Solar-Aktien: Erneuerbare Energien liegen im Trend

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Für immer mehr Anleger werden erneuerbare Energien interessant. Zu nachhaltigen Investments gehören unter anderem auch Solar-Aktien. Verstärkt wird die Nachfrage von den Subventionen der Bundesregierung und zahlreichen anderen Länder in Fotovoltaikanlagen. Doch was passiert, wenn die Subventionen auslaufen? Sind Solar-Aktien dann immer noch eine gute Möglichkeit, um nachhaltige Investments zu tätigen und davon zu profitieren? Wir zeigen, welche Möglichkeiten es für die Investitionen in Solar-Wertpapiere gibt und für wen diese Anlagemöglichkeiten überhaupt geeignet sind.

  • Zahlreiche Solar-Aktien als Einzelinvestment
  • Themenspezifische Fonds verfügbar
  • Nachhaltige Investments werden vielerorts gefördert
  • Gewinne aus Solar-Aktien sinken durch Abgeltungssteuer

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Nachhaltige Investments beflügeln Anleger

Grüne bzw. regenerative Energien werden immer gefragter. Der Umwelt- und Klimaschutz gewinnt nicht nur hierzulande laufend an Bedeutung. Auch weltweit rücken die alternativen Energien in den Fokus. Viele Länder fördern verstärkt Solarenergie oder Energie durch Wasserkraft. In der Folge schießen Solarparks aus dem Boden. Viele Privathaushalte generieren ihren Strom mithilfe der Sonne selbst und verdienen damit sogar noch Geld. Das ist natürlich ein Vorteil für die Hersteller von Solaranlagen und deren Zulieferer. Deshalb werden Solar-Aktien zunehmend gefragter.

Direktes Investment in Solarunternehmen

Anleger können direkt in Solar-Aktien investieren und damit Unternehmensanteile und Stimmrechte erwerben. Nachhaltige Investments in Form von Wertpapieren gehören jedoch zu den längerfristigen Anlagemöglichkeiten, sodass sie primär für Investoren geeignet sind, die einen längerfristigen Vermögensaufbau fokussieren. Allerdings ist das Investment in Solar-Aktien nicht immer ganz einfach. Entscheidend ist die Performance der Solarunternehmen: Nicht alle Solaranbieter können am Markt überzeugen. Die günstigere Konkurrenz aus China lässt die Verkaufszahlen vieler europäischen Unternehmen einbrechen, was natürlich negative Folgen auf die Kursentwicklung der Wertpapiere hat. Wer jedoch auf Solarunternehmen mit einer starken Performance setzt (beispielsweise First Solar und Jinko Solar) kann an deren positiven Kursentwicklungen partizipieren.

Solar-Aktien selektieren – Fotovoltaik Global 30 Index kann helfen

Um sich einen ersten Überblick über die Möglichkeiten für Solar-Aktien zu verschaffen, kann der Fotovoltaik Global 30 Index helfen. In ihm sind seit 2009 Unternehmen gelistet, die ihren Umsatz mindestens zu 50 Prozent aus der Solarenergiegewinnung generieren. Notiert ist dieser Index an der Deutschen Börse und beinhaltet je nach Marktkapitalisierung die bis zu 30 Top-Unternehmen der Branche. Schauen wir uns die Entwicklung des Index an, lässt sich ein historischer Tiefstand am 20. November 2012 erkennen. Zeitweise erfüllten nur wenige Unternehmen die Kriterien des Index, sodass die Anzahl der gelisteten Unternehmen sank.

Vor allem Unternehmen aus den USA

Grundsätzlich sind in diesem Index sämtliche börsennotierte Aktiengesellschaften vertreten, die die Kriterien erfüllen. Es gibt jedoch länderspezifische Ausnahmen. Nicht im Fotovoltaik Global 30 Index vertreten sind unter anderem Unternehmen aus:

  • China
  • Indien
  • Argentinien
  • Chile
  • Saudi-Arabien

Hinzu kommen Kolumbien, Venezuela und Zimbabwe. Schauen wir uns die Länderaufteilung des Index an fällt auf, dass viele Unternehmen aus den USA kommen. Ursache dafür ist, dass zahlreiche Unternehmen für Fotovoltaikanlagen ihren Sitz in Amerika haben. Doch auch der Anteil deutscher Unternehmen ist nicht zu verachten. Wer nachhaltige Investments außerhalb der deutschen Landesgrenzen bevorzugt, kann neben den USA auf Unternehmen aus Norwegen, Japan oder Taiwan setzen.

