7 Tipps, um von Investmentfonds zu profitieren

7 Tipps, um von Investmentfonds Erklärungen zu profitieren

Investmentfonds bilden die Grundlage für jedes Anlegerportfolio. Fonds gibt es in unterschiedlichsten Varianten und Risikostufen. Auch die Rendite und Kosten schwanken je nach Fonds mitunter stark.

Investmentfonds Erklärungen im Überblick

  •  besonders für Einsteiger empfehlenswert
  • Investition schafft direkt eine Diversifizierung des Portfolios
  • Zahlreiche Fondsarten verfügbar, die wiederum in unterschiedlichste Finanzprodukte investieren
  • Aufgrund der Vielfältigkeit von Fonds gibt es für jedes Anleger-Profil das passende Produkt
  • Recherche zu den Fonds unerlässlich
Christian Habeck

Christian Habeck

Christian Habeck ist seit Jahren an den Finanzmärkten aktiv. Im Daytrading widmet er sich bevorzugt dem Forex-Handel, Aktien handelt er mittelfristig (Swing-Trading) mit Hilfe des Ichimoku Kinko Hyo. Infos hierzu findet man auf: www.kumo-trading.de.
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1: Was ist ein Investmentfonds?

Themenicon TippsBeginnen wir mit Investmentfonds Erklärungen. Ein Investmentfonds ist ein von einer Kapitalanlagegesellschaft verwaltetes Sondervermögen. Dieses Vermögen kann in Aktien, Immobilien, Anleihen, Rohstoffe und Derivate investiert werden. Welche Finanzprodukte im jeweiligen Fonds auftauchen liegt im Ermessen des Fondsmanagers und der Grundstruktur des Fonds selbst.

Zahlt ein Anleger Geld in einen Fonds ein, kann die Kapitalanlagegesellschaft darüber verfügen. Allerdings muss das Unternehmen die Kundeneinlagen vom Eigenkapital getrennt aufbewahren. Im Konkursfall der Kapitalanlagegesellschaft zählt das Anlegervermögen damit nicht zur Insolvenzmasse.

Ein Fonds erwirtschaftet Erträge in Form von Dividenden, Kursgewinnen und Zinsen. Der Gewinn wird entweder direkt an die Anteilseigner ausgeschüttet oder reinvestiert.

Tipp 2: Die grundlegenden Vorteile von Fonds

Investieren Anleger in einen Fonds, ergeben sich im Vergleich zu anderen Finanzprodukten einige Vorteile.

  • Es wird wenig Kapital benötigt:
    Aktienkäufe rentieren sich meist erst, wenn mindestens 5.000 oder besser 10.000 Euro investiert werden. Bei Fonds liegt die Mindesteinzahlung oft schon bei 1.000 Euro. So können auch Kleinanleger direkt in die internationalen Kapitalmärkte investieren.
  • Diversifikation:
    Der Fonds selbst investiert das Geld seiner Kunden in eine Vielzahl von Finanzprodukten. Welche das im Einzelnen sind, hängt auch immer von der Struktur des Fonds ab. Grundsätzlich streuen Anleger ihr Kapital durch den Kauf von Fondsanteilen relativ breit. So kann auch ein vergleichsweise kleiner Kapitalstock gut diversifiziert werden. Ähnlich wie beim Aktienkauf sollten auch hier Handelstipps wie beispielsweise die 10 Aktien-Regeln von Den Zager befolgt werden.
  • Große Auswahl:
    Auf dem Markt sind zahllose Investmentfonds verfügbar. Anleger können auf ein breites und vor allem vielfältiges Produktangebot zurückgreifen.

  • Von Expertenwissen profitieren: Ein Großteil der Fonds wird von einem Manager betreut. Dieser verlangt für seine Tätigkeit ein Entgelt, dass die Rendite zunächst senkt. Allerdings sollte der Manager dafür im Gegenzug auch höhere Gewinne mit dem verwalteten Geld erzielen, als es unerfahrene Kleinanleger könnten.

Tipp 3: Diese Arten von Investmentfonds gibt es

Anleger sollten sich zunächst einen Überblick über die Fondsarten verschaffen. Je nach persönlichem Anlegerprofil kann dann entschieden werden, in welche Kategorie investiert wird.

