Vom Amateur- zum Profi-Trader: Die Empfehlungsliste

die Trader Empfehlungsliste

Menschen ändern sich nicht? Doch, sie können.

Trading sollte leicht sein, und doch verlieren die meisten Börsianer Geld. Selbst gut ausgebildete Trader können nur dann langfristig auf der Erfolgsspur bleiben, wenn sie es schaffen ihre Grundeinstellung zu verändern. Die spezifische Grundeinstellung ist die größte Hürde des Traders. Es gibt das Sprichwort: „Menschen ändern sich nicht“. Das trifft auf die Mehrzahl der Menschen zu. Ein kleiner Teil schafft es trotzdem. Das ist der Typ von Mensch, der es auch zu einem Profi-Trader schaffen kann.

Christian Lukas

Christian Lukas

Christian Lukas beschäftigt sich sein 1998 mit der Börse. Als privater Trader handelt er in erster Linie den DAX- und den Bund-Future. Seine Spezialität ist die Volumen-Analyse. Dabei wird der Kursverlauf mit dem Handelsvolumen in eine Beziehung gesetzt. Ziel ist die frühzeitige Erkennung von Veränderungen in Angebot und Nachfrage des Handelsobjektes. Weitere Infos unter www.volumen-analyse.de.
Christian Lukas

Beobachten Sie einmal das Laster des „Rauchens“. Wie viele Raucher kennen Sie, die es ernsthaft geschafft haben, mit dem Rauchen aufzuhören. Alle Raucher wissen, dass sie ihre Gesundheit ruinieren. Und sie können es nicht lassen. Wie stark bestimmte Verhaltensmuster im Menschen verankert sind, sieht man bei Rauchern, die es geschafft haben, mehr als ein Jahr ohne Zigarette auszukommen. Die „Raucher“ haben ja die schwere Hürde des Nikotinentzugs gemeistert. Und dann fangen sie, aus dem Nichts, wieder mit dem Rauchen an. Was für ein Desaster?

In Bezug auf das Trading, wäre dieses Verhalten vergleichbar mit einem Trader, der jahrelang gutes Money-Management betreibt, und dann in einem einzigen Trade sein gesamtes Trading-Kapital aufs Spiel setzt.

Money Management ist die Basis

Kein langfristiger Erfolg ohne Money-Management

Quelle: Pixabay

Meine persönliche Empfehlungsliste zum Profi-Trader

Damit Ihnen der Weg zum Profi-Trader deutlich wird, habe ich Ihnen meine persönliche Empfehlungsliste zusammengestellt. Sie soll Ihnen die erfolgreiche mentale Haltung vermitteln. Die Liste kann beliebig erweitert werden. Unter Umständen „muss“ die Liste sogar erweitert werden, denn die persönlichen Bedürfnisse, bzw. die Stärken und Schwächen jedes Traders sind unterschiedlich.

