Leicht Geld verdienen mit Finanzprodukten

August 24, 2018 11:57 am

Kann man mit Aktien, Zertifikaten oder Kryptowährungen wirklich leicht Geld verdienen?

Leicht Geld verdienen – davon träumt wohl gelegentlich jeder einmal. Oder einfach die Ersparnisse für sich arbeiten lassen. In Zeiten des Nullzins hat leider das liebste Gut des deutschen Anlegers, nämlich das Sparbuch, nichts mehr zu bieten. Früher genügte es, allmonatlich ein wenig beiseitezulegen, die Zinsen taten ein Übriges, und so kam ein schönes Sümmchen zustande. Da dies nun nicht mehr möglich ist, schauen sich Anleger nach anderen Ertragsquellen um. So scheint es, dass man mit Wertpapieren leicht Geld verdienen kann, wie es manche Börsen-Movies suggerieren…aber wie funktionieren Aktien, ETFs und Co. tatsächlich?

Wie kann man am Kapitalmarkt Geld verdienen?

  • Investitionen – vor allem bei mittel- und langfristiger Wertanlage in Aktien und/oder Fonds
  • Wertpapierhandel – Trading, möglicherweise auch Day Trading, mit Gewinnmarge aus dem An- und Verkauf der Basiswerte
  • Sparpläne – Sparen in Kombination mit einem Wertpapierdepot oder als Bausparvertrag
  • Prämien – Summen, die von Banken für die Kontoeröffnung, aktive Kontonutzung und Werbung von Freunden gezahlt werden
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Wie kann man an der Entwicklung der Finanzmärkte teilhaben?

Wer dem Sparkonto den Rücken kehrt und nach einer Möglichkeit sucht, wie man leicht Geld verdienen kann, der wird im Internet schon sehr bald auf verschiedene Arten der Investition und des Handels stoßen. Worum geht es hier genau, und was sind die Besonderheiten? Welche Aktivitäten am Kapitalmarkt eignen sich für wen? Und: mit welchen Gewinnen kann man rechnen?

Geld verdienen mit Investitionen

Kosten des TradingsBei Investitionen geht es um die meist mittel- oder langfristige Anlage von Kapital. Mit dem zur Verfügung stehenden Investitionsbetrag kann ein Anleger beispielsweise ein Depot bei einer Direktbank oder bei einem Onlinebroker eröffnen und für sein Kapital Basiswerte erstehen, die dann für eine vorher festgelegte Frist beim Anbieter verpflichtend angelegt werden. Hier gibt es natürlich Unterschiede – das sogenannte Handelsangebot, also die Wertpapiere, Fonds oder Währungen, die man kaufen kann, unterscheiden sich von Anbieter zu Anbieter. Auch die Verwaltung der Kapitalanlage richtet sich nach dem Broker bzw. dem, was sich der Anleger wünscht. Denn das eigenen „Aktienpaket“ setzt sich im Idealfall aus verschiedenen Basiswerten zusammen. Dies sorgt dafür, dass das Risiko für den Investor gestreut wird. Je nach der individuellen Risikoneigung sollten die Komponenten im Depot ausfallen. Bestenfalls gilt es dann, regelmäßig die Entwicklung der eigenen Aktien, Fonds und anderer Werte zu prüfen. Bleibt die Performance der Anlage hinter den Erwartungen zurück, können Bestandteile abgestoßen und durch vielversprechendere Wertpapiere ersetzt werden. Einige Broker oder Banken arbeiten zu diesem Zweck mit einem Algorithmus, einem sogenannten Robo-Advisor, der die Anlageplanung und -anpassung vornimmt. Andere vertrauen auf menschliche Finanzexperten, die das Depot oder ein Musterdepot überwachen. Und natürlich kann man auch die Verwaltung selbst in die Hand nehmen. In diesem Fall sollte man in der Lage sein, die Unternehmen, deren Wertpapiere man erwirbt, und ihre geschäftlichen Perspektiven strategisch einschätzen zu können. Professionelle Investoren analysieren in diesem Fall die Aussichten der Branche, nationale Trends und das Management eines Unternehmens.

Aktienhandel

Gemeinsam zum Erfolg – © Coloures-pic – Fotolia.com

Trading: ein Weg zum schnellen Geld?

