Grexit wird laut Lagarde immer wahrscheinlicher

Unsere Empfehlung - Kostenloses DemokontoDie Griechenlandkrise befindet sich nach wie vor in einer hohen Präsenz in den Medien und auf den Verhandlungstischen. Viele Gläubiger stehen Schlange und die Lage spitzt sich eher zu als das sie sich entspannt. Im Raum stehen einige Knackpunkte wie zum Beispiel ein Ausscheiden Griechenlands aus der Eurozone. Das wäre ein herber Verlust für die gesamte europäische Union. Mittlerweile ist dieser Fakt keine Vision mehr. Leider entwickeln sich solche Überlegungen zur ernsthaften Realität.

Rettungsfond in Gefahr

Christian Habeck

Christian Habeck

Christian Habeck ist seit Jahren an den Finanzmärkten aktiv. Im Daytrading widmet er sich bevorzugt dem Forex-Handel, Aktien handelt er mittelfristig (Swing-Trading) mit Hilfe des Ichimoku Kinko Hyo. Infos hierzu findet man auf: www.kumo-trading.de.
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Das Land Griechenland wird seit Beginn der Krise von einem europäischen Rettungsfond unterstützt und dadurch vor der totalen Pleite bewahrt. Milliarden an Zahlungen sind bisher geflossen und stoßen allerdings auf unfruchtbaren Boden. Die Hilfe ist an eine generelle Reformbereitschaft Griechenlands geknüpft. Ohne Reformen, kann sich das Land mittelfristig nicht mehr finanziell etablieren. Die Steuerverschwendung und speziell die mangelhafte Steuermoral, haben den Staat an den Rand des Bankrotts getrieben. Die Bereitschaft Reformen umzusetzen und die Gläubiger zu befriedigen, liegt nicht im Sinne der Hellenen. Im Grunde verzögert sich die ganze Sachlage ins Ungewisse und Kritiker werden hingehalten. Langsam hat der Rettungsfond keinen Spielraum mehr für vage Entscheidungen und eine Politik der Versprechungen. Es wird ernsthaft in Betracht gezogen, den Griechen den Geldhahn zuzudrehen bis Reformen umgesetzt werden.

Aktuelle Fakten der EZB und des Rettungsfonds

Für die Chefin wird ein Grexit immer wahrscheinlicher

Für die Chefin wird ein Grexit immer wahrscheinlicher , Quelle:„Lagarde“ von MEDEF – http://www.flickr.com/photos/besoindair/3883418915/

Entgegen griechischer Behauptungen, dass die Gespräche im Finanzgipfel in Dresden kurz vor dem Abschluss stünden, offenbart am Rande die IWF-Direktorin Lagarde, dass eine Einigung in den nächsten Tagen eher nicht zur Debatte steht. Die Auszahlung weiterer Kredite aus dem Rettungsfond, ohne eine saubere und stichfeste Reformvereinbarung, wird ausgeschlossen. Sollten sich die Verhandlungspartner nicht einigen können, wird der endgültige Bankrott der Griechen wohl bald vor der Tür stehen. Es geht um die gigantische Summe von über 7 Milliarden Euro, welche bis Ende Juni zur Zahlung bereitstehen. Diese Hilfsmittel fallen mit großer Wahrscheinlichkeit weg. Den Griechen bricht gerade das Gesundheitssystem zusammen, der Verlust dieser Kreditzahlungen würde ihnen den Gnadenstoß versetzen. Die EZB und der Rettungsfond stehen in einer Meinung mit den Gläubigern Griechenlands. Das Maß ist scheinbar voll und es gibt keine Ausreden mehr. Nur Fakten in der Reformbereitschaft, kann Griechenland noch retten.

Grexit rückt in die Nähe

Als logische Schlussfolgerung der Tatsache, dass es immer noch keine Einigung mit Griechenland in dessen zukünftiger Finanzpolitik gibt, rückt der Austritt des Landes aus der europäischen Union in greifbare Nähe. Die Chefin des Fonds, Lagarde, hält diese Möglichkeit nicht mehr für ausgeschlossen. Griechenland ist gefragt, nur sie können durch die Umsetzung vieler Maßnahmen einer Pleite entgegensteuern und den Helfer das Gefühl geben, dass es sich lohnt die Pleite zu verhindern. Dafür müssten erst einmal die wichtigsten Gläubiger bezahlt werden und Reformen auf den Tisch gebracht werden. Erst dann, und nur dann, kann den Hellenen eine Atempause gegönnt werden. Ein wenig finanzieller Spielraum würde den Griechen sicher nicht schaden. Allerdings erfüllen sie im Moment nicht einmal die grundlegendsten Bedingungen um einen Rettungsschirm noch aufrecht zu erhalten. Der Grexit ist eine realistische Variante und rückt immer mehr in die Nähe. Der Euro würde wohl nicht gefährdet, aber ein steiniger Weg stünde uns Europäern bevor.

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Viel Arbeit in der Griechenlandkrise

Nicht nur Hiobsbotschaften beflügeln den E7 Gipfel in Dresden. Den Verantwortlichen ist durchaus bewusst, dass noch viel Arbeit geleistet werden muss um die Lage in den Griff zu bekommen. Die Wirtschaft ist der treibende Motor eines Landes. Eine blühende Wirtschaft sorgt für genügend Steuereinnahmen und eine hohe Liquidität. Daher gilt es die Wirtschaft von Griechenland wieder in Schwung zu bringen. Damit ist es aber nicht getan. Die Gründe für die Pleite liegen nicht unbedingt an einer schlechten Wirtschaftslage. Mittelständige Betriebe und Kleinunternehmen, haben jahrelang keine oder ungenügende Steuern gezahlt. Von Seiten des Staates fehlten die Kontrollen und dadurch ging das Land konsequent auf die Pleite zu. Das Problem muss schon am Ausgangspunkt gepackt werden. Die Hellenen stellen sich aber immer noch quer und verhandeln mit ihren Gönnern bis zum letzten Atemzug. Der Geduldsfaden ist gespannt, die ersten Auswirkungen sind bereits spürbar. Das fallende Gesundheitssystem des Landes ist nur der Anfang vom Ende. Die Milliarden aus der europäischen Union sind zwingend notwendig, um überhaupt eine Art Stabilität in das Land zu bringen. Trotz dieser Sachlage, können sich die Verhandlungspartner nicht einigen. Der Grexit steht im Raum und die Arroganz einiger Politiker von Griechenland ist kaum noch zu toppen. Es bleibt zu hoffen, dass doch noch eine Lösung gefunden wird. Wenn nicht, ist der Weg zum endgültigen Kollaps nicht mehr weit. Die Folge wäre ein Austritt aus der EU und die Isolierung. Auch der Euro würde darunter leiden. Der Teufelskreis muss durchbrochen werden, damit sich Griechenland wieder erholt und sich langfristig aus der Schuldenkrise befreien kann.

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