Wie wäre es mit Daytrading?

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Daytrading: Anregend und spannend

Daytrading  mit Daytrading-Software ist das Öffnen und Schließen einer Position während des Handelstages. Die typischen Handelsinstrumente sind Aktien, Futures, Optionen und sonstige Derivate.

Die ersten Daytrader waren „Floortrader“, die noch wild gestikulierend ihre Orders ausriefen. Das Bild kennen Sie aus dem Fernsehen, wo die Trader mit Kittel auf dem Börsenparkett stehen, und bei reger Geräuschkulisse den Handel ausüben. Das hat sich in vergangenen Jahren radikal verändert. Jetzt regieren die Computer mit ihren programmierten Handelssystemen.

Daytrading sollte man sich gut überlegen

Daytrading kann mental sehr anstrengend sein. Schlagzeilen machte 1999 ein privater Daytrader namens Mark Barton. Nachdem er mehrere hunderttausend US-Dollar beim Daytrading verloren hatte, dreht er völlig durch. Zunächst ermordete er seine Ehefrau und seine zwei Kinder. Anschließend fuhr er mit seinem Auto zu zwei Brokerfirmen, wo er weitere neun Menschen tötete und viele Verletzte hinterließ. Zum Schluss beging er Selbstmord.

Sicherlich ist Daytrading nicht die Ursache für den Amoklauf, doch es zeigt, wie belastend es für manche Charaktere sein kann.

Charakterliche Voraussetzungen

Die meisten erfolgreichen Daytrader vereinen bestimmte Gemeinsamkeiten. Sie sind nicht ängstlich, aber auch nicht überheblich. Sie sind immer lernbereit, ohne sich zu verzetteln. Voller Begeisterung traden sie, und doch lassen sie es nicht zur Sucht werden. Sie sind entschlossen und schnell, aber niemals hektisch.

Der passende Markt

Aktien, Indizes und Währungen sind die populärsten Märkte. Meistens werden die Handelssignale über Hebelprodukte wie CFDs, Futures oder Optionen umgesetzt. Die Auswahl eines Marktes sollte von der Liquidität und der Volatilität abhängen. Liquidität bestimmt den Umfang in dem das Papier gekauft oder verkauft werden kann, ohne den Kurs negativ zu beeinflussen. Und die Liquidität bestimmt, wie leicht es ist ein- oder auszusteigen. Üblicherweise habe liquide Märkte enge Spreads. Wenn zwischen An- und Verkauf nur eine geringe Differenz besteht, dann sind die unvermeidbaren Handelskosten geringer.

Die Volatilität ist ein statistisches Maß für die Schwankungsintensität eines Wertpapier bzw. eines Index. Ohne Intraday-Volatilität ist kein sinnvolles Daytrading möglich. Typische Märkte für Daytrader sind DAX, Eurostoxx50, S&P500, Russel2000, Euro-Dollar, Bund-Future. Aber auch einzelne Aktien, wie zum Beispiel Apple oder Google sind gern gehandelte Werte.

Wie im Goldrausch

Daytrading hat psychologisch einem ähnlichen Effekt, wie der einstige Goldrausch in Alaska. Man muss nur eine Goldader finden, und dann wird man reich. Die Erfahrung zeigt leider, dass es nur weniger Daytrader ernsthaft schaffen, ein Vermögen zu verdienen. Bei einer disziplinierten und geschäftsmäßigen Herangehensweise kann ein engagierter Trader sicher sein, dass er irgendwann eine gewinnbringende Strategie entdeckt. Alle lukrativen Strategien aus einem Wahrscheinlichkeitsvorteil. Doch eines ist sicher, ein hoher Profitfaktor ist über einen längeren Zeitraum praktisch ausgeschlossen, denn der Zufallsanteil der täglichen Intraday-Bewegungen ist so hoch, dass er irgendwann jeden Trader ins Grübeln bringt.

Die richtige Positionsgröße

Besonders Daytrader müssen ein gutes Risiko-Management durchführen. Selten bleibt ein Markt innerhalb eines Handelstages homogen. Ständige Wechsel der Rhythmen erzeugen Fehlsignale des Handelssystems. Das gilt auch für Spitzensysteme. Deshalb muss ein Trader immer damit rechnen, dass eine Verlustserie entstehen kann. Eine Schadensreduzierung kann nur mit Risiko-Management erreicht werden. Das Verlustrisiko, ob bei einer Einzelposition oder in einer Serie, sollte niemals so hoch werden, dass der Trader seelisch belastet wird, oder der Verlust nicht später ausgeglichen werden kann.

Handelsansätze für das Daytrading sollten sich an der Volatilität orientieren

Jedes langfristig erfolgreiche Trading beruht auf einem statistischen Vorteil. Testen Sie deshalb Ihre Handelsideen, bevor Sie sich ins praktische Trader-Leben stürzen.

Besonders vielversprechend sind Handelsansätze die volatilitätsbezogen sind. Lukrative Einstiegspunkte gibt es, wenn die Volatilität besonders hoch oder besonders niedrig ist. Bei hoher Volatilität sind die Emotionen hitzig und scharfe Marktbewegungen wahrscheinlich. Ist der Markt ruhig und bewegungslos, dann begibt man sich zu einem Ausgangspunkt, wo die Marktteilnehmer weder von Gier noch Angst getrieben sind. Oft ist der Punkt der Ruhe ein guter Einstiegspunkt für den Trendhandel.

Daytrader mögen definierte Handelszeiten. Die europäischen Märkte zum Beispiel, sind meist vormittags aktiv, und kommen zur Mittagszeit zur Ruhe. Anschließend werden sie noch einmal am Nachmittag mit dem Einfluss des US-Marktes lebendig. Eine angepasste Momentum-Strategie könnte erfolgversprechend sein.
Volatile Handelszeiten

Bild: 15-Minuten-Chart des DAX-Futures. Drei Handelstage mit volatilen Zeitspannen. Obwohl sich der Markt in einem kurzfristigen Abwärtstrend bewegt, gibt es immer wiederkehrende Reaktionsmuster im Tagesablauf. Eine stärke Marktbewegung gibt es meist nur 2 Mal manchmal 3 Mal am Tag. Als Indikator dient in diesem Beispiel die „historische Volatilität (6/100)“. Werte über 1 entstehen wenn der Markt sehr schwankungsfreudig ist.

Ohne Money Management geht gar nichts

Nicht die Genialität eines Handelssystems macht Sie reich. Vielmehr ist es Ihre Selbstdisziplin. Dazu gehört die Bereitschaft Verantwortung für das eigene Tun zu übernehmen. Da es kein Handelssystem gibt, das in allen Märkten perfekt funktioniert, ist Money Management unumgänglich. Korrekt zu Traden besteht zu 50% aus Money Management. Man weiß niemals, ob der nächste Trade ein Gewinner wird. Deshalb setzen die meisten professionellen Trader ungefähr 0,5-1% ihres Kapitals als Verlustrisiko ein. So haben Sie immer die Möglichkeit, einen potenziellen Verlust wieder auszugleichen. Ein 5%iges Risiko ist nicht akzeptabel. Bei einer ganzen Reihe von aufeinanderfolgenden Verlust-Trades, könnte der Kapitalverlust so groß werden, dass er zum Ausscheiden aus dem Markt führt.

Halten Sie Ihr Trading einfach, und denken Sie daran, dass sich Börsengewinne immer hinter eiserner Disziplin verstecken.

 

 

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