CopyFunds, klassischer Investmentfonds oder doch ETF?

CopyFunds, klassischer Investmentfonds oder doch ETF?
Seit einiger Zeit haben Anleger die Möglichkeit, ihr Kapital in sogenannte eToro CopyFunds zu investieren. Die Finanzinstrumente sind klassischen Fonds und ETFs nachempfunden, setzen dabei aber andere Schwerpunkte bzw. verteilen das Kapital der Trader anders. Zudem gestaltet sich auch die Situation bezüglich der Kosten zwischen allen drei Fondsarten grundsätzlich verschieden. Ein Vergleich von CopyFunds, klassischen Investmentfonds und ETFs soll zeigen, für welchen Anlegertyp sich welche Investition empfiehlt.


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1.) Gleicher Grundgedanke bei allen drei Konzepten

Optionsscheine handelnIn den Wirtschaftswissenschaften ist längst bewiesen: Ein hohes Maß an Diversifikation im eigenen Portfolio zahlt sich aus, es führt langfristig zu höheren Renditen als gezielte Einzelinvestitionen. Kein Marktteilnehmer kann den Markt auf Dauer schlagen, für diese Erkenntnis gab es im Jahr 2013 sogar den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften.

Vor allem ETFs und die eToro CopyFunds machen sich dieses Grundprinzip zu Nutze. Sie sammeln Kapital von Anlegern, um es anschließend breit auf eine Reihe von Finanzinstrumenten zu streuen. Auch klassische Investmentfonds verfahren nach diesem Prinzip, versuchen dabei aber, den Markt zu schlagen und durch Umschichtungen möglichst hohe Renditen zu erwirtschaften. Der Ablauf einer Investition ist jedoch bei allen drei Investmentvarianten gleich:

  • Anleger suchen nach einem Fonds, in den sie Geld investieren möchten.
  • Über den eigenen Broker wird das Investment in Auftrag gegeben.
  • Die Fondsgesellschaft verwendet das investierte Kapital, um damit auf Basis einer festgelegten Strategie andere Wertpapiere zu kaufen.
  • Jederzeit ist es dem Anleger gestattet, seine Fondsanteile wieder zu verkaufen.

Fazit: Das grundlegende Konzept aller drei Fondsarten ist identisch: Fondsgesellschaften verwalten das Kapital von Anlegern, um es in viele verschiedene Basiswerte zu investieren. Doch schon ein etwas detaillierterer Blick zeigt, dass Investmentfonds aktiv und die anderen beiden Fonds passiv verwaltet werden. Was das für Auswirkungen hat, sollen die folgenden Abschnitte im Detail erläutern.

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2.) Auswahl: Kleine Vorteile für klassische Fonds

Klassische Investmentfonds erfreuen sich schon seit Jahrzehnten hoher Beliebtheit und werden von spezialisierten Fondsgesellschaften emittiert. Entsprechend groß ist die Auswahl auf den Märkten, so dass sich die reinen Kapitalmarktfonds in folgende Klassen unterteilen lassen:

  • Aktien: Aktienfonds investieren das Kapital von Tradern ausschließlich in Aktien.
  • Renten: Sogenannte Rentenfonds orientieren sich hingegen eher auf den Anleihemärkten und sollen für recht sichere Investments sorgen.
  • Mischfonds: Hingegen streuen Mischfonds das Kapital in einem festen Verhältnis sowohl auf Anleihen als auch auf Aktien.

Wie groß die Gesamtanzahl der Investmentfonds ist, kann nicht genau bestimmt werden. Fakt ist aber, dass sie unterschiedlichste Strategien von sicheren Investitionen in Staatsanleihen über branchenspezifische Investments in Wachstumsindustrien bis hin zu risikoreichen Anlagen in kleine Start-ups verfolgen.

Stopp Loss TradingAuch im Bereich ETFs ist ein starkes Wachstum der Auswahl zu verzeichnen, das insbesondere nach der Finanzkrise 2008 begann. Zugrunde liegt dem Indexfonds aber immer ein Index wie der DAX oder der Dow Jones, auch wenn es mittlerweile frei konzipierte ETFs gibt. Insofern ist die Auswahl etwas kleiner als bei klassischen Investmentfonds, aber generell noch als groß zu bezeichnen.

