Stop Limit oder Stop Loss? Orderzusätze richtig nutzen!

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Ein Stop Loss kennt inzwischen fast jeder Trader – doch was ist ein Stop Limit? Eine Verwechslung der beiden Orderarten ist zwar nur schwer möglich, kann jedoch schnell hohe Verluste bedeuten. Beide Orderzusätze werden inzwischen von den meisten Brokern angeboten und sollten auch genutzt werden.

Wir erklären Ihnen, worauf Sie bei der Verwendung der Orderzusätze achten sollten und welche Unterschiede es in der Funktionsweise gibt. Außerdem stellen wir ihnen das Gegenstück bei Short-Positionen vor und informieren sie über Möglichkeiten, in denen ein Stop Limit sehr sinnvoll sein kann.

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Was ist ein Stop Limit?

Trading mit HandelsplattformEin Stop Limit besteht aus zwei Komponenten. Zum einen beinhaltet es ein übliches Stop Loss. Der Trader gibt also eine Kursgrenze an, ab der die Position geschlossen wird. Allerdings wird dieser Verkauf durch die Limit-Komponenten beschränkt. Das Limit beendet den Verkauf ab einer bestimmten Untergrenze wieder. Fällt der Kurs unter diese Grenze wird der Verkauf also wieder gestoppt.

Stop Limit oder Stop Loss

In der Praxis funktioniert dieser Orderzusatz also so, dass der Verkaufsauftrag durch das Stop Loss ausgeführt wird und wird dann mit einem Verkaufslimit an der Börse platziert. Dieses führt dazu, dass die Aktie oder andere Basiswerte nicht unter einem bestimmten Wert verkauft werden.

Ein Stop Limit ist als Orderzusatz mit den meisten Handelsplattformen und Brokern nutzbar. Anleger haben die Möglichkeit, es ganz nach ihren Wünschen festzulegen. Dabei muss das Stop natürlich über dem Limit legen. Nur auf diese Weise macht der Einsatz eines Stop Loss Limit Sinn.

Ein Stop Loss Limit ist im Vergleich zu einem eindeutigen Stop Loss also noch einmal deutlich komplizierter. Viele Anleger verzichten auf diese Möglichkeit. Allerdings kann ein Stop Loss Limit vor allem bei mittel- bis langfristiger Haltedauer durchaus Vorteile haben, da unnötig starke Verluste durch temporäre Liquiditätsengpässe so vermieden werden können.

Bei einer Short-Position können analog Buy Stop Order und Stop Buy Limit genutzt werden. Bei einer Short Position gilt:

  • Buy Stop gleichbedeutend mit Stop Loss
  • Stop Buy Limit gleichbedeutend mit Stop Loss Limit
  • Stop Buy Limit muss über dem Buy Stop liegen
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Stop Loss oder Stop Loss Limit? Was ist der Unterschied?

Stopp Loss TradingEin Stop Loss Limit beinhaltet in gewisser Weise ein Stop Loss und ergänzt dieses durch ein zusätzliches Limit. Wenn der Trader seine Position nur zu einem bestimmten Kurs schließen möchte und andernfalls bereit wäre, eine schwache Phase auszusitzen, ist ein Stop Loss Limit seine beste Wahl.

Ein Stop Loss Limit besteht dementsprechend auch aus zwei Komponenten und nicht nur aus einer Untergrenze wie das Stop Loss. Stattdessen müssen Kunden zwei Untergrenzen angeben und im Vorfeld kalkulieren, was für sie sinnvoll ist. Eine Limit-Order ist dementsprechend auch etwas aufwändiger. Deswegen fällt sie gerade bei Einsteigern als sinnvoller Orderzusatz weg, allerdings kann es sich in vielen Fällen durchaus lohnen, ein zusätzliches Limit zu setzen.

Während ein Stop Loss zur Ausstattung jedes Brokers gehört, ist dies bei einer Stop Limit Order nicht immer der Fall. Doch auch diese ist noch vergleichsweise häufig zu finden, eben weil sie sehr sinnvoll eingesetzt werden kann.