  1. Ihr persönlicher Trading-Stil sollte leicht sein. Hoffen und beten hat nichts mit Trading zu tun. Profis konzentrieren sich auf ihr Setup und sie automatisieren das Risiko-Management.
  2. Konzentriere Sie sich als erstes immer auf den Marktrhythmus. Ein Handels-Setup ist umso erfolgreicher, wenn es in der passenden Marktstruktur eingesetzt wird.
  3. Wenn Sie es schaffen, dass Trading langweilig wird, dann sind Sie auf dem richtigen Weg. Adrenalin-Junkies und Kamikaze-Trader handeln impulsiv und verlieren regelmäßig ihre Kontrolle.
  4. Suchen Sie nicht ständig den neuen besten Superindikator. Konzentrieren Sie sich besser darauf, ihr vorhandenes Setup mit kleinen Verbesserungen auszustatten.
  5. Überlege Sie sich vor jedem Trade, wer die Gegenseite einnehmen würde. Ist es ein Amateur oder ein Profi? Wenn es ein Profi ist, dann kann es sein, dass er geduldig den ganzen Tag vor seinem Monitor gesessen hat, und auf den entscheidenden Zeitpunkt gewartet hat. Profis denken immer an die Emotionen der anderen Marktteilnehmer. Die größten Gewinne verbergen sich in der Gier und Panik der Amateure.
  6. Achten Sie immer auf Ihre eigenen Gefühle. Irrationales Verhalten ist der sichere Ruin des Traders. Verlierer erkennt man, an dem Schreien vor dem Monitor. Gewinner besitzen Ruhe beim Einstieg und Ruhe beim Ausstieg. Derjenige der schreit, sollte auf der Gegenposition Ihres Trades sein.
  7. Wer mit der Vorstellung ans Traden geht, um damit das ganz große Geld zu verdienen, der ist im Gefühlsmodus „Gier“. Ein typisches Gefühl der Verlierer.
  8. Zählen Sie auf keinen Fall Geld. Das ständige Zählen von Gewinnen und Verlusten ist kontraproduktiv. Besser ist es, sich auf die präzise Umsetzung des Trades zu konzentrieren. Wie ein Goldschmied muss man sich um das handwerklich perfekte Schmuckstück kümmern. Die Goldspäne spielen in der Handwerkskunst keine Rolle. Wenn Sie sich auf das Trading-Handwerk konzentrieren, sind Sie langfristig ein Gewinner.
  9. Risiko vermindert man auch, wenn man nicht tradet. Vermeiden Sie in zeitlich ungünstige Phasen in den Markt einzusteigen. In einer Position zu sein, bedeutet nicht, dass Sie auf Arbeit sind. Hohe Trading-Aktivität und das Konto stehen nicht in einer positiven Beziehung. Weniger ist oft mehr.
  10. Ärgern Sie sich nicht über Verlust-Trades. Wenn Sie ausgestoppt werden, dann haben Sie Ihren Job gemacht. Sie haben damit Ihr Kapital geschützt.
  11. Verändern Sie niemals den Zeitplan für Ihren Trade. Wenn Sie intraday eine Position eröffnet haben, und nichts passiert ist, dann schließen Sie die Position am Ende des Handelstages. Wenn Sie den Trade über Nacht offen lassen, dann ändern Sie damit Ihren Plan und begeben sich ins Risiko. Das gleiche gilt für das Swing-Trading. Wenn Ihr Trade auf mehrere Tage ausgerichtet ist, dann machen Sie daraus kein langfristiges Investment.
  12. Gewichten Sie Ihre Trades nicht. Jeder Trade sollte gleich sein. Wer einen Trade gewichtet, der setzt zu viel Hoffnung auf eine Position.
  13. Wenn sich die Marktbedingungen radikal ändern, dürfen Sie Ihre Position auch schließen. Ein Neueinstieg kostet weniger als ein Verlust-Trade.
  14. Profis nehmen Verluste nicht persönlich, sondern als notwendigen Aufwand, um an den Ertrag zu kommen.
  15. Nach einem Verlust-Trade ist oft eine Fehleranalyse sinnvoll. Aber anschließend darf der Trade nicht mehr emotional behandelt werden. Nachträglicher Ärger ist selbstzerstörerisch.
  16. Wenn Sie bei einem klaren Handelssignal zögern, um in den Markt zu gehen, dann haben Sie ein Problem. Oft ist das Selbstvertrauen zu gering, weil es zuvor mehrere Fehl-Trades gab. In dieser Situation gibt es zwei Lösungen. Entweder machen Sie eine längere Pause, um einen klaren Kopf zu bekommen, oder Sie ziehen knallhart Ihren Trading-Plan durch. Sie schieben Ihre Selbstzweifel zu Seite, und traden Ihren Plan – und sonst nichts.
  17. Adrenalin ist ein Anzeichen dafür, dass Gier oder Angst ein zu hohes Level haben. In diesem Zustand ist das Urteilsvermögen getrübt. In diesem Fall hilft nur Abstand vom Handelsmonitor. Machen Sie eine Pause.
  18. Seien Sie meinungsstark – aber nicht stur. Sturheit ist der erste Schritt des Ruins. An der Börse ist immer alles möglich – auch das Unmögliche.
  19. Seien Sie bei Bedarf selbstkritisch und übernehmen Sie Verantwortung für Ihr Handeln. Wer die Fehlerursachen bei anderen sucht, ist ein potenzieller Verlierer.
  20. Sie müssen verstehen, dass Sie den Markt niemals kontrollieren können. Aber Sie haben 100% Kontrolle über Ihre eigenen Reaktionen zum Marktgeschehen. Deshalb sollten Sie aufhören, sich auf die Dinge zu konzentrieren, die Sie nicht steuern können. Sobald Sie das erkannt haben, machen Sie einen großen Schritt zum Erfolg.

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