Offene Immobilienfonds – die Rückkehr des Betongoldes

immofondsViele Jahre waren offene Immobilienfonds für extrem konservative Anleger die Alternative zu Tagesgeldern und Festgeldern. Im Gegensatz zu geschlossenen Fonds können die Anteile jederzeit gekauft und verkauft werden, solide Ausschüttungen waren nur ein Pluspunkt. Die Fondsgesellschaften kauften und verkauften primär gewerblich genutzte Immobilien.

Im Jahr 2005 geriet dieses Marktsegment jedoch massiv ins Wanken. Die Fonds mussten durch eine Immobilienkrise und die daraus resultierende Rückgabe der Anteile mehr Mittelabflüsse verzeichnen, als Barvermögen vorhanden war. Die Anteilsscheine wurden teilweise vom Handel ausgesetzt, fast die Hälfte der damals aktiven Fonds wurden geschlossen oder sind aktuell in der Abwicklung. Zwischenzeitlich haben sich die verbliebenen offenen Immobilienfonds aber wieder erholt und verzeichnen stetig steigende Mittelzuflüsse.

Das Aktiendepot als Voraussetzung für den Erwerb

Wer offene Immobilienfonds erwerben möchte, benötigt für die Verwahrung der Anteilsscheine ein Aktiendepot. Im Rahmen des Aktiendepotvergleichs finden sich dafür die günstigsten Broker. Natürlich eröffnet ein Brokervergleich auch den Zugang zu anderen Anlageformen, beispielsweise den CFD-Handel, das Traden mit Differenzkontrakten. Informationen zu dieser speziellen Variante des Handels mit Derivaten finden sich hier. Für konservative Anleger sind offene Immobilienfonds jedoch die deutlich interessantere Variante. Neben einer fast kontinuierlichen Ausschüttung verzeichnen gute Immobilienfonds auch eine kontinuierliche Wertsteigerung. Diese ist weniger rasant als bei einem Aktienfonds, verläuft aber kontinuierlich, wie diese Grafiken belegen.

Gesetzliche Vorgaben beim Handel mit offenen Immobilienfonds

Um ein Fiasko wie in der Zeit von 2005 bis 2007 künftig zu vermeiden, wurden für den Erwerb respektive die Rückgabe von Anteilscheinen offener Immobilienfonds strenge gesetzliche Kriterien vorgegeben, das Datum 21. Juli 2013 spielt dabei eine besondere Rolle.

  • Wurden Anteile nach dem 21. Juli 2013 erworben, müssen sie mindestens für 24 Monate im Besitz des Anlegers verbleiben, bevor sie wieder veräußert werden können.
  • Für die Rückgabe gilt eine einjährige Kündigungsfrist, die eine unwiderrufliche Kündigung beinhaltet.
  • Die Kündigung kann bereits während der Mindesthaltedauer von 24 Monaten ausgesprochen werden, frühestens also zwölf Monaten nach Erwerb.
  • Die Fondsgesellschaften sind nicht mehr verpflichtet, die Anteile börsentäglich zurückzunehmen, sondern können die Rücknahme auf einen Tag im Jahr beschränken.
  • Der Erwerb vor dem 22. Juli 2013 ermöglicht eine flexiblere Rückgabe.
  • Einerseits gelten die oben genannten Bedingungen auch für Anteile die vor diesem Datum erworben wurden, andererseits greifen Sie aber nur für ein Anteilsvolumen, welches den Betrag von 30.000 Euro überschreitet. Kleinanleger sind davon also nicht betroffen.
  • Keinerlei Restriktionen bestehen für die Anteile, welche vor dem 1. Januar 2013 erworben wurden.

Auch wenn der Handel mit Anteilen offener Immobilienfonds restriktiver geworden ist, spielen die zeitlichen Limits eigentlich keine große Rolle. Niemand kauft offene Immobilienfonds, um damit zu spekulieren. Diese Papiere tragen auch den Beinamen Depotbeton, da die Anleger sie selten spontan verkaufen, sondern die vergleichsweise hohen Ausschüttungen zu schätzen wissen.

Die Anlage offene Immobilienfonds ist wieder interessant geworden. Zum einen hat die Rechtssprechung den Anlegern den Rücken gestärkt, zum anderen hat der Gesetzgeber strenge Regularien vorgegeben. Anleger, die jedoch lieber einmal in sehr kurzer Zeit überdurchschnittliche Renditen erwirtschaften möchten, ohne dabei hohe Beträge einzusetzen, sollten sich einmal mit binären Optionen beschäftigen. Der Einstieg ist ausgesprochen einfach.

Bildquelle: Esther Stosch / pixelio.de

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