Apple-Aktie: Unternehmen 2018 erstmals eine Billion Dollar wert

DeGiro LogoApple hat als erstes amerikanisches Unternehmen einen Börsenwert von einer Billion Dollar erreicht. Die Aktie legte Anfang August um 2,7 Prozent zu und war 207,05 Dollar wert. Dies war ein Cent mehr als nötig, um einen Börsenwert von einer Billion zu erreichen. Zuvor legte Apple seine Quartalsbilanz vor, die ebenfalls für Optimismus sorgte. Allerdings konnte bereits vor einigen Jahren ein chinesisches Unternehmen einen höheren Börsenwert erzielen. Apple war damit nicht das erste Unternehmen, dem dieses Kunststück gelungen ist. Dennoch ist Apple derzeit sehr erfolgreich, was sich auch auf die Aktie des Unternehmens sehr positiv auswirkt.

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So wertvoll wie 15 DAX-Unternehmen zusammen

Das Unternehmen ist nun alleine soviel wert, wie die 15 größten deutschen Unternehmen im DAX zusammen. Zum Vergleich: SAP ist aktuell rund 122 Milliarden Euro wert und Siemens etwa 100 Milliarden. Das es Apple irgendwann schafft, als erstes amerikanische Unternehmen einen Börsenwert von über einer Billion zu erreichen, war für Experten nur eine Frage der Zeit.

Apple ist sicher eines der bekanntesten und erfolgreichsten Unternehmen aller Zeiten. Dies war 1976 wohl noch nicht abzusehen, als Steve Jobs mit Steve Wozniak und Ron Wayne in einer Garage das Unternehmen gründeten. Die Erfolgsgeschichte von Apple ist heute legendär und sicher vielen Menschen bekannt.

Beginn mit Bau von PCs

Die Gründer begannen mit dem Bau von PCs und der Entwicklung eines eigenen Betriebssystems. Allerdings kamen nach Jahren des Erfolgs in den 1990er Jahren Probleme auf. Damals war Apple beinahe am Ende. Auch Steve Jobs verließ einige Jahre das Unternehmen. Später kehrte er als Berater zurück und wurde später Teil des Vorstands. Gemeinsam brachte man nach dem iPod das iPhone und das iPad auf den Markt. Vor seinem Tod im Herbst 2011 übergab Steve Jobs die Führung des Unternehmens an seinen Nachfolger Tim Cook.

Auch unter Tim Cook blieb das Unternehmen erfolgreich. Der vorläufige Höhepunkt ist nun wohl erreicht: Apple ist das wertvollste amerikanische Unternehmen, dass an der Börse notiert ist. Amazon, Microsoft oder Alphabet sind von der Billionen-Marke noch ein ganzes Stück entfernt. Amazon ist derzeit rund 876 Milliarden Dollar Wert, Alphabet 853 Milliarden.

Einen höheren Börsenwert erreichte bisher nur der chinesische Ölkonzern PetroChina. Nach dem Börsendebüt in Shanghai war das Unternehmen 2007 rund 1,1 Billion Dollar Wert. Heute liegt der Wert des Unternehmens bei rund 200 Milliarden Dollar.

Seit 1980 an der Börse

Apple ist schon seit 1980 an der Börse. Seitdem stieg der Wert des Unternehmens um 50.000 Prozent an. Der Erfolg des Unternehmens ist sicher vor allem in den zwar teuren, aber weltweit beliebten iPhones zu sehen. Allerdings stagnieren derzeit die Verkaufszahlen. Samsung und Huawei konnten massiv aufholen. Aktuell ist Apple nur noch der drittgrößte Smartphone-Hersteller. Dennoch konnte Apple im letzten Quartal seinen Gewinn um fast ein Drittel auf 11,5 Milliarden Dollar steigern. Der Gesamtumsatz des Unternehmens betrug im dritten Quartal 2018 53,3 Milliarden Dollar und stieg damit um 17 Prozent. Analysten gingen von einer etwas niedrigeren Summe von 52,3 Milliarden Dollar aus. Dies hatte zur Folge, dass der Gewinn je Aktie 2,34 Dollar betrug. Analysten gingen von 2,18 Dollar aus.

