Welche unterschiedlichen Aktienarten gibt es?

Die Aktienarten im Überblick – ein umfangreicher Ratgeber für Neueinsteiger

Neueinsteiger im Aktienhandel werden sich vielleicht wundern, dass es durchaus verschiedene Arten von Aktien gibt. Dabei ist nicht die Rede von Aktien aus dem Maschinenbausektor oder der Pharmaindustrie, sondern Papiere unterschiedlicher Ausstattung und Rechtsgrundlage. Hilfreich ist hier unser Ratgeber zum Thema: Aktienhandel lernen.

Die Aktienart beeinflusst eine Vielzahl von Faktoren. Mit ihr haben Anleger unterschiedliche Rechte und Pflichten. Zudem können auch Renditen unterschiedlich hoch ausfallen. Die unterschiedlichen Arten von Aktien finden sich nachfolgend aufgelistet. Welche Arten von Aktien Sie handeln können, ist abhängig vom Broker, welchen Sie idealerweise in einem Online Broker Vergleich finden.

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Stammaktien

Themenicon AktienhandelStammaktien sind die geläufigsten Ausprägungen unter den Anteilsscheinen. Sie stellen einen Besitzanteil am Unternehmen dar, verbunden mit dem Anspruch auf einen Teil der Gewinnausschüttung, der Dividende, und einem Stimmrecht bei der Jahreshauptversammlung. Bei den Stammaktien handelt es sich um namenlose Anteilscheine. Diese werden auch als Inhaberaktien bezeichnet, da sie ohne namentliche Nennung im Eigentum desjenigen sind, welcher sie erworben hat.

Stammaktien berechtigen zur Teilnahme und Stimmrecht beider Hauptversammlung

Stammaktien berechtigen zur Teilnahme und Stimmrecht beider Hauptversammlung Foto: Commerzbank AG

Vor- und Nachteile für Anleger:

  • Gute Aussichten für Kurssteigerungen bei Übernahmen oder Fusionen des betreffenden Unternehmens
  • Höhere Abfindung bei Übernahmen oder Fusionen, da Kapitalmehrheit benötigt wird
  • Geringere Rendite bei langfristigen Anlagen im Vergleich zu Vorzugsaktien

Namensaktien

Themenicon OptionsscheineNamensaktien, auch vinkulierte Namensaktien, finden sich heute kaum noch. Diese Papiere waren namentlich auf den Inhaber als Anteilseigner am Unternehmen ausgestellt, der Handel war ohne weiteres nicht möglich. Bei reinen Namensaktien war der Aktionär im Aktionärsbuch eingetragen. Vinkulierte Namensaktien können nicht ohne Zustimmung des Unternehmens verkauft werden.

Vor- und Nachteile für Anleger:

  • Gesellschaft kennt ihre Aktionäre, was eine Kontaktaufnahme erleichtert
  • Relativ unflexibel
  • Verkauf mitunter schwierig
  • Übertragbarkeit von Aktien kann beschränkt werden

Vorzugsaktien

Themenicon SteuernIm Rahmen von Kapitalerhöhungen einer Aktiengesellschaft werden auch verschiedene Aktien Typen ausgegeben. Neben den Stammaktien (wie bei der Kapitalerhöhung der Commerzbank), welche dann als junge Aktien gehandelt werden, können Anteilseigner auch Vorzugsaktien erwerben. Diese schütten auf der einen Seite eine höhere Dividende aus, als Stammaktien, andererseits sind sie nicht mit einem Stimmrecht ausgestattet. Gerade Anleger, die auf der Suche nach Dividendentiteln sind, geben der Gattung der stimmrechtslosen Aktienarten den Vorzug gegenüber der Möglichkeit, bei der Hauptversammlung abstimmen zu dürfen.

Vor- und Nachteile für Anleger:

  • Höhere Dividende als bei Stammaktien
  • Kein Mitspracherecht auf Hauptversammlungen
  • Mitspracherecht für private Kleinanleger aber eher von untergeordneter Bedeutung

Nennbetragsaktien und Quotenaktien

Themenicon RegulierungAuch beim Gegenwert gibt es bei Aktien Unterschiede. Nennbetragsaktien lauten auf einen bestimmten nominalen Gegenwert, in der Regel 50 Euro. Der tatsächliche Wert wird es an der Börse im täglichen Handel ermittelt. Quotenaktien beziffern einen prozentualen Anteil am Unternehmensvermögen, finden sich in der Praxis jedoch kaum noch.

