Kursrutsch trifft Apple

empfehlungsbox_content_FlatexApple-Chef Tim Cook greift aufgrund des Kursrutsches an den internationalen Börsen zu ungewöhnlichen Mitteln. In einer Email versucht er gegen die Ängste der Anleger anzugehen. Die Apple-Aktie drohte im Sog der allgemeinen Verunsicherung an den Börsen ebenfalls abzurutschen. Daher schrieb Cook nun eine Email an Jim Cramer, einen bekannten Börsenkommentator. Cramer ist in den USA als Moderator der TV-Show „Mad Money“ auf dem Sender CNBC bekannt. In der Email bemüht sich Cook, die Sorgen der Anleger um eine negative Entwicklung des China-Geschäfts des Konzerns zu entschärfen. Im Juli und August habe Apple weiterhin ein Wachstum in China verzeichnen können und die iPhone-Aktivierungen seinen sogar schneller angestiegen.

Ungewöhnliche Maßnahme

Christian Habeck

Christian Habeck

Christian Habeck ist seit Jahren an den Finanzmärkten aktiv. Im Daytrading widmet er sich bevorzugt dem Forex-Handel, Aktien handelt er mittelfristig (Swing-Trading) mit Hilfe des Ichimoku Kinko Hyo. Infos hierzu findet man auf: www.kumo-trading.de.
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 Apple-Chef Tim Cook greift zu ungewöhnlichen Maßnahmen,

Apple-Chef Tim Cook greift zu ungewöhnlichen Maßnahmen, Quelle :http://www.apple.com/

Apple gilt allgemein eher als verschlossenen. Eine Stellungnahme außerhalb der Quartalsberichte ist äußerst ungewöhnlich. Allerdings wendete man sich auch 2008, kurz vor der heraufziehenden Finanzkrise, an die Öffentlichkeit. Es wird bereits vermutet, dass Cook mit seinem Schritt neue Wege in der Öffentlichkeitsarbeit gehen will und die Beziehungen zu Investoren verbessern möchte. Allerdings könnte es auch sein, sich die Apple-Spitze angesichts der angespannten Lage an den Aktienmärkten zu einer Stellungnahme gezwungen sah. In den USA begann die Börsenwoche für die Apple-Aktie mit Verlusten.

Die Apple-Aktie steht derzeit sehr unter Druck, auch aufgrund des Kursverfalls in China. Innerhalb eines Monats verlor die Aktie fast ein Fünftel ihres Werts. China könnte in Zukunft der wichtigste Absatzmarkt für Apple werden. Im letzten Quartal erzielte Apple dort mehr als 25 Prozent seines Umsatzes. Cook betont, dass das schwächere Wirtschaftswachstum in China keine Auswirkungen auf die Verkaufszahlen im Land hat. Neben den iPhone-Aktivierungen hat der App Store in den vergangenen zwei Wochen das beste Ergebnis in diesem Jahr verzeichnet. Bislang sei die Entwicklung in diesem Quartal beruhigend.

Cook wies außerdem auf die langfristigen Marktchancen in China hin. Die LTE-Netzabdeckung ist derzeit noch gering im Riesenreich. Man sieht daher weiter Ausbaupotential. Die chinesische Mittelschicht wird in den nächsten Jahren stärker wachsen. Darin sieht Apple in China eine große Zahl neuer Kunden.
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Auch andere Technologiewerte waren von den internationalen Turbulenzen an den Börsen betroffen. An der Nasdaq sank der Kurs der Apple-Aktie zwischenzeitlich auf 92 Dollar. Dies war der niedrigste Wert seit Oktober 2014. Ende Februar erlebte die Aktie noch einen Höhenflug auf 134,54 Dollar. Zwischenzeitlich verlor die Aktie 80 Milliarden Dollar seines Börsenwerts. Bis zum Handelsschluss konnte sich die Apple-Aktie wieder auf 103 Dollar erholen. Damit hat Cooks Email wohl ihr Ziel erreicht.

Sorgen an der Börse

Die Anleger machen sich derzeit große Sorgen um die Geschäftsentwicklung von Technikunternehmen in China. China, die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt, erlebt derzeit unruhige Zeiten. Die Angst an den Aktienmärkten ist zurück. Man befürchtet, dass das schwächere Wirtschaftswachstum im Reich der Mitte Auswirkungen auf die internationale Entwicklung von Unternehmen haben könnte. Auch Microsoft, Google oder Facebook erlitten gestern teils zweistellige Verluste. Technikunternehmen setzten in der Vergangenheit besonders auf den chinesischen Markt, in der Hoffnung, ihren Absatz dort zu steigern.

Die Woche begann an allen wichtigen Handelsplätzen der Welt turbulent. Der Euro verlor rund 1,6 Prozent zum Dollar. Dagegen konnte der DAX seinen Absturz ein wenig aufhalten und notierte zu Handelsschluss bei 9.654 Punkten. Und auch der Dow Jones und der S&P 500 lagen nur noch 2,4 Prozent im Minus.

Die Verunsicherung wird besonders deutlich, wenn man einen Blick auf den Vdax, den Volatilitätsindex, wirft. Der Index, der als „Angstbarometer“ gilt, stieg um 45 Prozent und erreichte den höchsten Stand seit 2011. Der DAX musste gestern mit einem der größten Verluste seiner Geschichte kämpfen.

Langsam erholt sich die Weltwirtschaft vom „Schwarzen Montag“. Aktienmärkte rund um den Globus haben gestern den schlimmsten Kurssturz seit Jahren erlebt. Langsam überwinden die Anleger ihre Angst. Nur in China, wo das Beben begann, sinken die Kurse weiter. In China fiel der Shanghai Composite Index auch heute zum Handelsauftakt weiter. Auch der ChiNext für Technikaktien verlor weiter. Der Nikkei-Index in Tokio konnte sich allerdings bereits wieder erholen. Und auch aus Australien werden positive Zahlen berichtet.

Die Ursache für die Kursabstürze lagen in Sorgen um eine weitere Schwächung der chinesischen Wirtschaft und die Enttäuschung darüber, dass die dortige Regierung die Geldpolitik nicht weiter lockert. Trotz staatlicher Unterstützung sinken die Kurse weiter. Experten sehen dies, nachdem die Kurse ein Jahr lang in die Höhe getriebenen wurden, jedoch als notwendige Korrektur.

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