Etwas anders gestaltet sich das Bild bei eToro CopyFunds. Weil das Finanzinstrument an sich noch neu ist und nur von einem einzigen Broker angeboten wird, kann es in Sachen Quantität nicht mit den klassischen Fonds mithalten. Aber: Auch bei den CopyFunds gibt es schon zwei verschiedene Arten von Fonds, die Tradern ganz neue Möglichkeiten eröffnen:

  • eToro Market Funds: Die sogenannten Market Funds investieren das Kapital der Anleger über CFDs direkt an den Märkten und fokussieren sich dabei auf bestimmte Branchen bzw. Unternehmen.
  • eToro Top Trader Funds: Hingegen bestehen die Top Trader Funds aus einem Portfolio an CFD- und Forex-Tradern, denen per Einmalinvestition gefolgt wird. Dabei läuft die Investition exakt so ab, wie beim von eToro mit entwickelten Social Trading auch.

Fazit: Rein quantitativ gesehen können CopyFunds nicht mit ETFs und klassischen Investmentfonds mithalten. Allerdings bieten die Finanzinstrumente die Möglichkeit, Kapital in Top-Trader zu investieren, was mit den anderen beiden Varianten ausdrücklich nicht möglich ist.

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3.) Kosten: ETF und CopyFunds deutlich günstiger

Kosten des TradingsDie Auswahl ist noch kein Kriterium, auf dessen Basis Anleger eine Investitionsentscheidung treffen sollten. Gerade bei langfristigen Investments gilt, dass günstigere Finanzinstrumente zu bevorzugen sind und schon allein durch die Kosteneinsparungen Renditevorteile erwirtschaften können. Ein Blick auf mögliche Kostenpunkte der drei Anlageformen:

KlassischETFCopyFunds
AusgabeaufschlagZwischen 1 und 5 Prozent der InvestitionssummeTeilweise kostenfrei, maximal 1 bis 1,5 ProzentNicht vorhanden
Laufende GebührJe nach Fondsgesellschaft zwischen 1 und 3 Prozent des VolumensMeist unter 1 Prozent des VolumensNicht vorhanden
ErfolgsbeteiligungenAbhängig vom Fonds, durchaus üblichNicht vorhandenNicht vorhanden
SpreadNicht vorhandenNicht vorhandenEinziger Kostenpunkt der CopyFunds, der über den CFD-Spread bei eToro abgerechnet wird

Wie teuer die Investition in einen CopyFunds ist, hängt vom Spread bei eToro selbst ab. Denn egal ob Market Funds oder Top Trader Funds, beim Broker wird das Kapital immer über Finanzderivate investiert. Beispielsweise liegt der übliche Spread für EUR/USD bei rund 3 Pips, für Indizes ist der Wert deutlich höher anzusiedeln.

Welche der Fondsarten letztlich am günstigsten sind, kann nicht pauschal beurteilt werden. Bei den CopyFunds kommt es vor allem auf die Aktivität des Signalgebers an. Grundsätzlich gilt aber, dass ETFs immer günstiger sind als Investmentfonds. Und auch die eToro CopyFunds dürften recht große Kostenvorteile gegenüber den immens teuren, klassischen Fonds erzielen. Das liegt schon alleine daran, dass der Broker weder eine laufende Gebühr noch eine Abschlussprovision oder eine Erfolgsbeteiligung verlangt.

Fazit: Die Kosten der Finanzinstrumente miteinander zu vergleichen, ist vergleichsweise schwierig, weil auf ganz unterschiedliche Abrechnungsmodelle gesetzt wird. Fakt ist nur, dass Investmentfonds aufgrund der hohen Ausgabeaufschläge definitiv zu den teuersten Finanzprodukten überhaupt gehören. ETFs werden hingegen allgemein als kostengünstig angesehen und auch das Kostenmodell der CopyFunds weiß zu überzeugen.

eToro CopyFunds

CopyFunds – ein Investmentprodukt von eToro

4.) Renditeerwartung: Abhängig vom jeweiligen Fonds

Geringe Kosten allein sorgen noch nicht für hohe Renditen, steuern aber ihren Teil dazu bei. Wie hoch die Renditen für klassische Investmentfonds, ETFs und CopyFunds ausfallen, hängt insbesondere vom Risiko der Investition ab. Aber:

  • Auf Dauer kann kein Investor den Markt schlagen.
  • Noch immer versuchen viele Investmentfonds genau das.
  • Einschlägige, empirische Studien und theoretische Untersuchungen untermauern, dass Fondsmanager zwar viel Geld kosten, aber dafür kaum Ertrag bringen.