Neulinge im Aktienhandel werden sich zunächst mit klassischen Stammaktien, den Inhaberaktien beschäftigen. Diese stehen an der Börse im täglichen Handel zur Verfügung, der Übertrag erfolgt in der Girosammelverwahrung und ist ohne weiteren Aufwand möglich.

Vor- und Nachteile von Nennbetrags- und Quotenaktien:

  • Nennbetrag sehr transparent
  • Wert der Nennbetragsaktie jederzeit ersichtlich
  • Fast alle Aktien sind Nennbetragsaktien
  • Quotenaktien nicht relevant für private Anleger

Der Standardfall einer Aktie

Themenicon HandelsplattformInstitutionelle Anleger wie Banken und Investmentfonds müssen eine Vielzahl an rechtlichen und strategischen Aspekten beachten, wenn Aktien erworben werden. Für Kleinanleger gilt das in der Regel nicht. Der Grund hierfür ist, dass es einen Standardfall der Aktie gibt. Dieser wird von fast allen Unternehmen und Banken für private Anleger verwendet und sieht wie folgt aus:

  • Inhaberaktie, um den Verkauf zu erleichtern
  • Nennbetragsaktie aufgrund der Transparenz
  • Vorzugsaktie, weil Rendite im Vordergrund steht

Dabei gilt es zu beachten, dass alle drei Kriterien vom Standardfall betroffen sind.
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Welche Aktienart sollte ich erwerben? – in fünf Schritten zur richtigen Anlage

Die Aktienart spielt für private Anleger eine untergeordnete Rolle. Trotzdem kann es an der einen oder anderen Stelle hilfreich sein, über bestimmte Rechte oder Pflichten zu verfügen.

Aktien Uebersicht Cortal Consors, Arten von Aktien

Cortal Consors hilft bei der Auswahl der richtigen Aktie , Quelle:Screnshot Cortal-Consors

  1. In welches Unternehmen möchte ich investieren? Zu Beginn sollten sich Anleger gar nicht mit der eigentlichen Aktienart beschäftigen. Vielmehr geht es darum, ein Unternehmen zu finden, in das investiert werden soll. Dazu werden wie gewohnt Kurse analysiert, Informationen über den Konzern eingeholt und möglicherweise Ratschläge von Fachleuten in Anspruch genommen.
  2. Welche Arten von Aktien sind überhaupt verfügbar? Viele Unternehmen schütten nur bestimmte Aktienarten aus. Bereits im zweiten Schritt kann daher entschieden werden, welche Aktienart erworben wird – sofern es keine Alternativen gibt. Anleger sollten sich nicht von ihrer Anlageentscheidung abbringen lassen, nur weil es eine bestimmte Aktienart für das in Schritt 1 ausgewählte Unternehmen nicht gibt.
  3. Ist mir Mitspracherecht wichtig? Vorzugsaktien werden von Unternehmen in hohem Maße ausgeschüttet. Fast alle großen Konzerne nutzen den maximal möglichen Anteil von 50 Prozent. Besonders Kleinaktionäre sollen aus Sicht des Unternehmens mit Vorzugsaktien ausgestattet werden. Das verhindert auf Hauptversammlungen ermüdende Diskussionen und erleichtert Entscheidungsfindungen. Wer als privater Anleger aber trotzdem mitreden möchte, sollte Namensaktien des Unternehmens erwerben. Nur dann erhalten Aktionäre ein Stimmrecht.
  4. Wie groß ist mein Mitspracherecht? Werden beispielsweise 10.000 Euro in einen Milliardenkonzern wie Daimler investiert und Namensaktien erworben, ist das Mitspracherecht des Anlegers trotzdem klein. Im vierten Schritt gilt es daher nochmals genau zu überdenken, ob dieses Recht zu Ungunsten der Renditeaussichten wirklich genutzt werden sollte.
  5. Den bürokratischen Aufwand senken. Namensaktien sind aus Sicht von Unternehmen positiv zu bewerten. Alle Anleger sind inklusive Kontaktdaten erfasst und können theoretisch direkt kontaktiert werden. Auch der Verkauf der Namensaktien ist nicht ohne weiteres möglich. Für Anleger bedeutet das Inflexibilität in hohem Maße. Wann immer es möglich ist, sollte eine reine Inhaberaktie erworben werden.
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Rechte und Pflichten von Aktionären

Neueinsteiger und private Kleinanleger sollten sich vor dem Kauf von Aktien über die damit verbundenen Rechte und Pflichten informieren. Besonders Namensaktien können den späteren Weiterverkauf deutlich erschweren. Allerdings spielen die Aktienarten nur eine untergeordnete Rolle für private Anleger. Da vor allem das Mitspracherecht selbst bei Stammaktien nur vergleichsweise gering ist, empfiehlt es sich in der Regel, ausschließlich Inhaberaktien zu erwerben. Neben der Kenntnis der einzelnen Arten von Aktien ist es wichtig, sich mit den Aktiendepot Kosten auseinanderzusetzen, um von einer maximalen Rendite zu profitieren.

