Die Volatilität in Bezug auf Optionen – Bedeutung der Schwankungsbreite beim Basiswert

Die Volatilität in Bezug auf OptionenBei der Volatilität handelt es sich um die Schwankungsbreite, der ein Basiswert einer Option unterliegt. Die Volatilität bezieht sich dabei immer auf einen bestimmten Zeitraum. Gilt der Basiswert als stabil, ist von einer geringen Volatilität auszugehen. Handelt es sich jedoch um einen Basiswert mit starken Kursschwankungen, ist die Volatilität hoch. In Bezug auf Optionen hat die Volatilität eine wichtige Bedeutung. Verändert sich der Kurs beim Basiswert, so kommt es auch zu Änderungen beim Optionspreis. Diese Änderungen sind zwar nicht identisch, für den Anleger jedoch besonders wichtig.

  • Die Volatilität beschreibt die Schwankungsbreite von einem Basiswert
  • Stabile Basiswerte haben eine geringe Volatilität
  • Instabile Basiswerte haben eine hohe Volatilität
  • Die Volatilität beeinflusst den Optionspreis
plus500Weiter zum Broker Plus500

Die wichtigsten Faktoren für die Preisberechnung von Optionen

Anleger, die sich mit Optionen beschäftigen und hier investieren möchten, sollten die sechs Faktoren kennen, nach denen sich der Optionspreis richtet:

  1. Der Kurs beim Basiswert – der Basiswert ist die wichtigste Grundlage für den Optionspreis. Sein Kurs ist ausschlaggebend für die Einschätzung des Preises.
  2. Die Laufzeit – die Laufzeit der Option hat einen Einfluss auf den Optionspreis. Der Zeitwert sinkt mit einer geringer werdenden Laufzeit.
  3. Der Zinssatz – gemeint ist hier der risikofreie Zinssatz, der am Markt benannt wird. Sein Einfluss ist relativ gering.
  4. Der Ausübungspreis – die Höhe vom Ausübungspreis der Option schlägt sich ebenfalls auf den Optionspreis nieder.
  5. Die Dividende – für die Einschätzung von einem Optionspreis sollte die Dividende mit betrachtet werden.
  6. Die Volatilität – an dieser Stelle wird von der erwarteten Volatilität des Basiswertes gesprochen.

Optionsscheine handelnDie Problematik bei der Volatilität ist, dass sie nicht bestimmt werden kann. Sie unterliegt der reinen Vermutung und basiert auf den Marktentwicklungen der vorangegangenen Zeit. Auf dieser Basis wird eine implizite Volatilität zugrunde gelegt, die den Optionspreis mit beeinflussen kann. Für Anleger, die in Optionen investieren möchten, ist die Volatilität ein besonders wichtiger Faktor, der bei einer Strategieerstellung berücksichtigt werden sollte.

Wichtig: Die Volatilität kann durch das Marktgeschehen beeinflusst werden. Anleger können selbst Einschätzungen über die zu erwartenden Kursschwankungen treffen, wenn sie differenzierte Marktbeobachtungen durchführen.

Plus500 Optionen Handel

Plus500 ermöglicht den Handel von CFD-Optionen

Die Volatilität im Detail – was verbirgt sich dahinter?

Wenn von einer Volatilität in Bezug auf einen Basiswert gesprochen wird, so handelt es sich hierbei um die erwartete Schwankungsbreite, die sich auf den Kurs des Wertes bezieht. Der Basiswert liegt der Option zugrunde. Handelt es sich hierbei um eine Aktie, die in der Vergangenheit eine hohe Stabilität aufgewiesen hat, so ist die zu erwartende Volatilität eher gering gehalten. Anders sieht es bei Wertpapieren aus, die hohen Schwankungen unterliegen. Sie bringen eine sehr hohe Volatilität mit sich. Dies birgt Risiken, aber auch Chancen in Bezug auf die Preisentwicklung der Option.

Die Berechnung der Volatilität erfolgt in der Regel auf Jahresbasis. Die Angabe erfolgt dann in Form von einem Prozentsatz. Für den Optionsanleger ist wichtig zu wissen, dass es hier zwei unterschiedliche Arten gibt, auf die in den nächsten Abschnitten eingegangen wird:

  • Die historische Volatilität von einem Basiswert
  • Die implizite Volatilität von einem Basiswert

Bei der historischen Volatilität handelt es sich um die Entwicklung des Kurses mit Blick auf die Vergangenheit, die implizite Volatilität beschreibt dagegen die zu erwartenden Kursentwicklungen.

