Traden für Anfänger – 5 Tipps

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Trading ist keine Kunst. Man kann es lernen.

  • 1. Das Trading muss logisch aufgebaut sein

Es gibt einen wesentlichen Unterschied zwischen Trading und Investieren. Während beim Investieren die langfristige Anlage im Vordergrund steht, geht es beim Trading, um das kurzfristige Kaufen und Verkaufen von Wertpapieren. Und genau dieser Umstand hat zum Beispiel das Daytrading in Verruf gebracht. Wer einen schlechten Handelsansatz hat, und dann noch mit hoher Handelsfrequenz agiert, der hat die mathematische Wahrscheinlichkeit gegen sich. Die Folgen sind vorhersehbar: Das Handelskonto wird beim schlechten Daytrading besonders schnell nach unten gefahren. Was Sie benötigen, ist eine Handelsstrategie, mit einem logischen Ansatz zum Geldverdienen.

Wer also Trading lernen möchte, der ist gezwungen, sich mit seiner Strategie auseinander zu setzen. Um erfolgreich zu sein, sind in der Regel viele Tests notwendig. Konkret: Mit Daytrading lässt nicht schnelles Geld verdienen, sondern vor dem Erfolg kommt die harte Arbeit. Thoma Edison sagte einmal: „Die meisten Menschen können Chancen nicht erkennen, weil die sich als harte Arbeit verkleiden, und im „Blaumann“ herumlaufen.

 

  • 2. Sie müssen professionell werden

In welchem Beruf können Sie nach einer Woche zu den Besten gehören? Sorry, aber das gibt es nicht. Eine Berufsausbildung, die keine Zeit in Anspruch nimmt, ist leider noch nicht erfunden worden. Obendrein gibt es noch einmal einen Unterschied zwischen dem Durchschnittsbörsianer und dem Experten. Brett Steenbarger, ein weltweit bekannter Trading-Coach, hat in einem seiner Bücher den Aufwand zum Experten beschrieben. Die typische Dauer wurde dabei auf circa 10000 Stunden angesetzt. Das ist eine sehr lange Zeit, und es zeigt, dass nur die wenigsten das Zeug zum Experten haben werden.

Christian Lukas

Christian Lukas

Christian Lukas beschäftigt sich sein 1998 mit der Börse. Als privater Trader handelt er in erster Linie den DAX- und den Bund-Future. Seine Spezialität ist die Volumen-Analyse. Dabei wird der Kursverlauf mit dem Handelsvolumen in eine Beziehung gesetzt. Ziel ist die frühzeitige Erkennung von Veränderungen in Angebot und Nachfrage des Handelsobjektes. Weitere Infos unter www.volumen-analyse.de.
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Sollten Sie nun das Projekt „Trading“ aufgeben? Nein, auf keinen Fall. Die Börse ist das ultimative Spiel. Es gibt nichts Besseres. Sie werden nicht nur mehr Geld verdienen, Sie können auch zu jedem Zeitpunkt an jedem Ort der Welt Ihrem Trading nachgehen. Das ist das Maximum der Freiheit. Und es macht auch noch unglaublichen Spaß.

Um Trading zu lernen, müssen Sie keinen Doktortitel besitzen, und die Börsenwelt steht für jeden offen. Die Grundlagen lassen sich genauso erlernen, wie ein Handwerksberuf. Sie müssen sich jedoch darüber im Klaren sein, dass ein Handwerker nur „Handwerkergewinne“ erzielen wird. An das ganz große Geld kommen Sie nur als Experte heran.

 

  • 3. Nur Spitzen-Trader verdienen sehr viel Geld

Die französische Regulierungsbehörde AMF hat eine große Untersuchung mit 14799 Konten in einem Zeitraum von 2009 bis 2013 durchgeführt. Es zeigte sich, dass 89% aller Trading-Konten (CFD und Forex) im Minus waren. Das ist sehr ernüchternd, aber es ist nur die halbe Zustandsbeschreibung. Die Wahrheit ist auch, dass die 11% Gewinner sehr viel Geld verdient haben, weil deren Konten von den Verlierer gespeist wurden. Über einen langen Zeitraum konnte der DAX ungefähr 9% Jahr ansteigen. Das ist die Rendite, die ein Trader durch „Nichtstun“ verdienen könnte. Wer mehr Rendite möchte, der muss sich genau überlegen, wie er an das Geld der 89%-Verlierer herankommt.

 

  • 4. Ein wichtiger Hinweis kommt von den Turtles

Vielleicht das berühmteste Börsenexperiment ist das „Turtle-Trading“. Dabei wurde eine größere Anzahl von Trader ausgewählt, die alle mit der gleichen Strategie handeln mussten. Es handelte sich dabei um eine einfache Trendstrategie mit soliden Money-Management. Die „Turtles“, so wurden die Teilnehmer genannt, hatten alle die gleichen Voraussetzungen, und doch war nur ein kleiner Teil der Teilnehmer erfolgreich. Und der kleine Gewinnerkreis war so erfolgreich, dass die Verluste der anderen Turtles bei weitem übertroffen wurden.