Für wen ist das Aktieninvestment geeignet?

Der Handel mit Wertpapieren an der Börse ist für immer mehr Anleger interessant, wenngleich er nicht für alle Trader geeignet ist. Wer in Aktien investieren möchte, sollte wissen, dass damit vor allem längerfristige Anlagestrategien umgesetzt werden. Auf diese Weise lassen sich auch kurzfristige Kurseinbrüche ausgleichen, denn das Wertpapier wird ja über mehrere Monate, oft sogar Jahre, gehalten. Zusätzlich partizipieren die Inhaber der Wertpapiere von den Dividenden, welche die Konzerne bestenfalls jedes Jahr ausschütten. Im Vergleich zu anderen Finanzinstrumenten, wie beispielsweise das Sparbuch oder Tagesgeldkonto, sind die Aktien weniger flexibel, bringen jedoch höhere Renditen.

Risikobereitschaft ja oder nein?

Beim Investment in Wertpapiere geht es darum, ob jemand risikobereit ist oder nicht. Es gibt Aktien, welche für die Anleger eine vergleichsweise „sichere Bank“ darstellen und Wertpapiere, die risikoreich sind. Bei der Auswahl der Aktien sind deshalb Fingerspitzengefühl und Kursanalyse gefragt. Die Investoren müssen selbst entscheiden, welcher Trading-Typ sie sind, welches Risiko sie eingehen möchten. Dabei ist Realismus gefragt, denn wer sich überschätzt und seine Eigenschaften als Trader nicht richtig bestimmt, kann bei der Aktienauswahl falsch liegen und damit womöglich unnötige Verluste riskieren. Doch, wer die Wertpapiere umsichtig auswählt und die Performance der Aktien vergleicht, kann mit einer langfristigen Anlagestrategie die niedrigen Zinsen von Sparbuch, Tagesgeldkonto und Co. vergessen machen und an seinem längerfristigen Vermögensaufbau arbeiten.

Aktien kaufen: darauf sollten Anleger achten

Wer in Aktien investieren möchte, benötigt dafür ein geeignetes Depot. Dieses können die Trader bei einer Bank oder bei einem Online Broker eröffnen. Wie die Erfahrungen zeigen, sind die Broker häufig viel günstiger und bieten viele Zusatzleistungen, wie beispielsweise kostenlose Weiterbildung oder ein Demokonto. In dem Depot werden die Wertpapiere, Fonds oder andere Finanzinstrumente verwahrt.

Die richtige Depotauswahl ist entscheidend

Die Erfahrungen zeigen, dass die Depots unterschiedliche Konditionen aufweisen. Gleiches gilt für die Kosten und Gebühren, welche mit dem Wertpapierhandel einhergehen. Deshalb sollten die Anleger die Anbieter miteinander vergleichen, um das für sie beste Angebot zu finden. Schließlich sinken alle Zusatzkosten den möglichen Gewinn der Aktien und bringen den Anleger damit deutlich weniger ein. Viele Banken verlangen für die Führung vom Depot noch immer Gebühren. Doch das ist längst nicht mehr zeitgemäß, denn die vielen Online Broker stellen die Depots kostenlos zur Verfügung. Wer nicht zwangsläufig die Beratung bei einer Filiale seiner Bank vor Ort wünscht, sollte deshalb zu einem Online Broker gehen.

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Anlageziele vor Aktienkauf definieren

Es gibt weltweit unzählige Wertpapiere, welche die Trader handeln können. Um bei der großen Auswahl die geeigneten Aktien für die eigenen Anlageziele zu finden, ist strategisches Vorgehen gefragt. Die Trader sollten ihre Anlageziele klar definieren und erst dann entsprechend die Aktien kaufen. Dabei sind verschiedene Fragestellungen hilfreich:

  • Wie viel Kapital kann ich investieren?
  • Welches Risiko gehe ich ein?
  • Welche Rendite strebe ich an?