Bei der Jahresbasis wird nicht von 365 Tagen ausgegangen, da es sich hier nicht um Handelstage handelt. Die Handelstage eines Jahres werden auf eine Höhe von 252 festgelegt. Das heißt, die Angabe der Volatilität in Prozent bezieht sich auf 252 Handelstage. Für den Anleger ist dies wichtig, wenn er die Volatilität auf den Tag herunterrechnen möchte, um die möglichen Entwicklungen besser einschätzen zu können.

plus500Weiter zum Broker Plus500

Der genaue Blick auf die historische Volatilität

Die historische Volatilität ist eine Grundlage dafür, um die zukünftige Volatilität einschätzen zu können. Sie bezieht sich dabei auf die Kursbewegungen, die ein Basiswert in der Vergangenheit vorgenommen hat. Die historische Volatilität wird als eine Kennzahl angegeben. Die Kennzahl selbst beschreibt die Entwicklung des Kurses innerhalb von 30 Tagen. Dabei ist die Schlusskursbasis besonders wichtig.

Inwiefern ist die historische Volatilität für die Einschätzung einer Option notwendig? Möchten Sie in Optionen investieren, stehen Sie vor der Frage, wie sich der Kurs des Basiswertes entwickeln wird. Sie können sich hier für eine relativ sichere Variante entscheiden und einen Basiswert wählen, der in der historischen Volatilität keine großen Schwankungen zeigt. Die Wahrscheinlichkeit, dass es hier auch zukünftig zu höchstens geringen Schwankungen kommen wird, ist groß. Sie können jedoch auch das Risiko erhöhen – und damit die Chancen auf hohe Kursgewinne steigern – indem Sie sich für einen Basiswert entscheiden, bei dem die historische Volatilität starke Schwankungen aufweist. Die hohe Volatilität ist Chance und Risiko zugleich. Genaue Marktbeobachtungen sind notwendig, um im Rahmen der Optionsstrategie schnell reagieren zu können.

Tipp: Ein Blick auf die historische Volatilität sollte sich nicht nur auf die vergangenen 30 Tage beziehen. Normalerweise haben Sie die Möglichkeit, auch über einen längeren Zeitraum hinaus in die Vergangenheit zu schauen. Die Kursentwicklungen werden in Kennzahlen festgehalten und können über Charts miteinander verglichen werden. Übersichtliche Charts, in denen die Kursschwankungen über die Jahre hinweg deutlich gemacht werden, helfen bei weiteren Einschätzungen.

Plus500 Optionen Auswahl

Bei Plus500 können sich Anleger zwischen zahlreichen Optionen entscheiden

Die implizite Volatilität in Bezug auf Optionen

Die beste Trading-StrategieDie historische Volatilität ist einer der Faktoren, der bei der Einschätzung der möglichen Preisentwicklung bei Optionen helfen kann. Ebenfalls wichtig ist jedoch auch die implizite Volatilität. Hierbei handelt es sich um Kann-Werte. Die implizite Volatilität kann nicht festgelegt werden, da Kursschwankungen in der Zukunft lediglich mit Schätzwerten angegeben werden. Daher beschreibt die Volatilität die Schwankungsbandbreite bei einem Basiswert, die für die Zukunft erwartet wird. Die wichtigsten Faktoren für die Kursveränderung sind:

  • Angebot
  • Nachfrage

Während die historische Volatilität ein fester Wert ist, handelt es sich bei der impliziten Volatilität um eine Größe, die immer wieder kontinuierlichen Veränderungen unterliegt. Bereits innerhalb von einem Handelstag ist es möglich, dass starke Schwankungen ausgemacht werden können. Wenn sich Put-Optionen einer großen Nachfrage erfreuen, so steigt die implizite Volatilität und mit ihr der Optionspreis.

