Manager aus dem Silcoin Valley fordern weichere Regeln für ICOs

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Am 28. März trafen sich Manager zweier bekannter Risikokapitalgesellschaften aus dem Silicon Valley mit Vertretern der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC. Bei diesem Treffen forderten die Unternehmensvertreter weniger strenge Vorgaben bei ICOs und versuchten die Behörden von einem weniger restriktiven Vorgehen bei Crowdfunding-Projekten mit Kryptowährungen zu überzeugen.

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Gespräch zu Vorgehen bei ICO-Regulierung

Neben Vertretern der SEC nahmen an dem Gespräch über Regelungen bei Emissionen von ICOs Verantwortliche der kalifornischen Venture-Kapitalgesellschaften Andreessen Horowitz und Union Square Ventures teil. Beide Risikokapitalgesellschaften können bereits einige Erfahrungen mit Kryptowährungen und ICOs vorweisen. Unter andrem waren sie an der Finanzierung von Startups aus der Krypto-Szene, darunter die Handelsplattform Coinbase und der Marktplatz OpenBazaar, beteiligt.

Erfahrungen im Crowdfunding

Darüber hinaus waren beide Risikokapitalgesellschaften beim Crowdfunding für die CryptoKitties aktiv. Diese virtuellen Katzen waren Ende des vergangenen Jahres ein großer Trend in der Krypto-Szene. CryptoKitties werden auf speziellen Plattformen gekauft und verkauft. Dabei wird jede Transaktion in der Blockchain verzeichnet. CryptoKitties sind daher eine Art Token, die sich jedoch auch vermehren können. Jede Katze ist individuell, kann sich jedoch mit einer anderen virtuellen Katze „paaren“. So kann „Nachwuchs gezüchtet“ werden. Die virtuellen Katzen sind jedoch keine klassisch Kryptowährung sondern eher eine Art Sammelobjekt, das zum Handeln und Tauschen genutzt wird.

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SEC verteidigt Vorgehen bei Regulierung

Die SEC geht bei ICOs und Kryptowährungen immer strenger vor. Anfang des Monats verteidigte der Vorsitzende der SEC die strengen Vorgaben der Behörde. Jay Clayton sagte, dass man mit diesem Vorgehen die digitale Wirtschaft stärken wolle. Allerdings müsse bei künftigen Crowdfunding-Aktionen mit ICOs gegen Betrüger vorgegangen werden. Wenn dies nicht der Fall sei, müsse man mit strengeren Regulierungen rechnen. Diese könnten ein Nachteil für Crowdfunding-Projekte sein. Clayton bemängelte außerdem, dass bei vielen Crowdfunding-Projekten lediglich Pläne und unklare Absichtserklärungen angegeben würden.

ICOs konkretem Nutzen zuordnen

Die Vertreter von Andreessen Horowitz und Union Square Ventures forderten gegenüber der SEC, ICOs einem konkreten Nutzen zuzuordnen und damit das Verfahren zu vereinfachen. Laut dem Wall Street Journal will die SEC allerdings zukünftig bei der Erlaubnis und Klassifizierung von ICOs kaum Ausnahmen machen. Nur in Ausnahmefällen könnte ein Verbot aufgehoben werden. Diese könnte der Fall sein, wenn Token-Käufer ihre Anteile bei einem Kursanstieg nicht verkaufen dürfen. Damit könne man vermeiden, dass die Einlagen nur für spekulative Zwecke genutzt würden.

Kritik an der SEC

Nicht nur Andreessen Horowitz und Union Square Ventures wendeten sich in den letzten Wochen an die SEC, auch der Vorsitzende des US-Börsenbetreibers CBOE Global Markets. Chris Concannon schrieb einen Brief an die SEC, in dem er die Behörde aufforderte, Bitcoin-ETFs zu erlauben. Bislang lehnte die Behörden alle entsprechenden Anträge ab. Concannon befürwortet ETFs auf Bitcoins, da ETFS ein bekanntes Finanzinstrument sind, dass an regulierten Börsen gehandelt wird. Damit wäre der Handel durchaus sicher. Zudem sind ETFs für ihn ein einfaches und transparentes Finanzinstrument. Höhere Gefahren für Marktmanipulationen sind aus Sicht von Concannon nicht gegeben.

