Wie sichere ich mein Aktiendepot ab? – Mit der richtigen Taktik!

empfehlungsbox_content_DEGIROBei der Frage „Wie sichere ich mein Aktiendepot ab?“ kann es keine richtige Antwort geben. Grundsätzlich ist es schon empfehlenswert bestimmte Ratschläge der professionellen Händler zu berücksichtigen. Doch eine Garantie auf absolute Sicherheit kann es in dieser Branche nicht geben. Der wertvollste Tipp ist, sein Vermögen so weit wie möglich zu streuen. Dabei darf man jedoch nicht die Handelsgebühren aus den Augen lassen. Die richtige Taktik zu finden ist also gar nicht so einfach. Welche Tipps und Tricks es sonst noch so gibt und warum es keine sicheren Anlagen mit extra hohen Renditen gibt, erklärt der folgende Ratgeber!

Die wichtigsten Fakten zu „Wie sichere ich mein Aktiendepot ab?“ im Überblick:

  • Es gibt konservative, ausgewogene und spekulative Anleger
  • Rundum abgesicherte Anlageprodukte bringen kaum Renditen
  • Spekulative Anlagen sollten mit der Portfolio-Taktik gehandelt werden
  • Hedge-Strategien können das Risiko erhöhen
  • Es sollten nie mehr als 5 Prozent des Gesamtkapitals in eine Order investiert werden

1. Die Risikotypen im Aktiengeschäft

Im Aktiengeschäft, in der Wirtschaft und auch im alltäglichen Leben unterscheidet man drei Risikotypen. Dabei handelt es sich um den risikofreudigen, risikoneutralen und risikoscheuen Typen. Je nach Genre können diese Typen auch andere Bezeichnungen annehmen. Im Anlagegeschäft werden sie dann als spekulativ oder renditeorientiert, ausgewogen und konservativ bezeichnet. Doch was genau bedeutet das?

Angenommen bei dem Kauf der Aktie A kann man aufgrund von Erfahrungswerten sagen, dass sie zu 60 Prozent einen Verlust und zu 40 Prozent eine Rendite von 150 Prozent einbringen wird. Der spekulative Typ wird die Aktie A kaufen, da er nur die Rendite von 150 Prozent im Blick hat. Der ausgewogene und risikoscheue Anleger werden die Aktie nicht kaufen. Sollten die Chancen und Verlustrisiko hingegen 50:50 stehen, wird die Aktie sowohl vom spekulativen, als auch vom risikoneutralen Entscheider gekauft. Stehen die Chancen hingegen bei 60 Prozent für einen Gewinn und nur bei 40 Prozent für einen Verlust, wird schließlich auch der risikoscheue Anleger investieren, sofern der mögliche Verlust nicht den möglichen Nutzen übersteigt.

So gibt es verschiedene Anlageprodukte, die mal den Vorstellungen des einen Anlegertypen entsprechen und mal den Vorstellungen des anderen Typen. Ein spekulativer Anleger wird zum Beispiel nicht in ein Tagesgeldkonto oder Festzins investieren, da ihm die gebotene Rendite viel zu gering ist. Dieser wird eher auf den Handel mit Forex, CFD und Binären Optionen setzen. Der Aktienhandel kommt für einen spekulativen Anleger eher auf volatilen Märkten für mittelfristige Anlagen in Betracht.

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Flatex stellt für den CFD-Handel ein eigenes Konto zur Verfügung

Der risikoscheue, also konservative Anleger setzt hingegen im langfristigen Kapitalgeschäft eher auf Anlageprodukte, wie Gold, Immobilien, Anleihen oder Zertifikate. Diese bringen derzeit kaum Zinsen ein und können eher als sichere Verwahrung von Kapital verstanden werden – ähnlich einem Sparbuch. Der risikoneutrale Anleger sucht sich nach rationalen Maßstäben aus allen Anlagemöglichkeiten die besten Anlageprodukte heraus. Während der risikofreudige und risikoscheue Anleger eher aus dem Bauch heraus entscheiden, ist der risikoneutrale Anleger ein Kopfmensch.

Die Anlegertypen lassen sich anhand ihrer Risikobereitschaft in spekulative, ausgewogene und konservative Anleger unterscheiden. Alle nutzen Aktien als Anlageprodukt, allerdings mit einer unterschiedlichen Zielsetzung. Ansonsten unterscheiden sich die präferierten Anlageprodukte zwischen risikoscheuen und risikofreudigen Anleger sehr stark voneinander.