Trading ist in aller Munde, und es scheint zunächst, als könne man hiermit vor dem heimischen Computer oder sogar am Smartphone die Entwicklung der Aktienkurse verfolgen, ein paar geschickte Klicks vornehmen und mit wenig Arbeit sehr viel verdienen. Trading lockt mit dem leicht verdienten Geld – allerdings sind sich nur wenige Menschen darüber im Klaren, welche Kenntnisse und wie viel Geduld ein professioneller Trader benötigt, um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten.
Beim Trading geht es im Gegensatz zum Investieren um kurzfristige Aktivitäten. Der Investor braucht vor allem Geduld. Ein Trader hingegen macht seinen Gewinn damit, abzuschätzen, wie sich die Kurse von Aktien, Rohstoffen, Währungen usw. entwickeln. Rechnet er mit steigenden Kursen, kann er bestenfalls die eingekauften Werte mit Gewinn wieder verkaufen. Dabei ist die zeitliche Festlegung, wie lange man von Trading spricht und wann von Investititonen, eher fließend. Trader halten eine Position allerdings in der Regel beim sogenannten Swing Trading für einige Tage, maximal wenige Wochen, hier werden Positionen auch über Nacht gehalten. Noch schneller geht‘s beim sogenannten Day Trading, bei dem die Märkte während eines jeden Börsentags gehandelt werden.

Welche Formen des Tradings gibt es?

  • Swing Trading: Positionen werden längerfristig gehalten
  • Day Trading: Werte werden am selben Tag gekauft und verkauft
  • HFT (High Frequency Trading): Schnelle Transaktionen über hohe Summen werden über Algorithmen abgewickelt

High Frequency Trading: nur für ganz Große

Beim Hochfrequenzhandel geht es um die blitzschnelle Ausführung von Transaktionen oft binnen Bruchteilen von Sekunden – zugleich werden oft hohe Beträge umgesetzt. Diese Art des Tradings wird durch Algorithmen ausgeführt, erforderlich ist außerdem hohe Rechenkapazität und ein Standort in der Nähe der Börse – es geht tatsächlich um Nanosekunden! Also nichts für den durchschnittlichen Anleger oder Trader.
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Kein Erfolg ohne Vorkenntnisse

Bei der Geldanlage, und noch viel mehr beim Trading, ist es nicht zu empfehlen, ohne Vorkenntnisse einzusteigen. Halten wir uns noch einmal vor Augen, was Wertpapiere eigentlich sind – Aktien, Fonds oder Zertifikate bilden die Leistung eines Unternehmens, eines bedeutenden börsennotierten Unternehmens, oder auch eines Index bzw. einer Währung. Um mit Erfolg zu investieren oder zu traden, ist es logisch, dass man etwas davon verstehen muss, warum Unternehmen Gewinne (oder Verluste) machen. DAX-Konzerne, Währungen und Rohstoffe unterliegen Kriterien, die ihre Performance beeinflussen. Diese können intern bedingt sein – etwa der Diesel-Skandal, der die Aktien der betroffenen Unternehmen negativ beeinflusst hat – aber auch extern, durch politische oder Umwelteinflüsse.
Ein Investor oder Trader muss also dem Tagesgeschehen folgen und gleichzeitig ein Gespür dafür haben, wie sich die aktuellen Ereignisse auf die Kurse auswirken. Dies kann durch die rückwirkende Analyse früherer Kurse, also die Chart-Analyse geschehen. Die Auswertung vergangener Kurse erlaubt erfahrenen Tradern einen Rückschluss auf mögliche zukünftige Entwicklungen – eine Garantie allerdings gibt es nicht. Wer nicht weiß, wie er mit dem Handwerkszeug der Finanzbranche umgeht, läuft Gefahr, einfach zu zocken!

Kann man investieren und traden lernen?