Einen Einfluss auf die Veränderungen der Volatilität haben unter anderem neu veröffentlichte Quartalszahlen, Wirtschaftsdaten und unerwartete Ereignisse am Markt. Zeigt sich an der Börse ein Abfall der Kurse, ist eine erhöhte Volatilität zu erwarten. Dies hängt damit zusammen, dass die Unsicherheit der Anleger steigt. Die Preise für Optionen steigen an. Verzeichnet die Börse in erster Linie Kursanstiege, ist dies für die Händler ein sicheres Zeichen. Die Börse ist ruhig, die Volatilität überschaubar und die Optionspreise sinken.

Hinweis: Ein Blick auf die implizite Volatilität kann dabei helfen besser einzuschätzen, welche Optionen in die persönliche Strategie rund um die Geldanlage aufgenommen werden sollen.

plus500Weiter zum Broker Plus500

Mit dem Optionen-Grieche Vega die Volatilität einschätzen

In Bezug auf die Volatilität kann sich ein Blick auf die sogenannten Optionen-Griechen lohnen. Diese Kennzahlen helfen dabei einschätzen zu können, wie sich die Preisentwicklung von Optionen zukünftig verändern wird. Der Grieche „Vega“ bezieht sich dabei auf die zu erwartenden Kursschwankungen des Basiswertes, die auch als Volatilität bezeichnet werden. Bewertet werden die zu erwartenden Schwankungsbreiten innerhalb der Laufzeit der Option.

Bei einer sinkenden Volatilität wird sich der Kurs des Basiswertes kaum verändern. Der Preis für die Optionen bleibt gleich oder kann sinken. Bei einer steigenden Volatilität ist dagegen auch eine Preissteigerung bei den Optionen zu erkennen. Vega orientiert sich bei der Zusammenstellung am Ausübungspreis der Option sowie an deren Laufzeit. Bei kurzen Laufzeiten ist nicht damit zu rechnen, dass eine sich verändernde Volatilität einen schlechten Einfluss auf den Optionspreis hat. Ganz anders sieht es allerdings aus, wenn Sie sich für Optionen mit einer langen Laufzeit entscheiden. Hier spielt die Volatilität eine große Rolle und kann den Preis der Optionen entscheidend beeinflussen.

Optionsanleger, die Vega als einen Faktor bei der Einschätzung hinzuziehen möchten, können hier auf spezielle Indikatoren zurückgreifen. In der Regel erfolgt bei diesen die Angabe der aktuellen Volatilität in Prozent, die Höhe der aktuellen Optionsprämie, der derzeitige Kurs beim Basiswert sowie das Vega. Vega wird als Dezimalzahl dargestellt. Ein Vega von 5,00 zeigt eine zu erwartende Optionspreissteigerung von 5 Euro je zunehmenden Prozentpunkt der Volatilität.

Plus500 Demokonto

Plus500 bietet neben dem Live-Konto auch ein Demokonto zur Verfügung

Die implizite Volatilität effektiver verstehen und nutzen

Trading mit HandelsplattformBei der Zusammenstellung einer Strategie kann die Volatilität für Sie als Anleger eine wichtige Rolle spielen. Anhand von Beispielen lässt sich deutlich machen, wie die implizite Volatilität zu verstehen ist:

Beispiel 1:

Mit dem Kauf einer Put-Option, die aus dem Geld liegt, entscheiden sich Anleger, auf einen Kursverfall beim Basiswert zu setzen. Die zu erwartenden fallenden Preise erhöhen die implizite Volatilität. Dadurch steigt der Wert der Option an. Dies wird auch im Vega dargestellt, wenn Sie den Indikator für die Einschätzung einer Strategie einsetzen.

Beispiel 2:

Mit dem Kauf einer Call-Option, die aus dem Geld liegt, hofft der Anleger darauf, dass die Börse steigt. In diesem Fall würde der Optionspreis steigen. Die Volatilität nimmt dann jedoch ab. Das heißt, das Vega kann sich negativ auf die weitere Preisentwicklung auswirken. Es kann passieren, dass der erwartete Anstieg der Optionsprämie nicht eintritt.

Wichtig: Die Volatilität und ihre erwartete Höhe ist gleichzeitig auch ein Hinweis auf die Erwartungen der Teilnehmer am Markt. Wenn eine niedrige Volatilität angesetzt wird, ist mit weniger Bewegungen am Markt zu rechnen.