  • Aktienfonds:
    Das Kapital der Anleger wird ausschließlich in Aktien investiert. Die Fonds konzentrieren sich dabei meist auf bestimmte Regionen oder Ländern. Zudem fahren die Aktienfonds unterschiedliche Anlagestrategien. Einige setzen beispielsweise auf Anteile von Unternehmen, die eine hohe Dividende bieten. Andere Fonds investieren bevorzugt in Start-ups und wieder andere legen das Kapital bevorzugt in Schwellenländern an. Grundsätzlich rentieren sich Aktienfonds nach rund 10 bis 15 Jahren Laufzeit.
  • Rentenfonds:
    Der Manager eines Rentenfonds investiert ausschließlich in Anleihen. Das Risiko der einzelnen Anleihen kann dabei je nach Fonds stark schwanken. Von Bundeswertpapieren bis zu Hochzinsanleihen von verschuldeten Unternehmen kann alles im Portfolio auftauchen. Das Angebot an Fonds ist dabei ebenso breit wie im Bereich der Aktienfonds. Allerdings ließ die Rendite von Rentenfonds während der vergangenen Jahre etwas zu wünschen übrig. Besonders die niedrigen Zinsen dämpften die Gewinne.
  • Mischfonds:
    Wie der Name unschwer vermuten lässt, investieren Mischfonds sowohl in Aktien als auch in Anleihen. Die Vielfalt an Anlagestrategien ist bei Mischfonds kaum überschaubar. Einige Fonds setzen etwa auf feste Verhältnisse zwischen Aktien und Anleihen, andere variieren die Gewichtung je nach Marktsituation.
Bei der Aktionärsbank können über 2.000 Fonds gehandelt werden

Bei der Aktionärsbank können über 2.000 Fonds zu 0 Euro gehandelt werden

  • Dachfonds:
    Diese Fonds kaufen keine Aktien oder Anleihen. Vielmehr investieren Dachfonds wiederum in andere Fonds. Dadurch sollen möglichst geringe Wertschwankungen bei gleichzeitig guter Rendite erzielt werden. Allerdings sind die Kosten bei Dachfonds in der Regel relativ hoch. Anleger zahlen in vielen Fällen sowohl für die Verwaltung des Dachfonds als auch für die Fonds, in welche der Dachfonds selbst investiert.
  • Offene Immobilienfonds:
    Wer gerne in Immobilien investieren möchte, dazu aber eigentlich nicht das nötige Kapital hat, kann in offene Immobilienfonds investieren. Diese kaufen Wohn- und Gewerbeimmobilien und verwalten diese dann. Die Erträge des Fonds generieren sich sowohl aus Mieteinnahmen als auch durch Verkaufserlöse.

Grundsätzlich sind Rentenfonds das sicherste Investment – sofern der Fonds nicht ausschließlich auf hoch spekulative Anleihen setzt. Aktienfonds bieten dafür deutlich bessere Renditeaussichten. Einen guten Kompromiss aus den beiden Fondsarten können Misch- und Dachfonds bilden. Offene Immobilienfonds sind eher als grundsätzliche Alternative anzusehen und diversifizieren das eigene Portfolio zusätzlich.

Tipp 4: Sind Investmentfonds mit oder ohne Manager besser?

Themenicon kostenEingangs wurde erwähnt, dass Fonds immer von einem Manager betreut werden. In der Praxis sind allerdings auch solche Fonds verfügbar, die passiv verwaltet werden. Diese sind mit Indizes zu vergleichen und bilden beispielsweise den DAX einfach nach. Welche der beiden Fondsarten besser ist, muss jeder Anleger selbst entscheiden. Folgende Unterschiede ergeben sich zwischen aktiven und passiven Fonds:

Fonds mit ManagerFonds ohne Manager
Aktive Verwaltung durch einen FachmannFonds bildet Index nach und wird nicht verändert
Erfolg hängt maßgeblich von Können des Managers abAnleger entscheidet selbst, in welchen Index investiert wird
Kosten von rund 1,5 Prozent pro JahrKosten von 0,2 bis 0,5 Prozent pro Jahr
Hohe VerfügbarkeitHohe Verfügbarkeit
Anlageentscheidungen des Managers nicht komplett nachvollziehbarHohes Maß an Transparenz
Richtet sich an alle AnlegerEher für etwas erfahrene Trader geeignet

 Ein Fondsmanager garantiert noch keinen Erfolg. Die Rendite von passiven Fonds kann unter Umständen höher sein als die von gemanagten. Zweifelsohne sind die Kosten für aktiv verwaltete Fonds aber immer um ca. 1 Prozent höher.

Tipp 5: Offener oder geschlossener Investmentfonds?

Themenicon RegulierungFonds lassen sich in die Kategorien offen und geschlossen unterteilen. Offene Fonds sind dabei die Regel. Sie können vom Anleger jederzeit ge- und verkauft werden. Geschlossene Fonds hingegen investieren in langfristige unternehmerische Beteiligungen. Diese sind unflexibel und werden erst nach einer gewissen Zeitspanne ausbezahlt. Anleger können daher nur während einer bestimmten Frist in den jeweiligen Fonds investieren. Danach wird dieser geschlossen.