Stopp Loss TradingDie gute Nachricht ist: Ja, man kann! Die Anbieter, also viele Banken, Direktbanken, Onlinebroker, Kryptobörsen, helfen sogar dabei. Denn wenn die Nutzer aktiv sind und Gewinne machen, profitiert die Bank oder der Broker entsprechend den jeweiligen AGBs. Deshalb gibt es bei den seriösen Anbietern oft umfassende, kostenfreie Weiterbildungsangebote. Diese schließen eBooks, Videos und sogar richtige Webinare ein, bei denen die Teilnehmer sich mit dem Webinar-Leiter und anderen Teilnehmern austauschen können. Mitunter werden sogar Echtzeit-Treffen angeboten. Von diesen Möglichkeiten sollte jeder, der es wirklich ernst meint, Gebrauch machen. Dazu kommen Demokonten bzw. Demozugänge. Hier kann die Funktionalität einer Handelsplattform getestet werden, ohne dass man sein eigenes Kapital riskiert. Die meisten Online-Broker bieten solche Demo-Zugänge kostenfrei und oft sogar unbegrenzt an, aufgeladen sind sie mit einem bestimmten Betrag an „Spielgeld“, den man nutzen kann, um sich mit der Handelsplattform und dem Traden vertraut zu machen. Allerdings, und das merkt man schon gleich zu Anfang, kann man so eben nicht leicht Geld verdienen. Zeit und Lernwillen müssen schon aufgebracht werden.

© Africa Studio – Fotolia.com

Gibt es „riskante“ Finanzprodukte?

Die beste Trading-StrategieWer als Anfänger mit dem Gedanken spielt, sein Geld anzulegen oder zu traden, fragt sich natürlich, ob es so etwas wie „sichere“ und „weniger sichere“ Finanzprodukte gibt. Das kann man nicht generell beantworten – doch zumindest bei Aktien dürfte bereits klar sein, dass die Performance eines Unternehmens gewissen Unwägbarkeiten unterliegt. Wer beispielsweise ein Wertpapierdepot eröffnet, wird in der Regel nach seiner persönlichen Risikovorliebe gefragt. Dementsprechend wird das Depot bestückt – und hier zeigt sich, dass der Aktienanteil in die Höhe schnellt, je mehr Risiko der Anleger einzugehen bereit ist.
Ebenfalls mit Vorsicht zu handhaben sind grundsätzlich alle Hebelprodukte. Der sogenannte Hebel ist eine Möglichkeit, mit dem verfügbaren Kapital ein Vielfaches dieser Summe zu bewegen. Er findet sich beispielsweise bei Kryptowährungen: so kann man bei einem Hebel von 1:2 (oder mehr) das Doppelte des Grundkapitals bewegen. Macht man Gewinne, ist das gut und schön. Macht man Verluste…. Die Idee sollte klar sein. Und da das Thema gerade Kryptowährungen war, geht es hiermit weiter.

Bitcoin und Co. – wie lohnend sind Kryptowährungen?

Der rasante Kursanstieg des Bitcoin in 2017 hatte entsprechende Kursgewinne bei anderen Altcoins zur Folge. Viele Anleger bekamen so den Eindruck, mit Kryptowährungen sei leicht Geld zu machen. Das mag zutreffen für diejenigen, die vor einigen Jahren einmal etwas BTC gekauft und dann schlichtweg irgendwo vergessen haben. Wer beizeiten auf den aufwärtspreschenden Kurs aufsprang, konnte noch schöne Gewinne einfahren, allerdings verhalten sich die meisten Kryptowährungen seit Anfang 2018 ausgesprochen volatil. Da es sich hier um virtuelle Coins handelt, die durch die Rechnerleistung ihrer Nutzer generiert werden und deren Wert von ihrer Akzeptanz, aber auch von der börslichen Erwartungshaltung abhängt, sind Kryptowährungen grundsätzlich volatil. Die Investition kann sich lohnen, man kann unter Umständen damit Geld verdienen, sollte hier aber nur Kapital investieren, das man gegebenenfalls verschmerzen könnte.
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Exchange Traded Funds – die bequeme Anlagemöglichkeit

Optionsscheine handelnEs ist aber nicht alles hochriskant, was zur Verfügung steht. Besonders sogenannte ETFs, börsengehandelte Fonds, sind vergleichsweise gediegen. ETFs bilden die Kursentwicklung eines zugrundeliegenden Index ab, beispielsweise des DAX. Dem deutschen Anleger kommen sie prinzipiell sehr entgegen, weil man nicht sehr viel tun muss (genau … wie beim Sparbuch).
So sollte man die Leistung eines Index und seinen Kursverlauf in den letzten Jahren prüfen und dann in ein entsprechendes ETF investieren. Angeboten werden dazu geeignete Depots bei den meisten Direktbanken, die oft auch eigene ETFs auflegen. Hier in jedem Fall die Seriosität des Anbieters, die Regulierung und den Einlagenschutz prüfen!

