In Gold anlegen – 6 Tipps um in Gold investieren zu können

In Gold investieren

Gold und Silber gelten auch heute noch immer als eine der Geldanlagen, die besonders sicher und lohnenswert sind. Dennoch gibt es einiges zu beachten, wenn in Edelmetall investiert werden soll. Hier geht es nicht nur um die Frage, ob Goldmünzen oder Goldbarren. Die folgenden Tipps helfen bei der richtigen Entscheidung.

  • Auf den Anbieter achten
  • Kostenvergleich bei der Investition
  • Keine Renditeerwartungen haben
  • Langfristig investieren

Christian Habeck

Christian Habeck

Christian Habeck ist seit Jahren an den Finanzmärkten aktiv. Im Daytrading widmet er sich bevorzugt dem Forex-Handel, Aktien handelt er mittelfristig (Swing-Trading) mit Hilfe des Ichimoku Kinko Hyo. Infos hierzu findet man auf: www.kumo-trading.de.
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In Gold anlegen – Barren oder Münzen?

Themenicon kostenEs ist kein Geheimnis, dass die Anlage in Gold durchaus auf die Dauer und vor allem als langfristige Investition durchaus lohnenswert sein kann. Wer als Anleger gerne innerhalb kurzer Zeit eine schnelle Rendite einfahren möchte, der liegt mit Gold jedoch falsch. Stattdessen ist in Gold anlegen ein Prozess, der längerfristig geplant werden sollte. Unsicherheit kommt jedoch schon bei der Frage auf, ob besser in Goldbarren oder in Goldmünzen investiert werden soll. Nicht immer ist dies eine Frage des Budgets.

Idealerweise wird beim Investieren in Gold darauf geachtet, breit zu streuen. Das mag erst einmal seltsam klingen, ist aber bei Gold durchaus möglich. So ist es empfehlenswert, einen Teil des Geldes in Goldmünzen und Goldbarren mit kleinen Gewichten zu investieren. Der Vorteil hierbei: Dieses Gold lässt sich schneller wieder verkaufen. Das ist gerade dann ein Vorteil, wenn Anleger möglichst kurzfristig wieder liquide sein müssen. Wer einen höheren Betrag auf die Dauer investieren möchte und diesen auch nicht unbedingt in absehbarer Zeit benötigt, der kann in schwerere Goldbarren einzahlen.

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Nach Schmuck besteht die größte Nachfrage an Gold als Investment von Anlegern , Quelle:Statista

Einer der Nachteile bei Goldmünzen und kleinen Barren ist, dass diese häufig sehr nahe am tagesaktuellen Preis für Gold liegen. Gewinne sind hierbei kaum möglich. Gerade bei Goldmünzen kann es sein, dass für Prägungen zusätzliche Kosten entstehen, die den Preis für das Gold unnötig in die Höhe treiben. Grundsätzlich ist es also besser, sich auf den Goldbarren einzurichten.

Wer dennoch Goldmünzen kaufen möchte, der sollte darauf achten, ausschließlich anerkannte Anlagemünzen zu kaufen. Maple Leaf oder auch Krügerrand sind hier Beispiele für weltweit anerkannte Münzen. Reine Sammlermünzen haben den Nachteil, dass hier der Sammlerwert gefordert wird. Wer in Gold anlegen möchte, der orientiert sich jedoch nur an dem Materialwert. Verluste beim Verkauf von Sammlermünzen sind daher deutlich wahrscheinlicher.

Beim Kauf von Goldbarren ist es dagegen wichtig, bei LBMA-zertifizierten Anbietern zu kaufen. Die Goldbarren sollten eine Kennzeichnung von wenigstens 999/1000 aufweisen. Bekannte Anbieter sind beispielsweise Degussa oder auch Umicore. Wer Goldbarren im good delivery Standard kauft, der hat den Vorteil, dass diese der weltweiten Akzeptanz unterliegen und mit dem tagesaktuellen Preis gekennzeichnet werden. Dieser wird zweimal am Tag aktualisiert.

In Gold anlegen gilt als relativ sichere Investition. Bei der Frage, ob besser Barren oder doch lieber Goldmünzen gekauft werden sollten, spielen auch die persönlichen Interessen eine Rolle. Wer Wert auf eine schnelle Liquidität legt, der ist mit Münzen und kleinen Barren besser bedient.

