Investitionen in Windkraft

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Windkraft gilt zusammen mit Solarenergie und Wasserkraft als die wichtigste zukünftige Technologie zur Energieerzeugung. Auch als Investment für Privatanleger werden erneuerbare Energien immer beliebter. Bürgergesellschaften oder geschlossene Fonds ermöglichen es, bei der Realisation von Windparks mitzuhelfen und im Gegenzug eine gute Rendite zu erzielen. Doch nicht für jeden Anleger ist diese Art des Investments gleichermaßen empfehlenswert. Wir informieren darüber, wie ein Investment in Windkraft ablaufen kann und worauf Anleger achten sollten, welche Risiken es gibt und wie sich die aktuelle Lage der Windenergie-Fonds darstellt.

  • Windkraftinvestment über geschlossene Fonds häufig
  • Vergleichsweise riskant und langfristige Bindung
  • Alternative Aktienfonds
  • Branche steht vor besonderen Herausforderungen
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In Windkraft investieren über geschlossene Fonds

Wer in Windenergie investieren möchte, tut dies besonders häufig über geschlossene Fonds. Der Grundgedanke hierbei ist, dass sich mehrere Anleger zusammentun und so in der Regel gleich mehrere Windkrafträder gemeinsam finanzieren. Im Gegenzug sind sie an dem Gewinn beteiligt. Auf diese Weise ist es auch möglich, größere Projekte zu realisieren, die von einzelnen Anlegern oder auch kleineren Gruppen nicht finanziert werden könnten. Oftmals werden ganze Windparks durch geschlossene Fonds ermöglicht. Die Finanzierung ist dabei in der Regel auf eine feste Laufzeit ausgelegt. Danach wird der Gewinn ausgeschüttet. Gelegentlich steht den Anlegern offen, das Geld erneut in den Windpark zu investieren, oftmals werden die erworbenen Windräder jedoch veräußert. Bei manchen Fonds entspricht die Laufzeit auch der zu erwartenden Haltbarkeit der Technik.

Je nach Professionalität sieht die Ausgestaltung dabei natürlich recht unterschiedlich aus. Häufig wird diese Art auch genutzt, um lokal Windenergie zu nutzen und beispielsweise Flächen der eigenen Kommune zu erschließen.

Auch professionelle Anbieter nutzen dieses Finanzprodukt besonders gerne, um das Kapital der Anleger zu bündeln. Bei geschlossenen Fonds wird die Laufzeit schon von Beginn an festgelegt. Die getätigten Investitionen sind also über die gesamte Dauer fest angelegt und Anleger können sie nicht vorzeitig zurückerhalten. Dafür versprechen die Fondsaufleger meist eine relativ hohe Rendite, die zudem häufig sogar von Beginn an feststehen. Dadurch ergibt sich eine gewisse Planungssicherheit, auch wenn diese Rendite nicht immer eingehalten werden kann.

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Welche Vor- und Nachteile haben geschlossene Fonds?

Der Vorteil eines geschlossenen Fonds hat gerade dann, wenn ein Anleger in Windenergie investieren möchte, wichtige Vorteile. So können Nutzer oftmals auch eine fondsinterne Diversifikation erreichen, da viele Fonds unterschiedliche Standorte und die Aufteilung in Windenergie und Solarenergie oder Wasserkraft nutzen. Auf diese Weise wird das Risiko breiter gestreut. Dennoch ist es anders als beispielsweise bei Aktienfonds in jedem Fall so, dass Anleger nur nachhaltige Projekte unterstützen.

Zudem können Nutzer so von der Expertise erfahrener Fondsgesellschaften und Windkraftbetreiber profitieren. Die Rendite der Fonds liegt zudem oftmals über dem, was Privatanleger auf dem Markt erhalten können.

In vielen Fällen ist ein derartiger Fonds die einzige Möglichkeit, als Privatanleger überhaupt in Windkraft zu investieren. Die kostenintensive Technologie wird durch das Investment mehrerer Anleger erst erschwinglich. Dementsprechend ist diese Art von Beteiligung vor allem unter Bürgerinitiativen sehr beliebt.

