Die Bedeutung von Wechselkursen

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Selten war das Thema Wechselkurse so präsent wie in der vergangenen Woche, als die Schweizer Nationalbank beschloss, die Kursbindung des Schweizer Franken an den Euro aufzugeben. Außerdem bereitet derzeit der schwache Euro im Vergleich zum Dollar den Anlegern und Unternehmen Sorgen. Wir bewegen uns in den nächsten Monaten auf eine Parität zwischen Dollar und Euro zu.

Im persönlichen Alltag spielen Wechselkurse für uns kaum noch eine Rolle. Lediglich, wenn wir in ein Land außerhalb des EU-Währungsraums reisen möchten, machen wir uns Gedanken über das Verhältnis zwischen zwei Währungen. Für Unternehmen spielt der Wechselkurs im Alltag eine Rolle, wenn sie ein Produkt in ein Land außerhalb des Euro-Raumes verkaufen oder von dort kaufen möchten. Da viele Menschen jedoch, beispielsweise im internationalen Güterverkehr, tagesaktuell über die Wechselkurse informiert sein müssen, gibt es mittlerweile zahlreiche Webseiten, die die aktuellsten Kurse anzeigen. Doch was bedeuten Wechselkurse im Allgemeinen für die internationalen Finanzmärkte?

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Bedeutung des Wechselkurses

Grundsätzlich ist der Wechselkurs der Preis einer Währung ausgedrückt in einer anderen. Der Markt dafür ist der Devisenmarkt. Dort bildet sich durch Angebot und Nachfrage der Preise einer Währung. Hier kann auch eine Zentralbank – wie in den letzten drei Jahren die SNB – Einfluss auf den Wechselkurs nehmen. Der Preis einer Währung ist für eine Volkswirtschaft sehr wichtig und beeinflusst die internationale Wettbewerbsfähigkeit eines Währungsraums. Daher spielt der Wechselkurs für Unternehmen und Anleger eine große Rolle und jede Wechselkursänderung bedeutet Unsicherheit. Auch die Wirtschaftspolitik eines Währungsraums wird durch den Wechselkurs beeinflusst.

Wechselkurse sind wichtig für den Im- und Export

Es wird zwischen einem nominalen und einem realen Wechselkurs unterschieden. Der nominale Wechselkurs zeigt das Verhältnis an, in dem Währung A in Währung B getauscht werden kann. Der reale Wechselkurs vergleicht einen repräsentativen Warenkorb in beiden Währungen bzw. in welchem Verhältnis die Warenkörbe getauscht werden können. Dabei ist der reale Wechselkurs ist ein Index ohne Aussagewert, kann aber für langfristige Analysen interessant sein.

Wenn man sich ausschließlich auf das Verhältnis zweier bestimmter Währungen zueinander bezieht, spricht man vom bilateralen Wechselkurs. Wenn das Verhältnis zwischen einer Währung und einen Währungskorb, also der Währungen der Haupthandelspartner, gemeint ist, spricht man vom effektiven oder multilateralen Wechselkurs.

Zudem unterscheidet man zwischen einem flexiblen und einem fixen Wechselkurs. Beim flexiblen Wechselkurs erfolgt eine freie Preisbildung am Markt, während bei einem fixen Wechselkurs eine Notenbank einen bestimmten Wechselkurs festlegt.

Flexible Wechselkurse haben den Vorteil, dass die Zentralbank frei in ihrer Zins- und Geldpolitik entscheiden kann. Außerdem können Unter- und Überbewertungen vermieden werden, die Währung ist mehr oder weniger stabil. Allerdings können vor allem in Finanzkrisen zum Teil starke Wechselkursschwankungen auftreten und damit Transaktionskosten anfallen.

Diese fallen bei einem fixen Wechselkurs weg. Ein fixer Wechselkurs bietet zudem eine (scheinbare) Sicherheit für ausländische Investoren sowie Sicherheit bei der Kalkulation von Kosten für Importeure und Exporteure. Allerdings kann die Zentralbank bezüglich der Geldpolitik nicht frei entscheiden. Zudem fallen Kosten bei der Sicherung des Wechselkurses an und die betroffene Volkswirtschaft ist anfällig für die sogenannte „importierte Inflation“. Das bedeutet, dass eine Inflation ihre Ursache im Ausland hat.

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Bedeutung von Wechselkursänderungen

Zum Teil schwankt der Wechselkurs zwischen zwei Währungen sehr stark; vor allem in Krisenzeiten. Eine Steigerung des Preises bedeutet eine Aufwertung der Währung, ein sinkender Preis eine Abwertung.

Wenn Anleger eine Aufwertung der Währung erwarten, kaufen sie mehr Devisen. In der Folge steigt der Wechselkurs nach oben. Eine Erhöhung des Leitzinses durch eine Notenbank erhöht in der Regel die Nachfrage nach Staatsanleihen, die in der Landeswährung gehandelt werden. Auch dies bedeutet eine erhöhte Nachfrage der Währung. Ein sinkender Leitzins bewirkt das Gegenteil. Außerdem wirkt sich das Investitionsinteresse aus dem Ausland auf die Währung aus. Und nicht zuletzt kann auch eine Zentralbank immer wieder in den Wechselkurs eingreifen. Die SNB hat beispielsweise in den letzten drei Jahren immer so viele Euros gekauft, dass der Wechselkurs zum Franken stabil bei 1,2000 blieb. Ein Anstieg einer Währung führt immer auch zur Abwertung einer anderen. Währungen stehen grundsätzlich in wechselseitigen Beziehungen zueinander bzw. der Preis ergibt sich durch das Verhältnis zweier oder mehr Währungen zueinander.

Bei einer Änderung des Wechselkurses verändert sich der Preis für importierte und exportierte Güter. Außerdem kann sich der Wechselkurs auf die Inflation und die Wettbewerbsfähigkeit des Landes auswirken. Auch dies hat immer Auswirkungen auf mindestens zwei Länder.

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