Auf lange Sicht zeigt sich, dass die Investmentfonds kaum mehr Rendite abwerfen als ETFs, die beispielsweise den DAX oder den MSCI World abbilden. eToro gibt hingegen an, mit seinen Fonds auf mittlere bis lange Sicht Renditen im zweistelligen Bereich erwirtschaften zu wollen. Fairerweise kann an dieser Stelle noch nicht beurteilt werden, ob das Unternehmen seiner Zielsetzung wirklich gerecht wird. Grundsätzlich spricht vor allem das hohe Maß an Diversifikation in den einzelnen CopyFunds dafür, dass die Zielerreichung zumindest nicht unrealistisch erscheint.

Fazit: Die Renditeerwartungen der einzelnen Finanzinstrumente miteinander zu vergleichen, ist nicht ohne weiteres möglich. Schließlich existieren die eToro CopyFunds erst wenige Monate, so dass es keine verlässlichen Vergleichswerte gibt. Gemessen an der reinen Konzeption der Fonds (Diversifikation, möglichst geringe Kosten etc.) erscheinen die von eToro angegebenen Zielvorstellungen zweistelliger Renditen aber durchaus realistisch.

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5.) Verwaltung der Fonds: Einmal aktiv, zweimal passiv

Wie die Fonds an sich verwaltet werden, ist bereits angedeutet worden. Grundsätzlich unterscheiden Finanzmarktspezialisten hier zwischen:

  • Aktiv: Ein Manager betreut den Fonds bzw. das Vermögen und führt regelmäßige An- bzw. Verkäufe durch, um immer möglichst die Wertpapiere im Portfolio zu haben, die aktuell den größten Ertrag versprechen.
  • Passiv: Der Fonds bleibt weitestgehend unangetastet und wird nur dann umgeschichtet, wenn der zugrundeliegende Index verändert wird.

Grundsätzlich werden alle klassischen Investmentfonds aktiv verwaltet, hinter ihnen steht entweder ein Fondsmanager oder eine komplette Fondsgesellschaft. Dass der Markt hierdurch auf Dauer nicht geschlagen werden kann, der Manager aber relativ viel Geld kostet, wurde bereits thematisiert. Einen Mehrwert bietet er insofern, als dass eine stetige Reoptimierung des Fonds erfolgt. Ein Beispiel soll kurz erläutern, was dies bedeutet:

  • Ein Mischfonds soll das Kapital von Anlegern in einem Verhältnis von 1:2 in Aktien und Anleihen investieren.
  • Allerdings gewinnen die Aktien stark an Wert, so dass deren Gewichtung im Portfolio – ohne Zutun des Managers – auf 1:1 ansteigt.
  • Der Manager reagiert, verkauft einige Aktien und nimmt neue Anleihen in den Fonds auf.

Diese Reallokation ist wichtig, um die Zusammensetzung des gesamten Portfolios des einzelnen Anlegers nicht zu verzerren. Aber: Auch bei ETFs und den CopyFunds geschieht dies. Allerdings schichten ETFs das Kapital immer nur dann um, wenn sich der Vergleichsindex ändert. Angenommen, Siemens würde nicht mehr im DAX gelistet werden, dafür aber Borussia Dortmund neu aufgenommen. Dann würde der ETF alle Siemens-Aktien verkaufen und dafür Aktien des Fußballclubs erwerben.

Hingegen gibt eToro an, die Zusammensetzung der CopyFunds immer dann zu verändern, wenn deren grundlegende Strategie gefährdet ist. Dies kann etwa dann geschehen, wenn einer der Top-Trader plötzlich kaum noch Renditen erwirtschaftet oder sich die Gewichtung von Investitionsobjekten – genau wie bei herkömmlichen Fonds – ändert.

Eine gewisse Sonderrolle kommt in diesem Zusammenhang den eToro CopyFunds zu, die Top-Trader kopieren. Zwar werden diese von eToro selbst nicht aktiv verwaltet, die Signalgeber an sich eröffnen aber laufend neue Positionen. Insofern ist durchaus von einer aktiven Verwaltung zu sprechen, die aber ausdrücklich keine höheren Kosten verursacht. Vielmehr rechnet der Broker auch hierbei nur über den bereits vorgestellten Spread für die einzelnen Positionseröffnungen ab.

