Social Trading – Gemeinsamer Onlinehandel im World Wide Web

Die neuen Social-Trading-Plattformen bieten privaten Anlegern eine Menge Chancen.

Die neuen Social-Trading-Plattformen bieten privaten Anlegern eine Menge Chancen.

 

Die Lust am gewinnbringenden Handel mit Wertanlagen bringt immer wieder neue Strategien zum einfachen und gewinnbringenden Investieren am Aktienmarkt hervor. Der jüngste Trend ist dabei das sogenannte Social Trading. Hierbei werden spezielle Internetseiten genutzt, die an die Funktionsweise der verschiedenen sozialen Netzwerke angelehnt sind. Diese neue Handelsform bietet privaten Anlegern eine Menge Chancen.

1.) Social Trading – was ist das überhaupt?

Themenicon TippsSocial Trading nutzt die Möglichkeiten des Internets. Die Finanzentscheidungen werden nicht von einzelnen Beratern abhängig gemacht, sondern von einer Gemeinschaft, die sich über eine digitale Plattform austauscht. Ein Hauptkonzept des Social Tradings ist das Nachahmen von erfolgreichen Händlern. Diese Experten veröffentlichen ihre Strategien in den Plattformen, sodass die anderen Anleger ihre Entscheidungen nachverfolgen und kopieren können. Es gibt inzwischen sogar Anbieter, die  das vollautomatische Kopieren der Tipps möglich machen.

Das Prinzip hinter dem Aktienhandel in und mit der Gruppe ist das Konzept der Schwarmintelligenz.

Das Prinzip hinter dem Aktienhandel in und mit der Gruppe ist das Konzept der Schwarmintelligenz.

Das Prinzip hinter dem Aktienhandel in und mit der Gruppe ist das Konzept der Schwarmintelligenz. Dieser Begriff kommt ursprünglich aus der Biologie und bezeichnet den Effekt, dass eine Gruppe von Lebewesen in der Summe häufiger die richtigen Entscheidungen trifft als ein einzelnes Individuum. Denn hier kommen unterschiedlichste Lösungsstrategien und Erfahrungen zusammen.

 

Themenicon Kontakt2.) Die Geschichte des Social Tradings

Die Entwicklung dieser Anlageform hat im Jahr 2006 angefangen. Damals gab es als erstes die US-amerikanischen Plattformen CoVestor und Currensee, sowie den Anbieter eToro aus Zypern. In Deutschland startete das Social Trading 2007 mit der Plattform sharewise, die Anlagerempfehlungen auswertet. Die erste „Copy-Trading“-Plattform in Deutschland war Ayondo, die 2009 auf den Plan trat. Auch ZuluTrade gehörte zu den ersten Plattformen. In 2012 erweiterten die Anbieter Wikifolio aus Wien und United Signals aus Frankfurt das Angebot. Wikifoliofunktioniertüber verbriefte Zertifikate, die Anlagestrategien verschiedener Händler kopieren. Ist das Zertifikat erfolgreich, erhält der Händler eine Provision.

 

3.) Warum sollten Sie Social Trading nutzen?

Themenicon KontaktSocial Trading ist ein sehr vielversprechendes Konzept. Aus den Informationen, die die Plattform Wikifolio herausgegeben hat, geht hervor, dass 73 Prozent ihrer sogenannten Wikifolios im ersten Quartal 2014 besser abgeschnitten haben als der Dax. Damit schlagen Sie viele Fondsmanager. Ein weiterer Punkt, der für das Social Trading spricht, ist die große Transparenz. Auf den Plattformen werden sowohl die einzelnen Strategien, aber auch die Kostenstrukturen öffentlich dargestellt. Zudem gibt es auch die Möglichkeit, mit den Vorbildern selbst in den Dialog zu treten und so den genauen Gedankengang hinter einer Finanzentscheidung nachzuvollziehen. Das Social Trading bietet den Anlegern außerdem die Möglichkeit, auf dem Aktienmarkt zu investieren, ohne die Zeit aufbringen zu müssen, sich ausführlich mit den Märkten zu beschäftigen. Allerdings ist es möglich, sich durch das Beobachten der verschiedenen Händler Erfahrungen anzueignen und so das eigene Fachwissen zu vertiefen.

Bei einigen Plattformen können Sie auch nach einer gewissen Zeit selber zum beobachteten Händler werden und bei Erfolg ebenfalls Provisionen einstreichen.

4.) Welche Risiken gibt es beim Social Trading?