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Solar-Aktien: die Global Player am Markt vorgestellt

Es gibt einige Unternehmen, die sich im weltweiten Kampf um die Spitze im Solarmarkt durchgesetzt haben. Dazu gehören vor allem:

  • Canadian Solar IncShs
  • JinkoSolar Holdings Co Ltd Sponsored Amercian Deposit Receipt Repr 2 Shs
  • SunPower Corp

Canadian Solar IncShs entwickelt und produziert Solarmodule und Solarzellen. Das Unternehmen bietet für die Industrie ebenso wie für private Anleger Lösungen. Ein Blick auf den Kursverlauf veranschaulicht die bewegte Geschichte des Unternehmen. Dennoch zeigt der 1-Jahres-Chart einen seitwärts gerichteten Trend. Vor allem die Konkurrenz China erschwert die Geschäfte des Unternehmens. Mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 755 Millionen Euro steht es jedoch an der Spitze der Solarunternehmen weltweit. Diese Position behauptet der Anbieter vor allem dank seiner zahlreichen Projekte in Europa.

Ein weiterer Anbieter in dieser Riege ist JinkoSolar. Das Unternehmen stellt nicht nur Solarmodule und Solarzellen, sondern auch die Grundstoffe selbst her. Durch die Produktion von Siliziummaterialien verschafft sich JinkoSolar einen zusätzlichen Wettbewerbsvorteil und kann seine Position mit einer Marktkapitalisierung von über 400 Millionen Euro weiter ausbauen. Die Solar-Aktien des Unternehmens wiesen primär im letzten Quartal 2017 eine starke Performance auf, mussten jedoch im Juni 2018 hohe Verluste hinnehmen.

Nachhaltig Investments: Kraftwerksprojekte finanzieren

Wer in die Solar-Aktien von SunPower investiert, beteiligt sich indirekt an der Entwicklung von Kraftwerksprojekten mit Solarstromsystemen. Dabei geht es um Privathaushalte und um Gewerbetreibende. Das Unternehmen hat mittlerweile eine Marktkapitalisierung von über 950 Millionen Euro und zählt zu den Gewinnern der Branche für regenerative Energien.

Tesla bestimmt nachhaltig Investments mit

Tesla ist vor allem Fans der innovativen Automobiltechnologie ein Begriff. Das Unternehmen sorgt zudem dafür, dass es Bewegung bei den Solar-Aktien gibt. Unlängst hatte Tesla das größte amerikanische Unternehmen für Wohngebäude-Solarinstallationen übernommen. Zwar ging die Anzahl der Solarinstallationen für Wohngebäude durch die zyklische Schwäche auf dem amerikanischen Wohnungsmarkt zurück, dennoch konnte „Sunrun“ alle überraschen. Grund hierfür war die aggressive Expansionspolitik, mit der die Installationskapazität für 2018 um 15 Prozent erhöht werden sollte. Diese ehrgeizigen Ziele sorgten für positive Stimmung am Markt, sodass die Solar-Aktien des Unternehmens kurzzeitig zulegten.

Neue Technologien beflügeln Solar-Aktien

Ein weiterer Grund für die positive Stimmung des Unternehmens ist die neue Speicherlösung „Brightbox“. Diese wurde bereits an über 20 Prozent der amerikanischen Direktkunden in Kalifornien veräußert. Gefördert wird das Wachstum durch die Sonderregelung in Kalifornien, sodass hier ein entscheidender Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Unternehmen besteht. Neue Häuser müssen ab 2020 mit Solarmodulen ausgestattet sein, was allein in Kalifornien einen Milliardenumsatz bedeutet. Für nachhaltige Investments sind das gute Neuigkeiten. Allerdings bewegen sich Solarunternehmen in dynamischen Märkten, sodass politische Entscheidungen oder Auswirkungen disruptiver Technologien die Entwicklung der Solar-Aktien schnell beeinflussen können. Anleger sollten deshalb versuchen, sich nicht nur auf einzelne Aktien zu fokussieren, sondern auf Fonds oder andere Finanzprodukte aus diesem Bereich zu setzen.

Nachhaltige Investments mit Aktienfonds

Wer sich nicht auf einzelne Solar-Aktien fokussieren und dennoch an der Wertsteigerung partizipieren möchte, kann in Aktienfonds investieren. Der Vorteil: Sie haben eine höhere Diversifikation und sind deshalb deutlich risikoärmer als einzelne Wertpapiere. Solche Fonds werden meist durch professionelle Manager geführt, sodass die Investoren selbst nur wenig Fachwissen benötigen. Aber natürlich ist Anlagewissen nie verkehrt und sollte zumindest in Grundzügen vorhanden sein.