Fazit: Klassische Investmentfonds werden aktiv verwaltet, ohne dass hieraus im Durchschnitt ein tatsächlicher Mehrwert in Form höherer Erträge zu erwarten ist. Lediglich die Reallokation der Fondsgewichtung erscheint sinnvoll, wird aber auch bei CopyFunds und mit Abstrichen bei Indexfonds durchgeführt.

eToro CopyFunds Geldanlage

So funktioniert die eToro CopyFunds Geldanlage

6.) Sicherheit: Bei allen drei Formen gewahrt

Wichtige Trading-TippsMit Sicherheit ist in diesem Zusammenhang nicht das Risiko der Investition, sondern die Verwahrung der Kundeneinlagen gemeint. Grundsätzlich gilt für alle drei Investmentobjekte, dass das Kapital der Kunden ausreichend geschützt ist. Konkret heißt dies:

  • Regulierung: Sowohl Fondsgesellschaften als auch eToro werden von staatlichen Behörden beaufsichtigt. Dabei hat der Broker seinen Sitz in Zypern, wo alle gültigen EU-Gesetze für Finanzdienstleister gelten, an die sich beispielsweise auch deutsche Unternehmen halten müssen. Hingegen können die Fondsgesellschaften ihren Sitz auch außerhalb der EU haben.
  • Segregation: Unabhängig ob Broker oder Fondsgesellschaft gilt, dass das verwahrte Kundengeld nicht für Unternehmenszwecke verwendet werden darf. Es ist nicht zulässig, eigene Investitionen durchzuführen oder Gläubiger zu bedienen. Schon aus diesem Grund gilt das Kapital als sehr sicher.

Zu eToro bleibt noch festzuhalten, dass das Unternehmen als einer der größten Forex- und CFD-Broker überhaupt gilt. Mehrere Millionen Nutzer verfügen bereits über ein Konto, die Tendenz ist weiter klar steigend.

Fazit: Die Kundengelder an sich sind sowohl bei Investitionen über eToro als auch in klassische Fonds oder ETFs absolut sicher. Denn alle Finanzdienstleister müssen Kundeneinlagen und Unternehmensvermögen strikt voneinander getrennt verwahren, so dass das Kapital nicht in eine mögliche Insolvenz einfließen würde.

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7.) Minimale Investitionssumme: Einige tausend Euro sollten es sein

Gerade für Kleinanleger stellen Mindestinvestitionssummen oft echte Hindernisse bei Investments in bestimmte Finanzinstrumente dar. Daher gilt es, sich intensiver mit diesem Thema zu befassen. Einfach ist die Beurteilung im Falle von eToro: Wer die CopyFunds für sich nutzen möchte, der sollte über mindestens 5.000 Euro bzw. US-Dollar verfügen. Begründet ist dies unter anderem darin, dass die Fonds das Geld der Investoren in Hebelprodukte anlegen, für die wiederum eine Margin hinterlegt werden muss. Damit es nicht zu Engpässen kommt, hat eToro diese vergleichsweise hohe Einstiegsbarriere festgelegt.

Bei ETFs und Investmentfonds fallen die Investitionsbeträge ganz unterschiedlich aus. Gängig sind bei Investmentfonds durchaus Einstiegssummen von 2.500 bis 5.000 Euro, einige Fonds sind aber auch schon ab 1.000 Euro verfügbar. Anders sieht es meist bei ETFs aus, hier können Anleger mit wenigen hundert Euro aktiv werden – auch wenn es nicht wirklich zu empfehlen ist, weil die jeweiligen Broker oft eine Mindestgebühr für den Kauf erheben.

Fazit: Möchte ein Anleger in die eToro CopyFunds investieren, muss er hierfür mindestens 5.000 Euro bzw. US-Dollar aufbringen. Etwas geringer fallen die Einstiegshürden meist bei klassischen Investmentfonds und ETFs auch. Damit sich das Investment aber – vor allem vor dem Hintergrund der Einstiegskosten – wirklich lohnt, sollten Anleger immer einige tausend Euro mitbringen.

8.) Fazit: eToro CopyFunds können mit ETFs und Investmentfonds mithalten

Schon seit einiger Zeit können Anleger ihr Kapital nicht mehr nur in klassische Investmentfonds oder ETFs investieren, sondern auch in die sogenannten eToro CopyFunds. Die Finanzinstrumente sind auch vor allem deshalb interessant, weil sie das Kapital von Investoren in andere Top-Trader investieren – eine bis dato neue Möglichkeit. Vor allem auf Kostenseite können die Fonds klar mit den recht teuren Investmentfonds und auch den günstigeren ETFs mithalten. Weil auch die Sicherheit beim Investment gewährleistet ist, eToro Renditen von (mittel- bis langfristig) mehr als 10 Prozent anvisiert und die Auswahl schon recht groß ist, sollten Anleger zumindest über ein Investment nachdenken.

CopyFunds, klassischer Investmentfonds oder doch ETF?

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