2. Sicherheit vs. Rendite: Ist es immer ein Widerspruch?

Es ist ein wenig schwierig sich beim Aktienhandel mit dem Thema Sicherheit zu befassen. Denn eine absolute Sicherheit kann es im Aktiengeschäft nicht geben. Das Aktiengeschäft und auch die daran angebundenen Finanzmärkte leben von der Ungewissheit und den Spekulationsmöglichkeiten. Und gerade durch die Unsicherheit entstehen Preisspannen und Kursentwicklungen. Daher ist in der Tat etwas dran, dass Anlageprodukten mit hohen Renditen wenig Sicherheit bieten und umgekehrt. Andererseits bieten sichere Anlageprodukte erst in den letzten Jahren so gut wie keine Renditen mehr.

Das einzig sichere und zugleich Renditeträchtige Anlageprodukt ist derzeit Gold. Gold zählt zu den nicht nachwachsenden Rohstoffen, was wiederum bedeutet, dass das Vorkommen an Goldvorräten begrenzt ist. Anders als die Inkas möchte inzwischen jeder etwas von dem Rohstoff haben. Dies hat weniger etwas mit der Optik, als mit der Nutzung als Wertanlage zu tun. Es gibt nur ein Szenario welches den Goldpreis schlagartig in den Keller abrutschen ließe: Wenn ein neues Goldvorkommen auf unserem Planeten oder einem anderen Planeten entdeckt wurde. Platin und Silber konnten den Status als Wertanlage nie im gleichen Maße erreichen wie Gold.

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Auch bei der Consorsbank ist Gold ein eigenständiges Anlageprodukt

Betrachtet man die absolut sicheren Anlageprodukte, wie Staatsanleihen, Zertifikate oder auch Sparbriefe, fällt auf, dass diese Anlagen gegen alle Eventualitäten abgesichert sind und dafür Sorge getragen wird, dass das dort hinein investierte Geld auch nur für sichere Investitionen verwendet wird. Und genau in dieser Absicherung und der damit verbundenen Inflexibilität liegt wiederum der Grund für die niedrigen Renditen. Wie können Banken mit Geld arbeiten an das derart viele Bedingungen gebunden sind? Der Anleger stellt sein Geld der Bank nicht zum Arbeiten zur Verfügung, sondern nur zum aufbewahren. In anderen Wirtschaftszweigen müsste man dafür sogar Miete bezahlen. Insofern kann man schon behaupten, dass Sicherheit und Rendite zumindest in der momentanen gesamtwirtschaftlichen Lage einen Widerspruch darstellt.

Themenicon HandelsplattformDas Aktiengeschäft lebt von Preisspannen und Kursentwicklungen, die immer mit Unsicherheiten und Spekulationen einhergehen. Andernfalls macht der Aktienmarkt wenig Sinn. Das betrifft auch alle anderen Anlageprodukte, die an dem Aktienmarkt dran hängen. Die sicheren Anlageprodukte, wie Staatsanleihen, Zertifikate und Sparbriefe bringen den Banken hingegen aufgrund ihrer Inflexibilität keinen Mehrwert. Daher wird dieses Geld auch nicht besonders hoch verzinst.

3. Wie sichere ich mein Aktiendepot ab? Von Hedging bis Portfolio!

Nun könnte man meinen, dass spekulative und renditeorientierte Anleger immerzu alles riskieren um eine möglichst hohe Rendite zu ergattern und sie selbst vor Totalverlust nicht zurück schrecken. Da aber auch renditeorientierten Anlegern ein Totalverlust ihres Kapitals schmerzt, versuchen sie mit Hilfe eines strategischen Vorgehens ihr Verlustrisiko zu minimieren. Dazu gehört ein Vorgehen, welches man in jeder Wirtschaftsschule lernt: Ein breit gestreutes Portfolio!

Dieses Portfolio sieht bei einem spekulativen Anleger natürlich etwas anders aus, als bei einem risikoscheuen Anleger. So geht man davon aus, dass es zwar gut sein kann, dass ein oder zwei der gewählten Basiswerte Verluste einbringen, aber bestimmt nicht 20 oder mehr. Dabei gilt unter Tradern im CFD- und Forex-Geschäft die Regel, dass nicht mehr als 5 Prozent des gesamten Handelsvolumens in eine Order gesteckt werden dürfen.