Geschlossene Fonds haben auch Nachteile. Wie immer gilt auch hier, dass die oftmals recht hohe Rendite nur durch ein höheres Risiko erzielt werden kann. Die wichtigsten Nachteile von geschlossenen Fonds sind:

  • Haftungsrisiko
  • Langfristige Bindung über viele Jahre
  • Unflexibel
  • Risiko der geringeren Rendite oder sogar von Totalverlusten
  • Ausgabeaufschlag

Dementsprechend gilt, dass Anleger, die keinen Totalverlust des Vermögens verkraften könnten, nicht in dieses Finanzprodukt investieren sollten. Anleger sollten beachten, dass das Investitionskapital teilweise recht hoch sein muss, damit sie überhaupt in einen Fonds investieren können.

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Für wen kommen geschlossene Fonds überhaupt in Frage?

Geschlossene Fonds sind ohne Frage eine interessante Möglichkeit, in Windkraft zu investieren. Allerdings sind sie nur für einen relativ kleinen Teil der Anleger überhaupt ein geeignetes Finanzprodukt. Grundsätzlich ist es sinnvoll, sich mit der Branche sehr umfangreich auseinanderzusetzen und sich dabei vor allem die Projekte genauer anzusehen, die in der Vergangenheit gescheitert sind. So lassen sich schneller Parallelen erkennen. Da geschlossene Fonds zu den transparentesten Finanzprodukten gehören, ist dies durchaus möglich.

Durch die langen Laufzeiten scheiden viele Anleger als mögliche Zielgruppe aus. Ältere Anleger deswegen, weil sie oftmals nicht mehr von den Erträgen profitieren können und kurzfristiger planen müssen. Jüngere Anleger stehen hingegen oft vor der Problematik, dass das Kapital fest für das Eigenheim eingeplant ist und deswegen nicht riskiert werden kann. In anderen Fällen sind sie noch nicht in der Lage, das Einstiegskapital bei ausreichender Diversifikation aufzubringen oder können sich schlicht noch nicht derartige lange festlegen.

Geschlossen Fonds gelten zudem immer als eine eher riskante Art der Geldanlage. Dementsprechend ist es zum einen wichtig, genügend Kapital zu besitzen, damit ein Verlust nicht schwer wiegt. Zum anderen ist es jedoch auch notwendig, eine relativ hohe Risikofreude mitzubringen. Zwar ist ein Totalverlust aufgrund des hohen Sachwerts nicht allzu wahrscheinlich, Verluste jedoch schon.

Wie sicher ist das Investment in Windkraft?

Viele Anleger zweifeln daran, dass das Investment in einen geschlossenen Fonds für Windkraft ein sicheres Investment ist. In Windkraft zu investieren ist auch durchaus nicht völlig risikofrei. Dies hat beispielsweise auch die Insolvenz von Prokon durchaus für ein Beben in der Branche gesorgt und wird nach wie vor als Beispiel dafür gesehen, dass Windkraftinvestments durchaus mit einem hohen Risiko verknüpft ist.

Grundsätzlich sind geschlossene Fonds nicht ohne Risiko. Bei Prokon waren es hauptsächlich Fehlentscheidungen im Management, die dazu geführt haben, dass das Unternehmen Insolvenz anmelden musste. Durch die EEG war die Investition in Windkraft hingegen sehr lange Zeit durchaus gut planbar. Dadurch, dass die Umlage immer geringer wird, sind auch die Einnahmen unsicherer. Dennoch scheint die Windkraftinvestition heute immer noch deutlich sicherer als andere geschlossene Fonds wie Immobilien, Container oder Schifffonds, die alle deutlich abhängiger von der Konjunktur sind.

Dennoch ist es natürlich unabdingbar, das Unternehmen hinter dem Fonds genauer zu durchleuchten. Sollte nur der kleinste Zweifel an Seriosität oder Kompetenz bestehen, ist es nicht sinnvoll, Geld in den Fonds einzuzahlen.

Viele Anleger unterschätzen zu Beginn zudem die mangelnde Flexibilität bei geschlossenen Fonds. Es fehlt ein funktionierender Zweitmarkt für Fondsbeteiligungen, sodass jeder Investor bis zum Ende der Laufzeit auf sein Geld verzichten muss. Zudem kann er mit der Auszahlung nicht eindeutig rechnen.

Das größte Risiko bleiben letztlich allerdings windschwache Jahre. In ihnen kann bis zu 30 % weniger Strom erzeugt werden, dementsprechend sinkt der Gewinn.

