Kreuzung von Tenkan Sen mit Kijun Sen

Die wohl traditionellste Methode ist das Kreuzen von Tenkan Sen und Kijun Sen und ist mit einfachen Trendfolgesystemen zu vergleichen, welche auf dem Umstand des Schneidens einer langsameren von einer schnelleren SMA beruhen, ähnlich den Systemen von Dr. Elder (EMA 9 schneidet EMA 20) oder dem Lindencourt System.

Kreuzt Tenkan Sen den Kijun Sen also von unten nach oben, so ist das als Kaufsignal zu sehen und umgekehrt.

Möchte man diese Strategie jedoch verfolgen, muss man stets den übergeordneten Chart im Auge behalten,denn gerade in Seitwärtsphasen liefert diese Methode sehr viele Fehlsignale.
Neben der Tatsache des Kreuzens, ist die Lage dieser Kreuzung zu beachten. Hier unterscheidet man 3 Fälle:

  1. liegt der Kreuzungspunkt oberhalb der Kumo, so ist es ein starkes Kaufsignal.
  2. Kreuzungen innerhalb der Kumo sind als neutral zu bewerten und
  3. Kaufsignale unterhalb der Kumo gelten als schwach, da die Kumo mit ihren Senkou Span A und B einen starken Widerstand darstellt.

Bevor es nun aber zu einer Positionseröffnung kommt, muss der Chikou Span betrachtet werden. Erst die Lage dieser Signallinie erteilt quasi die Freigabe zum Handeln. Um ein Kaufsignal, also das Durchkreuzen von Tenkan Sen von unten durch Kijun Sen, zu bestätigen, muss Chikou Span über seinem Kerzenkörper notieren.Notiert er zudem auch noch über der Kumo, ist es eine starke Signalbestätigung.

Einstieg:
Der Einstieg erfolgt nach Kerzenschluss in Richtung der Kreuzung. Wie bei allen Systemen sollte nach Unterstützungen und Widerständen im näheren Umfeld des Einstiegskurses geschaut werden. Ausserdem sollte auf ein gutes CRV geachtet werden.

Ausstieg:
Der traditionelle Ausstieg bei diesem System ist das Gegensignal, also die Kreuzung in Gegenrichtung. Abhängig vom eigenen Handelsstil können aber auch andere Signale oder Indikatoren wie Parabolic SAR oder Supertrend genutzt werden.

Stop Loss
Obwohl an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich darauf hingewiesen wird niemals ohne SL zuarbeiten, gibt es bei dieser Methode kein starres System zur Stop Loss Setzung und muss deshalb in Abhängigkeit vom Chart ermittelt werden. Klassische Unterstützungslinien oder Senkou Span wären mögliche Level, die sich aus Erfahrung für eine gute Stop Loss Setzung eignen.

Take Profit
Obwohl sich der Ichimoku als System sieht, gibt es keinen festen Take Profit.Der TP sollte deshalb entweder durch den Stop Loss bzw. das Gegensignal erfolgen oder in Abhängigkeit vom Chartbild an relevanten Widerständen. Auch mit Hilfe von Fibonacci lassen sich Take Profit Ziele definieren

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Beispiel:

Anhand dieses Charts möchte ich das oben genannte System erklären:

Als Erstes halten wir Ausschau nach Kreuzungen von Tenkan Sen und Kijun Sen. Diese gab es an Punkt A,B und C steht unmittelbar bevor.

An Punkt A durchkreuzte Tenkan Sen (Blau) zwar den Kijun Sen (Rot) von unten nach oben und selbst Chikou Span war zu diesem Zeitpunkt über „seiner“ Kerze, aber die Kreuzung lag unterhalb der Kumo. Es war also als schwaches Signal zu werten und so passierte es, dass die Kumo bremste und es zu einem Rücklauf kam.

An Punkt B kam es zu einer weiteren Kreuzung. Diesmal lag der Punkt aber oberhalb der Kumo und auch Chikou Span, der über seiner Kerze notierte, lag oberhalb der Kumo. Diesmal handelte es sich also um ein starkes Kaufsignal, wie der weitere Verlauf eindrucksvoll beweist.

An Punkt C steht das Gegensignal kurz vor Vollendung, sodass man hier einen Ausstieg in Erwägung ziehen könnte.

Als nachgezogene Stop Loss Setzung wäre hier Kijun Sen denkbar, was in der Praxis eine gängige Methode darstellt.

Take Profit Level ließen sich hier durch Fibonacci-Verhältnisse definieren.So fand der Aufwärtstrend an der 128% Erweiterung des letzten Anstiegs vorerst sein Ende, bevor es in die Korrektur ging.

Das Signal in Punkt C gleich wieder als Einstieg für Verkaufspositionen zu sehen, wäre an dieser Stelle wohl fatal und soll verdeutlichen, das, wie oben beschrieben, stets der übergeordnete Chart, die Gesamtlage, zu betrachten ist.

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