Grüne Aktien – auf Nachhaltigkeit setzen und erfolgreich in Umweltunternehmen investieren

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Grüne Aktien sind landläufig unter dem Begriff „Öko-Aktien“ oder „Umweltaktien“ bekannt. Anleger können beispielsweise in Wertpapiere von Unternehmen investieren, die sich mit umweltfreundlicher Entsorgung oder der Bekämpfung von Verunreinigungen und Abfällen befassen. Zu den „grünen Geschäften“ gehört unter anderem die Wasseraufbereitung, Solarenergie und Windenergie. Wer in Umweltaktien investieren möchte, hat also zahlreiche Möglichkeiten. Wie dies genau geht und welche Vorzüge nachhaltige Investments bieten, erläutern wir in diesem Artikel.

  • Nachhaltiges Investment Standards des europäischen Dachverbandes definiert
  • Grüne Aktien können aus verschiedenen Branchen kommen
  • neben Einzelaktien auch Themenfonds für Diversifikation verfügbar
  • Investoren können sich an NAI für grüne Aktien orientieren

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Nachhaltige Investments – was ist das überhaupt?

In immer mehr Medien werden die sogenannten „grüne Aktien“ oder das nachhaltige Investment erwähnt. Doch was versteckt sich hinter diesen Begriffen eigentlich? Das Bewusstsein in der Bevölkerung für die Umweltverschmutzung und Ressourcenverschwendung hat in den letzten Jahren ungemein zugenommen. Deshalb befassen sich viele Anleger damit, wie sie investieren können, ohne der Umwelt zu schaden oder schlechte Arbeitsbedingungen zu unterstützen. Es gibt mittlerweile viele Unternehmen, die auf nachhaltige Investments setzen.

Breites Spektrum für grüne Aktien

Die Auswahl an grünen Aktien ist enorm gewachsen. Investoren können Einzelaktien erwerben oder in ökologisch sinnvolle Projekte über Fonds und andere Finanzinstrumente investieren. Nachhaltige Investments werden anhand von drei Aspekten definiert:

  • Ökologie
  • Nachhaltige Unternehmensführung
  • Soziales

Mittlerweile hat der europäische Branchen-Dachverband für nachhaltige Investment Standards zur Definition der Nachhaltigkeit von Fonds und Wertpapieren entwickelt. Mittlerweile gibt es rund 400 Publikumsfonds im deutschsprachigen Raum, die nachhaltig orientiert und in denen über 40 Milliarden Euro angelegt sind.

Grüne Aktien aus unterschiedlichen Branchen

Die Erfahrungen zeigen, dass Umwelt-Aktien aus unterschiedlichen Branchen kommen. Der Fokus liegt auf technischen Unternehmen, die etwa Solaranlagen oder Windkraftwerke produzieren oder diese betreiben. Zudem gibt es zahlreiche Öko-Aktien, die aus dem Bekleidungsbereich oder dem IT-Sektor stammen. Ein Blick in den NAI – den Natur-Aktien-Index – gibt Aufschluss über die internationalen Unternehmen, die erfolgreiche Öko-Vorreiter in ihrer Branche sind.

Nachhaltige Investments basieren auf dem NAI

Im NAI sind 30 internationale Unternehmen zusammengefasst, die in besonders hohem Maß als Öko-Vorreiter hinsichtlich ihres Wirtschaftens gelten. Der Index existiert bereits seit 1997 und orientiert sich an den grünen Geldanlagen. Angeboten wird er von SECURVITA. Aufgenommen werden Unternehmen, die die verbindlichen NAI-Kriterien erfüllen. Um sich einen Überblick über die bekanntesten und stärksten Umweltaktien zu verschaffen, ist dieser Maßstab für die ökologische Geldanlage geeignet. Im Vergleich zu konventionellen Wertanlagen entwickelte sich die grünen Aktien in den letzten Jahren deutlich besser, sodass das Vorurteil, dass Öko-Aktien weniger renditestark seien, längst nicht mehr zutrifft.