Trader müssen sich den Unterschied jedoch sehr klar machen. Im schlimmsten Fall kann es viel Geld kosten, wenn ein Trader nicht verstanden hat, wo der Unterschied liegt und wie er diesen für seine Zwecke optimal nutzen kann. In manchen Fällen kann eine Limit Order dazu führen, dass die Verluste letztlich deutlich stärker sind als mit einem einfachen Stop Loss.

Wie funktioniert ein Stop Loss Limit in der Praxis?

Für Einsteiger ist ein solcher Orderzusatz oft sehr abstrakt, deswegen erklären wir es an einem konkreten Beispiel:

Angenommen ein Anleger besitzt eine Aktie des Unternehmens A, die derzeit bei 100 Euro gehandelt wird. Der Anleger geht eigentlich davon aus, dass sich das Wertpapier gut entwickeln wird, fürchtet jedoch zugleich, dass es aufgrund des Marktumfelds oder einige Schwierigkeiten innerhalb des Unternehmens auch zu einem Kursverlust kommen könnte, der jedoch mittelfristig nicht dazu führen wird, dass der innere Wert der Aktie tatsächlich kleiner wird. In diesen Fällen kann es sehr sinnvoll sein, ein Stop-Limit-Auftrag zu nutzen.

Stop Limit oder Stop Loss Unterschied

Angenommen durch die übliche Volatilität der Aktie hat sich der Kurs in den letzten Monaten bis zu 92 Euro herunterbewegt, dann wäre knapp darunter ein sinnvolles Stop Loss, um nicht von den gewöhnlichen Schwankungen ausgestoppt zu werden. Dies ist also unsere Grenze für das Stop Loss. In Krisensituationen bewegt sich der Markt oft sehr heftig.

Bei unter 88 Euro wollen wir die Aktie deswegen nicht mehr verkaufen, sondern spekulieren lieber mittelfristig auf eine Erholung der Aktie. Also setzen wir das Limit zu diesem Kurs. Sollte der Kurs jetzt tatsächlich unter 88 Euro fallen, wird die Verkaufsorder, die wir vorher mit dem Stop Loss ausgelöst haben, wieder gelöscht. Wir konnten die Aktie in dem Fall also nicht verkaufen, müssen jedoch jetzt nicht abwarten, wann unsere Order endlich erfüllt werden kann – was vermutlich erst bei weit unter 88 Euro der Fall wäre.

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Wann sollte ein Stop Limit eingesetzt werden?

Ein Stop Limit eignet sich bei vielen unterschiedlichen Szenarien, die sich natürlich auch nach Art des Tradings oder der Geldanlage richten. Grundsätzlich lässt sich dieser Orderzusatz nämlich je nach Art des Tradings oder Anlagehorizont anders einsetzen.

Nutzer, die langfristig investiert sind, können ein Limit nutzen, um zu verhindern, dass die Aktie deutlich unter Wert verkauft wird. Schlechte Nachrichten oder Krisen können dazu führen, dass Aktien kurzfristig sehr stark abwerten, bevor sie sich wieder erholen. Hier eignet sich ein Limit, um die Aktie dennoch zu halten und sie erst dann zu verkaufen, wenn der Kurs wieder fairer ist. Auf diese Weise lassen sich die üblichen Ausschläge nach unten mit weniger Verlusten überstehen. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass das Unternehmen tatsächlich nicht so stark an Wert verliert. Auch zu Börsenkrisen kann das Stop Limit sinnvoll sein, um nicht mit der Hysterie der Anleger mitzugehen, sondern schwache Phasen auszusitzen.

Außerdem kann ein solches Limit auch im Rahmen des kurzfristigen Tradings oft sinnvoll sein. Es erlaubt, sich sehr genau einstoppen zu lassen, was gerade bei Leerverkäufen oft gut funktionieren kann. Mit etwas Erfahrungen ermöglicht ein Stop Loss Limit also, das Risikomanagement zu perfektionieren und kann so letztlich auch dazu beitragen, das Risiko zu minimieren.