Grundsätzlich sollte das Investment in Wertpapiere nur mit liquiden Mitteln erfolgen. Das bedeutet, dass die Anleger nie auf Basis von einem Darlehen in Aktien investieren sollten. Für Trading Anfänger empfiehlt es sich, zunächst mit kleineren Beträgen zu agieren. Damit lassen sich gegebenenfalls Verluste deutlich besser kompensieren. Außerdem sollte auch neben dem Wertpapier Investment so viel Kapital übrig bleiben, dass beispielsweise kurzfristige Ausgaben (durch defektes Auto, defekte Waschmaschine oder anderes) problemlos realisiert werden können. Die Risikobereitschaft der Anleger spielt bei der Auswahl der Wertpapiere eine ebenso wichtige Rolle. Einige Wertpapiere sind besonders risikoreich, bieten aber häufig interessante Renditechancen. Hier gilt es abzuwägen, wie hoch das Risiko und die Chancen tatsächlich sind. Einige Wertpapiere sind vergleichsweise sichere Investments, sodass die Anleger davon ausgehen können, dass sie kontinuierlich ihre Dividende und einen Gewinnzuwachs ausgezahlt bekommen. Dieser fällt zwar häufig geringer aus, ist jedoch dafür beständig.

Die Frage der Rendite

Gerade für unerfahrene Anleger ist es häufig schwer, die exakten Renditevorstellungen zu definieren. Doch dies ist wichtig, um entsprechend die Wertpapiere auszuwählen, welche mit der Vorstellung einhergehen. Diese Rendite möchte ich in einem Zeitraum X erzielen? Natürlich lässt sich die Kursentwicklung einer Aktie nie genau prognostizieren, aber dennoch gibt es auf Basis der bisherigen Performance Rückschlüsse. Grundsätzlich sollten die Anleger vor allem auf eine langfristige und nicht eine kurzfristige Rendite setzen.

Das Depot richtig zusammenstellen: der Schlüssel zum Erfolg

Bei der Zusammenstellung des Depots kommt es darauf an, die richtige Mischung zu finden. Es gibt einige Wertpapiere der sogenannten Wachstumsmärkte, die besonders lukrativ erscheinen, aber häufig auch besonders risikoreich sind. Zwar können solche Wertpapiere im Depot für eine höhere Rendite sorgen, allerdings sollten Sie nicht ausschließlich darin vorkommen. Stattdessen geht es hier, die ideale Mischung aus risikoreichen und den „Value Aktien“ zu finden. Damit sind Wertpapiere namenhafter Unternehmen gemeint, welche gemeinhin eine sichere Performance liefern und sich bereits über Jahre etabliert haben.

Vor dem Aktienkauf informieren

Information ist das A und O, wenn es um das Investment von Wertpapieren geht. Damit ist vor allem die Performanceanalyse gemeint. Die Anleger sollten jedoch auch die aktuellen News am Markt im Blick behalten. Gibt es beispielsweise negative Unternehmensnachrichten, kann sich dies schnell auf den Kurs der Aktie auswirken. Deshalb sind ausgewogene und ständige Informationen nichtige Bestandteile für einen erfolgreichen Aktienhandel. Um auf aktuelle Marktgegebenheiten zu reagieren, empfiehlt es sich daher, die unzähligen News-Möglichkeiten der Broker zu nutzen. Sie stellen häufig sogar kostenlose Push-Benachrichtigungen zur Verfügung, um ihre Anleger mit neuesten Entwicklungen auf dem Wertpapiermarkt zu versorgen.

Fazit: Nicht jede Aktienart eignet sich für alle Trader

Es gibt verschiedene Aktienarten, doch nicht alle eigenen sich für alle Anleger. Neben den Stammaktien und Vorzugsaktien gehören auch die Inhaberaktien oder Nennwertaktien zu beliebten Finanzinstrumenten. Wer in Wertpapiere investieren möchte, befasst sich häufig gar nicht damit, welche Aktienart er dar eigentlich handelt. Viel wichtiger ist die mögliche Dividende eines Wertpapieres. Grundlegend unterscheiden sich die Wertpapiere in Stimmrecht oder nicht. Wünschen sich die Anleger eine höhere Dividende oder vielmehr das Stimmrecht auf der Hauptversammlung, um bei der Gestaltung des Unternehmens aktiv mitwirken zu können? Jeder Trader sollte sich vor dem Investment darüber informieren, welche Anlageziele er eigentlich mit der Aktie verfolgt. Soll sie langfristige gesicherte Renditen bringen oder vielmehr als alternatives Investment dienen? Entsprechend der Antwort fällt auch die Auswahl der Wertpapiere aus. Notwendig für den Aktienhandel ist ein Depot, welches die Trader vor allem zu attraktiven Konditionen bei einem Online Broker erhalten. Möchten auch Sie am Vermögensaufbau mittels Aktien arbeiten? Schauen Sie sich doch beim Broker Ihrer Wahl um, welche Möglichkeiten dieser dafür bietet.

Bilquellen: Commerzbank AG, Cortal-Consors

 

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