Viele Einnahmen durch Dienstleistungen

Einen Großteil seiner Einnahmen generiert Apple auch aus App-Verkäufen, dem Musikdienst Apple Music und Cloud-Anwendungen. Zukünftig will man sich bei Apple weniger auf Smartphones konzentrieren, sondern andere Bereiche wie den Bezahldienst Apple Pay ausbauen. Im letzten Quartal erzielte Apple mit seinen Dienstleistungen einen Umsatz von 9,5 Milliarden Dollar und konnte diesen damit im Vergleich zum Vorjahresquartal um 31 Prozent erhöhen. Dies waren 400 Millionen Dollar mehr als zuvor erwartet. Bei seinen Dienstleistungen will Apple bis zum Jahr 2021 einen Umsatz von 50 Milliarden Dollar im Jahr erreichen.

Die Dienstleistungen von Apple haben sich hinter dem iPhone als zweitgrößte Sparte des Unternehmens etabliert. Beispielsweise lag die Anzahl Transaktionen bei Apple Pay im letzten Quartal bei mehr als einer Milliarde. Dies war dreimal so viel wie noch vor einem Jahr. Apple Pay ist bislang noch nicht weltweit verfügbar. In Deutschland soll der Bezahldienst in den nächsten Monaten starten.

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Umsatz für weitere Produkte nimmt zu

Obwohl der Erfolg von Apple noch immer eng mit dem iPhone verbunden ist, kommen nach und nach andere Produkte hinzu, die wichtige Umsatzquellen werden. Zwei Beispiele sind die Apple Watch und die Airpod-Kopfhörer, die ohne Kabel funktionieren. Beide Produkte werden immer mehr verkauft. Bei seinen sonstigen Produkten wie der Apple Watch oder Apple TV konnte das Unternehmen im letzten Quartal die Umsätze um 37 Prozent auf 3,7 Milliarden Dollar steigern.

Hohe Erwartungen der Anleger übertroffen

Das Unternehmen übertraf mit seinen Geschäftszahlen die ohnehin hohen Erwartungen der Anleger. Im letzten Quartal wurden weltweit 41,3 Millionen neue iPhones verkauft. Vor allem die Nachfrage für das neue iPhone X war hoch. Dieses Gerät kostet in Deutschland 1.149 Euro und ist damit sehr teuer. Aus diesem Grund kamen zu Jahresbeginn Gerücht auf, Apple hätte hiermit eine Fehlentscheidung getroffen. Diese Einschätzung bestätigte sich nicht.

Positiver Ausblick

Für das nächste Quartal geht der Vorstandsvorsitzende Tim Cook davon aus, dass sein Unternehmen einen Umsatz von 60 bis 62 Milliarden Dollar erreichen kann. Auch dies ist mehr als Beobachter und Anleger bislang erwartet hatten. Der aktuelle Ausblick ist besonders wichtig, da Apple im vierten Quartal traditionell neue Produkte vorstellt. Derzeit geht man davon aus, dass drei neue iPhone-Modelle in Planung sind. Der Sommer ist traditionell auch für große Konzerne traditionell eher schwach. Auch aus diesem Grund ist es denkbar, dass die Zahlen von Apple im nächsten Quartal nochmals besser ausfallen könnten.

Die DEGIRO Konditionen auf einen Blick

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Smartphone-Markt gesättigt

Allgemein sind Experten der Ansicht, dass der Markt für Smartphones gesättigt ist. Ein Hersteller kann hier kaum noch Wachstum durch Marktwachstum erreichen, sondern nur, indem er Marktanteile von der Konkurrenz übernehmen kann. Apple ist in den letzten Jahren zu einer besonders starken Marke geworden und hat sich eine treue Fangemeinde aufgebaut. Apple entwickelt sich zunehmenden zu einem eigenen Mikrokosmos. Das Unternehmen entwickelt Hard- und Software und wer einmal von einem Apple-Produkt überzeugt ist, kauft die Produkte des Unternehmens immer wieder.

