Wie funktioniert die Börse?

Bevor man versteht, wie die Börse funktioniert, ist es notwendig den Begriff so genau wie möglich abzustecken. Die allgemeine Definition der Börse besagt, dass es sich um einen Marktplatz handelt, bei dem unterschiedliche Waren und daraus entstehende Rechte gehandelt werden können.

Somit gibt es neben der allgemein als Börse bekannten Wertpapierbörse eine Börse für Devisen, Dienstleistungen, Waren und Rohstoffen, sowie Derivaten. Der Begriff „Börse“ stammt aus dem Lateinischen und bedeutet soviel wie Ledertasche oder Geldsack. Die erste Börsen wurden im 16. Jahrhundert zu Zeiten des Frühkapitalismus ins Leben gerufen.

Während der Börsenhandel viele Jahre über den klassischen Parketthandel organisiert wurde, wo Händler sich gegenseitig zuriefen, wird der Börsenhandel heute hauptsächlich über elektronische Computersysteme, wie Xetra, organisiert. Im Zuge der Technologisierung des Börsenhandels wurde dieser mehr für private Investoren zugänglich.

Christian Habeck

Christian Habeck

Christian Habeck ist seit Jahren an den Finanzmärkten aktiv. Im Daytrading widmet er sich bevorzugt dem Forex-Handel, Aktien handelt er mittelfristig (Swing-Trading) mit Hilfe des Ichimoku Kinko Hyo. Infos hierzu findet man auf: www.kumo-trading.de.
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Welche Funktionen hat die Börse?

Themenicon StrategieDie Börse hat hauptsächlich die Funktionen, dem Kapitalmarkt zu dienen. Das bedeutet, dass sie dafür sorgt, dass die Nachfrage nach Kapital und das Angebot von Kapital ausgeglichen wird. Unternehmen und Institutionen, die akuten Kapitalbedarf haben, können auf unterschiedliche Art und Weise Kapital aufnehmen oder aber bestimmte Produkte und Dienstleistungen handeln.

Auf der Angebotsseite hingegen befinden sich entweder private oder institutionelle Investoren, die Kapital zur Hand haben und dieses für einen gewissen Preis verleihen, Unternehmensanteile kaufen  oder Währungen tauschen möchten. Die Gründe für den Bedarf von Kapital sind vielfältig, ebenso wie die Gründe für das Verleihen von Kapital. Die Börse selber stellt den organisierten Teil des Kapitalmarktes dar.

Sie selber tritt als Vermittler auf und führt Nachfrage und Angebot zusammen. Anhand des Orderbuchs, welches die Aufträge der Anleger aufzeichnet, werden die Kurse gestellt. Meistens sind die Börsen, sowie die Frankfurter Börsen AG, selbst Unternehmen, deren Aktien an der Börse gehandelt werden.

 Aufgaben der Börse im Überblick:

  •  Sicherstellung der Liquidität im Markt:

Angebot und Nachfrage sollen optimal ausgeglichen werden, damit eine hohe Liquidität an der Börse und somit im Kapitalmarkt möglich ist. Anleger sollen in der Lage sein, möglichst unkompliziert Wertpapiere u.ä. aufzunehmen und abzugeben.

  • Gewährleisten einer hohen Transparenz:

Es ist die Aufgabe der Börse für eine hohe Transparenz der Abläufe am Kapitalmarkt zu sorgen. Umso höher die Transparenz, umso höher ist das Vertrauen der Anleger in die Börse.

  • Organisation effizienter und kostengünstiger Handelsplattformen:

Die Börse hat die sicherzustellen, dass elektronische Handelsplattformen korrekt und kostengünstig funktionieren. Die Sicherstellung dessen spielt allen anderen Funktionen zu.

  • Publikation von Zahlen und Informationen zu Umsatz und Preisen:

Damit Investoren und Unternehmen sich fachgerecht informieren können, müssen Zahlen aus dem Orderbuch, sowie die daraus folgenden Zahlen wie Kurse grafisch und anschaulich dargestellt und veröffentlicht werden.

  • Überwachung der Fungibilität der an der Börse gehandelten Vermögenswerte:

Damit ein fairer Austausch von Kapital und Vermögenswerten stattfinden kann, muss die Börse gewährleisten, dass alle gehandelten Werte austauschbar und identisch sind.

Wie funktioniert die Börse für private Kleinstinvestoren?

