Genehmigung für Bitcoin-ETF nicht in Sicht

Ripple überholt Ethereum

Die amerikanische Börsenaufsicht SEC hat wohl noch immer Bedenken hinsichtlich eines Bitcoin-ETFs und daher keine Eile bei der Genehmigung eines solchen Finanzinstruments. Der Vorsitzende der Behörde, Jay Clayton, sagte kürzlich bei einer Konferenz in New York, dass ein Bitcoin-ETF derzeit eher unwahrscheinlich ist. Dennoch überlegen ungeachtet der jüngsten Turbulenzen am Kryptomarkt einige Unternehmen, ob sie in den Markt einsteigen. Unter anderem denkt die Nasdaq darüber nach, Bitcoin-Futures anzubieten.

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Weiter Bedenken der SEC

Clayton wiederholte erneut die Bedenken, die die SEC immer wieder angibt, wenn sie einen Bitcoin-ETF ablehnt. Die Behörde hat demnach weiterhin Bedenken mit Blick auf Marktmanipulationen, mangelnden Sicherheitsmaßnahmen und den Anlegerschutz. Der SEC-Vorsitzende forderte zudem eine bessere Marktüberwachung und Verwahrung von digitalen Währungen, bevor seine Behörde einen Bitcoin-ETF genehmigen kann.

Beispielsweise arbeiten die NYSE und die Nasdaq mit Systemen, die Missbrauch und Manipulation an Börsen überwachen, verhindern und untersuchen. Derartige Schutzmaßnahmen sind an Kryptobörsen bisher nicht flächendeckend vorhanden. Allerdings arbeitet die Nasdaq seit April mit der Gemini-Börse der Winklevoss-Zwillinge zusammen, die so auf die Überwachungstechnologie der Nasdaq zugreifen kann.

Sicherere Aufbewahrung von digitalen Assets

Zudem müssen Kryptowährungen besser vor Hackerangriffen geschützt werden. Letztendlich muss also die sichere Speicherung von Kryptowährungen gewährleistet sein. In den letzten Monaten wurden mehrere Custody-Lösungen für Kryptowährungen angekündigt oder sind sogar bereits am Markt.

Unter Custody-Lösungen versteht man die sichere Aufbewahrung von Wertpapieren durch darauf spezialisierte Unternehmen. Diese übernehmen oft auf weitere Aufgaben rund um den Handel und die Verwaltung von Wertpapieren. Mehr und mehr wird dieses Konzept nun von Wertpapieren auf Kryptowährungen übertragen.

Hier geht beispielsweise Fidelity mit gutem Beispiel voran. Fidelity ist einer der größten Vermögensverwalter der Welt. Schon lange bietet das Unternehmen unter anderem zahlreiche Fonds an. Kürzlich hat Fidelity ein eigenes Unternehmen zur Verwahrung von Kryptowährungen gegründet und bietet institutionellen Investoren den Handel mit Kryptowährungen an. Auch Kryptobörsen wie Coinbase oder Gemini arbeiten an Custody-Lösungen.

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Kryptowährungen für SEC weiter Wertpapier

Nachdem der Kryptomarkt allein in den letzten Wochen 43 Prozent seines Werts verloren und vor allem Bitcoin hohe Verluste erlitten hat, gilt weiterhin eine der Hoffnungen der Kryptoszene der Einführung eines Bitcoin-ETFs. Dieser könnte zu siegenden Kursen führen und so eine Trendwende einleiten.

Clayton sagte in New York auch, dass Anleger davon ausgehen müssen, dass ein ICO ein Wertpapier ist. Der Start einer Kryptowährungen ist damit immer mit einer Wertpapieremission verbunden. In den letzten Wochen hat die SEC mehrfach Sanktionen gegen ICOs bei Kryptowährungen verhangen, darunter ParagonCoin und AirFox.

Ausnahmen für Bitcoin und Ether

William Hinman, der Direktor der Abteilung für Corporation Finance bei der SEC geht weiter davon aus, dass Bitcoin und Ether als Rohstoffe behandelt werden können. Beide Kryptowährungen sind aus Sicht der SEC ausreichend zentral. Damit geht bei der SEC also auch die Diskussion weiter, ob Kryptowährungen ein Wertpapier oder ein Rohstoff sind.

Theoretisch könnten alle anderen Kryptowährungen nach der Definition der SEC als Wertpapier einstuft werden. Wer seine Tokens also nicht dort als Wertpapier registriert, muss eine Strafe befürchten. Dieser kann von hohen Bußgeldern bis hin zu einer kompletten Rückgabe der Anlegergelder reichen. Clayton antwortete nicht auf die Frage nach dem Status von Ripple. Wenn sich die Lage am Kryptomarkt wieder beruhigt hat, kann die SEC möglicherweise Kryptowährungen, ETFs und andere Wertpapier in den Markt genehmigen.

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Im Januar Start von Bakkt

Als einer der Gründe für den Absturz am Kryptomarkt wird im Übrigen auch die Kryptobörse Bakkt genannt. Diese sollte ursprünglich im Dezember auf den Markt kommen, aber der Start wurde kurz vor dem Einbruch am Kryptomarkt auf den 24. Januar 2019 verschoben. Das Unternehmen will auch Futures-Kontrakte anbieten und so regulierte Handelsprodukte auf den Markt bringen.