Problem: Stopps werden selten garantiert

Wichtige Trading-TippsEiner der Vorteile des Limits ist, dass die Stops nicht garantiert werden. Der Broker leitet hingegen zu diesem Kurs eine Order an den Markt weiter. Währenddessen können die Kurse jedoch noch erheblich weiterfallen. In manchen Fällen hat zudem eine Richtung deutlichen Überhang. Dies führt dann dazu, dass keine Liquidität im Markt ist, da keine Käufer vorhanden sind. Der Kurs fällt dann immer weiter, bis sich wieder Käufer finden, was gerade bei überraschenden Nachrichten und Krisen recht deutliche Kursverluste bedeuten kann. Dann erholt der Kurs sich oft relativ schnell.

Stop Limit oder Stop Loss Erklärung

In der Konsequenz kann der Kunde dann seine Position nicht zu dem Kurs verkaufen, den er eigentlich angestrebt hat, sondern muss im Zweifelsfall sehr empfindliche Verluste hinnehmen. Letztlich führte dies in der Vergangenheit immer wieder dazu, dass gerade Trader mit gehebelten Produkten sogar den Komplettverlust ihres Kapitals hinnehmen mussten.

Zumindest bei einem ungehebelten Kauf oder einer ausreichenden Margin lässt sich dies durch ein Limit jedoch verhindern. Kann die Order aktuell nicht ausgeführt werden, kann der Kunde durch das Limit verhindern, dass der Kurs zu schlecht ist. Sinnvoll ist dies natürlich nur dann, wenn es nicht unwahrscheinlich ist, dass sich der Kurs wieder erholt. Dann jedoch ist zwar der Stop-Kurs auch nicht garantiert, allerdings werden deutlich größerer Verluste vermieden.

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Warum ist ein Stop Loss wichtig?

Optionsscheine handelnEin Stop Loss ist in einem sinnvollen Risikomanagement fast unersetzlich. Wenn es funktioniert, sorgt es dafür, dass Trader ihre Verluste unkompliziert begrenzen können und so auch weitestgehend standardisiert Strategien durchführen können. Ein Stop Loss ist wichtig, weil es immer vorkommen kann, dass ein Trader wichtige Situationen und Entwicklungen verpasst. Spätestens dann, wenn mehr als eine Position gleichzeitig offen ist, ist es nicht mehr möglich, jederzeit die Überblick über die Positionen zu behalten. Bei mittelfristigen Haltedauern ist es zudem ebenfalls nicht möglich, die Positionen rund um die Uhr zu bewachen.

Genau in diesen Fällen greift ein automatisches Stop Loss jedoch trotzdem. Es wird automatisch ausgelöst, wenn eine bestimmte, vom Trader zuvor festgelegte Kursmarke, unterschritten wird. Die Position wird dann geschlossen und Trader begrenzen so ihren Verlust. Sinnvoll ist diese natürlich auch, weil Trader dann nicht für jede ihrer Positionen die Verlustgrenze im Kopf haben müssen und im Zweifel durch Emotionen oder Kursentwicklungen davon abgehalten werden, die Position zu schließen.

Dieser menschliche Fehler verhindert es häufig, dass Trader dauerhaft erfolgreich handeln können. Eine Strategie festzulegen und sich an sie zu halten, ist jedoch unersetzlich und in der Regel ist es genau das Stop Loss, das einen wichtigen Beitrag dazu leistet.

Wie kann ich Gewinne automatisch mitnehmen?

Kosten des TradingsNatürlich gibt es nicht nur Oderzusätze, um die Verluste zu minimieren. Zugleich gibt es auch Aufträge, die dazu führen, dass Gewinne optimiert werden.

Entgegen der ersten Vermutung handelt es sich dabei jedoch in der Regel nicht um Stop Buy Limits. Hierbei wird keine bereits bestehenden Position geschlossen, sondern es handelt sich – wie der Name schon sagt – um eine Kauforder. Der Kaufauftrag wird beim Überschreiten des Stop-Kurses also in einen limitierten Kaufauftrag umgewandelt. Das bedeutet, dass die Order beim Überschreiten eines bestimmten Kurses in eine Limit-Kauf-Order umgewandelt wird und nur dann ausgeführt wird, wenn der Kurs danach wieder unter das Limit fällt.