Festgeld und Sparpläne

Trading mit HandelsplattformDas früher so beliebte Festgeld bringt heute nur selten überhaupt 1 % pro Jahr Rendite. Bei Sparplänen sieht es etwas anders aus. Wer beispielsweise Anspruch auf Vermögenswirksame Leistungen hat, kann mit einem entsprechenden Sparplan mit Zuschüssen vom Arbeitgeber und vom Staat rechnen. Nicht viel, aber leicht verdientes Geld!

Welche Renditen kann man erwarten?

Wichtige Trading-TippsEins gleich vorab, schnelles Geld ist meistens nicht drin. Investoren brauchen Geduld, damit nach einigen Jahren auch der Zinseszinseffekt für einen Vermögensaufbau greift. Bei Tradern ist nicht jeder Tag ein guter Tag – tatsächlich kann man beim Trading nicht nur gewinnen.
Je nach der gewählten Aktivität kann man realistisch von Renditen zwischen 4 % und 12 % pro Jahr ausgehen. Und das ist selbst bei einigen Tausend Euro noch kein Vermögen.

Welche anderen Möglichkeiten gibt es, leicht etwas dazu zu verdienen?

Kosten des TradingsJenseits der Börse gibt es natürlich einige weitere Möglichkeiten, ein bisschen Geld zusätzlich zu verdienen. Dazu gehören beispielsweise Prämien, die von Banken ausgelobt werden. So gibt es Kontoeröffnungsprämien, mit denen Kunden gewonnen werden sollen. Erforderlich ist meist die Eröffnung eines Girokontos, besonders die Direktbanken locken mit attraktiven Summen. Wer sein Konto dann auch fleißig nutzt, bekommt – meist nach drei Monaten Gehaltseingang – eine sogenannte Aktivprämie obendrauf. Und auch für die Werbung von Freunden und Bekannten gibt es in vielen Fällen Geld. Hier können bei Kontoeröffnung und Aktivprämie schnell 150 – 200 Euro zusammenkommen, die Freundschaftswerbung bringt oft ebenfalls 50 Euro pro Geworbenem ein. Und der wiederum profitiert von der Kontoeröffnungsprämie. Ausgezahlt wird allerdings meist erst, wenn alle Bedingungen erfüllt sind, in der Regel im vierten Monat nach der Anmeldung. Man sollte jedoch die AGBs und Kosten des Anbieters sorgfältig prüfen, um sicherzugehen, dass die Kontowechselprämie nicht später durch Kontoführungsgebühren rasch wieder aufgezehrt wird.

Fazit zum leicht verdienten Geld

Auch an der Börse oder bei einem Broker gibt‘s nichts für umsonst. Leicht Geld verdienen, das eigene Kapital ohne besondere Mühe verdoppeln, scheint verlockend, ist aber mit legalen und seriösen Mitteln schlichtweg nicht möglich. Dennoch kann man mit kluger Geldanlage oder informiertem Trading sein Kapital mehren. Das geht allerdings nicht ohne grundlegende Informationen und hat wenig mit der atemberaubenden Laufbahn von Gordon Gekko gemeinsam. Wer sich für das Thema interessiert und sich mit den Weiterbildungsmöglichkeiten und Demo-Zugängen der Anbieter befasst, wird feststellen, dass hier unter Umständen Nebeneinkünfte zu machen sind und das Traden oder Investieren und die Beschäftigung mit der Materie obendrein Freude macht.
Wer nicht einfach nur „reich“ werden, sondern sich selbst und seine Familie absichern möchte, wird auch dazu eine Möglichkeit finden, etwa über ein Depot mit geringen Risiken oder einen Sparplan, beispielsweise optimiert für Vermögenswirksame Leistungen. Und darüber hinaus ist es natürlich eine schöne Sache, gelegentlich 100 oder 200 Euro mitnehmen zu können, wenn man zu einem überzeugenderen Anbieter für das Girokonto wechselt.
Leicht verdient ist das Geld vielleicht nicht – aber man gewinnt in jedem Fall relevante Hintergrundinformationen und dadurch mehr finanzielle Souveränität.

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