Risiken beim Aktienfonds in Solarunternehmen

Im Fonds werden zwar mehrere Unternehmen gebündelt, allerdings kann genau darin das Problem liegen. Die Zusammenstellung der Unternehmen ist nicht immer transparent; daher können sich Solarunternehmen darin verstecken, die wenig profitabel sind. Wer sich wirklich auf Fonds aus dem Solarbereich fokussieren möchte, sollte deshalb in Themenfonds investieren. Darin enthalten sind ausschließlich Unternehmen aus der Solarbranche (beispielsweise Solarzellen-Produzenten).

Geschlossene Fonds für nachhaltige Investments

Geschlossene Fonds können ebenfalls für nachhaltige Investments infrage kommen. Dabei profitieren die Anleger von regelmäßigen Ausschüttungen. Zunächst haben Investoren einen bestimmten Zeitraum (meist ein Jahr) Zeit, um zu investieren. Im Anschluss wird der Fonds geschlossen und es sind keine weiteren Investitionen mehr möglich. Dennoch partizipieren die Investoren an regelmäßigen Ausschüttungen, die beispielsweise monatlich, jährlich oder vierteljährlich stattfinden können. Häufig werden solche geschlossenen Fonds zur Finanzierung von Solarkraftwerken oder Bürgersolarparks ins Leben gerufen. Allerdings ist jeder Anleger bei solch einem geschlossenen Fonds am unternehmerischen Risiko beteiligt, was im schlimmsten Fall den kompletten Verlust der Einlage bedeuten kann.

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Zukunftsaussichten der Solar-Aktien

Grundsätzlich sind nachhaltige Investments eine gute Möglichkeit, um etwas für die Umwelt zu tun und zugleich Geld zu verdienen. Allerdings sind die Zukunftsaussichten für Solarunternehmen nicht durchweg positiv. Das hat zum einen etwas mit der Entwicklung am Solarmarkt zu tun und zum anderen mit der stetigen Kaufwut einzelner Unternehmen. Schauen wir uns die Zukunftsaussichten der Solarunternehmen im Detail an:

Solarhersteller haben Probleme mit alter Technologie

Vor wenigen Jahren gab es bereits den ersten Boom bei den erneuerbaren Energien. Die Gewinnung von Strom aus Sonnenenergie stand vor allem dank der staatliche Förderung in Deutschland hoch im Kurs. Verbaut wurden damals überwiegend multikristalline Solarzellen. Mittlerweile kommen diese aber wegen der vergleichsweise hohen Kosten kaum noch in Projekten zur Anwendung. Stattdessen werden die Mono-PERC-Solarzellen genutzt, da sie nicht nur effizienter sind, sondern zudem dem neuen Industriestandard entsprechen. Die Folge: Hersteller von multikristallinen Solarzellen haben das Nachsehen, wenn sie die Entwicklungsphase verpasst haben. Das führt zu deutlichen Diskrepanzen am Markt der Solarhersteller.

Hersteller müssen selbst investieren

Die Hersteller müssen zunächst selbst investieren, um ihre Zellen an den neuesten Standard anzupassen. Darunter sind Weltmarktführer wie:

  • JA Solar
  • JinkoSolar
  • Canadian Solar
  • Hanawah Q-Sells

Um in neue Technologie zu investieren, wird viel Eigenkapital benötigt. Das schmälert natürlich den Gewinn, was unmittelbaren Einfluss auf die Solar-Aktien haben kann. Anleger solcher Wertpapiere sollten sich deshalb darauf einstellen, eine längerfristige Anlagestrategie zu verfolgen, bis sich die Investitionen amortisieren.

Investment in Solar-Aktien: künftig lieber auf dem chinesischen Markt?

Chinesische Unternehmen sind auf dem Markt dominierend. Sie sorgen durch ihre günstigen Preise (bedingt durch die niedrigen Produktionskosten) für eine völlig neue Wettbewerbsorientierung. Das bekommen natürlich auch Unternehmen aus anderen Ländern zu spüren, vor allem aus Deutschland. Die Produktionskosten in Deutschland sind im Vergleich zu anderen Ländern um ein Vielfaches höher, was sich natürlich auf die Preisgestaltung auswirkt. Die große Marktmacht aus China macht es für europäische Unternehmen schwer, dem Preisdruck standzuhalten. Daraus entwickelt sich eine Eigendynamik, die in den nächsten Jahren zu einer starken Ausdehnung der Solarunternehmen führen wird.

