Aufbau eines Aktienportfolios – so klappt es

Aufbau eines Aktienportfolios

Gerade in Zeiten, in denen die staatliche Altersvorsorge nicht mehr sicher ist und die Niedrigzinsen den Sparern Löcher in die Taschen fressen, greifen auch zunehmend mehr Anleger im deutschsprachigen Raum zum Aktienportfolio. Doch es ist gar nicht so einfach, von Anfang an ein Aktienportfolio erfolgreich aufzubauen.

  • Ausreichend über den Markt informieren
  • Den passenden Broker finden
  • Risikominimierung durch Diversifikation
  • Selbstevaluation nutzen

Christian Habeck

Christian Habeck

Christian Habeck ist seit Jahren an den Finanzmärkten aktiv. Im Daytrading widmet er sich bevorzugt dem Forex-Handel, Aktien handelt er mittelfristig (Swing-Trading) mit Hilfe des Ichimoku Kinko Hyo. Infos hierzu findet man auf: www.kumo-trading.de.
Christian Habeck

Letzte Artikel von Christian Habeck (Alle anzeigen)

zum Anbieter Postbank

Aufbau eines Aktienportfolios – darauf ist zu achten

Themenicon StrategieIn Deutschland umfasst das Durchschnittsvermögen gerade mal um die 40.000€, während in der Schweiz und in den USA 120.000-140.000€ das Vermögen eines durchschnittlichen Bürgers darstellen. Grund dafür ist unter anderem die Angst der Deutschen vor dem Anlegen. „Anlegen ist riskant“ oder „Man kann auch viel verlieren“ sind alltägliche Sprüche, die man gerne im Bezug aufs Investieren hört.

Der Investmentguru und erfolgreicher Autor Robert Kyiosaki hat zu diesen unwissenden Aussagen eine klare Meinung. Ihm zufolge ist nicht das Anlegen an sich riskant, sondern lediglich die Unwissenheit darüber, wie man richtig anlegt. Es ist nicht der Markt der das Risiko ausmacht, sondern es ist der unwissende Sparer und Anleger, der nicht weiß, wie man ein Aktienportfolio richtig managt.

Bildschirmfoto 2015-11-21 um 20.35.53

Viele Broker bieten Informationen rund um das Thema Börse

Tatsächlich ist die finanzielle Allgemeinbildung in Deutschland ein großes Problem der Allgemeinheit. Weder in der Schule noch in den Universitäten wird der kompetente Umgang mit Geld gelehrt, was zur Folge hat, dass die meisten Deutschen Zeit ihres Lebens ihr finanzielles Potenzial nicht voll ausschöpfen, sondern ihr Vermögen zur Bank aufs Sparbuch legen und auf eine Rendite hoffen.

Die Banken ihrerseits verwenden das eingelegte Kapital gerne und schöpfen ihre Kenntnisse aus, während sie es an der Börse vermehren. Wer jedoch sich diesem verschwenderischen Trend entgegen stellen und sein eigenes Aktienportfolio aufbauen möchte, der sollte die folgenden Tipps befolgen und weiterlesen, wenn er ein Aktienportfolio erstellen möchte.
zum Anbieter Postbank

  1. Aktien verstehen

Themenicon TippsBevor ein Aktienportfolio aufgebaut wird, muss zunächst die wissenschaftliche Grundlage dahinter verstanden werden. Es war US-amerikanische Ökonom Harry Markowitz, der diese bahnbrechende Theorie wissenschaftlich belegen konnte. Er konnte nachweisen, dass er sein Aktiendepot absichern konnte, indem er das Risiko durch Diversifikation minimierte.

Er unterteilt das Risiko einer Aktienanlage in das marktspezifische Risiko, welches systematisch ist. Diesem Risiko sind alle Wertpapiere unterworfen, da es in der Aktienanlage an sich liegt. Es könnte beispielsweise das Risiko eines Kursabsturzes in Form einer Panik an der Börse, wie am Black Monday in China in 2015, verkörpern. Es kann nicht abgesichert werden.

Jedoch beinhaltet ein jedes Wertpapier ein unsystematisches Risiko, welches individuell und somit abgesichert werden kann. Es lässt sich mit der Anzahl an steigenden Wertpapieren absichern. Der Grundgedanke dahiner ist, den Wertverlust eines Papiers, dass im Wert gefallen ist, dadurch ausgeglichen wird, dass ein anderes im Wert gestiegen ist. Tipps zum Aktienportfolio aufbauen haben somit meistens etwas mit der Risikominimierung zu tun.

