Probleme bei Kryptobörse Coincheck

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Die japanische Kryptobörse Coincheck hat durch Kriminelle 500 Millionen Einheiten der Kryptowährung NEM im Wert von 400 Millionen Dollar verloren. Die genauen Hintergründe sind bislang unklar. Der Vorfall führte dazu, dass auch die Kurse von Bitcoin und anderen Kryptowährungen unter Druck gerieten. Coincheck ist eine der größten Handelsplattformen für Kryptowährungen in Japan. Der Vorfall wurde am vergangenen Freitag von der Kryptobörse mitgeteilt. Der entstandene Schaden ist einer der größten aller Zeiten.

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Illegale Aktivitäten als Ursache

Bislang ist nicht klar, auf welchem Weg die 500 Millionen NEM-Einheiten genau verschwunden sind. Man geht dennoch von illegalen Aktivitäten aus und begann bereits am Freitag damit, die Sicherheit der Kundenkonten zu gewährleisten. Schon einige Stunden zuvor hatte Coincheck alle Abhebungen und auch den Handel mit allen Kryptowährung bis auf Bitcoin gestoppt. Auch Einlagen in NEM waren nicht mehr möglich.

Kurse unter Druck

Die Probleme bei Coincheck sorgten unter anderem dafür, dass der Bitcoin-Kurs bei der größten Handelsplattform Bitstamp um bis zu neun Prozent fiel. Der Kurs konnte sich jedoch später wieder auf knapp 11.000 Dollar verbessern. Der Kurs der betroffenen Kryptowährung NEM selbst fiel ebenfalls um über 20 Prozent. NEM ist derzeit laut Coinmarketingcap die Nummer zehn unter den Kryptowährungen.

NEM-Stiftung arbeitet nun mit Marktplätzen zusammen

Hinter der Kryptowährung NEM, die auch als XEM bekannt ist, steht die NEM-Stiftung. Sie äußerte sich ebenfalls zu dem Vorfall bei Coincheck. Man werde nun mit großen Marktplätzen zusammenarbeiten und versuchen zu verhindern, dass die gestohlenen XEMs dort eingesetzt werden. Die NEM-Stiftung bietet eine Plattform für Unternehmen, die mit der Blockchain arbeiten, an. NEM wird als digitale Währung dieser Plattform genutzt.

Erinnerungen am Mt. Gox

Die Probleme bei Coincheck wecken Erinnerungen an die Probleme bei der ehemals größten und bekannteste Bitcoin-Börse Mt. Gox, die ihren Sitz ebenfalls in Japan hatte. 2013 verschwanden dort rund 850.000 Bitcoins im Wert von etwa einer halben Milliarde Dollar. Dies war damals die Ursache für die Insolvenz der Börse. Zudem sorgen derartige Probleme bei Kryptobörsen dazu, dass der Ruf nach staatlicher Regulierung von Kryptowährungen lauter wird. Der Vorfall bei Coincheck macht erneut die Risiken im Handel mit Kryptowährungen deutlich. Vor allem die virtuellen Handelsplätze sind immer wieder Ziel von Hackerangriffen und sind wohl zum Teil nicht ausreichend in der Lage, ihre Systeme zu schützen.

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Aufbewahrung in „hot wallet“

Coincheck bewahrte die gestohlenen NEM-Einheiten eigenen Angaben zufolge in einem sogenannten „hot wallet“ auf, auf dass man über das Internet zugreifen kann, was Hackerangriffe erleichtert. Ein „cold wallet“ außerhalb des Internets gilt als sicherer. Die Kryptobörse begründete dies mit technischen Problemen und Personalmangel. Die Hacker konnten wohl letzten Freitag am frühen Morgen in das Computersystem von Coincheck eindringen und die NEM-Coins entwenden. Dennoch kündigte das Unternehmen an, seine Arbeit fortzusetzen.

Coincheck will Nutzer entschädigen

Coincheck kündigte zwischenzeitlich an, den betroffenen Nutzern ihre Verluste zum größten Teil zu erstatten. Sie bot den rund 260.000 Betroffenen dafür eine Entschädigung in Höhe von 90 Prozent des verlorenen Geldes in Yen an. Für jede verlorene Einheit NEM sollen sie 88,549 Yen, umgerechnet 0,65 Euro, aus eigenen Mitteln von Coincheck erhalten. Wann dies erfolgen soll, ist noch unbekannt. Zudem meldete die Kryptobörse den Vorfall bei der japanischen Polizei und der Finanzaufsicht des Landes.