Die Mindestlaufzeit von geschlossenen Fonds ist sehr hoch. Zudem ist ein Ausstieg während der Laufzeit nicht möglich, das Kapital ist also langfristig gebunden. Geschlossene Fonds investieren in Sachanlagen wie Immobilien, Flugzeuge, Windparks, Wälder oder Schiffe. Das Risiko von geschlossenen Fonds ist vergleichsweise hoch, ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich. Dafür können in wirtschaftlich guten Zeiten ebenso große Renditen erzielt werden. Die Mindestanlage liegt meist bei 10.000 Euro.

Offene Immobilienfonds sind der Standardfall und richten sich an alle Arten von Anlegern. Geschlossene Fonds hingegen sind langfristige und risikoreiche Anlagen, für die ein hoher Mindestbetrag investiert werden muss. Die geschlossene Variante ist daher nur erfahrenen und liquiden Anlegern zu empfehlen.

Tipp 6: Auf die Marktnähe des Investmentfonds achten

Themenicon HandelsplattformDie Marktnähe beschreibt, wie stark die Entwicklung eines Fonds vom Marktgeschehen abhängt. Die größte Marktnähe haben dabei Indexfonds. Je geringer die Marktnähe ist, desto mehr eigene Ideen und Strategien nutzt der Fondsmanager, um Gewinne zu erwirtschaften.

Auch hier gilt wieder, dass weder eine besonders hohe noch eine besonders niedrige Marktnähe grundsätzlich gut oder schlecht sind. Wer wenig Erfahrung mit Fonds hat, sollte aber generell auf eine Marktnähe von 80 bis 90 Prozent setzen. Erst bei der weiteren Diversifizierung des Portfolios kann dann auf Fonds gesetzt werden, die über weniger Marktnähe verfügen. Der Grund hierfür ist, dass diese Fonds auf vergleichsweise spezielle Strategien setzen. Mit diesen müssen sich Anleger im Vorfeld intensiv beschäftigen.

Tipp 7: Recherche als Grundlage für die Anlage in Investmentfonds

Egal ob in offene, geschlossene, aktive oder passive Fonds investiert wird, Anleger müssen im Vorfeld der Investition eigene Recherchen durchführen. Derzeit sind auf dem Markt tausende Fonds verfügbar, unter denen sich zwangsweise gute und schlechte Produkte befinden. Folgende Dinge sollten vor dem Kauf entweder selbst oder vom jeweiligen Bankberater recherchiert werden:

  • Performance:
    Existiert ein Fonds bereits seit mehreren Jahren oder Jahrzehnten ist das zunächst ein gutes Zeichen. Anleger können die Entwicklung des Fonds leicht zurückverfolgen. Dabei gilt es, sowohl langfristige als auch kurzfristige Daten zu bewerten. Der langfristige Trend sollte stetig nach oben zeigen. Kurzfristig gesehen sollte sich der Fonds nicht in einem allzu starken Aufwärtstrend befinden. Ansonsten sind die Anteile zu teuer.
  • Manager/Emittent:
    Der Manager und der Emittent des Wertpapiers sollten selbstverständlich überprüft werden. Meist steht nicht eine natürliche Person hinter dem Fonds, sondern ein Unternehmen. Nach kurzer Recherche lässt sich herausfinden, wie das jeweilige Unternehmen wirtschaftet und welche Erfolge es bereits erzielen konnte.
benk bietet eine sehr gute Fond-Suche auf dem Webauftritt an

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  • Bewertungen:
    Fachmagazine und Analysten bewerten Fonds in regelmäßigen Abständen. Wichtig ist, dass sich Anleger nicht auf die Einschätzung eines einzigen Magazins oder Analysten verlassen. Erst wenn mehrere Experten der gleichen Meinung bezüglich des Fonds sind, kann die Information verwendet werden.

 Fazit

Fazit:
Die Investition in Fonds kann eine gute Grundlage für das eigene Portfolio bilden. Besonders unerfahrene Kleinanleger profitieren von den Vorteilen. Für erfahrenere Trader lohnt sich ein Blick auf passiv verwaltete oder geschlossene Fonds. In jedem Fall gilt es aber, eine umfangreiche Recherche zum jeweiligen Fonds durchzuführen. Unser Ratgeber mit Investmentfonds Erklärungen trägt zum besseren Verständnis dieser Anlageform bei.

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