Flatex dreht an Preisschraube – welche Möglichkeiten haben Anleger?

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Schlechte Nachrichten für flatex-Kunden: Der Broker erhöhte zum 1. November die Preise. Erst im Frühjahr führte flatex als erster deutscher Broker Negativzinsen, die sich als Strafzinsen in Höhe von 0,4 Prozent auswirken, auf die Guthaben seiner Kunden ein. Anfang des Monats stiegen nun die Ordergebühren und weitere Gebühren. Der Handel an der XETRA Frankfurt wird nun mit 5,90 Euro plus Börsengebühren berechnet. Zuvor lag die Orderprovision bei fünf Euro. Mit Börsengebühren kostete eine Order an der XETRA mindestens 8,14 Euro. Dies ist eine Preissteigerung von 18 Prozent. Laut der Servicehotline von flatex sollen Bestandskunden ab dem 1. Januar 2018 ebenfalls 5,90 Euro Orderprovision zahlen. Dies ist jedoch von flatex noch nicht endgültig bestätigt.

Weitere Kostensteigerungen bei flatex

Bislang war die Umschreibung von Namensaktien bei flatex provisionsfrei. Nun müssen Anleger bei flatex für einen Kauf von Namensaktien bei einer über die Börse durchgeführten Order 0,60 Euro zahlen. Auch bei Gold steigen die Auslagen und Nebenkosten. Für eine Order bei XETRA Gold müssen Kunden quartalsweise rückwirkend 0,025 Prozent im Monat zahlen.

Darüber hinaus steigen die Kosten für Inlands- und Auslandsorders an Börsenplätzen in Kanada und den USA. Bislang mussten flatex-Kunden hier für einen Kauf oder Verkauf einen Provisionssatz von 9,90 Euro zahlen. Nun fällt ab einem Ordervolumen von über 25.000 Euro eine zusätzliche Gebühr von 0,04 Prozent an. Wer beispielsweise Aktien im Wert von 50.000 Euro ordert, zahlt nun 19,90 Euro statt 9,90 Euro.

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Depot zum Handel mit Wertpapieren

Zum Wertpapierhandel bei einem Onlinebroker wird ein Konto benötigt. Im Wertpapierhandel spricht man hier in der Regel von einem Depot. Diese Kontoform ist bei Aktien, Fonds, Zertifikaten und Optionsscheinen üblich und dient vor allem zur Verwaltung und Vermehrung der Wertanlage. Transaktionen sind ebenfalls möglich. Auszahlungen erfolgen in der Regel auf ein Referenzkonto, meist das eigene Girokonto. Bei einem Aktienkauf wird die Aktie auf das Depot gebucht und bleibt dort bis zum Verkauf. Auf einem Transaktionsbeleg können Anleger erkennen, zu welchem Preis er die Aktie gekauft hat. Auch zusätzliche Kosten werden hier ausgewiesen.

Flexibles Onlinedepot

Ein Onlinedepot macht Anleger sehr flexibel. Jeder Anleger kann die Aktien, die er kaufen möchte, nach seinen persönlichen Präferenzen auswählen. Zudem sind die Kosten im Vergleich zur Hausbank oft geringer. Viele Onlinebroker bieten jedoch keine Anlageberatung an. Wer daher mehr persönlichen Kontakt und individuelle Beratung wünscht, könnte bei seiner Hausbank besser aufgehoben sein. Die Qualität der Beratung hängt jedoch von den Erfahrungen und Angeboten der Bank ab.

Orderprovision beim Aktienkauf

Bei jedem Aktienkauf- und verkauf werden Transaktionsgebühren, auch Orderprovision genannt, fällig. Die Höhe schwankt von Broker zu Broker. Dazu kommen Gebühren für den Börsenplatz und den Börsenmakler. Oft wird die Orderprovision anhand des Ordervolumens berechnen, einige Broker bieten auch Fixpreise an. Einige Broker erheben weitere Kosten, beispielsweise für Limits oder deren Streichung. Zudem erheben noch immer einige Broker Depotführungsgebühren, obwohl hier dank der elektronischen Verwaltung die Kosten deutlich gesenkt werden können.