Finanzaufsicht untersucht Vorfall

Die Finanzaufsicht untersucht nun den Vorfall. Zudem kündigte die Regierung in Tokio strenge Auflagen an. Die Finanzaufsicht FSM werde Coincheck zur Auflage machen, ihre Aktivitäten zu verbessern, vor allem hinsichtlich des Schutzes der Kunden. Dabei werde Coincheck von der FSM streng überwacht. Auch weitere zuständige Ministerien und Behörden sollen den Vorfall untersuchen. Im Anschluss sollen diese der Regierung weitere Maßnahmen vorschlagen. Auch die etwa 30 weiteren Kryptobörsen in Japan wurden dazu aufgerufen, ihre Sicherheitsmaßnahmen zu erhöhen. Zudem erging eine Warnung vor einem Hackerangriff an alle Börsen.

Kryptofreundliche Regierung in Japan

Schon nach der Insolvenz vom Mt. Gox schaltete sich die japanische Regierung in den Handel mit Kryptowährungen ein. Sie verfolgte eine kryptofreundliche Richtung, die aber konsequent umgesetzt wurde. Man kann hier durchaus von einer Regulierung sprechen. Die Regierung in Tokio  setze sich zum Ziel, den innovativen Handel mit Kryptowährungen so zu steuern, dass Unternehmen und Banken in Japan ebenfalls vom Hype um Bitcoins profitieren konnten. Diese Strategie war bislang erfolgreich. Japan gehört ebenso wie Südkorea und China zu den viel beachteten asiatischen Krypto-Märkten. Daher sind Meldungen aus dem asiatischen Raum für die Krypto-Märkte in aller Welt stets von großer Bedeutung.

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Gesetze zum Kryptohandel in Japan

Damit geht Japan bereits seit einigen Jahren den Weg in Richtung Regulierung von Kryptowährungen. Im Gegensatz zu anderen Ländern wie Südkorea steht hier kein Verbot im Raum. Im letzten Jahr verpflichtete man die Handelsplattformen für Kryptowährungen dazu, sich zu registrieren und sich von der Finanzdienstleistungsagentur beaufsichtigen zu lassen. Auch die Trennung von Nutzerguthaben und Unternehmenskonten ist vorgeschrieben.

Coincheck wartet auf Lizenz

Allerdings hört man, dass Coincheck seit vier Monaten auf seine Lizenz wartet. Da das Unternehmen allerdings schon vor den Gesetzesänderungen im letzten Jahr bestand, konnte es seine Arbeit fortsetzen, bis die Finanzdienstleistungsagentur eine endgültige Entscheidung getroffen hat. Die Aufsichtsbehörde erwartete jedoch am Wochenende einen Bericht von Coincheck über die Vorgänge am Freitag und kündigte an, danach zeitnah über eine mögliche Strafe zu entscheiden.

Kryptobörsen zum Handel mit Digitalwährungen

Über eine Kryptobörse können Kryptowährungen gehandelt werden, wobei die Börse meist selbst entscheidet, welche Digitalwährungen sie anbietet und welche Währungen gegen digitales Geld eingetauscht werden können. Bitcoins können in der Regel mit Dollar und Euro, aber auch anderen Währungen, gehandelt bzw. mit diesen gekauft werden. Auch der Tausch zweier Kryptowährungen gegeneinander ist möglich. So wird sehr oft der Tausch von Bitcoin gegen Etherum angeboten. Da viele kleinere Kryptowährungen nicht direkt mit Dollar oder Euro gekauft werden können, dient Bitcoin hier oft als Brückenwährung. Fast alle Kryptowährungen lassen sich mit Bitcoins kaufen.

Registrierung der Nutzer

Bei den meisten Kryptobörsen müssen sich die Nutzer registrieren. Vor allem, wenn eine Kryptobörse den Handel mit Euros oder anderen Währungen anbietet, muss man sich in der Regel ähnlich wie einer Bank registrieren. Diese Börsen unterliegen den internationalen Gesetzen zur Geldwäsche. Bei Bitcoin.de., der bekanntesten deutschen Börse, kann man sich, wie auch von anderen Dienstleistern bekannt, per Postident-Verfahren registrieren.

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Unregulierte Börsen am Markt

Dagegen sind Börsen, an denen Kryptowährungen gegen Kryptowährungen gehandelt werden, häufig nicht reguliert, sodass hier oft eine E-Mail-Adresse und ein Passwort zur Registrierung ausreichen. Daneben gibt es auch Börsen, bei denen keine Registrierung notwendig ist. Bei diesen werden oftmals ebenfalls Kryptowährungen gegen Kryptowährungen gehandelt.

Sicherheit von Kryptobörsen

Die Sicherheit von Kryptobörsen ist ein schwieriges Thema. Viele Börsen geben nicht öffentlich bekannt, wie ihre internen Sicherheitsmaßnahmen aussehen. Immer wieder werden Kryptobörsen Opfer von Hackerangriffen, da sie für Kriminelle ein attraktives Ziel darstellen. Häufig wird Nutzern von Kryptobörsen geraten, ihre Coins nach dem Kauf so schnell wie möglich in ihr eigenes Wallet zu überweisen. Die Börsen sollten somit nicht als Wallet zur Aufbewahrung von Kryptowährungen genutzt werden.