Themenicon TippsGerade in Zeiten wie diesen, wo die staatliche Altersvorsorge auf der Kippe steht oder die Niedrigzinsen den Sparern Löcher in die Taschen brennen, wird der private Aktienhandel für kleine Investoren immer interessanter. Was nur wenige wissen ist, dass das Investieren an der Börse oftmals schon mit einer Summe von lediglich 500€ oder sogar weniger möglich ist. Es gibt jedoch eine Menge zu beachten, weshalb Lesern in diesem Artikel näher gebracht wird, wie der Aktienhandel eigentlich funktioniert und welche ersten Schritte vorzunehmen sind, um an der Börse handeln zu können. Der Ratgeber vermittelt das Grundlagenwissen, das notwendig ist, um den ersten erfolgreichen Handel an der Börse abzuschließen.

Der Einstieg in die Börse mit 4 einfachen Schritten:

  1. Den richtigen Broker finden
  2.  Depot eröffnen – Der Ablauf
  3. Das richtige Handelsprodukt finden
  4. Den richtigen Einstieg in den Markt finden
  • Den richtigen Broker finden

Um als privater Investor an der Börse handeln zu können, ist es notwendig ein entsprechendes Handelskonto bei einem Broker zu eröffnen. Dieses wird auch als Depot bezeichnet und wird von unterschiedlichen Banken und Unternehmen angeboten. So gibt es zunächst einmal den Discount-Broker, der ein Aktiendepot anbietet.

Das Depot beim Discount-Broker unterscheidet sich vom klassischen Depot bei der Bank dadurch, dass es ausschließlich über das Internet zugänglich ist. Der Kunde kann ohne Weiteres ein Depot bei einem solchen Broker eröffnen. Es lohnt sich allerdings zu vergleichen, welche Mindesteinlage notwendig ist und welche Form von Gebühren verlangt werden.

Die Leistungen der Broker können stark voneinander variieren, weshalb es notwendig ist, sich als Börsenneuling zunächst darüber zu informieren, welche Handelsprodukte oder Derivate generell in Frage kommen. Im Anschluss daran können Broker verglichen werden.

Alternativ zum Discount-Broker gibt es das klassische Handelsdepot bei der Bank. In den meisten Fällen können hier Aktien und andere Wertpapiere über den klassischen Telefonhandel oder im direkten Gespräch mit einem Kundenberater in der Filiale erworben werden. Oftmals stehen der kompetenten Beratung der Bankangestellten etwas höhere Kosten im Vergleich zum Discount-Broker gegenüber.

Kosten des Depots

Ob und was ein Depot direkt kostet, ist mit dem Brokervergleich hervorragend festzustellen. Tatsächlich unterscheidet sich die Kostenstruktur sogar unter den Discount-Brokern enorm. So gibt es manche Depots, die überhaupt keine Kosten von ihren Kunden verlangen. Meistens wird dafür aber verlangt, dass ein bestimmter monatlicher Mindestumsatz erreicht wird.

Insgesamt lässt sich feststellen, dass die Online-Broker die Banken deutlich ausstechen, wenn es um den Kostenvergleich geht. Grundsätzlich sollten Depotgebühren zu unterschiedlichen Szenarien verglichen werden. Erst wenn der Trader weiß, wie sein Handelsverhalten aussehen wird, können Kosten effizient verglichen werden.

Was kostet der Handelsabschluss

Besonders wichtig bei der Brokerwahl ist der Vergleich der Order-Kosten. Hier sollte ein besonders Augenmerk gelegt werden, da die Kostenstruktur sich von Broker zu Broker stark unterscheidet. Manche Broker verlangen einen bestimmten Prozentsatz des Auftragsvolumens. So hat ein Broker eine maximale und eine minimale Gebühr, während ein anderer auf solche Grenzen verzichtet. Je nachdem, wie häufig welches Volumen gehandelt wird, sollte berechnet werden, was der durchschnittliche Kostensatz wäre. Sollten Sie eher an kleinen Investitionsbeträgen interessiert sein, so können gerade die Broker mit Mindestgebühren einen hohen Kostenfaktor darstellen.