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Bei flatex kann auch dem Forex-Handel nachgegangen werden

Daneben gibt es auch noch die Möglichkeit seine Anlagen zu Hedgen. Jeder hat bestimmt schon mal von einem Hedgefonds oder ähnlichem gehört. „Hedge“ kommt aus dem englischen und heißt zu Deutsch „Hecke“. Und so kann man sich das Vorgehen beim hedgen auch vorstellen. Bei den besonders riskanten Investitionen sucht man Anlageprodukte, die wenig Kosten, aber im Schadensfall eine hohe Rendite einfahren. Dabei stellen sich Binäre Optionen als immer beliebteres Mittel zur Wahl heraus. Hier hat man den entscheidenden Vorteil, dass bereits im Vorfeld klar ist, wie hoch der mögliche Gewinn und Verlust ausfallen.

Diese Form der Absicherung ist jedoch mit Vorsicht zu genießen. Es gilt genau abzuwägen ob die Zusatzinvestitionen in das Hedge-Produkt sich am Ende auch wirklich lohnen. Natürlich ist es angenehmer im Schadensfall nur ein bisschen zu verlieren und nicht alles, aber wenn das eigentliche Finanzprodukt sich wie prognostiziert entwickelt, wird sich das Hedge-Produkt gegenläufig entwickeln. Es ist auf jeden Fall davon abzuraten CFDs oder andere Hebelprodukte dafür zu nutzen. Dies kann im Zweifel sogar zu Nachschusspflichten führen. Insofern sollte man sich dem Hedgen nur widmen, wenn man das Prinzip verstanden hat.

Professionelle Trader verfolgen die Portfolio-Strategie, bei der ein Aktiendepot möglichst weit gestreut ist. Sie folgen der Regel, dass in einen Basiswert niemals mehr als 5 Prozent des Handelsvolumens investiert werden. Einige unter ihnen verfolgen auch noch die Hedging-Strategie. Diese empfiehlt sich aber erst, wenn man die Prinzipien des Handels und des Marktes verstanden hat, da es ansonsten zu unangenehmen Überraschungen kommen kann.

4. Fünf Antworten auf Fragen zum absichern des Aktiendepot

Was ist eine Nachschusspflicht?

Die Nachschusspflicht besteht immer dann, wenn um mehr Kapital spekuliert wird, als vorhanden ist. Normalerweise kommt die Nachschusspflicht eher im unternehmerischen Alltag zum Tragen, wenn eine Firma insolvent wird und Einlagen der Gesellschafter ausstehen. Diese müssen dann die ausstehenden Einlagen nachschießen und an die Gläubiger verteilen.

Ähnlich kann man auch die Nachschusspflicht beim CFD-Handel oder Handel mit Binären Optionen verstehen. Durch Fehlspekulationen sind die Verluste größer als die zuvor getätigten Einlagen. Es entsteht ein Minus auf dem Handelskonto und der Händler, der nun als Schuldner gegenüber dem Broker dasteht, ist verpflichtet die ausstehenden Beträge zu begleichen, also nachzuschießen.

Was bewirkt ein Hebel?

Benutzt man beim Handel einen Hebel kann man seine Gewinne, aber auch Verluste vervielfachen. Hebel werden gerne genutzt um das Handelsvolumen künstlich zu erhöhen. Bei einem 1:100-Hebel wird zum Beispiel nur ein Euro für den Handel eingesetzt, am Ende geht es aber um den Gewinn oder Verlust von 100 Euro. Hebel werden vorwiegend bei spekulativen Anlageprodukten genutzt, wie zum Beispiel den CFDs. Aufgrund des damit verbundenen Risikos sollten nur Trader, die sich der Konsequenzen bewusst sind den Hebel nutzen. Andernfalls kann es schnell zu den obengenannten Nachschusspflichten kommen.

Was versteht man unter Rendite?

Laut Wirtschaftslexikon aus dem dtv-Verlag wird eine Rendite folgendermaßen definiert:

„Allgemein der in Prozent ausgedrückte Gesamtertrag bezogen auf das jeweils angelegte Kapital in einer bestimmten Zeitperiode.“ (Wirtschaftslexikon, Beck-Wirtschaftsberater im dtv, 3. Auflage)

Damit ist eine Rendite also der Gewinn, der aus einer Anlage erzielt wird, nachdem der Einzahlungsbetrag und die mit dem Handel verbundenen Kosten abgezogen sind. Gerade bei hochpreisigen Anlageprodukten rentiert sich eine Anlage erst ab einem bestimmten Handelsvolumen, da der Gewinn ansonsten durch die Handelsgebühren amortisiert würde.