Für Sie als Anleger ist es wichtig zu wissen, dass die implizite Volatilität jederzeit Änderungen vollziehen kann. Sie ist nur einer von verschiedenen Indikatoren, die einen Hinweis auf eine Entwicklung der Optionspreise geben können. Es ist jedoch nicht empfehlenswert, sich allein auf die implizite Volatilität zu verlassen. Schon kleine und unerwartete Änderungen am Markt können dafür sorgen, dass sich die erwarteten Kursschwankungen nicht einstellen.

plus500Weiter zum Broker Plus500

Der Blick auf die Laufzeitstruktur und die Volatility Skew

Stopp Loss TradingUm die implizite Volatilität als Thema beim Handel mit Optionen umfassend darstellen zu können, müssen auch die Laufzeitstruktur und Volatility Skew beachtet werden.

Bei der Laufzeitenstruktur werden die Unterschiede der impliziten Volatilität bei Optionen, die unterschiedliche Verfallsdaten und gleiche Ausübungspreise haben, beschrieben. Wenn Optionen denselben Ausübungspreis haben, dabei aber über ein unterschiedliches Verfallsdatum verfügen, wirkt sich dies auf die implizite Volatilität aus und damit gibt es auch Unterschiede bei den Preisen. So steigt die Volatilität beispielsweise an, wenn Veränderungen am Markt anstehen. Erreicht eine der Optionen den Zeitraum, in dem die Marktveränderungen erwartet werden, jedoch nicht, die andere dagegen schon, weisen sie eine unterschiedliche implizite Volatilität auf.

Der Volatility Skew dagegen bezieht sich auf Optionen, die unterschiedliche Ausübungspreise aber gleiche Laufzeiten haben. Liegt die Put-Option beispielsweise am oder im Geld, hat sie eine niedrigere implizite Volatilität, als eine Put-Option, die aus dem Geld liegt. Der Effekt hat die Bezeichnung „Volatility Skews“. Mit diesem Indikator können Anleger einschätzen, welche Optionen günstig oder teuer sind. Verfügen Put-Optionen über eine höher implizite Volatilität, gelten sie zwar als relativ teuer, werden aber auch als gute Absicherung im Falle von einem Börsen-Crash gesehen.

Gerade im Rahmen vom Risikomanagement spielen die Laufzeitstruktur und Volatility Skew für Anleger also eine wichtige Rolle und sollten in die Einschätzung mit aufgenommen werden.

Plus500 Website

Die Website des Brokers Plus500

Fazit: Die Volatilität hat einen hohen Einfluss auf Handlungen von Optionsanlegern

Nicht nur beim Handel mit Optionen, auch bei anderen Geldanlagen spielt die Volatilität eine große Rolle. Die zu erwartenden Schwankungen bei den Kursen eines Basiswertes haben einen erheblichen Einfluss auf die Preisentwicklung. In Bezug auf die Optionen trifft dies nicht nur die Preisentwicklung des Basiswertes. Auch die Optionsprämie kann, im Rahmen der Volatilität, steigen oder fallen. Für Sie als Anleger spielt die Volatilität daher als Faktor bei der Strategie hinein.

Sowohl die historische als auch die implizite Volatilität müssen dabei betrachtet werden. Diese wirken als Faktoren auf mögliche Preisentwicklungen ein. Da sich die Preise der Optionen nicht in gleicher Höhe verändern, wie die Preise der Basiswerte, ist eine differenzierte Einschätzung umso wichtiger. Der Grieche Vega ist dabei eine große Hilfe.

Auch wenn die Volatilität als Faktor auf den ersten Blick komplex klingt, so können gerade auch Einsteiger mit diesem Indikator sehr gut arbeiten. Da die Kursschwankungen generell in Bezug auf die Preisentwicklungen am Markt eine wichtige Rolle spielen, setzen sich Einsteiger von Beginn an mit der Volatilität auseinander. Dies sollte bei Optionen ebenfalls so gehalten werden, um reagieren zu können, wenn sich Veränderungen der Volatilität zeigen.

plus500Weiter zum Broker Plus500

Hier haben Sie die Möglichkeit den Artikel zu Kommentieren. Bitte beachten Sie die Nettiquete.


    © 2018 - brokervergleich.net | auch auf Google+

    Zum Anbieter DEGIRO