Die Berechnung von Teilausführungen

Teilausführungen können zustande kommen, wenn ein Auftrag in mehreren Teilen ausgeführt wird. Nach einer Ausführung werden die Handelsaufträge in der Börse im Orderbuch eingetragen. Sollte es zu einem gehäuften Gegenangebot kommen, so kann es sein, dass der Auftrag zu unterschiedlichen Preisen ausgeführt wird. Hierdurch kann der Vorteil entstehen, dass die Order zu einem besseren Preis als erwartet ausgeführt wird. Hier sollte jedoch darauf geachtet werden, dass zusätzliche Gebühren entstehen können, da die Bank oder der Broker dies als zwei unterschiedliche Handelsaufträge verbucht. Im Brokervergleich kann dies eindeutig festgestellt werden.

  • Depot eröffnen – Der Ablauf

In Deutschland unterliegt die Depoteröffnung bestimmten Anforderungen des Wertpapierhandelsgesetzes (WphG). Im Gegensatz zur Eröffnung eines bestimmten Kontos müssen bei der Depoteröffnung nicht nur herkömmliche Daten wie Geburtsdatum und Adresse eingereicht werden, sondern es besteht auch eine Explorationspflicht von Seiten des Brokers oder der Bank. Beide Institutionen müssen sich nach der Risikoneigung und der Börsenerfahrung des Kontoinhabers erkundigen. Der Börsenhandel unterliegt immer bestimmten Risiken, über die sich der Händler im Klaren sein muss.

 

Beim Online-Broker müssen die Anmeldeformulare ebenfalls mit dem PostIdent-Verfahren bestätigt werden. Die Dokumente zur Aktivierung des Depots werden per Post versandt.

  • Das richtige Handelsprodukt finden

An der Börse werden unterschiedliche Anlageformen gehandelt. Als Anfänger sollte man sich zunächst informieren, welche es gibt und in wie weit diese von bestimmten Ereignissen oder Zusammenhängen beeinflusst werden. Zu Beginn der Händlerkarriere sollte man sich darüber bewusst werden, wie viel Zeit man investieren möchte und sich auf eine Auswahl an bestimmten Anlageformen beschränken. Über die Börse werden normalerweise folgende Anlageprodukte gehandelt:

  • Aktien
  • Anleihen
  • Fonds
  • Rohstoffen
  • Derivate
  • Sachwerte

Die meisten Händler entwickeln mit der Zeit für bestimmte Anlageklassen besondere Fähigkeiten und erlernen Kenntnisse, die den Handel mit der Zeit erleichtern. Zu Beginn gilt es herauszufinden, welche Produkte den Anfänger eher interessieren. Schließlich müssen zunächst eine Menge Informationen aufgenommen werden. Eine Leidenschaft für eine bestimmte Anlageklasse sollte vorhanden sein.

  • Den richtigen Einstieg in den Markt finden

Gerade als Anfänger fragt man sich, wann man in den Markt einsteigen sollte und in welchen Zeiten es besser ist, das Traden sein zu lassen. Für die meisten Anfänger ist es das beste, sich zunächst mit den Grundlagen des Handels auseinander zu setzen. Sitzen Terminologien fest und ist der Ablauf bekannt, so kann mit dem Erlernen einer Strategie begonnen werden. Hier besteht für viele Anfänger die Gefahr, sich mit zu vielen Strategien auseinander zu setzen, anstatt lediglich eine einzige Strategie zu erlernen. Es sollte sich an eine Strategie gehalten werden. Wer seine Strategie zu früh wechselt läuft nämlich Gefahr, dieser überhaupt keine Gelegenheit zum funktionieren zu geben. Vor der Wahl einer Strategie können Trader sich mit folgenden Fragen auseinander setzen:

  • Wieviel Zeit möchte ich investieren?
  • Welches Risiko möchte ich eingehen?
  • Wie wichtig ist mir Liquidität?
  • Bin ich an kurzfristigen Ansätzen oder langfristigen Ansätzen interessiert?

Nur wer sich selbst kennt und sich bewusst ist, mit welcher Arbeit die angestrebten Ergebnisse möglich sind, kann langfristig im Börsenhandel profitieren.

Fazit:

Fazit:
Die Börse ist der organisierte Teil des Kapitalmarktes, auf dem Kapitalgeber, Investoren und Kapitalnehmer zusammenkommen. Es werden unterschiedliche Vermögenswerte gehandelt, die sowohl von institutionellen als auch von privaten Anlegern erworben werden. Als privater Investor erhält man den Zugang zur Börse über ein Depot, dass entweder beim Discount-Broker oder bei der Bank eröffnet werden kann. Es sollte auf die Wahl der Anlageklasse, sowie auf die Kostenstruktur des Brokers geachtet werden.

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