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NAI-Aktien im Überblick

Um in den Index aufgenommen zu werden, müssen Unternehmen ökologische und/oder ethisch-soziale Kriterien erfüllen. In regelmäßigen Abständen wird dies durch den NAI kontrolliert. Wie an der Zusammensetzung zu erkennen ist, sind viele Unternehmen seit etlichen Jahren am Markt aktiv. Aber es gibt auch grüne Aktien von Firmen, die erst seit 2012 oder gar 2016 am Markt sind. Schauen wir uns die Länder der vertretenen Unternehmen an, fällt auf, dass nachhaltige Investments vor allem in den USA möglich sind. Grüne Aktien im NAI sind beispielsweise:

  • Tesla (USA)
  • Interface (USA)
  • Steelcase (USA)
  • Gaia (USA)

Die Branchen sind sehr unterschiedlich. Es gibt zahlreiche Unternehmen aus den Bereichen Energie, Ökoprodukte, Wassermanagement und Recycling. Allerdings gibt es auch Öko-Aktien, die vielleicht auf den ersten Blick gar nicht als solche erkennbar sind. Bestes Beispiel ist der Hersteller von Einrichtungsgegenständen „Steelcase“.

Wie werden grüne Aktien hinsichtlich ihrer Anlageziele bewertet?

Anleger können mit verschiedenen Konzepten Umweltaktien bewerten. Zur Klassifizierung der Nachhaltigkeit gibt es:

  • Best-in-Class-Ansatz
  • Ausschlussprinzip
  • Themenfonds

Schauen wir uns die verschiedenen Ansätze für das Investment in Öko-Aktien einmal näher an. Beim Best-in-Class-Ansatz werden Wertpapiere von Staaten oder Unternehmen selektiert, die im Vergleich besonders nachhaltig wirtschaften oder eine effiziente Umweltpolitik verfolgen. Investieren können Anleger nicht nur in einzelne grüne Aktien, sondern auch in Aktienfonds. Allerdings kann es dann dazu kommen, dass Investoren ihr Kapital in Chemiefirmen investieren. Ist solch ein Unternehmen im Vergleich zur Konkurrenz weniger belastend für die Umwelt, kann es nach dem Best-in-Class-Ansatz in einen Fonds aufgenommen werden.

Ausschlussprinzip für nachhaltige Investments

Der zweite strategische Ansatz, um entsprechende Umweltaktien für das Investment zu finden, ist das Ausschlussprinzip. Hier werden von den Investoren Negativkriterien definiert oder Standards übernommen. Sie werden etwa durch den europäischen Dachverband für nachhaltige Geldanlagen Eurosif vorgegeben. Kritische Branchen werden bei solchen Investments von vornherein ausgeschlossen, darunter:

  • Atomindustrie
  • Waffenindustrie
  • Ölindustrie

Auf diese Weise wird sichergestellt, dass Anleger nicht in Öko-Aktien investieren, die zu den kritischen Branchen zählen und rationell nichts mit grünen Wertpapieren zu tun haben.

Grüne Aktien über Themenfonds anlegen

Eine weitere Strategie ist das Investment in Themenfonds. Hier können Investoren gezielt nach Branchen ihre Öko-Aktien auswählen. Solche Fonds können in Wasserkraft oder Windenergie sowie umweltfreundliche Projekte zum Klimaschutz investieren.

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Renditemöglichkeiten bei Öko-Aktien

Noch vor einigen Jahren waren grüne Aktien weniger beliebt, denn sie hatten immer einen gewissen Öko-Touch. Die Vorteile waren nicht auf den ersten Blick erkennbar, sodass sich nur wenige Anleger an Umweltaktien trauten. Doch nachhaltige Investments bedeuten nicht, dass die Anlagen schlechtere Renditen bringen als konventionelle Methoden. Oftmals sind die Investitionen in Öko-Aktien sogar deutlich erfolgreicher. Schauen wir auf die Angaben der Fondsratingagentur Morningstar, bestätigt sich dieser Eindruck. Die weltweiten Wertpapiere in den Fonds, die sich mit nachhaltigen Investments befassen, haben in den letzten fünf Jahren renditestärker abgeschnitten als die Welt-Aktienfonds konventioneller Unternehmen.

First State Asia Pacific Sustainability Fund

Schauen wir uns die Performance des First State Asia Pacific Sustainability Fund an, muss er sich hinter dem Vergleichsindex asiatischer Wertpapiere nicht verstecken. Der First State Asia Pacific Sustainability Fund schlägt ihn sogar regelmäßig. Überdurchschnittlich hohe Renditen waren ebenso bei EF Global Sustainable znd Carnegie Worldwide Ethical zu beobachten.