Physisches Gold und Papiergold – das sind die Unterschiede

Themenicon StrategieEs gibt durchaus Unterschiede bei der Investition in Gold, die nicht zu unterschätzen sind. So wird beispielsweise zwischen physischem Gold und Papiergold unterschieden. Bei der Investition in Gold stellt sich natürlich immer die Frage, was man mit dieser Investition erreichen möchte. Da kann es hilfreich sein, die Unterschiede zu kennen.

  1. Physisches Gold in Form von Barren

Nach wie vor sind Barren im Bereich der Edelmetalle für viele Anleger die erste Wahl. Sie werden in verschiedenen Gewichtsklassen angeboten. Meist reichen sie von 1 Gramm bis hin zu 1 Kilogramm. Es gibt auch größere Barren, die sind jedoch kein Standard. Mit den Barren wird 1:1 an der Entwicklung des aktuellen Goldpreises partizipiert. Eine Auslieferung ist grundsätzlich möglich, kostet jedoch extra. Gerade in Hinblick auf die Auslieferung sollte bedacht werden, das Goldbarren auch sicher gelagert werden müssen.

  1. Physisches Gold in Form von Münzen

Auch der Kauf von Goldmünzen ist fast schon klassisch besetzt. Hier geht der Krügerrand besonders häufig über den Tisch und wird angeboten mit 1/10 oder bis hin zu einer kompletten Unze. Auch hier wird 1:1 an der Preisentwicklung mit teilgenommen, eine Auslieferung ist ebenfalls möglich. Bei den Goldmünzen besteht jedoch die Problematik, dass sich teilweise starke Variationen bei den Spreads von Kaufpreis und Verkaufspreis bilden. Dies sollte beim Kauf immer bedacht werden. Da es sich bei den klassischen Goldmünzen nicht um Sammlermünzen handelt, müssen Anleger nicht mit Aufschlägen rechnen.

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Die Produktion von Goldmünzen steigt seit Anfang 2005 stetig an , Quelle:Statista

  1. Physisches Gold in Form von einem Metallkonto

In Gold anlegen mag eine gute Möglichkeit für die Investition sein. Dennoch ist hier immer noch das Problem der richtigen Lagerung gegeben. Zum Schutz vor Diebstahl sowie zum Schutz des Goldes kann es eine gute Variante sein, in ein Metallkonto zu investieren. Dieses wird bei der Bank eingerichtet. Die Partizipation beträgt ebenfalls 1:1. Statt Kosten für die Auslieferung gibt es Gebühren für die Kontoführung. Wichtig ist es genau zu schauen, bei welcher Bank das Metallkonto in Anspruch genommen wird. Idealerweise wird darauf geachtet, eine Großbank mit einer sehr guten Bonität zu wählen.

  1. Physisches Gold in Form von Wertschriftendepots

Auch hier ist das Gold bei der Bank hinterlegt. Allerdings wird es in das Depot des Anlegers als Buchung aufgenommen. Das Gold befindet sich damit direkt im Depot, was durchaus ein Vorteil gegenüber der Papierforderung ist. So wird die Investition als Anlage geführt und kann dementsprechend auch angezeigt werden. Depotgebühren sind hier keine Seltenheit. Die Partizipation von 1:1 ist ebenfalls bei dieser Variante gegeben.

  1. Papiergold in Form von ETFs und Zertifikaten

Der eine oder andere Anleger hat schon von ETFs und Zertifikaten gehört. Auch hier ist die Investition in Gold möglich. Dabei handelt es sich jedoch um den Kauf von Anteilen an Goldfonds oder auch dem Kauf von Forderungen in Form von Zertifikaten. Teilweise sind für den Anleger durchaus Gewinne möglich. Hierbei handelt es sich bei der Goldanlage jedoch eher um eine Investition als um eine Absicherung.

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Ab sofort kann bei Maxblue EUWAX Gold ETC gehandelt werden

  1. Papiergold in Form von ETCs

Die Exchange Traded Commodities sind Zertifikate, die mit einem Gegenparteirisiko ausgestattet sind. Hier können hohe Verluste auf den Anleger warten.