  1. Selbstevaluation nutzen

Themenicon KontoWer sich zum ersten Mal ein Aktiendepot einrichtet, der muss sich über einige Aspekte des Anlegens Gedanken machen, die darüber entscheiden, wie das Portfolio auszusehen hat (Lesen sie auch: Depot anlegen). Am Anfang stehen die Ehrlichkeit und die Selbstevaluation. Der Aufbau eines Aktienportfolios kann eine zeitintensive Angelegenheit sein und erfordert ein gewisses Maß an Selbstkenntnis.

Es ist wichtig, sich zunächst über die eigenen persönlichen Verhältnisse Gedanken zu machen. Die Gestaltung des Portfolios hängt vom aktuellen Einkommen, der persönlichen Risikobereitschaft, dem Alter und der gewünschten Verfügbarkeit des eingezahlten Startkapitals ab. Ziele müssen abgesteckt und dem realistischen Rahmen angepasst werden.

Soll das Geld innerhalb kürzester Zeit verfügbar sein und gleichzeitig ein hohes Maß an Rendite vorweisen können, so ist erforderlich eine gewisse Risikobereitschaft mitzubringen und sich darüber im Klaren zu sein, dass ein hohes Risiko ein hohen Tribut fordern kann. Beim Aktienportfolio erstellen Tipps zu befolgen, bedeutet, sich die ehrliche Meinung von erfahrenen Anlegern anzuhören. In diesem Falle lautet der Tipp, sich über die eigenen Verhältnisse Gedanken zu machen.

  1. Langfristig oder kurzfristig agieren?

Wichtig ist, zu wissen, in welchen Rahmen das Portfolio agieren soll. Ein kurzfristiges Portfolio wird auf 1-3 Jahre hin ausgerichtet. Ein mittelfristiges Portfolio soll 3-5 Jahre lang wachsen, während ein langfristiges Portfolio über 5 Jahre agieren kann. Umso geringer der zeitliche Rahmen, umso aggressiver wird die Anlagestrategie sein müssen, wenn wenig Kapital vorhanden und dennoch eine hohe Rendite gefordert werden soll.

statistic_id437846_geplante-anlage-in-boersengehandelte-indexfonds--etfs--in-der-deutschschweiz-2014

Immer mehr Anleger streuen das Risiko auch auf ETFs

Der zeitliche Aufwand ist hierbei enorm, jedoch können mit einer gewissen Hingabe und Ausdauer an der Börse enorme Renditen eingefahren werden. Eine konservative und sichere Strategie würde sich bei kleinem Kapital eher in den letzten beiden Zeitrahmen also zwischen 3 und über 5 Jahren bewegen. Umso weniger der Anleger auf das eingesetzte Kapital angewiesen ist, umso mehr Möglichkeiten bieten sich auf.

Ein Portfolio kann so aufgebaut sein, dass vor allem auf den Faktor Sicherheit wert gelegt und das Kapital beispielsweise nach drei Jahren zum Bau eines Hauses entnommen wird.

  1. Risiko oder Sicherheit? – Alles eine Frage des Alters

Das Alter des Anlegers spielt dabei ebenso eine wichtige Rolle, wenn dieser ein Aktienportfolio erstellen möchte. Umso älter der Anleger, umso geringer sollte das Risiko sein, denn es man kann es sich im Alter weniger leisten, ein Konto komplett zu verlieren, als wenn man jung ist. Geld ist Zeit und Zeit ist Geld. Wir tauschen unseren wichtigsten Vermögenswert im Leben, die Zeit, gegen Geld ein, indem wir arbeiten.

Legen wir dieses Geld an der Börse an, holen wir das meiste aus unserem Geld und somit aus unserer Lebenszeit heraus. Im jungen Alter kann man es sich eher leisten, Zeit für den falschen Zweck aufzubringen, als im hohen Alter. Mit dem gleichen Respekt sollte mit Geld umgegangen und mit der entsprechenden Vorsicht angelegt werden. Beim Portfolio aufbauen Tipps eines erfolgreichen Anlegers zu befolgen bedeutet, Geld mit Respekt zu behandeln, da es verdinglichte Lebenszeit ist.

zum Anbieter Postbank

  1. Welche Portfolio-Typen gibt es?

Themenicon HandelsplattformEs gibt unterschiedliche Typen von Portfolios, die ein Anleger aufbauen könnte. Diese unterschieden sich nach Assetklasse, nach Branchen, Unternehmensgröße und Marktbedingungen. So gibt es das sogenannte Wachstumsportfolio. Es ist für solche Anleger geeignet, die den Wert ihrer Investition schnell steigern möchten. In diesem Portfolio befinden sich häufig solche Aktien und Indexfonds, die ein überdurchschnittliches Risiko beinhalten. Gleichzeitig ist es eher wahrscheinlich, dass diese Vermögenswerte überdurchschnittlich ansteigen.