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Wichtige Merkmale der Fonds

Um zu verstehen, in was genau ein Anleger und welchen Bedingungen investiert, ist es sinnvoll, wenn Anleger die wichtigsten Merkmale eines geschlossenen Fonds im Allgemeinen und eines Windkraft-Fonds im speziellen kenn. Die meisten Fonds werden mit den folgenden Eckdaten vorgestellt:

  • Geplante Laufzeit: In der Regel zwischen 10 und 20 Jahren
  • Gesamtausschüttung: Hier ist nur eine Prognose möglich
  • Fondsvolumen: So viel Geld will der Fonds von seinen Investoren einsammeln
  • Mindestbeteiligung: oftmals ein fünfstelliger Betrag
  • Hafteinlagen: In der Regel ein Anteil des Pflichtbetrages

Darüber hinaus gibt es jedoch einige weitere wichtige Merkmale, zu denen die Fondsgesellschaft möglichst umfangreiche Aussagen machen sollte. So ist es für Anleger deutlich leichter, schon auf den ersten Blick einzuschätzen, wie erfolgsversprechend das Projekt tatsächlich ist.

Zu den weiteren Angaben gehört in jedem Fall die Information, für welche Projekte das Unternehmen Geld sammelt. Optimalerweise ist bereits ein Standort festgelegt. Dieser gilt als wichtigster Faktor bei der Frage, ob der Windpark tatsächlich gewinnbringend arbeiten kann. Weitere Faktoren wie windschwache Jahre lassen sich so teilweise ausgleichen. Wichtiger ist jedoch auch, wie erfahren die Initiatorin des Projektes ist. Im besten Falle hat sie im Bereich der Windenergie bereits erfolgreiche Projekte realisiert. Außerdem ist eine Risikostreuung oftmals sinnvoll und sollte wenigstens durch unterschiedliche Standorte erreicht werden. Für die meisten Anleger empfiehlt sich die Anlage in unterschiedliche Technologien innerhalb des Fonds.

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In Windkraft investieren: auch ohne geschlossenen Fonds möglich

Wer in Windkraft investieren möchte, kann dies auf verschiedene Arten ohne einen geschlossenen Fonds tun. In der Regel muss er dabei allerdings im Vergleich zu geschlossenen Fonds den Kompromiss eingehen, dass er die konkreten Projekte, in die er investiert, nicht ähnlich transparent kennenlernt und zudem in der Regel zusätzlich in andere erneuerbare Energien Geld anlegt. Will ein Anleger nur in Windenergie investieren, sind offene Fonds hingegen eher schwer zu finden.

In der Regel investieren Anleger bei offenen Fonds in folgende Arten von Unternehmen:

  • Technologieunternehmen, die Solaranlagen oder Windkrafträder herstellen
  • Stromversorger
  • Minen/Ressourcen
  • Akku- und Batteriehersteller

Wer also generell daran interessiert ist, die entsprechenden Technologien zu fördern und daran glaubt, dass die Unternehmen langfristig gute Renditen erzielen können, findet hierin möglicherweise eine bessere Alternative. Der große Nachteil dabei ist natürlich jedoch, dass die Aktienkurse nicht immer den tatsächlichen Wert wiederspiegeln und zudem je nach Marktphase schwanken können. Dementsprechend ist es immer zu einem gewissen Grad spekulativ, Geld in Aktien anzulegen. Anleger müssen auch hier einen möglichst langfristigen Investitionszeitraum anpeilen, damit sie das Risiko für Kursverluste verringern können. Durch den Charakter als offenen Aktienfonds ist es allerdings unkompliziert möglich, das Kapital sehr weit zu streuen.

Lohnt es sich noch, in Windkraft zu investieren?

Die Branche hat derzeit vor allem zwei Herausforderungen in Deutschland zu lösen. Zum einen die Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes, zum anderen die steigenden Rohstoffpreise, vor allem für Kupfer und Stahl. Diese werden bislang jedoch nach wie vor für die Herstellung der Windräder benötigt. Für viele Projekte spielt der Rückgang der Fördergelder eine sehr wichtige Rolle. Vor allem in Süddeutschland werden seit 2016 deutlich weniger Windanlagen geplant.

Eine dritte wichtige Entwicklung ist zudem, dass die Windkraft-Projekte immer größer werden. Als Konsequenz finden sich immer mehr Big Player auf dem Markt, kleinere Windparks werden hingegen unattraktiver. Damit sich derzeit Windparks noch lohnen, sind deswegen oftmals bereits dreistellige Summen möglich. Die Initiatoren entdecken zudem zunehmend schwimmende Windkrafträder als Investmentobjekt. Die meisten Privatanleger können aufgrund der wachsenden Summen die Mindesteinlage oftmals nicht mehr aufbringen. Stattdessen werden große Unternehmen und Geldinstitute immer wichtiger für die Realisierung dieser Projekte.