Der kleine aber ungemeine wichtige Unterschied lag in der Disziplin, und in der Fähigkeit, in turbulenten Börsenphasen die richtige Entscheidung zu treffen.

 

  • 5. Es gibt zwei Wege ein erfolgreicher Trader zu werden

 

  1. Es ist der übliche und harte Weg. Sie investieren eine Menge Zeit und Geld in die Ausbildung. Sie kaufen sich Bücher, besuchen Seminare und besorgen sich einen Mentor. Danach gehen Sie in den praktischen Teil über, und werden an der Börse ein wenig herumprobieren. Wenn Sie genügend Fachwissen und mentale Fähigkeiten erworben haben, dann trainieren Sie sich einen eigenen Handelsstil an. Dieser Stil wird Sie finanziell auf den Olymp bringen.
  2. Wenn Sie den beschwerlichen Weg einer Ausbildung (Punkt 1) umgehen wollen, dann müssen Sie das auf smarte Art tun. Natürlich benötigen Sie Basiswissen. Wenn Sie nicht wissen, welche Orderarten an der Börse möglich sind, dann bleiben Sie in Ihrem Trading stark limitiert. Aber darum geht es nicht.

Hier ist vielmehr eine Hochspezialisierung auf ein ganz bestimmtes Tool, Marktsegment oder Strategie gemeint. Der Trader konzentriert sich nicht auf breit angelegtes Börsenwissen, sondern er bleibt auf ein kleines sehr enges Feld beschränkt. In der Theorie ist das die Anwendung des Druckpunktes mit einer „spitzen Nadel“, um sie möglichst tief in die Trading-Materie zu stoßen.

 

Ein praktisches Beispiel der Spezialisierung

Es gibt eine Trader-Gemeinschaft, die sich nur mit dem CCI-Indikator beschäftigt. Der CCI (Commodity Channel Index) ist ein Standardindikator, der vor vielen Jahren von Donald Lambert erfunden wurde. Was jedoch diese CCI-Truppe aus dem Indikator gemacht hat, ist sagenhaft. Die Idee der CCI-Spezialisierung stammt von Ken Wood. Er benutzt ausschließlich diesen einen Indikator für seine Handelsentscheidungen – nichts weiter. Selbst der typische Chart mit Candlesticks oder Kursbalken kann entfallen. Im Gegenteil Ken Wood empfiehlt sogar den Anfängern, nur den CCI zu betrachten. Er meint, dass alles andere den Trading-Prozess stört. Auf Basis des CCI hat Woodie mehrere Handelsstrategien entworfen. Sie lassen sich sowohl für Trend- als auch Seitwärtsmärkte nutzen. Deshalb sprechen die Anhänger von Woodie´s CCI.

CCI-Indikator von Woodie

Bild: Wochen-Chart des DAX mit Woodie´s CCI

 

So funktioniert Woodie´s CCI

Woodie´s CCI enthält neun Handelsstrategien, die in unterschiedlichen Marktphasen einsetzbar sind. Im oberen Bild sehen Sie die direkte Umsetzung mit automatischen Handelssignalen. Im Indikator sind zwei verschiedene CCIs enthalten. Es gibt den Standard-CCI mit 14 Perioden und einen Turbo-CCI mit 6 Perioden.

Es würde die Länge des Beitrags sprengen, wenn alle Strategien im Detail erklärt werden. Die Vorgehensweise ist jedoch nicht geheim. Wer sich im Internet ein wenig umsieht, der wird fündig werden.

Das besondere an Woodie´s CCI ist die hohe Spezialisierung. Nicht jeder, der sich mit dem CCI beschäftigt, ist ein erfolgreicher Trader. Um mit dem CCI erfolgreich zu sein, bedarf es viel Übung. Es dauert Monate, um die unterschiedlichen Strategien im passenden Marktumfeld richtig einzusetzen. Wer jedoch Ausdauer und Geschick zeigt, der gelangt in den Bereich der Gewinner. Die hohe Spezialisierung führt dazu, dass man eine Technik etwas besser kann als andere.

Der CCI ist ein Momentum-Indikator. Bevor ein Kursverlauf seine Richtung verändert, gibt es eine Veränderung des Momentums. Das ist eine wichtige Eigenschaft, die auch andere Momentum-Indikatoren besitzen. Wer den CCI als Momentum-Indikator einsetzt, kann deshalb dem Kursverlauf ein Stück voraus sein. Dazu gehört viel Übung beim Deuten des Indikatorverlaufes. Nur darum geht es an der Börse. Gewinner sind immer diejenigen, die langfristig mit einen statistischen Vorteil arbeiten.

Trading mit GDL

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