Eine weitere Portfolioform ist das Einkommensportfolio. Diese Art von Portfolio zielt darauf ab, dem Anleger ein regelmäßiges Einkommen zu bescheren, anstatt das Startkapital zum wachsen zu bringen. Hier werden eher sichere Vermögenswerte ausgewählt. Dividendenaktien eignen sich aufgrund ihrer regelmäßigen Dividendenzahlung besonders für diese Art von Portfolio. Oftmals finden sich in einem solchen Portfolio sichere Aktien von großen Unternehmen, die hohe Dividenen ausschütten. Wer also ein Portfolio erstellen möchte, welches ein regelmäßiges Einkommen beschert, der muss sich nach Dividendenaktien umschauen.

Das konservative Portfolio legt auf ein stabiles Wachstum, sowie einen Schutz vor Wertverlust wert. Es eignet sich für diejenigen Anleger, die kein großes Risiko eingehen wollen, aber sich eine deutlich bessere Rendite von ihrem Kapital erwarten, als Sparbücher hergeben können.

  1. Die verschiedenen Aktienarten

Themenicon AktienhandelBeim Portfolio erstellen müssen unterschiedliche Aktien eingebracht werden, um die gewünschte Art des Portfolios erstellen zu können. Man unterscheidet daher in unterschiedliche Aktientypen. So gibt es Wachstumsaktien, die sich dadurch auszeichnen, dass sie ein enormes Wachstum verzeichnen können. Dies sind meist Start-Ups oder Unternehmen in einer innovativen Branche. Die Risiken sind dementsprechend höher.
Einkommensaktien werden meistens Dividendenaktien sein, welche eher defensive agieren und die Produkte und Dienstleistungen anbieten, welche kontinuierlich und bereits seit längerer Zeit nachgefragt werden. Hier wurden beispielsweise Unternehmen wie Coca Cola oder Beiersdorf in Frage kommen.

Zyklische Aktien hingegen sind die Aktien von Unternehmen, welche in Zeiten einer Hochkonjunktur ein besonders profitables Geschäft erleben. Finanzinstitute gehören hierzu ebenso, wie Reiseunternehmen oder Unternehmen aus der Baubranche. Spekulative Aktien hingegen sind einem enormen Risiko ausgesetzt, können allerdings eine ebenso große Rendite mit sich bringen. Ein Unternehmen, das nach Öl sucht könnte beispielsweise ein solches Unternehmen sein.

  1. Die Suche nach dem Broker

Natürlich ist es wichtig, sich mit dem Thema Börse auszukennen und hier ein fundiertes Wissen zu haben. Um dieses Wissen zu bekommen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Eine dieser Möglichkeiten ist es, das Weiterbildungsangebot der Broker zu nutzen. Generell ist die Suche nach einem guten Broker ebenso eine wichtige Grundlage für den Aufbau von einem Aktienportfolio.

Postbank Gebühr

Ein Wertpapierdepot ist bei der Postbank schnell eröffnet

Ein guter Broker bietet für den Trader ein breit gefächertes Angebot für die Weiterbildung, transparente Kosten, ein Demokonto sowie eine übersichtliche und dennoch vielseitige Handelsplattform. Auch das Angebot für den Aktienkauf sowie der Zugriff auf möglichst viele Börsen spielt eine große Rolle bei der Entscheidung für einen Broker. Hier kann es helfen, einen Broker-Vergleich zu nutzen und sich auf diese Weise erst einmal über die Vor- und Nachteile von einem Broker zu informieren, bevor schließlich die Anmeldung getätigt wird.

Der Aufbau eines Aktienportfolios ist nicht ganz einfach. Wer jedoch von Anfang an darauf achtet, hier ausreichend Zeit und Interesse zu investieren, der wird auch auf die Dauer mit seinem Portfolio mehr Erfolg haben können.

Fazit: Der Aufbau eines Aktienportfolios ist Arbeit

Fazit:
Beim Aktienportfolio aufbauen Tipps entgegen zu nehmen ist ein wichtiger Teil des erforderlichen Lernprozesses. Es kann daher nicht schaden, sich einzulesen und in Foren einen aktiven Austausch mit anderen Tradern zu betreiben. In diesem Artikel wurde dargelegt, wie wichtig die Diversifikation der Vermögenswerte und die Konfrontation mit der eigenen finanziellen Situation sind, wenn Anleger ein Aktienportfolio erstellen möchten.

zum Anbieter Postbank

Hier haben Sie die Möglichkeit den Artikel zu Kommentieren. Bitte beachten Sie die Nettiquete.

    © 2015 - brokervergleich.net | auch auf Google+
    Impressum & Risikohinweis Bildnachweise Über uns