein kurzfristiger Trend sind, sondern sich dauerhaft in der Finanzwelt etablieren werden. Ähnlich wie einige Technologien, die während der Dotcom-Zeit entstanden sind und unser aller Leben nachhaltig verändert haben, werden ihrer Ansicht nach auch die verbleibenden Kryptowährungen einen großen Einfluss darauf haben, wie wir in Zukunft Rechnungen speichern, investieren und bezahlen.

Offene Diskussion über Kryptowährungen

Lagarde wirbt in ihrem Beitrag für eine offene Diskussion über Kryptowährungen von politischen Entscheidungsträgern. Darüber hinaus spricht sie sich für einen ausgewogenen Regulierungsrahmen aus. Dieser solle Risiken für Investoren senken, aber den kreativen Prozess nicht einschränken. Vor allem die Distributed-Ledger-Technologie, auf der Kryptowährungen basieren, könnten dazu beitragen, dass Finanzmärkte effizienter arbeiten. Beispielsweise könnten Smart Contract Vermittler überflüssig machen.

Keine direkten Gefahren für Finanzmärkte

Auf die Frage, ob Kryptowährungen eine Gefahr für die internationale Finanzmarktstabilität darstellen könnten, schließt sich Lagarde einer bereits mehrfach geäußerten Ansicht an. Ähnlich wie auch Mark Carney, der Präsident der Bank of England, sieht sie aufgrund des derzeit noch vergleichsweise geringen Volumens und der kaum vorhandenen Verbindungen zum etablierten Finanzsystem derzeit keine unmittelbare Gefahr für die Stabilität des weltweiten Finanzsystems.

Allerdings sollten ihrer Ansicht nach Aufsichtsbehörden aufmerksam bleiben. Kryptowährungen könnten die Übertragung eines wirtschaftlichen Schocks verstärken, wenn sie stärker in bekannte Finanzprodukte eingebaut werden. Dann könnte es für die Regulierungsbehörden schwieriger werden, die Stabilität des Finanzsystems zu gewährleisten. Zentralbanken könnten dann in einer Krise Schwierigkeiten bekommen, als letztmöglicher Kreditgeber aufzutreten.

Vertrauen von Behörden und Verbrauchern notwendig

Bevor Kryptowährungen aber die Finanzwelt sinnvoll und langfristig verändern, müssten sie das Vertrauen von Verbrauchern und Behörden bekommen. Ein wichtiger Schritt dahin ist aus ihrer Sicht ein internationaler Konsens darüber, welche Rolle Kryptowährungen in Zukunft spielen sollten.

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Christine Lagarde äußerte sich damit insgesamt durchaus positiv zum Thema Kryptowährungen und sprach einige wichtige Punkte an. Unter anderem halten es auch Experten aus der Krypto-Szene für notwendig, dass sich der Markt bereinigt. Dauerhaft werden wohl nicht alle 1.600 Kryptowährungen bestehen können. Außerdem hört man derzeit immer wieder, dass die Distributed-Ledger-Technologie, also letztendlich die Blockchain, unser Leben möglicherweise ähnlich stark beeinflussen könnte, wie vor einigen Jahren das Aufkommen des Internets.

Weitere Entwicklung abwarten

Allerdings bleibt abzuwarten, was in den kommenden Monaten hinsichtlich möglicher Regulierungen auf uns zukommt. Bislang ist kein international einheitliches Vorgehen zu erkennen. In Europa arbeiten derzeit die Alpenländer Österreich, Liechtenstein und die Schweiz sowie der Mittelmeerstaat Malta daran, eine Art Vorreiter in Sachen Kryptowährungen zu werden.

Vor allem die Regierungen in der Schweiz, Liechtenstein und Malta gelten als krypto-freundlich. Mit neuen Behörden und Initiativen wollen diese Länder derzeit verstärkt junge Unternehmen aus der Krypto-Szene in ihr Land holen. In der Schweiz hat sich beispielsweise in der Stadt Zug ein Krypto-Zentrum gebildet, dass schon „Krypto Valley“ genannt wird. Dort versucht man, jungen Unternehmen aus der Krypto-Szene ein attraktives Umfeld zu geben. Auf Malta arbeiten derzeit Behörden an Regeln und Standards für Kryptowährungen und Tokens aus ICOs, um Unternehmen eine rechtliche Absicherungen zu geben.

Fazit: Weniger kriminelle Aktivitäten mit Bitcoins als gedacht

Das Center on Sanctions & Illicit Finance for the Foundation for Defense of Democracies (FDD) veröffentlichte Anfang des Jahres eine Studie, aus der hervorgeht, dass lediglich 0,61 Prozent aller Transaktionen mit Bitcoins kriminellen Zwecken dienen. Die Non-Profit-Organisation aus den USA ist ein Think Tank mit Schwerpunkt auf internationaler Politik und Sicherheit in den USA. Für ihre Studie untersuchte die Organisation alle Transaktionen über die Bitcoin-Blockchain.

Aus der Studie geht auch hervor, dass vor allem Coin-Mixer und Online-Glücksspiele anfällig für illegale Aktivitäten sind und häufig für Geldwäsche genutzt werden. Die Untersuchung bezog sich allerdings auf Wallet-IDs, die für kriminelle Handlungen bekannt sind. Die Dunkelziffer könnte daher durchaus höher sein.

Allerdings widerlegt diese Studie teilweise das Argument viele Kritiker, dass Kryptowährungen häufig für kriminelle Zwecke missbraucht werden. Auch ein Beitrag auf dem Blog des Internationalen Währungsfonds von dessen Chefin Christine Lagarde lässt durchblicken, dass Kryptowährungen derzeit auch von offiziellen Stellen positiver gesehen werden. Sie lobte in ihrem Text die Vorteile von Kryptowährungen und sagt eine Adaption von staatlicher Seite voraus. Vor allem in der Blockchain sieht sie zahlreiche Vorteile, die auch für andere Bereiche des internationalen Finanzsektors interessant sein könnten. Dennoch spricht sie sich für eine sinnvolle Regulierung aus. Direkte Gefahren für das internationale Finanzsystem sieht sie allerdings derzeit nicht. Damit sich Kryptowährungen jedoch langfristig etablieren, müssen Verbraucher und Behörden Vertrauen in Kryptowährungen bekommen. Derzeit sieht man vor allem in der Schweiz, Liechtenstein und Malta, dass sich Regierungen um Standards für Unternehmen, die in der Krypto-Szene aktiv sind, bemühen.

 

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