Neben der Intercotinental Exchange, die hinter Bakkt steht, kooperiert die Kryptobörse mit weltbekannten Unternehmen wie Microsoft oder Starbucks. Bakkt kann zu einer weiteren Institutionalisierung von Kryptowährungen beitragen. Möglicherweise steigen die Preise von Kryptowährungen nach dem Marktstart von Bakkt Ende Januar wieder an.

Nasdaq will Bitcoin-Futures anbieten

Darüber hinaus ist zu hören, dass auch die Nasdaq darüber nachdenkt, Anfang des kommenden Jahres Bitcoin-Futures auf den Markt zu bringen. Die enormen Einbrüche am Bitcoinmarkt von mehr als 80 Prozent seit Jahresbeginn halten die zweitgrößte Börse der Welt wohl nicht davon ab, über einen Einstieg am Kryptomarkt nachzudenken. Die Nasdaq ist die größte elektronische Börse der USA mit Blick auf die gelisteten Unternehmen. Die Börse wurde 1971 von der National Association of Securities (NASD) als vollständig elektronische Handelsplattform gegründet. Für die Überwachung der Börse ist die SEC zuständig.

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Bitcoin-Futures an der Nasdaq im ersten Quartal 2019

Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg will die Nasdaq im ersten Quartal des kommenden Jahres Bitcoin-Futures einführen. Schon jetzt soll die Börse mit der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) zusammenarbeiten. Die CFTC hat mit Blick auf Kryptowährungen weniger Bedenken als die Börsenaufsicht SEC und hatte bereits vor mehr als einem Jahr die Futures-Kontrakte der CME und der CBOE genehmigt. Während die SEC die Aufgabe hat, den Wertpapierhandel in den USA zu kontrollieren, so widmte sich die CFTC der Regulierung von Future- und Optionsmärkten in den USA.

Schon vor einem Jahr gab es Berichte, dass die Nasdaq mit dem Gedanken spielt, Bitcoin-Futures einzuführen. Im Januar sagte dann Adena Friedman, die Vorstandsvorsitzende der Nasdaq, dass die Futures ihrer Börse anders sein werden als die an der CME und der CBOE gehandelten Futures. Die Nasdaq werde Preisreferenzen von mehreren Spotbörsen wie der VanEck Associates Corp. beziehen.

VanEck ebenfalls sehr aktiv

Van Eck selbst hat einen Antrag auf einen Bitcoin-ETF bei der SEC gestellt, über den bislang noch nicht entschieden wurde. Nach der Ablehnung von neun Anträgen für einen Bitcoin-ETF brachte die VAnEck-Tochtergesellschaft MV Index Solutions einen eigenen Bitcoin-Index auf den Markt. Dieser basiert auf den drei großen und regulierten Bitcoin-Märkten Circle Trade, Cumberland und Genesis Trading.

Solle der VanEck-ETF durch die SEC genehmigt werden, könnte dies auch eine gute Basis für die Einführung der Bitcoin-Futures durch die Nasdaq darstellen. Trotz der sinkenden Kurse scheint wohl die Nachfrage institutioneller Investoren am Bitcoin-Markt weiter groß zu sein. Schon vor einigen Wochen ging man davon aus, dass stabilere Kurse und weniger Volatilität Vorteile für institutionelle Anleger sein könnten. Anfang 2019 könnte somit durchaus Bewegung auf den Kryptomarkt kommen. Wenn große Unternehmen wie die Nasdaq und Bakkt Krypto-Produkte anbieten, bewegen sich Anleger hier in einem sicheren und regulierten Umfeld.

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Fazit: Bitcoin-ETF nicht in Sicht

Kürzlich äußerte sich der Vorsitzende der amerikanischen Börsenaufsicht, Jay Clayton, bei einer Konferenz in New York zu Bitcoin-ETFs und der Einstufung von Kryptowährungen als Wertpapier. Seinen Aussagen zufolge ist ein Bitcoin-ETF zur Zeit nicht realistisch. Er wiederholte erneut die Bedenken seiner Behörde hinsichtlich dem Schutz vor Manipulation, dem Anlegerschutz und der sicheren Aufbewahrung von Kryptowährungen. Die sichere Aufbewahrung von Kryptowährungen wollen immer mehr Unternehmen mit Custody-Angeboten gewährleisten, darunter der Vermögensverwalter Fidelity.

Man geht weiterhin davon aus, dass ein Bitcoin-ETF die Kurse wieder steigen lassen könnte. Ähnliche Hoffnungen setzt man auch in die neue Kryptobörse Bakkt, die ihren Start allerdings von Mitte Dezember auf den 24. Januar 2019 verschieben musste. Dort sollen Anleger dann auch Bitcoin-Futures handeln könnten. Die Nasdaq denkt ebenfalls darüber nach, Anfang des kommenden Jahres Bitcoin-Futures anzubieten. Diese sollen sich jedoch klar von den Futures der CME und der CBOE unterscheiden. Auch andere Unternehmen wie VanEck sind weiter aktiv. Unter Umständen könnte Anfang des neuen Jahres einige Bewegungen am Kryptomarkt entstehen, die auch wieder zu steigenden Kurse führen könnte.

Ripple überholt Ethereum

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