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Konditionen vergleichen

Auch bei Fonds oder ETFs sollten Anleger die Konditionen genau vergleichen. Orderaufschläge können sich hier deutlich auf die Kosten auswirken und damit letztendlich den Gewinn senken. Viele Broker bieten mittlerweile eine breite Produktpalette an. Diese sind an unterschiedlichen Börsen im In- und Ausland handelbar. Deutsche Börsenplätze haben fast alle Broker im Angebot, doch auch hier kann das Angebot schwanken. Daher sollten Anleger genau prüfen, zu welchen Börsen sie über den Broker Zugang haben. Die wichtigsten internationalen Börsen wie die New York Stock Exchange oder die London Stock Exchange sollte auf jeden Fall im Angebot sein. Viele Broker bieten auch den außerbörslichen Direkthandel an. Dieser hat den Vorteil, dass hier Börsengebühren entfallen.

Einlagensicherung beachten

Auch die Einlagensicherung ist ein wichtiger Aspekt bei der Wahl eines guten und seriösen Brokers. Eine EU-Richtlinie gibt an, dass bei jedem Anbieter pro Kunde 100.000 Euro abgesichert sein müssen. Viele Broker sind auch  freiwilliges Mitglied im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken. Hierüber sind Kundengelder zusätzlich abgesichert. Wertpapiere gelten als Sondervermögen und daher bei einer Insolvenz nicht als Konkursmasse.

Depoteröffnung online

Die Eröffnung eines Onlinedepots erfolgt in der Regel über ein Formular auf der Webseite des Brokers. Im Eröffnungsantrag werden neben persönlichen Daten wie Name und Adresse auch die bisherige Handelserfahrung abgefragt. Auch ein Referenzkonto, in der Regel das eigene Girokonto, gibt man hier an. Danach muss man sich gegenüber dem Broker identifizieren. Dies kann mit dem PostIdent-Verfahren und bei vielen Brokern auch über das VideoIdent-Verfahren erfolgen.

Integrierter CFD-Handel bei flatex

Flatex bietet unter anderem Aktien, Zertifikate und CFDs an. Seit 2008 erfolgt der CFD-Handel vollinegriert, also gemeinsam mit anderen Angeboten über eine gemeinsame Plattform. Drei Jahre später wurde dies auch über den MetaTrader4 ermöglicht. So sind Trader sehr flexibel und können besonders rasch auf das Marktgeschehen reagieren.

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Fixe Orderprovisionen

Der Broker arbeitet mit fixen, vom Ordervolumen unabhängigen Orderprovisionen. Dabei achtet der Broker trotz der aktuellen Preiserhöhung auf eine übersichtliche Preisgestaltung und eine nachvollziehbare Darstellung der Preise. Auf den Wertpapierabrechnungen sind alle Börsengebühren nachvollziehbar. Die Depotführung und -eröffnung ist kostenlos und erfolgt ohne Mindesteinlage. Für Limits fallen keine Gebühren an.

Schulungsangebote bei flatex

Flatex bietet keine Anlage- und Vermögensberatung an und verzichtet auf Niederlassungen. Der Kundenservice ist bei Fragen jedoch ein kompetenter Ansprechpartner. Zudem sind auf der Webseite im FAQ-Bereich viele Fragen beantwortet. Auch Schulungsangebote und Webinare gehören zum Angebot von flatex. Der Broker bietet den Handel an allen deutschen Börsenplätzen, elf Auslandsbörsen und über 19 Partner im außerbörslichen Handel an. Darüber hinaus arbeitet flatex mit vier ausgewählten Premiumpartnern zusammen.

Börsennotierter Broker

Der 2006 gegründete Broker ist der Onlinebroker der FinTech Group Bank AG und ging 2009 an die Börse, damals noch unter dem Namen flatex Holding AG. Heute ist das Unternehmen als FinTech Group AG im Open Market der Frankfurter Börse gelistet. Die flatex GmbH ist von der Bundesfinanzaufsichtsbehörde zur Erbringung von Finanzdienstleistungen zertifiziert.

Fazit

Flatex erhöhte Anfang November die Preise. Für Orders an der XETRA werden jetzt 5,90 zuzüglich Börsengebühren statt bisher fünf Euro fällig. Auch für Gold steigen die Auslagen und Nebenkosten. Darüber hinaus werden Inlands- und Auslandsorders in den USA und Kanada teurer. Erst im Frühling führte flatex als erster Broker in Deutschland Negativzinsen ein.


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