Welche Beträge werden mit einer Abgeltungssteuer belegt?

Themenicon kostenDie Abgeltungssteuer wird nur auf Erträge und Einnahmen aus Kapitalvermögen fällig. Dabei müssen die Erträge allerdings auch den Freistellungsbetrag von 801 Euro übersteigen. Dieser Betrag bezieht sich auf alle Einnahmen die aus Kapitalvermögen erzielt werden. Also auch aus Sparbüchern und Bausparverträgen. Hier kann überall ein Freistellungsauftrag erteilt werden. Sollte der Betrag von 801 Euro überschritten werden, müssen auf diesen Betrag 25 Prozent an Abgeltungssteuern angerechnet werden. Hinzu kommen auch noch Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer.

Wird der Aktienhandel an ausländischen Börsen betrieben kann es zu einer Quellensteuer kommen. Ist dies der Fall kann die Quellsteuer beim Finanzamt angegeben und mit der Abgeltungssteuer verrechnet werden. Dafür gibt es ein sogenanntes Doppelbesteuerungsabkommen. Spätestens zu diesem Zeitpunkt sollte man sich jedoch Rat bei einem Fachmann holen.

Wie findet man das beste Aktiendepot?

Das beste Aktiendepot ist am einfachsten mit Hilfe von Brokervergleich.net zu finden. Bei der Frage welches Aktiendepot am besten ist, kann zumindest ein rational nachvollziehbares Ranking angeboten werden. So werden die Aktiendepots anhand ihrer Kosten und Gebühren sortiert. Das günstigste Angebot hat dabei flatex. Am Ende müssen die Anleger anhand eigener Präferenzen entscheiden welches Depot am besten für ihre Vorstellungen geeignet ist. Dabei geht es dann auch um Fragen nach der Sicherheit der Broker, Schulungsangebote, Broker mit dem Angebot an Sparplänen und ähnlichem.

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5. Diese Infos hat Brokervergleich.net noch zu bieten!

Bei Brokervergleich.net kann man nicht nur Informationen zum Thema „Wie sichere ich mein Aktiendepot ab“ erhalten. Hier können Erfahrungsberichte zu allen großen und kleinen Brokern und Banken eingeholt werden, die in den Vergleichen mit berücksichtigt werden. Zuweilen gibt es auch ganze Ratgebersammlungen zu einzelnen Anbietern, wie beispielsweise den Aktiendepot Ratgeber flatex. Diese werden nicht nur für Aktiendepots angeboten, sondern auch für andere Themengebiete. So finden sich auch zahlreiche Social Trading Ratgeber. Damit dürfte für jeden Händler die passende Information dabei sein.

6. Fazit: Kluge Investitionen bringen auf Dauer mehr Rendite

Themenicon EinzahlungDer Traum vom schnellen Geld existiert bereits seit Jahrtausenden und hat bereits unzählige Opfer mit sich gebracht. Doch noch nie schien die Möglichkeit auf schnelles Geld so zum greifen nah, wie heutzutage. Doch leider bringen all die vielen Renditeversprechen auch einiges an Risiken mit sich. Denn eine sichere Anlage, die zugleich eine hohe Rendite verspricht, ist derzeit nicht zu finden. Dafür sind zu viele Menschen auf der Suche nach einer passenden Anlagemöglichkeit. Da kommt schnell der Ruf nach Sicherheit auf, aber wie Aktiendepots absichern, wenn zugleich Profit verlangt wird? Professionelle Trader gehen gerne hohe Risiken ein, setzen dabei aber auf die Portfolio-Strategie. So streuen sie ihre Anlagen möglichst breit auf dem Markt um bei einem Einbruch nicht von allen Seiten überrascht zu werden. Diese Methode kann auch als Anfänger angewendet werden. Weniger empfehlenswert ist hingegen das Hedge-Management. Dafür benötigt man eine Menge an Erfahrungen um diese Methode mit Verstand angehen zu können. Doch wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Daher muss man als Anleger gewisse Risiken eingehen, wenn man auch eine entsprechende Rendite erhalten möchte. Wenn Sie auch investieren möchten und auf der Suche nach einem geeigneten Aktiendepot sind, dann nutzen Sie den Aktiendepot-Vergleich von Brokervergleich.net!
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