Höheres Anlagerisiko bei grünen Aktien?

Mit einer fundierten Auswahl der Umweltaktien ist das Anlagerisiko vergleichbar mit dem konventioneller Wertpapiere. Allerdings agieren einige Anleger einfach aus dem Gefühl heraus, Gutes tun zu wollen und überstürzen daher oftmals ihr Investment. Dadurch erhöht sich natürlich das Anlagerisiko. Wer jedoch in Öko-Aktien nach vorheriger grundlegender Analyse der Marktsituation oder der Performance der Fonds agiert, hat erfahrungsgemäß ein ähnliches Risiko bei allen anderen Wertpapierinvestments.

Wie viel Kapital benötige ich für das Investment in Umweltaktien?

Um in grüne Aktien zu investieren, benötigen Anleger nicht zwangsläufig einen hohen Eigenkapitalanteil. Wer das direkte Investment nutzt und Öko-Aktien mit Unternehmensbeteiligung erwirbt, muss für mehrere Wertpapiere meist zwischen 1.000 Euro und 5.000 Euro ausgeben. Allerdings ist beim Kauf von Einzelaktien auf eine Risikostreuung zu achten. Eine Anlageposition im Portfolio sollte nie zehn Prozent überschreiten.

In Fonds schon mit geringen Beträgen investieren

Wer weniger Eigenkapital zur Verfügung hat, kann schon mit Beträgen im dreistelligen Bereich in Umweltaktien investieren. Bei Fonds sind bereits ab 100 Euro oder weniger nachhaltige Investments zu bekommen. Zusätzlich werden häufig für die aktiv gemanagten Fonds Gebühren erhoben. Auch diese sollten bei der Kostenkalkulation und der Investmentsumme berücksichtigt werden. Anleger, die in den Ökoworld Ökovision Classic C investieren, müssen jährlich Managementgebühren in Höhe von mindestens 2,5 Prozent der investierten Summe zahlen. Diese Kosten werden natürlich vom Gewinn abgezogen. Allerdings bringt dieser Fonds erfahrungsgemäß weniger Rendite als manch anderer Themenfonds rund um grüne Aktien. Deshalb sollten Anleger vor dem Investment genau prüfen, ob Performance und Rendite passen. Andernfalls kann der Themenfonds mehr kosten, als dass er überhaupt Rendite einbringt. Um dies zu vermeiden, ist die Performanceanalyse vor dem Fondsinvestment entscheidend.

Hinweis: Wer in Fonds investiert, sollte eine Haltedauer von mehreren Jahren avisieren. Damit lassen sich Wertverluste bei Kurseinbrüchen aussitzen und mit einer längeren Laufzeit ausgleichen.

Tipp: Wasser als grüne Aktien

Wasser ist die wichtigste Ressource, die es überhaupt auf dem Blauen Planeten gibt. Die Nachfrage steigt aufgrund der demografischen Entwicklung ständig, allerdings sinkt zeitgleich das Angebot. Frisches und vor allem sauberes Wasser ist rar geworden. Die Gründe dafür sind vielseitig:

  • Absinken des Grundwassers
  • Versiegende Wasserquellen
  • Klimawandel
  • Zunehmende Verschmutzung

Allein in den USA hat sich der Wasserverbrauch verdreifacht. In anderen bevölkerungsstarken Ländern wie China und Indien ist der Wasserbedarf ebenfalls enorm gestiegen. Die Zahlen zeigen es: Der globale Wasserverbrauch verdoppelt sich etwa alle 20 Jahre und damit doppelt so schnell wie das Bevölkerungswachstum.

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Nachhaltige Investments profitieren von steigender Wassernachfrage

Wegen der steigendem Wassernachfrage muss die Infrastruktur zur Wasserversorgung neu konzipiert und verbessert werden. Davon profitieren weltweit große Unternehmen aus den verschiedenen Bereichen. In den USA ist das beispielsweise American Water Works. Das Unternehmen besteht bereits seit 1886 und ist führend am US-Markt. Durch die Übernahme von Konkurrenten wie Keystone Clearwater Solutions konnte American Water Works seine Marktanteile stetig ausbauen. Für die unternehmenseigene Aktie waren solche strategischen Schritte natürlich positiv. Der Kurs schaffte es, in den letzten Jahren über 200 Prozent zu steigen. Seit 2008 können die Besitzer der Wertpapiere sogar auf eine ansehnliche Dividende hoffen.