  1. Papiergold in Form von Blue Chips

Blue Chips sind Goldaktien, wie beispielsweise Barrick. Auch der Kauf von Goldaktien kann durchaus eine gute Variante sein, um zu investieren. Aber auch in diesem Fall gilt der Kauf eher als Investment.

Beim Anlegen in Gold ist zu beachten, dass es verschiedene Formen der Anlagemöglichkeiten gibt. Der Klassiker ist natürlich das physische Gold. Doch auch Papiergold kann durchaus Vorteile mit sich bringen. Vor allem dann, wenn der Anleger investieren statt auf Sicherheit setzen möchte.

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In Gold anlegen – 6 wichtige Tipps für Anleger

Themenicon TippsIn Gold anlegen ist zwar nicht die größte Herausforderung im Bereich der Anlagemöglichkeiten. Dennoch kann auch hier einiges falsch gemacht werden. Daher kann es nicht schaden, sich den einen oder anderen Tipp zu Herzen zu nehmen und auf dieser Basis dann die Goldanlage in Angriff zu nehmen.

  1. Versicherung, Investition oder Spekulation?

Anleger, die sich dafür entscheiden, ihr Kapital in Gold anzulegen, haben meist vor allem die Absicherung im Blick. Geld, das in Gold angelegt ist, gilt als relativ sicher, da der Goldpreis bereits über mehrere Jahre hinweg eine gewisse Stabilität aufweist. Auch wenn das natürlich keine Absicherung ist, so ist es dennoch ein Zeichen dafür, dass Edelmetalle recht risikolos sind. Wer als Anleger jedoch darüber nachdenkt, sich nicht nur abzusichern, sondern auch Gewinne einzufahren, der fragt sich natürlich, ob in Gold anlegen hier die beste Variante ist. Vor dem Kauf sollten sich Anleger daher darüber im Klaren sein, dass bei der Goldanlage zwischen drei Punkten unterschieden wird:

  1. Die Versicherung in Form von Münzen und Barren
  2. Die Investition in Form von ETFs, Zertifikaten und Goldaktien
  3. Die Spekulation mit Goldnebenwerten

Es ist also durchaus möglich, mit Gold sowohl Gewinne als auch Verluste einzufahren. Dafür überlegt sich ein guter Anleger vor dem Kauf, was er für Erwartungen an die Investition hat. Es empfiehlt sich deshalb genau wie beim Aktienhandel eine erfolgreiche Börsenstrategie zu befolgen.

  1. Der Ort für den Goldkauf

Wo wenden sich unerfahrene Anleger als erstes hin, wenn sie Gold kaufen möchten? An eine Bank. Dies ist aber nicht unbedingt immer die Anlaufstelle, die sich wirklich empfiehlt. In Gold anlegen ist beispielsweise auch bei einem Fachhändler möglich. Es gibt Goldhändler, bei denen der direkte Kauf von Gold gegen Bargeld möglich ist. Der Vorteil: Das Gold kann direkt mitgenommen werden, es fallen keine Auslieferungskosten an. Bis zu einer Investitionshöhe von 15.000 Euro müssen zudem keine persönlichen Daten beim Kauf hinterlassen werden. Beim Kauf bei einer Bank werden die Daten dagegen jederzeit und egal bei welcher Kaufhöhe vermerkt.

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Das EUWAX Gold kann physisch bei der Bank abgeholt werden

  1. Auf die Gewichtung achten

Idealerweise entscheiden sich Anleger, wenigstens 10 % ihres Kapitals in Edelmetalle zu investieren. Besser ist es noch, sogar auf 20 % zu setzen. Gerade in Zeiten der Inflation ist es nicht selten, dass hier Verluste eingefahren werden. Edelmetalle jedoch sind ein fester Bestandteil und können diese Verluste durchaus ausgleichen. Der Anleger sollte die Marktentwicklung immer im Blick haben und die Höhe der Anteil bei den Edelmetallen, je nach Marktentwicklung, nach oben oder nach unten anpassen. Grundsätzlich gilt der Anteil in Höhe von 10 % jedoch als der Bereich, der möglichst immer bestehen bleiben sollte.