Aufkauf und Zusammenschluss von Unternehmen beeinflusst nachhaltige Investments

Um am Markt bestehen zu können, schließen sich viele Unternehmen zusammen oder kaufen kurzerhand die Konkurrenz auf. Auch dadurch entsteht ein völlig neues Machtgefüge, das Wettbewerbsvorteile bringt und Einfluss auf Solar-Aktien hat. Anleger, die in kleinere Unternehmen der Solarbranche investiert hatten, sehen sich häufig mit einer Übernahme konfrontiert. Das Preisdumping fördert jedoch nicht nur die Konkurrenz, sondern macht es zudem schwer, wirklich mit den Solarmodulen Geld zu verdienen. Somit sinkt der Gewinn der Unternehmen weiterhin. Künftig müssen sich Besitzer von Solar-Aktien wohl auf geringere Renditen einstellen. Wer weniger risikoreiche Alternativen zu den Solar-Wertpapieren sucht, findet zahlreiche nachhaltige Investments auf ETFs oder andere Finanzprodukte.

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Für wen ist das Investment in Wertpapiere geeignet?

Das Investment in Solar-Aktien ist für alle Anleger geeignet, die vor allem langfristige Anlagestrategien umsetzen möchten. Wer in Unternehmen der Solarbranche investiert, kann auf diese Weise vom Boom am Markt der nachhaltigen Energien profitieren. Mit dem Wertpapier-Investment sind zwar längerfristige Renditen, nicht aber kurze Gewinnmitnahmen möglich. Investoren in Solar-Aktien haben ein Stimmrecht und können über die Unternehmensgeschicke mitentscheiden. Agiert das Unternehmen erfolgreich, erhalten die Investoren eine jährliche Dividendenauszahlung und haben somit eine weitere Verdienstquelle. Außerdem sind die Anleger bei der Auswahl ihrer Solar-Aktien äußerst flexibel. Mittlerweile gibt es unzählige Unternehmen und Fonds am Markt, in die Anleger investieren können.

Nachteile von Solar-Aktien

Solar-Aktien haben natürlich auch Nachteile. Zum einen ist die Branche äußerst wechselhaft. So werden Kursentwicklungen von politischen Entscheidungen und anderen Marktereignissen beeinflusst. Eine zusätzliche Förderung der alternativen Energien kann beispielsweise den Kurs der Solar-Aktien zum Steigen bringen. Umgekehrt kann ein Wegfall der Förderung das Sinken der Aktien zur Folge haben. Deshalb haben Anleger bei Wertpapieren immer ein hohes Verlustrisiko. Eine feste Rendite gibt es bei Aktien nicht. Im schlimmsten Fall droht sogar der Totalverlust. Ein weiterer Nachteil: die Abgeltungssteuer. Kursgewinne sind seit 2009 steuerpflichtig, was den Gewinn aus Solar-Aktien ebenfalls schmälert.

Fazit: Solar-Aktien für langfristige Anlagestrategien geeignet

Regenerative Energien boomen in den meisten Ländern. Daran partizipieren auch Solarunternehmen. Wer in Solar-Aktien investiert, verfolgt vor allem längerfristige Anlageziele. Anleger können bei guten Unternehmenszahlen auf eine Dividendenzahlung hoffen und von Anstiegen profitieren. Allerdings sind die Wertpapiere mit einem Verlustrisiko (bis hin zum Totalverlust) verbunden. Der Solarmarkt ist stetigen Schwankungen unterlegen und wird zudem von politischen Entscheidungen nachhaltig beeinflusst. Deshalb ist diese Art des nachhaltigen Investments nicht für alle Anleger empfehlenswert. Wer das Risiko verringern möchte, kann auf Aktienfonds setzen. Hier gibt es Themenfonds, die sich auf Solar-Aktien fokussieren. Der Vorteil: die Diversifikation. Dadurch sinkt das Verlustrisiko deutlich. Möchten Sie in Solar-Wertpapiere investieren? Regenerative Energien haben eine große Zukunft vor sich, wenngleich die Solarenergie nur ein geringer Teil davon ist. Schauen Sie sich beim Broker Ihrer Wahl nach passenden Solar-Aktien für Ihr Depot um und partizipieren Sie am Trend für nachhaltige Investments.

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