Global Water Index von Standard&Poor’s als Investitionsmöglichkeit

Der Global Water Index umfasst Wasser-Aktien internationaler Unternehmen. Der Index konnte in mehr als zehn Jahre ein Plus von über 50 Prozent verzeichnen. 2016 konnte er zum Jahresende fast ein Drittel zulegen.

Chancen und Risiken beim Wertpapierhandel

Grüne Aktien können zwar erfolgreich sein, aber sie bergen auch Risiken. Schauen wir uns an, welche Vorzüge das Investment in Wertpapiere bieten kann. Wer in Umweltaktien oder konventionelle Wertpapiere investiert, kann direkt an den Kurssteigerungen partizipieren. Die möglichen Renditen sind häufig deutlich höher als bei festverzinslichen Anlagen wie Anleihen. Außerdem sind die Inhaber der Wertpapiere an der Unternehmensentwicklung beteiligt, denn sie erwerben mit ihren Wertpapieren meist ein Stimmrecht. Ein weiterer Vorzug der Wertpapiere: Im besten Fall erhalten die Aktienbesitzer eine Dividende, die ebenfalls die Rendite erhöht. Aktien lassen sich aufgrund des meist hohen Handelsvolumens schnell kaufen oder verkaufen. Auf diese Weise können Anleger ihre Umweltaktien bei turbulenten Marktverhältnissen schnell verkaufen oder sie bei einer günstigen Marktlage kaufen.

Hinweis: Das Investment in Wertpapiere ist vor allem für längerfristige Anlagestrategien geeignet. Deshalb sollten Aktien mehrere Monate, wenn nicht sogar Jahre gehalten werden. Auf diese Weise werden Kursverluste langfristig ausgeglichen.

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Risiken bei Öko-Aktien

Wer in Öko-Aktien oder konventionelle Wertpapiere investiert, muss natürlich auch mit Risiken rechnen. Eines der größten Risiken ist der Totalverlust des Investments. Geht ein Unternehmen pleite, können die Anleger ihre gesamten Einlagen verlieren. Bei grünen Aktien ist es durchaus möglich, dass einige kleinere Unternehmen sich gegenüber Branchenriesen trotz der aufstrebenden nachhaltigen Investments nicht durchsetzen können und insolvent gehen. Außerdem kann es zum temporären Fall der Aktienkurse oder zum Ausbleiben der Dividende kommen. Hier ist bei den Anlegern Geduld gefragt, um schwierige Marktsituationen durch längerfristige Investments zu überstehen.

Fazit: Grüne Aktien bieten ebenfalls Renditechancen

Nachhaltige Investments sind in den letzten Jahren immer mehr im Kommen. Das Bewusstsein der Anleger für ökologisch und sozial nachhaltige Investitionen ist enorm gestiegen. Viele Länder und Unternehmen denken um und befassen sich mit einer nachhaltigen Produktion oder besseren sozio-ökonomischen Arbeitsbedingungen. Grüne Aktien gibt es deshalb aus unterschiedlichen Bereichen. Neben den Umwelt-Geschäftsfeldern gehören die Bereich Bekleidung oder Nahrungsmittel dazu. Es gibt feste Standards des europäischen Dachverbandes, durch die nachhaltige Investments klar definiert sind. Damit fällt für die Anleger die Auswahl deutlich einfacher. Wer jedoch nicht nur in einzelne Aktien investieren, sondern das Risiko streuen und mit einem breiteren Portfolio arbeiten möchte, kann in Themenfonds investieren. Sie bestehen aus verschiedenen Öko-Aktien aus spezialisierten Bereichen, wie beispielsweise Windenergie oder Solarenergie. Wie die Performance-Auswertungen zeigen, können nachhaltige Investments ähnliche Renditen erzielen wie konventionelle Wertpapieranlagen. Möchten Sie mit einem guten Gewissen investieren und Umweltprojekte fördern? Schauen Sie sich bei der Vielzahl der grünen Aktien doch einmal um.

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