Warten auf die Billionen-Marke

Apple musste länger auf die Billion warten, als zunächst gedacht. Zunächst ging aus dem Quartalsbericht, den man bei der amerikanischen Börsenaufsichtsbehörde SEC eingereicht hatte, hervor, dass man die Anzahl der ausstehenden Aktien im letzten Quartal von 4,92 Milliarden auf 4,83 Milliarden verringert hatte. Damit erhöhte sich der Aktienkurs, der den Börsenwert auf eine Billion ansteigen lässt von 203,45 Dollar auf 207,05 Dollar. Obwohl der Kurs der Apple-Aktie bereits in den Tagen vor dem Rekord hoch war, mussten die Anleger sich noch ein wenig gedulden.

Aktie gewann 2017 und 2018

In diesem Jahr legte die Aktie von Apple insgesamt um fast 20 Prozent zu. Im letzten Jahr lag das Plus bei 46 Prozent. Apple kündigte zudem an, seine Dividendenausschüttungen um 16 Prozent zu erhöhen. Zwar erhöhte das Unternehmen bereits mehrfach die Dividende, dies ist jedoch die höchste Erhöhung bislang. Für jede Aktie werden damit 0,73 Dollar ausgeschüttet. Die Dividendenrendite liegt aktuell bei 1,57 Prozent. Aufgrund der hohen Gewinne werden allerdings nur 25 Prozent davon als Dividende ausgeschüttet. Aus diesem Grund könnte es auch in Zukunft Dividendenerhöhungen geben.

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Mehr als zehn Jahre keine Dividendenausschüttungen

Zwischen 1995 und 2012 schüttete Apple keine Dividenden aus. Seit 2010 gab es hieran immer mehr Kritik. Im Juli 2012 wurden dann wieder Dividenden gezahlt, was mit den gestiegenen Finanzreserven auf rund 100 Milliarden Dollar begründet wurde. Die damalige Dividende lag bei 0,38 Dollar pro Quartal. Zudem wurde damals ein erstes Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von zehn Milliarden Dollar gestartet. Ein weiteres dauerte von April 2016 bis März 2018 und hatte einen Gesamtumfang von insgesamt 175 Milliarden Dollar. Die Dividende wurde in dieser Zeit auf 0,57 Dollar im Quartal angehoben.

Neues Aktienrückkaufprogramm angekündigt

Des Weiteren kündigte Apple ein neues Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von 100 Milliarden Dollar an. Durch frühere Programme dieser Art wurden 22 Prozent der Aktien zurückgekauft. Bei dem aktuellen Aktienkurs könnte das Unternehmen zehn weitere Prozent zurückkaufen. Dies hätte zur Folge, dass jeder Investor mehr Anteile am Unternehmen erhält. Außerdem führen die Rückkäufe zu einem höheren Gewinn pro Aktie.

Der bekannteste Investor von Apple ist wohl Warren Buffet. Er gab im Mai bekannt, dass er weitere 75 Millionen Apple-Aktien gekauft hat. Er hält nun fünf Prozent am Unternehmen. Durch die geplanten Aktienrückkäufe könnten sich seine Anteile in baldiger Zukunft ohne Zutun seinerseits weiter erhöhen. Warren Buffet ist derzeit der zweitgrößte Anteilseigner bei Apple. Der Star-Investor scheint die Auffassung zu vertreten, dass die Apple-Aktie Aussichten auf eine weiterhin positive Entwicklung hat.

Weitere Entwicklung der Aktie

Wie wird es für die Apple-Aktie nun weitergehen? Es ist nicht davon auszugehen, dass Technologieunternehmen wie Apple in Zukunft in größere Schwierigkeiten kommen werden. Auch die Gefahr einer Blase, wie wir sie Anfang der 2000er-Jahre mit der Dotcom-Blase erlebt haben, ist derzeit nicht zu befürchten. Viele Technologieunternehmen sind mittlerweile auf so solidem Fundament aufgebaut, dass sie dauerhaft hohe Gewinne erzielen und sich stetig weiterentwickeln.