Kosten bei Kryptobörsen

Ein Großteil der Kryptobörsen erhebt eine Gebühr auf den Handel. Oftmals wird diese prozentual zum Handelswert berechnet. Bei vielen Börsen reduziert sich diese Gebühr je öfter man dort handelt. Zum Einstieg liegen sie oftmals bei etwa 0,15 bis einem Prozent des Handelswerts. Neben einem Vergleich der Handelsgebühren wird vor der Benutzung einer Kryptobörse zu einem Vergleich geraten. Einige Anbieter berechnen weitere Kosten wie Auszahlungsgebühren oder Haltegebühren. Aufgrund der gestiegenen Preise für Kryptowährungen sind in der letzten Zeit die Auszahlungsgebühren gestiegen.

Zahlreiche Kryptobörsen am Markt

Fast jede Kryptowährung wird an einer Kryptobörse gehandelt. Während Bitcoin fast überall zu finden ist, gibt es für kleinere Währungen auch spezielle Anbieter. In Deutschland ist Bitcoin.de die meistgenutzte Börse für Kryptowährungen. Dies ist jedoch im internationalen Vergleich vergleichsweise klein.

Die größte Kryptobörse hinsichtlich des Handelsvolumens trägt den Namen Poloniex und spielte beim Erfolg von Bitcoin eine große Rolle. Bekannt ist wohl auch Kraken.com, auf der Händler aus aller Welt aktiv sind. In den vergangenen Monaten fiel immer wieder der Name Bitfinex, einer Handelsplattform aus Hongkong. Im englischsprachigen Raum ist Coinbase sehr bekannt. Bei diesen bekannten Börsen handelt es sich um regulierte, zentralisierte Kryptobörsen.

Etablierte Börsen bestimmen den Markt

Derzeit bestimmen die etablierten Börsen wie Kraken oder Poloniex den Markt. Hier treffen sich Käufer und Verkäufer von Kryptowährungen. Die Nutzung dieser Börsen ist in der Regel recht einfach. Zudem stellen sie moderne Handelsoptionen zur Verfügung. Allerdings sind in vielen außereuropäischen Ländern diese Handelsplätze bislang nur schlecht reguliert.

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Ziel von Hackerangriffen

Vor allem zentralisierte Marktplätze wurden in der Vergangenheit Opfer von Hackerangriffen. Die Zahl der Hackerangriffe auf dezentrale Marktplätze ist deutlich kleiner. Auf zentralisierten Plattformen werden Coins zentral kontrolliert. Zudem werden oftmals zusätzlich viele personenbezogene Daten gespeichert, da diese Börsen ihre Nutzer aufgrund der Geldwäschegesetze verifizieren müssen. Dies macht diese Börsen zu einem lukrativen Ziel für Kriminelle.

Schließung möglich

Hinsichtlich zentralisierter Börse besteht – wie zuletzt in Südkorea gesehen – immer die Gefahr, dass sie aufgrund von staatlichen Verboten geschlossen werden. Was bei einer Schließung der Börsen mit den Geldern der Nutzer geschieht, ist nicht eindeutig geklärt und wird daher von Land zu Land unterschiedlich gehandhabt. Als im vergangenen Jahr in China Kryptobörsen verboten wurden, wechselten diese ihren Standort und zogen in die Sonderwirtschaftszone Hongkong.

Handel auf dezentralen Börsen

Auf dezentralen Börsen wie Bitsquare können Nutzer dagegen ohne zentrale Instanz und Verifizierung direkt und anonym mit anderen Nutzern handeln. Die Bedeutung dieser dezentralen Börsen könnte mit einer zunehmenden Verschärfung von Vorgaben und Regulierungen weiter zunehmen.

Bei dezentralen Börsen gibt es keine zentrale Stelle. Die Börsen werden dezentral von mehreren Orten in aller Welt aus gesteuert. Dies folgt dem Ursprungsgedanken der Blockchain. Ein Nachteil dieser Börsen ist, dass sie weniger liquide sind als ihre zentralisierten Konkurrenten. Das Handelsvolumen ist bislang recht gering. Zudem sind sie nicht so einfach zu nutzen, wie zentralisierte Börsen.

Fazit

Bei einem Hackerangriff auf die japanische Kryptobörse Coincheck erbeuteten Kriminelle 500 Millionen Coins der Kryptowährung NEM. Ein Schaden in Höhe von 400 Millionen Dollar entstand. Coincheck, eine der größten japanischen Kryptobörsen, muss sich nun strengeren Auflagen unterziehen. Zudem wird der Vorfall staatlich untersucht. Die Kurse von MEM, Bitcoin und anderen Kryptowährungen sanken nach Bekanntwerden des Vorfalls. Der Hackerangriff lässt Erinnerungen an die Vorgänge bei Mt. Gox im Jahr 2013 wach werden und zeigt erneut die Gefahren von Kryptobörsen.

 

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