Stop Limit oder Stop Loss Gewinne

Tatsächlich sind es also andere Orderzusätze, die es ermöglichen, Gewinn mitzunehmen. Hierunter fällt beispielsweise ein Trailing Stop, das sich mit den Kursgewinnen mitbewegen kann und zum einen in einem bestimmten Abstand zum aktuellen Kurs „mitzieht“ und somit steigt, wenn auch der Kurs steigt. Es sinkt jedoch nicht, wenn der Kurs sinkt, sondern löst dann einen Verkauf aus.

Eine weitere Möglichkeit ist die Take Profit Order, die es ebenfalls ermöglicht, einmal erzielte Gewinne abzusichern. Der Verkaufsauftrag wird automatisch gegeben, wenn die Kurssteigerung im entsprechenden Rahmen erreicht wurde und realisiert so die Gewinne. Es handelt sich dabei um eine statische Kursgrenze.

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Welche Orderzusätze könnten außerdem für Trader relevant sein?

Es gibt eine Handvoll Order, die es für Trader ermöglichen, fast alle Strategien selbstständig umzusetzen. Dazu gehören natürlich:

  • Stop Loss / Take Profit
  • Buy Stop Order / Stop Loss Limit
  • Trailing Profit / Trailing Stop Loss Order

Damit können letztlich alle Trades automatisch abgesichert werden und Gewinne oder Verluste so realisiert werden, wie es zur Strategie passt, bzw. zu große Verluste verhindert werden.

Auf der anderen Seite gibt es jedoch auch einige Orderzusätzen, die es ermöglichen, Kombinationen von Orders auszulösen. Ein Beispiel hierfür wären If-Done-Order. Hierbei werden mehrere Orders ausgelöst, wenn die festgelegten Bedingungen dafür erfüllt werden. Die Stop-Order hat dabei immer die Aufgabe, das Risiko zu begrenzen. Ähnlich funktioniert auch eine One cancels other- Order, bei der die Order in Gruppen zusammengefasst werden – wird eine davon ausgeführt, werden die anderen storniert.

Viele weitere Orderzusätze haben hingegen vor allem das Ziel, die Marktaufträge selbst genauer zu definieren. Diese Möglichkeit besteht beispielsweis bei AON (All or nothing)-Orders, durch die Teilausführungen vermieden werden. IOC verlangt hingegen, dass die Order direkt so weit wie möglich ausgeführt wird und nicht sofort ausführbare Orders gelöscht werden. Diese Order ähnelt also dem Stop Loss Limit. Eine Kombination aus beiden ist die FOK (Fill or Kill). Hierbei wird verhindert, dass Teilausführungen durchgeführt werden – entweder die Position kann vollständig geschlossen werden, oder die Orders wird gelöscht.

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Fazit: Stop Loss Limit kann wichtiges Hilfsmittel sein

Mit einem Stop Loss arbeiten inzwischen selbst die meisten Privatkunden bei Brokern. Dass dieses Hilfsmittel wesentlich ist, um eine gutes Risikomanagement zu pflegen, ist inzwischen bei den meisten bekannt. Anders verhält es sich jedoch mit dem Stop Loss Limit. Es kann im Ernstfall eine sehr wichtige Ergänzung zum Stop Loss sein und verhindern, dass Kunden ihre Position weit unter Wert schließen, weil die notwendige Liquidität nicht da ist.

Allerdings lohnt sich ein solches Limit natürlich nur dann, wenn Anleger und Trader nicht fürchten müssen, dass sich der Negativtrend weiter fortsetzt. Denn nur dann kann ein Limit dabei helfen, unnötige Verlust zu vermeiden. Sollten die Kursverluste hingegen dauerhaft sein, hat ein Stop Limit erhebliche Verluste zur Folge. Entsprechend genau sollten Kunden sich überlegen, wann sie ein solches Limit einsetzen möchten und ob das zusätzliche Risiko sinnvoll ist. Nur dann kann ein Limit tatsächlich hilfreich sein, sollte dann jedoch auch zum „Werkzeugkasten“ eines jeden Traders und Anlegers gehören.

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  • www.shutterstock.com

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