Analysten gehen zur Zeit davon aus, dass das Kurs-Gewinn-Verhältnis von Apple in den kommenden zwölf Monaten bei 15,7 liegen wird. Außerdem ist die Nettoliquidität von 129 Milliarden Dollar zum Quartalsende sehr solide. Apple erreicht also nicht nur einen Börsenrekord, sondern konnte sich auch über ein sehr starkes Quartal freuen. Allerdings waren auch die Quartale seit 2016 zuvor durchaus erfolgreich.

Hohe Sicherheitsstandards sorgen für die Sicherheit der Kundendaten

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Apple-Aktie möglicherweise sogar noch unterbewertet

Bevor Apple den Börsenwert von einer Billion Dollar knackte, war sogar zu hören, dass einige Experten die Apple-Aktie als unterbewertet einstufen. Die Apple-Aktie habe also eine höhere Bewertung verdient. Hier wurde unter anderem auf das Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwa 17 Bezug genommen. Andere Unternehmen würden trotz geringerem Wachstum hier einen höheren Wert erzielen. Ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von Mitte 20 sei möglich. Diese Einschätzung vertrat James Cramer, der als Marktkommentator für CNBC tätig ist. Er ist zudem der Ansicht, dass die Kunden bereit wären, noch höhere Preise für die Produkte von Apple zu zahlen.

Umsatzrückgang 2016

Ein einschneidender Umsatzrückgang datiert aus dem Geschäftsjahr 2016. Damals musste man den ersten Umsatzrückgang seit 2001 verkraften. Der Umsatz betrug damals etwa 215 Milliarden Dollar; ein Minus von acht Prozent. In China sanken die Umsätze im ersten Quartal 2017 um zwölf Prozent. Seit 2016 konnte Apple allerdings in jedem Quartal positive Zahlen vorlegen.

Seit langem eines der umsatzstärksten Unternehmen der Welt

Die Global-500-Liste der Financial Times bewertet Apple bereits mit kurzen Unterbrechungen seit September 2011 als das wertvollste Unternehmen der Welt. Die Fortune Global 500-Liste sah Apple 2015 als die Nummer 9 unter den umsatzstärksten Unternehmen in aller Welt. Die Global 2000-Liste von Forbes sah Apple damals hinsichtlich des Gewinns auf dem ersten Platz. Zudem ist die Apple-Aktie, die an der NASDAQ gehandelt wird, schon seit Langem im NASDAQ-100, den S&P 500 und dem Dow Jones vertreten.

Fazit: Apple-Aktie trotz Börsenrekord weiterhin mit Potenzial

Apple ist als erstes amerikanisches Unternehmen mehr als eine Billion Dollar an der Börse wert. Der Aktienkurs Anfang des Monats um 2,7 Prozent auf 207,05 Dollar. Darüber hinaus konnte das Technologieunternehmen erneut mit positiven Quartalszahlen überzeugen, die die ohnehin hohen Erwartungen von Anlegern und Analysten nochmals übertrafen.

Im letzten Quartal konnte Apple seinen Gewinn auf 11,5 Milliarden Dollar erhöhen und auch die Umsätze gingen nach oben. Der Gewinn pro Aktie betrug im abgelaufenen Quartal 2,34 Dollar. Neben den Smartphone-Verkäufen nehmen die Umsätze für Dienstleistungen und sonstige Produkte immer weiter zu. Beispielsweise werden immer mehr Airpod-Kopfhörer verkauft. Bei den Dienstleistungen will Apple bis 2012 die Umsätze auf 50 Milliarden Dollar im Jahr steigern.

Traditionell ist der Sommer auch in der Technologie-Branche eine eher schwache Zeit. Daher könnte Apple durchaus im nächsten Quartal weiter steigern. Apple erwartet für das nächste Quartal 60 bis 62 Milliarden Dollar an Einnahmen. Außerdem werden im Herbst Produktneuheiten vorgestellt.

Die Apple-Aktie konnte im Verlauf des Jahres bereits 20 Prozent gewinnen und auch im vergangenen Jahr war ein Plus zu verzeichnen. Allerdings liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis noch immer niedriger als bei vergleichbaren Unternehmen. Aus diesem Grund halten einige Experten die Apple-Aktie für unterbewertet.

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