Themenicon OptionsscheineNicht alle Experten sind der Meinung, dass der Begriff Schwarmintelligenz wirklich auf das Prinzip des Social Tradings passt. Bei einer Gruppe von Menschen sprechen einige eher von einem Herdentrieb.Wenn alle eine bestimmte Richtung einschlagen, ist man eher geneigt, der Masse zu folgen, auch wenn die Entscheidungen möglicherweise falsch sind. Laut diesen Experten kann die Schwarmintelligenz nur dann wirklich beim Menschen funktionieren, wenn die einzelnen Personen nicht um die Entscheidung der Masse wissen. Was bedeutet das ganz konkret für das Social Trading? Auch riskante Strategien werden auf den Plattformen veröffentlicht und können schnell viele Anhänger finden. Und nicht jeder der Händler hat auch eine Ausbildung im Finanzsektor genossen. Durch die Bezahlung der Händler in Form einer Provision wird die Risikobereitschaft erhöht und die Vorbilder schließen zum Teil riskantere, aber potentiell gewinnträchtigere Geschäfte ab. Außerdem ist es möglich, dass die Händler ihre eigenen Zertifikate so beeinflussen, dass sie eine höhere Provision erhalten.

Darüber hinaus haben die einzelnen Investoren keinen Einfluss darauf, ob der Händler tatsächlich eine erfolgreiche Strategie beibehält oder Sie bei Bedarf an die aktuelle Situation anpasst. Das Vermögen der Anlager ist bei dieser Investitionsform auch nicht im Besonderen geschützt und würde bei einer Insolvenz des Emittenten verloren gehen.

5.) Wie Sie die Risiken des Social Tradings vermeiden können

Themenicon TippsBei der Investition über das Social Trading müssen Sie darauf achten, dass Sie nicht einfach blind einem erfolgreichen Händler folgen. Sie sollten selbst ein Mindestmaß an Grundwissen mitbringen, damit Sie die Trades verfolgen und verstehen können und ihm Bedarfsfall die Möglichkeit haben, einzugreifen.

 

Eine kurze Liste mit hilfreichen Tipps

  • Anlageformen: Die einzelnen Plattformen bieten verschiedene Anlageformen an. Suchen Sie sich die Plattform heraus, die die Formen anbietet, die Sie auch nutzen wollen.
  • Broker: Bietet die Plattform einen eigenen Broker-Dienst an oder arbeitet Sie mit fremden Brokern zusammen? Achten Sie auf dieses Detail.
  • Chat: Positiv ist es, wenn ein Chat oder Forum vorhanden ist, in dem alle anfallenden Fragen beantwortet werden.
  • Demo-Konto: Sie können das Social Trading auch mit Hilfe eines Demo-Kontos üben.
  • Entlohnung: Wie sieht die Entlohnung des Traders aus?
  • Folgen: Konzentrieren Sie sich anfangs auf nur wenige Trader, damit Sie nicht den Überblick verlieren.
  • Größe: Wenn auf der Plattform viele erfolgreiche Händler unterwegs sind, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Sie eine Strategie finden, die zu Ihnen passt.
  • Informationen über den Trader: Versuchen Sie so viele Informationen wie möglich über einen in Frage kommenden Trader und seine bisherigen Trades zu sammeln.
  • Kontakt: Bevorzugen Sie Trader, die gut zu erreichen und für Nachfragen offen sind.
  • Risiko begrenzen: Schauen Sie sich an, welche Sicherheitsmaßnahmen die Plattform anbietet. Eine Möglichkeit sind Stoppkurse. Oder es kann nur ein bestimmter Teil des Kapitals auf einen Trader gesetzt werden.
  • Suchmaschine: Die Social-Trading-Plattformen bieten Suchmaschinen an, die es Ihnen ermöglichen, die Händler nach verschiedenen Kriterien, wie zum Beispiel der Anzahl der Follower, der monatlichen Traders, dem maximalen Verlust oder der erzielten Rendite, zu ordnen.

 

6.) Unser Fazit

 Social Trading ist eine interessante und vielversprechende neue Möglichkeit auf dem Aktienmarkt

Social Trading ist eine interessante und vielversprechende neue Möglichkeit auf dem Aktienmarkt

Das Social Trading ist eine interessante und vielversprechende neue Möglichkeit auf dem Aktienmarkt. Sie bietet den Nutzern ein Höchstmaß an Transparenz, die zu einem besseren Verständnis von Anlagestrategien führen kann. Sie sollten jedoch bei der Nutzung immer im Hinterkopf behalten, dass die Händler auf den Social-Trading-Plattformen oftmals selber keine Ausbildung im Finanzsektor haben und kritisch überwachen, welchem Händler Sie folgen und welche Trades er tätigt.

 

Verwendete Bilder
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