Tipp:
Ein guter Anleger investiert nicht sein gesamtes Erspartes in Gold. Lediglich so viel wird angelegt, wie auch verschmerzt werden kann. Idealerweise sollte man mehrere Jahre nicht an das Ersparte heran müssen, das in Gold angelegt ist.
  1. Gelassen bleiben

Panik ist beim Kauf und Verkauf von Gold kein guter Ratgeber. Natürlich unterliegt auch der Preis von Gold Schwankungen. Wer bei einem sinkenden Preis jedoch in Panik verfällt und beginnt, sein ganzes Gold zu verkaufen, der macht Verluste. Gold als Teil des Vermögensschutzes sollte auch dann gehalten werden, wenn der Preis sinkt. Wichtig ist es, immer wieder Gold nachzukaufen. Eine regelmäßige Investition kann dabei helfen, das Vermögen nach und nach abzusichern. Aber: Die Höhe der Investition spielt eine Rolle beim Einkauf von Gold. Wer monatlich beispielsweise 1.000 Euro spart und davon 10% in Gold investieren möchte, der liegt bei einer monatlichen Höhe von 100 Euro. Es lohnt kaum, die 100 Euro in Gold zu investieren, da es so zu teuer eingekauft wird. In diesem Fall ist es besser, lieber nur alle viertel Jahr zu kaufen und dafür beim Kauf zu sparen.

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Panik ist kein guter Ratgeber – der Goldpreis ist seit 1965 stetig gestiegen

  1. Den Vergleich nutzen

In Gold anlegen kostet nicht überall gleich. Auch wenn der Goldpreis zweimal pro Tag angepasst wird, so muss das nicht bedeuten, dass auch die Händler ihre Preise zweimal am Tag anpassen. Einige Händler machen dies tatsächlich, andere Händler lassen ihre Goldpreise auch mal länger stehen. Jede Variante kann für den Anleger ihre Vorteile mit sich bringen. Daher ist der Vergleich der Angebote der Händler ein wichtiger Punkt beim Goldkauf. Es gibt online verschiedene Möglichkeiten, die Kosten für das Gold bei den einzelnen Anbietern zu vergleichen. Die Anlage in Gold kann durchaus also auch mit etwas Investition von Zeit verbunden sein. Durch die teilweise sehr unterschiedlichen Preise kann es sich aber lohnen, diese Zeit zu investieren und so zu sparen.

Achtung!
Den Vergleich gibt es sowohl für den Preis der Barren als auch für den Preis der Münzen.
  1. Auf Sammlermünzen verzichten

Bei einem Kaffee am Morgen läuft nebenbei der Shoppingkanal und dort wird heute eine Goldmünze zu einem scheinbar unschlagbaren Preis angeboten. Das Schöne daran: Sie sieht auch noch gut aus. Eine kleine Überprüfung macht deutlich: Sowohl das Motiv selbst als auch der Goldgehalt entsprechen den Anlagemünzen. Alles wirkt also seriös, ist es meist auch. Das Problem ist jedoch: Hierbei handelt es sich um Sammlermünzen, die immer mehr kosten als eine Anlagemünze. Neben den höheren Kosten wird es für den Anleger auch deutlich schwerer, die Münze als Anlagemünze weiter zu verkaufen und Verluste sind hier fast sicher.

Der Vergleich der Goldpreise kann bares Geld sparen und auch die Gelassenheit ist ein wichtiger Begleiter bei dieser Art der Anlage. Wer sich immer wieder bewusst macht, dass Gold eine langfristige Anlage ist, der kann auch mit kleinen Preisschwankungen besser umgehen.

Fazit: In Gold anlegen bedeutet ein Stück weit Sicherheit

Fazit:
In Gold anlegen ist und bleibt auch heute noch eine durchaus gute Empfehlung für alle Anleger, die ihr Kapital relativ sicher unterbringen möchten. Hier gibt es aber dennoch Unterschiede zwischen physischem Gold und Papiergold, die nicht zu unterschätzen sind. Auch die Preise für Münzen und Barren können, abhängig vom jeweiligen Händler, teilweise deutlich variieren, so dass sich ein Vergleich lohnen kann.

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