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Statement der SEC zur Regulierung von Kryptowährungen und ICOs

Concannon nahm ebenso wie Andreessen Horowitz und Union Square Ventures Bezug auf ein Statement der Börsenaufsicht von Anfang März. Darin äußerte sich die Behörde zu Regulierungen von ICOs und Handelsplattformen. Einige Experten fassten das Schreiben als Forderung für weitere Regulierungen von Kryptowährungen und ICOs auf.

Eine Registrierung bei der SEC ist für alle Produkte, die ein Wertpapier nach der Definition der SEC darstellen, verpflichtend. Die Behörde nutzt einen Test aus dem Jahr 1946, um zu überprüfen, ob es sich bei einem Finanzprodukt in der Tat um ein Wertpapier handelt. Ausnahmen will die SEC beispielsweise dann erlauben, wenn ein Unternehmen bereits bei einer anderen US-Behörde registriert ist. Diese Vorgaben richten sich unter anderem an Handelsplattformen und Wallet-Anbieter. Etwa einen Monat nach dieser Ankündigung sagte Jay Clayton bei einer Rede an der Universität von Princeton, dass nicht jedes ICO auch gleich ein Betrug ist. Dort verteidigte er auch das Vorgehen seiner Behörden und sagte, dass man so die gesamte Branche stärken will.

Neue Gesetze auch in Europa

In Europa wurden ebenfalls die Gesetze verschärft. Die EU beschloss vor einigen Tagen eine Reform der Richtlinie gegen Geldwäsche und Terrorfinanzierung, die bereits seit einiger Zeit im Gespräch war. Auf der Grundlage dieser Reform werden Online-Handelsplätze für Kryptowährungen in Zukunft stärker reguliert. Das Ziel der EU ist es, gegen die Anonymität beim Handeln mit Kryptowährungen vorzugehen. In Zukunft werden alle Nutzer von Handelsplattformen sowie die Adressen von Wallets zentral gespeichert.

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So werden nicht nur die Betreiber von Handelsplattformen kontrolliert und registriert, auch die Identitäten aller Nutzer müssen bekannt sein. Die Betreiber von Handelsplattformen und Kryptobörsen haben daher nun die Aufgabe, die Identität ihrer Kunden festzustellen und in einer zentralen Datenbank zu speichern.

Anonymen Handel und Missbrauch unterbinden

Das Ziel dieser Regelungen ist es, dass der Handel mit Kryptowährungen nicht mehr anonym erfolgen kann. Zudem soll das Missbrauchspotenzial für kriminelle Aktivitäten gesenkt werden. Die EU sieht im Handel mit Kryptowährungen weiterhin die Gefahr, dass die digitalen Währungen für kriminelle Machenschaften missbraucht werden können.

Online-Handelsplätze müssen in Zukunft genauso wie Banken alle Belege über Transaktionen bis zehn Jahre nach Ende der Geschäftsbeziehung mit dem Kunden aufbewahren, je nach Dauer der Geschäftsbeziehung auch länger. Außerdem soll die europäische Analysebehörde Financial Intelligence Unit (FIU), die zum Zoll gehört, Straftaten speichern und analysieren. Um welche Straftaten es hier letztendlich geht, ist nicht klar festgelegt. Auch Vortaten zu Geldwäsche oder kleinere Straftagen wie üble Nachrede könnten dazu gehören.

Kunden stärker kontrollieren

Auch Anbieter von aufladbaren Guthabenkarten müssen ihre Kunden stärker überwachen. Einige Mitglieder des EU-Parlaments sprachen sich sogar dafür aus, anonyme Transaktionen vollständig zu verbieten und Zahlungen in Bar strenger zu beobachten. Einige EU-Länder haben bereits Obergrenzen für Barzahlungen eingeführt. Innerhalb der nächsten 18 Monate müssen alle EU-Länder die neuen Regelungen in nationales Recht umsetzen. Bei einigen Regelungen gelten längere Übergangsfristen.

