Neue Regulierungen auf Malta

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Die Mittelmeerinsel Malta will die Gründung von Kryptobörsen und ICO regulieren. Schon am 4. Juli verabschiedete Malta drei Gesetze zur Blockchain. Zwei davon sollen zum 1. November in Kraft treten. Malta will so sich mehr und mehr zur „Blockchain-Insel“ entwickeln und hat sich daher zum Ziel gesetzt, die Blockchain-Technologie weiter zu fördern. Aus diesem Grund wurden auch im Sommer die genannte Gesetze verabschiedet.

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Gesetze zu ICOs und Kryptobörsen

Bei den beiden Gesetzen, die bald in Kraft treten sollen, handelt es sich zum einen um die Verordnung zum Erwerb virtueller Vermögenswerte (Virtual Financial Assets Act, kurz VFA) und die Verordnung für innovative Technologievereinbarungen und -dienstleistungen (Innovative Technology Arrangement and Services Act, kurz ITAS). Schon im Mai wurden drei neue Gesetzesentwürfe zur Regulierung von Kronenwährung bekannt, die den Rahmen für die Regulierung schaffen sollen.

Verfahren für ICOs und die Gründung von Kryptobörsen

Auf diesem Weg will Malta nun neue Vorgaben für ICOs und die Gründung von Kryptobörsen auf den Weg bringen. ICOs sind Teil des Gesetzes über den Erwerb virtueller Vermögenswerte. Hierin werden nun das Verfahren für ICOs und die Anforderungen daran beschrieben. Unter anderem müssen Unternehmen von nun an ihre Finanzhistorie offenlegen, bevor sie ein ICO starten. Damit will man Betrugsfälle vermeiden.

Gesetz für innovative Technologievereinbarungen und -dienstleistungen ist als rechtliche Grundlage für die Regulierung der Krypto- und Blockchain-Industrie gedacht. Das Gesetz soll Vereinbarungen für die Distributed-Ledger-Technologie sowie Zertifizierungen von Kryptobörsen regeln. Damit bildet das Gesetz die rechtliche Basis zur Gründung von Kryptobörsen und anderen Unternehmen in der Kryptoindustrie.

Passend zum Malta Blockchain Summit in Kraft

Beide Gesetze sollen pünktlich zum Malta Blockchain Summit in Kraft treten. Die Konferenz findet vom 31. Oktober bis zum 3. November statt. Eman Pulis, der CEO des Malta Blockchain Summit, sagte dazu, dass man die Bemühungen auf nationaler Ebene unterstütze. Das Ziel ist es, Malta gemeinsam zur Nummer 1 für die Blockchain und die Distributed-Ledger-Technologie zu machen. Zum Malta Blockchain Summit werden 5.000 Teilnehmer erwartet.

Malta ist bereits seit längerem als eine der Oasen für Finanzmarktgeschäfte bekannt. Die Insel steht für niedrige Steuern für Unternehmen und Privatpersonen und eine großzügige Auslegung von Vorschriften. Mit den neuen Regelungen will das Land einen sicheren Rahmen für Kryptowährungen geben, der langfristiges und nachhaltiges Wachstum der Branche mit sich bringen könnte.

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Premierminister spricht sich für Kryptowährungen aus

Kürzlich sprach sich auch Maltas Premierminister Joseph Muscat erneut für Kryptowährungen aus. Bei der UN-Generalversammlung in New York sagte er, dass Kryptowährungen zwangsläufig die Zukunft des Geldes seien. Er zeigte sich begeistert von der Technologie, die die Systeme revolutionieren und verbessern könne. Auch aus diesem Grund habe sich sein Land als Blockchain-Insel etabliert.

Er betonte zudem, dass sein Land als erste Judikative die neue Technologie reguliert habe. Zuvor habe ein rechtliches Vakuum bestanden. Transparenz helfe dabei, ein gutes Geschäft von einem schlechten zu trennen. Malta habe in den Augen des Premierministers Unternehmen aus der Kryptoindustrie mit offenen Armen empfangen und den globalen Sektor mit günstigen Vorschriften und praktischer Politik unterstützt.

Unternehmen verlegen Sitz nach Malta

Unter anderem lobte Biance, die mit etwa zehn Millionen Nutzern und einem Gewinn von 200 Millionen Dollar im Quartal größte Kryptobörse der Welt, die Bemühungen des Landes. Die Kryptobörse verlegte zudem ihren Hauptsitz nach Malta. Biance wurde zu diesem Anlass im Frühjahr von Premierminister Muscat persönlich begrüßt, zumindest über Twitter. In diesem Tweet wies er zudem darauf hin, dass man einer der ersten Anlaufstellen für Blockchain-Unternehmen werden wolle.

Neben Biance will mit OKEx eine weitere große Kryptobörse nach Malta umziehen. Auch Tron, ein milliardenschweres Unternehmen aus Peking, will ein Büro in Malta eröffnen und in den dortigen Markt investieren. Tron überwacht das Tron-Blockchain-Netzwerk. Weitere Unternehmen planen, ein Büro auf Malta zu eröffnen oder gar ihren Hauptsitz auf die Mittelmeerinsel zu verlegen.

Engagement der Regierung

Laut Muscar verfolge seine Regierung mit großem Engagement das Potenzial der Blockchain und deren Fähigkeit, ohne Dritte den Nutzern komplette Freiheit bei Informationen und Geld zu bieten. Mit der Blockchain-Technologie könne man Lösungen entwickeln, die die aktuelle Infrastruktur in Branchen wie dem Gesundheitswesen ersetzen könnte.