Auf der anderen Seite bleibt die Nachfrage nach Windenergie hoch. Immer mehr Länder entdecken die Technologie und die Wichtigkeit erneuerbarer Energien für sich. Eines der größten Probleme bleibt dabei jedoch die Speichertechnologie, die nach wie vor nicht in der Lage ist, Peaks in der Windstärke oder der Sonneinstrahlung ausreichend zu nutzen. Es kann deswegen sinnvoll sein, die Investition in Windenergie nicht zwangsläufig über einen geschlossenen Fonds abzuwickeln, sondern stattdessen eher breitgestreut in Firmen zu investieren.

Die Consorsbank stellt für Einsteiger die wichtigsten Basisinformationen zur Verfügung

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Auf ausreichende Diversifikation des Portfolios achten

Wer in Windkraft investieren möchte, sollte in jedem Fall darauf achten, dass er seine gesamte Geldanlage ausreichen diversifiziert. Dies betrifft vor allem Privatanleger, die zum Beispiel aus persönlicher Überzeugung in Bürgerbeteiligungen  engagieren und sich nicht ausreichend mit ihrer Geldanlag auseinandersetzen. Oftmals gehen sie hier ein zu großes Klumpenrisiko ein. Unerfahrenheit in der Umsetzung der Windparks und Managementfehler können dann sogar in einem großen Verlust resultieren. Nutzer sollten deswegen also keineswegs all ihr Erspartes in derartige Projekte investieren, auch wenn dies auf den ersten Blick sehr verlockend erscheint.

Stattdessen ist es immer sinnvoll, nur einen geringen Teil des Gesamtvermögens in einen Fonds zu investieren. Wer sonst keine Investitionen in den Energiesektor getätigt hat, kann durchaus um die fünf Prozent mit gutem Gewissen investieren, wenn er einen Totalverlust verkraften könnte und das Geld nicht dringend zum Ablauf der Laufzeit für einen andere wichtigen Zweck vorgesehen ist. Ein umfangreiche Prüfung des Projekts ist natürlich dennoch unumgänglich, um das Risiko so klein wie möglich zu halten.

Anleger, für die die Investition in den Fonds mehr als fünf bis zehn Prozent ihres Gesamtvermögens ausmacht, sollten auf diese Möglichkeit verzichten. Es gibt zum einen die Möglichkeit, bei Bürgerbeteiligungen oder anderen Initiativen Projekte mit recht geringen Mindesteinlagen zu fördern. Diese bieten sich dann eher an als ein geschlossener Fonds mit fünfstelliger Mindesteinlage. Dabei sollten sie die Haftung jedoch beachten. Für alle anderen besteht auch die Möglichkeit, in Fonds zu investieren und so schon mit geringen Beträgen eine gute Streuung zu erreichen.

Fazit: Windkraftinvestment durchaus mit Herausforderungen verbunden

Direkt in Windkraft zu investieren scheint auf den ersten Blick für die meisten Anleger recht attraktiv zu sein. Sie können sich sicher sein, dass mit ihrem Geld ein ökologisch sinnvolles Projekt gefördert wird und viele der Fondsgesellschaften werben mit einer relativ hohen Rendite, die auf dem normalen Geldmarkt derzeit nicht mehr erhältlich ist. Wer genügend Geld in andere Finanzprodukte angelegt hat und zudem die notwendige Risikofreude mitbringt, hat mit einem geschlossenen Fonds in der Vergangenheit gute Chancen auf eine ansehnliche Rendite gehabt. Wie sich dies in Zukunft entwickeln wird, ist natürlich eine Frage, die noch nicht beantwortet werden kann. Die geringer werdende Förderung, steigende Rohstoffpreise und große Offshore-Parks sind in jedem Fall aktuelle Herausforderungen der Branche.

Anleger, die das Risiko eines geschlossenen Fonds scheuen, können vor allem in Aktienfonds investieren. Hierbei ist es jedoch relativ schwer, reine Windenergie-Fonds zu finden. Dies ist aufgrund der Diversifikation jedoch in der Regel auch in vielen Fällen nicht empfehlenswert, sodass die Beimischung andere Technologien durchaus sinnvoll ist.

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