Umdenken beim IWF?

Damit werden also derzeit in Washington und Brüssel stärkere Vorgaben für den Handel mit Kryptowährungen, Handelsplattformen und ICOs umgesetzt. Allerdings hört man zurzeit auch positive Aussagen. So hat sich die Chefin des internationalen Währungsfonds Christine Lagarde, die vor einiger Zeit noch deutlich vor Kryptowährungen gewarnt hat, kürzlich sehr positiv über Kryptowährungen geäußert. In einem Blogbeitrag für den IWF stellte sie die Vorteile von Kryptowährungen dar und sagte sogar eine Adaption von staatlicher Seite voraus. Die Blockchain könnte das Potenzial haben, Teile des Finanzsystems von Grund auf zu verändern.

Lagarde beschreibt Vorteile von Kryptowährungen

Kryptowährungen und die Blockchain könnten aus ihrer Sicht die Basis für schnellere, effizientere und günstigere Überweisungen darstellen, vor allem bei länderübergreifenden Transaktionen. Außerdem könnte beispielsweise die Blockchain in der Medizinbranche beim sicheren Speichern von Informationen halfen.

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Darüber hinaus könnte die Dezentralisierung von Kryptowährungen dabei helfen, den Finanzsektors stärker zu diversifizieren, was das Finanzsystem vor Gefahren schützen könnte. Damit haben Kryptowährungen aus ihrer Sicht die Möglichkeit, langfristig den Finanzmarkt enorm zu verändern. Eine wichtige Voraussetzung dafür sei allerdings das Vertrauen von Verbrauchern und Behörden.

Regulierungen, ohne Innovationen zu bremsen

Umsichtige Regulierungen, die jedoch die Entwicklungen von innovativen Technologien und Konzepten nicht hindern, sind sicher wichtig. Auch Lagarde spricht sich für eine ausgewogene Regulierung aus. Zudem müsse man einen internationalen Konsens finden, welche Rolle Kryptowährungen in Zukunft in der Finanzwelt spielen sollten. Die aktuellen Aussagen von Christine Lagarde könnten ein Zeichen sein, dass einige Finanzexperten in Bezug auf Kryptowährungen ihre Ansichten verändern.

Fazit: Silicon-Vally-Vertreter fordern SEC zu weniger strengem Vorgehen bei ICOs auf

Vor kurzen kamen Mitarbeiter der  Venture-Kapitalgesellschaften Andreessen Horowitz und Union Square Ventures mit Vertretern der US-Börsenaufsicht Fed zu einem Gespräch zu Regelungen bei ICOs zusammen. Dabei versuchten die Unternehmensvertreter, die SEC von einem weniger strengen Vorgehen zu überzeugen.

Andreessen Horowitz und Union Square Ventures können bereits einige Erfahrungen mit Kryptowährungen und ICOs vorweisen. Unter andrem waren sie an Crowdfunding-Projekten von Startups aus der Krypto-Szene beteiligt. Sie schlugen der SEC vor, ICOs einem konkreten Nutzen zuzuordnen. Die Behörde will jedoch nur wenige Ausnahmen bei der Erlaubnis eines ICOs machen.

Alle Unternehmen, die Finanzprodukte anbietet, die laut Definition der SEC ein Wertpapier darstellen, müssen bei der Behörde registriert sein. Ausnahmen können gemacht werden, wenn ein Unternehmen bereits bei einer anderen US-Behörde registriert ist. Der Vorsitzende der SEC verteidigte Anfang des Monats das strenge Vorgehen seiner Behörden. Man wolle so die Krypto-Branche stärken. Dazu müsse man gegen Betrüger vorgehen. Allerdings sagte er auch, dass nicht jeder ICO ein Betrug ist.

In Europa wurden ebenfalls Regelungen verschärft. Im EU-Parlament wurde die fünfte Reform der Geldwäscherichtlinie verabschiedet. Danach müssen Handelsplattformen für Kryptowährungen unter anderem die Identität ihrer Kunden genauer überprüfen und zentral speichern.

 

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