Die Blockchain hat aus seiner Sicht also noch mehr Potential als wir zurzeit sehen. Patienten könnten die volle Kontrolle über ihre medizinischen Daten haben. Bei der humanitären Hilfe kann die Blockchain somit ebenfalls eine Unterstützung darstellen. Als weiteres Beispiel nannte er Aktionäre, die so Unternehmen besser überprüfen und auf diesem Weg selbst mehr Verantwortung übernehmen können.

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Seit Anfang 2018 Fokus auf Kryptobranche

Seit Anfang 2018 konzentriert sich Malta besonders stark auf den Aufbau eines kryptofreundlichen Ökosystems. Vertreter der Kryptoszene loben Malta als besonders fortschrittlich im Umgang mit Kryptowährungen und Unternehmen aus der Kryptoszene. Malta gilt bereits seit einiger Zeit als beliebtes Ziel für Kryptounternehmen.

Das Land erlaubt schon länger Regelungen, die die Entwicklung von Blockchain-Unternehmen und ICOs nicht ausbremsen. Jeder Bürger, der nicht aus Malta stammt, muss keine Steuern auf Einnahmen zahlen, die im Ausland erzielt werden. Wird jedoch das Einkommen oder zumindest ein Teil davon auf eine maltesische Bank überwiesen, sind 15 Prozent Steuern fällig. Diese Regelung scheint für viele Unternehmen ein Pluspunkt zu sein.

Einheitlichen Regulierungsrahmen aufbauen

Im Februar 2018 forcierte die maltesische Regierung ihre Bemühungen weiter. Sie richtete die Malta Digital Innovation Authority ein, die einen ausführlichen Regulierungsrahmen für Kryptowährungen und ICOs erarbeiten soll. Im April wurde dann der Financial Instrument Test der Finanzaufsichtsbehörde bekannt. Mit diesem will man Token besser einordnen können. Nach dem Test soll es einfacher sein, zu wissen, ob Asset, dass auf der Distributed-Ledger-Technologie basiert, unter die EU-Richtlinien oder unter den neuen „Virtual Financial Assets Act“ fällt.

Weitere Inseln konkurrieren um Titel „Blockchain-Insel“

Neben Malta versuchen weitere Länder, den Titel als „Blockchain Insel“ zu erreichen. Dazu gehören beispielsweise die Bermudainseln, die als Steueroase bekannt sind. Auch sie wollen Kryptounternehmen auf die Insel locken. Dazu wurde ein Regulierungsrahmen ausgearbeitet, der Unternehmen Sicherheit für ICOs geben soll. Des Weiteren soll eine Task Force den Handel mit Kryptowährungen fördern. In Europa gilt zudem Island als sehr attraktiv für die Kryptoszene. Auch dort haben viele Unternehmen aus der Branche einen vorteilhaften Standort gefunden.

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EU arbeitet an Regulierungsrahmen

Auch in der EU spricht man über Kryptowährungen und plant einen Regulierungsrahmen für Kryptoassets und ICOs, Bei ihrem Treffen in Wien in September berieten sich die EU-Finanzminister über die Möglichkeiten für Regeln für Kryptowährungen. Valdis Dombrovskis, der Vizepräsident der Europäischen Kommission, scheint ebenfalls von der Blockchain überzeugt zu sein. Trotz der jüngsten Turbulenzen wachse der Markt weiter. ICOs könnten sich zu einer alternativen Finanzierungsform entwickeln. Kryptoassets werden auch aus seiner Sicht nicht wieder verschwinden. Daher arbeitet man wohl auch in der EU an einem einheitlichen Regulierungsrahmen.

Fazit: Malta schafft mit neuen Regulierungen Rechtssicherheit

Auf Malta treten am 1. November 2018 mit der Verordnung zum Erwerb virtueller Vermögenswerte (Virtual Financial Assets Act, kurz VFA) und die Verordnung für innovative Technologievereinbarungen und -dienstleistungen (Innovative Technology Arrangement and Services Act, kurz ITAS) zwei neue Gesetze zur Regulierung von Kryptowährungen in Kraft. Erste Entwürfe sind bereits seit Mai bekannt, im Juli wurden die Gesetze dann verabschiedet. Die neuen Regelungen betreffen unter anderem Vorgaben für ICOs und die Gründung von Kryptobörsen.

Zeitgleich findet auf Malta auch vom 31. Oktober bis zum 3. November der Malta Blockchain Summit statt. Die Mittelmeerinsel will sich immer mehr zu einem attraktiven Standort für die Kryptobranche entwickeln. In den letzten Monaten verlegten bereits einige Unternehmen ihren Standort nach Malta, darunter mit Biance auch die größte Kryptobörse der Welt.

Die maltesische Regierung um Premierminister Joseph Muscat unterstützt die Branche nach Kräften. Erst kürzlich sprach Muscat das Thema auch bei der UN-Vollversammlung in New York an. Dort sagte er, dass Kryptowährungen unausweichlich die Zukunft des Geldes seien und das die Blockchain noch größeres Potential mit sich bringt als wir derzeit sehen. Die Technik könnte die Infrastruktur in Bereichen wie dem Gesundheitswesen vollkommen revolutionieren.

Neben Malta arbeiten auch Länder wie die Bermudainseln an Regelungen für Kryptowährungen, um Unternehmen aus der Branche in ihr Land zu locken. Die EU kommt an dem Thema ebenfalls nicht vorbei. Im September sprachen auch die EU-Finanzminister über einen einheitlichen Regulierungsrahmen.

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